Frage von RaLo4749, 245

Wie soll ich mit der Vergewaltigung umgehen?

Ich war damals knapp 17 Jahre alt. und im 3.Monat schwanger. Ich hatte das ganze verdrängt und es kam während einer Therapie wieder hoch. Ich ging damals nicht zur Polizei , da ich von niemanden Hilfe hatte und mich nicht getraut habe. Vor 3 Jahren erzählte ich es meinem Mann , dem Vater meines Sohnes. Heute behauptet er ich hätte das ganze wohl provuziert und herausgefordert. Wahrscheinlich hätte ich das gewollt.

Er hatte damals einen Schwangerschaftsabbruch gefordert und ich suchte bei dem Vergewaltiger , den ich vorher kannte Hilfe.. Ich bin seelisch am Ende. Wer kann mir raten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von habakuk63, 99

Verstehe ich es richtig?

1. Du warst 1967 schwanger und du wurdest im 3. Monat von einem Bekannten vergewaltigt?

2. Der leibliche Vater des Kindes ist dein jetziger Mann?

3. Dein jetziger Mann wollte damals die Abtreibung des Kindes im 3. Monat und du hast dich in deiner Verzweiflung an den Vergewaltiger gewendet?

4. Vor drei Jahren (20112) hast du deinem Mann von der Vergewaltigung erzählt und er wirft dir vor, dass du diese Vergewaltigung provoziert hättest?

Oder habe ich etwas verwechselt?

Kommentar von RaLo4749 ,

Ja so war es

Kommentar von habakuk63 ,

Wenn du noch Kontakt zu deiner oder deinem Therapeuten hast solltest du dich nochmals mit ihm über diese Situation unterhalten. Unabhängig davon solltest du mit deinem Mann sprechen und ihn nach seinem Verständnis von Partnerschaft fragen! Er als Mann wollte, dass du als Frau ein Kind abtreibst und dass im 3. Monat. Er glaubt eine (seine) Frau hätte durch ihr Verhalten eine Vergewaltigung provoziert und dass obwohl diese Frau im 3. Monat schwanger war. Entschuldige, aber wie verdreht ist dein Mann? Wenn ich von einer zurückliegenden Vergewaltigung meiner Frau erfahren würde, und der Täter würde noch leben, dann würde ich diesen Menschen psychisch fertig machen. Da die Tat schon verjährt ist würde eine Anzeige nichts bringen. Und bei körperlicher Gewalt wäre ich der Buhmann. Frage deinen Mann, warum er dir nicht glaubt und er dich nicht tröstet und unterstützt.

Entschuldige bitte, aber ich als Mann finde ein solches Verhalten zum Übergeben! Er würde nach einer Vergewaltigung wahrscheinlich der üblichen Argumentation der Verteidigung folgen. DIE hat sich aufreizend gekleidet, da konnte ich gar nicht anders. DIE hat sich so freizügig gekleidet, da sind bei mir die Hormone übergelaufen oder DIE hat sich so unscheinbar gekleidet und zurückhaltend verhalten, da hat es mich als Mann gereizt zu prüfen ob sie überhaupt ein weibliches Wesen ist. Immer schön die Schuld beim Opfer suchen!

Du solltest dir auch überlegen, ob du bei deinem Mann bleiben möchtest, denn scheinbar hält er dich ja für eine H., die sich zwischen durch mal einen anderen Mann gönnt und wenn der nicht sofort willig ist, dann reizt du ihn bis er über dich herfällt und du das bekommst was du möchtest. Ich könnte mich übergeben!

Kommentar von RaLo4749 ,

Der Vergewaltiger lebt nicht mehr

Kommentar von habakuk63 ,

Hallo RaLo4749,

danke für die Auszeichnung. 

