Frage von Hansy98, 86

ich wurde in der Probezeit geblitzt?

Hi ich wurde heute in der Ortschaft (50 km/h) mit 60-65 km/h geblitzt. Ich bin in der Probezeit, muss ich also was schlimmes erwarten, außer ne Rechnung ? Zudem ist das Auto nicht auf mich angemeldet, können ja also nicht nachweisen wer gefahren ist, auch nicht am Bild oder ?

Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 32

Hallo Hansy98,

Wenn Dein Tacho 65 km/h angezeigt hat, wird die festgestellte Geschwindigkeit vermutlich nur 63 km/h betragen, da ein Tacho immer etwas mehr anzeigt, als man wirklich fährt.

Von der festgestellten Geschwindigkeit, muss Dir noch eine Toleranz von 3 km/h abgezogen werden, so dass man Dir nur noch eine Überschreitung von 10 km/h vorwerfen kann.

Ich füge Dir mal an, welcher Bußgeldbescheid auf Dich zukommen würde wenn Dir einmal 10 km/h Überschreitung und einmal 15 km/h Überschreitung vorgeworfen werden:

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Tatbestandsnummer: 103202

Tatvorwurf: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um .10. (bis 10) km/h.

Zulässige Geschwindigkeit: *).50. km/h.

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): **).60. km/h.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 3 Abs. 3, § 49 StVO; § 24 StVG; 11.3.1 BKat andere Kfz) Tab.: 703010

Verwarnungsgeld: 15,00 Euro

Punkte: Nein

Fahrverbot Nein

Eintrag als A oder B - Verstoß: Nein

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Tatbestandsnummer: 103203

Tatvowurf: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um .15. (von 11 - 15) km/h.

Zulässige Geschwindigkeit: *).50. km/h.

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): **).65. km/h.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 3 Abs. 3, § 49 StVO; § 24 StVG; 11.3.2 BKat andere Kfz) Tab.: 703010

Verwarnungsgeld: 25,00 Euro

Punkte: Nein

Fahrverbot Nein

Eintrag als A oder B - Verstoß: Nein

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Der Bußgeldbescheid geht an den Halter.

Da Du Dich noch im Verwarnungsgeldbereich (bis 55,00 Euro) befindest, erhält der Halter keinen Anhörungsbogen. Es wird also in der Regel gar nicht gefragt, wer gefahren ist. Es ist gleich eine Zahlungsaufforderung und Überweisungsträger  beigefügt.

Nach fristgerechter Zahlung hat sich die Angelegenheit erledigt.

Auswirkungen auf die Probezeit hätte es  auch dann nicht, wenn man Dich als Fahrer ermitteln würde.

Problematisch wird erst eine Überschreitung ab 21 km/h, denn dann gibt es kein Verwarnungsgeld mehr, sondern

  • ein Bußgeld,
  • mindestens 1 Punkt
  • einen Eintrag als A - Verstoß, der folgende Probezeitmaßnahmen nach sich zieht:
  1. Es wird ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet und
  2. die Probezeit verlängert sich um 2 Jahre

Ab einer Überschreitung von 31 km/h gibt es zu den eben angeführten Folgen:

  •  zusätzlich ein Fahrverbot von mindestens 1 Monat und
  • statt 1 gibt es zwei Punkte

Die Fahrerlaubnis wird nicht, wie hier einige anführen entzogen. Das heißt weder muss man wieder zur Fahrschule um dort Fahrstunden zu nehmen, noch muss man die Prüfung neu ablegen und es wird auch keine MPU verlangt.

Schöne Grüße
TheGrow


Antwort
von Utanyan, 48

Bis 20km/h zu schnell ist alles "in Ordnung" und du musst "nur" mit einer Geldstrafe Rechnen.
Ab 20 km/h zu schnell könnten dann dein Führerschein erstmal weg sein und du müsstest dann nochmal ein Aufbauseminar/ bzw. neue Fahrstunden nehmen und die Prüfung erneut ablegen.
Nur in 30-er Zonen wird das ganze glaube ich noch etwas strenger gewertet.