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Partnerschaft, 101
  • Einerseits ist es sicherlich gut, mit einem ausgebildeten Therapeuten solche psychologischen Traumata aufzuarbeiten, wenn es wirklich wieder hochkommt und dich belastet. Nach so einer langen Zeit wird es aber schwer sein, wirklich alles fair und sachgerecht aufzuarbeiten, aber du kannst vielleicht den inneren Frieden mit dir selbst finden. Es ist passiert, es war und ist traumatisch und das wird man auch nicht mehr ändern können. 
  • Gleichwohl denke ich nicht, dass es sinnvoll ist, dieses Thema erneut mit deinem Mann strittig zu diskutieren. Das bringt selten Frieden und Harmonie, da Vergewaltigungen immer sehr belastend für beide Partner sind und gerade die eigenen Partner eine große Ohnmacht spüren. In einem gewissen Maße solltest du auch dafür Verständnis haben, dass es für deinen Mann auch belastend ist, dass du vergewaltigt wurdest. Du bist das primäre Opfer, aber auch für deinen Partner ist es nicht leicht.
  • Es ist immer eine schwierige verbale Gratwanderung zwischen "provozieren, herausfordern, es gewollt haben" (fast immer ein nicht-zutreffender und unverschämter Vorwurf, der nur noch weiter traumatisiert) und "unvorsichtig oder unklug gehandelt zu haben" (durchaus öfter zutreffend, auch wenn das niemand gerne hört) klar zu unterscheiden. Die Lage damals war gewiss auch für alle schrecklich: Du bist ungewollt schwanger, er möchte einen Abbruch, du wendest dich hilfesuchend einem anderen Mann zu -- und der vergewaltigt dich. Habe ich das richtig verstanden? Da darf dein Mann schon sagen, dass die Zuwendung zu dem anderen ein Fehler war, auch wenn du nicht ahnen konntest, dass er dich vergewaltigen wird. Wenn man schwanger von einem Mann ist, in den man verliebt ist, dann sollte man sich natürlich nicht Hilfe bei einem Dritten holen. Das mag kein Mann und das wird ihm auch heute noch ärgern, noch dazu, wo es dann zu der Vergewaltigung kam. Dein Mann hat die falschen Worte gewählt, aber man kann doch schon ahnen, was er sagen wollte.
Antwort
von Kathy1601, 36

Hey, also ich wurde selbst vergewaltigt kenne diese situation,

ich kann dir nur raten in psychologischer Betreuung zu begeben ich weis es ist schwer aber es hilft seit dem ich in psychologischer Betreuung bin geht es mir besser natürlich gibt es tage so wie heute da geht es mir nicht gut da bin ich zu nichts fähig damit umgehen kannst du nur damit wenn du darüber redest 

Kommentar von RaLo4749 ,

Mir haben 50 Einheiten nichts gebracht, mir ging es manchmal noch schlechter. Ich versuche einfach weiter zu gehen, aber es ist sehr schwer.

Danke Dir und alles Gute für dich

Kommentar von aurata ,

Manchmal ist das gar nicht so gut so sehr in die Vergangenheit zu graben. Dabei können alte Narben aufgerissen werden und die Wunden bluten erneut. 
Du hast einiges überstanden, das solltest du dir vor den Augen führen. 

Nun gilt es dein Augenmerk nach vorne zu richten und dein Leben besser und schöner werden zu lassen. Kümmere dich mehr um dein Wohl und um das was du noch erreichen möchtest. Auch dabei kann dir ein Psychologe gut helfen. 

Kommentar von Kathy1601 ,

Oh das wird schon es ist schwer aber durch Psycho ist es immer besser du kannst ja auch mit ihm über andere Sachen reden

Antwort
von Strolchi2014, 81

Ein Psychiater kann dir raten.

Kommentar von RaLo4749 ,

Da war ich 2 Jahre in Behandlung aber es war umsonst

Kommentar von aurata ,

Dann war er nicht der Richtige für dich. Suche dir einen anderen, der sich mit Traumas auskennt. Auch bei der Situation mit deinem idiotischen, ignoranten und gefühllosen (sorry) Mann, brauchst du dringend Unterstützung!

Antwort
von anja199003, 102

Die Behauptung das herausgefordert zu haben ist unverschämt und ich würde mir das an Deiner Stelle nicht gefallen lassen. 

Andererseits musst Du Dir aber auch überlegen, ob Du das heute wieder hochkochen lassen willst. Der Vorfall ist immerhin schon 50 Jahre her. 

Was ich aber noch nicht verstanden habe ist: Was ist aus dem Kind geworden, mit dem Du damals schwanger warst. Aus Deinem Text geht hervor, dass Du noch einen Sohn hast, der aber das Kind Deines Mannes ist.

Kommentar von RaLo4749 ,

Die Schwangerschafzt verlief gut und mein Sohn ist gesund . Bin froh darüber

Kommentar von anja199003 ,

Dann hast Du also zwei Söhne? Einen, mit dem Du schwanger warst, als das passiert ist und einen von Deinem Mann, dem Vater Deines Sohnes?

Kommentar von RaLo4749 ,

Nein Dies war meine einzige Schwangerschaft und sie verlief gut .

Danke

Antwort
von Ostsee1982, 37

Wer kann mir raten

Der Therapeut bei dem du in Behandlung bist.

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