Ich wurde (da ein LKW das Ortsschild verdeckte..) auch schon einmal mit 18 km/h zu schnell in der Probezeit geblitzt und es war alles in Ordnung.
Man sollte halt nur aufpassen, dass es nicht häufiger vorkommt, da es sonst vielleicht doch zu Problemen führen könnte.
Aber wenn das hier ein Ausnahmefall war ist alles in Ordnung.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

LG
Utau

Kommentar von TheGrow ,

Ab 20 km/h zu schnell könnten dann dein Führerschein erstmal weg sein und du müsstest dann nochmal ein Aufbauseminar/ bzw. neue Fahrstunden nehmen und die Prüfung erneut ablegen.
Nur in 30-er Zonen wird das ganze glaube ich noch etwas strenger gewertet

Wo hast Du den ganzen Unsinn her? Von den fett dargestellten Aussagen, trifft keine zu

Zutreffend ist nur, dass ab einer Überschreitung von 21 km/h (Nicht 20) ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet wird und sich die Probezeit um 2 Jahre verlängert.

Kommentar von Utanyan ,

Soweit dann also die Infos, die ich von meinem Fahrlehrer bekommen habe. Darüber hinaus ist dir, wenn du alles schon als Unsinn abstempelst, bestimmt entgangen, dass dort "könnte" steht.
Impliziert, dass ich mir nicht ganz sicher war, trotzdem aber gern das Wissen, das mir von einer "fachkundigen" Person (meinem Fahrlehrer) mitgeteilt wurde, teilen wollte.

Kommentar von TheGrow ,

So fachkundig in Sachen Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis scheint Dein Fahrlehrer aber nicht zu sein, wenn er diese Aussagen getroffen hat, denn die sind schlichtweg nicht zutreffend.

Die Fahrerlaubnis ist bei einer Geschwindigkeitsübertretung gar nicht zu entziehen. Somit muss man weder die Prüfung erneut ablegen, noch Fahrstunden nehmen.

Bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 31 km/h isst lediglich ein Fahrverbot von einem Monat, von 61 bis 60 km/h von zwei Monaten und über 60 km/h von drei Monaten vorgesehen.

Anders als beim Entzug der Fahrerlaubnis, bekommt man bei einem Fahrverbot  nach Ablauf der 1, 2 oder drei Monate den Führerschein wieder ausgehändigt.

Die Fahrerlaubnis wird nur bei Verkehrsstraftaten nach § 69 StGB entzogen und zugleich wird nach § 69a StGB eine Sperre von mindestens 6 Monaten bis zu 5 Jahren verhängt.

Nach Ablauf der Sperrfrist, kann man die Fahrerlaubnis neu beantragen. Das erneute Ablegen der Prüfung und Fahrstunden sind aber auch hier nicht zwingend vorgeschrieben, können aber sehr wohl zur Auflage gemacht werden. Dass ist meist dann der Fall, wenn die Zeit in der keine Fahrerlaubnis vorhanden war, die Zeit übersteigt in der eine Fahrerlaubnis vorhanden war.

Beispiel. Der Fahrer war drei Monate im Besitz der Fahrerlaubnis, als ihm die Fahrerlaubnis für 9 Monate entzogen wurde.

Kommentar von Sirius66 ,

Stimm wirklich NICHTS ...

Bis 21 km/h kann es so oft vorkommen, wie es will. Im Verwarnungsgeldbereich hat es keine Auswirkung auf die Probezeit.

Auch 1 B-Verstoß ist erstmal nicht schlimm. Erst der 2. oder der erste A-Verstoß machen dann die Probezeit 2 Jahre länger und das Konto um die Kosten eines Aufbauseminars ärmer.

Ihr habt doch alle frisch den FS. Sowas sollte man dann auch wissen.

Gruß S.

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 17

...bis 10 km/h  15 Euro     
...11 - 15 km/h  25 Euro     
...16 - 20 km/h  35 Euro 

ab 5 drüber ist man ein RASER die Schilder stehen nicht umsonst .                                                                

 

aber das ist kein Freibrief zu rasen den schon mit 5 Km/h schneller als erlaubt und  man kracht in das Hindernis mit min . 35 KM/H rein das sollte man bei seiner Raserei bedenken und als Frischling und Anfänger erst der noch nicht fahren kann immer etwas unter dem Limit bleiben . 

Für rasen gibt es keine Entschuldigung  es kann dein Kind oder Vater plötzlich vor die stehen und dann ist derjenige  mit 35  Km/h Überschuss tot .   

 

                                         




Antwort
von Reus25, 43

Dürfte nix passieren
Kann sein das nichts kommt wegen Toleranz

Sonst nur bussgeld

Kommentar von Sirius66 ,

Eben NICHT. Kein Bußgeld. Verwarnung.

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