Frage von weitblick007, 67

Ich würde gerne wissen, welche Rolle kulturelle Heterogenität der Belegschaft in Konflikten zwischen/in internationalen Unternehmen spielt?

Antwort
von ilknau, 27

Hallo, weitblick007.

Soweit ich es für meine Firma mit rund450 Angehörigen aus:

Deutschland, Dubai, Türkei, Pakistan, Tchechei, Polen, Russia, Ukraine, China, Japan, Kenia + x anderen Ländern weiss, kaum eine sprich es gibt keine Konflikte, die nicht im persönlichen Gespräch geklärt werden können.

Selbst strenggäubige Muslime richten ihre Andachten so aus, dass sie nicht konflitkär werden, denn ihr Glaube lässt den Spielraum, sie zu verschieben.

Katholiken, Ru- Orthodoxe, Evangelen, Shintoisten und Buddhisten ohnehin - wir sind ein Team und der Job ist erfreulich abwechslungsreich, lG.

Kommentar von DieterSchade ,

Das hört sich aber sehr gut an. Darf man fragen wo du arbeitest?

Kommentar von ilknau ,

Darfst du, aber ich darf es nicht sagen - arbeitsvertraglich festgelegt, lG.

Kommentar von weitblick007 ,

Hallo ilknau.

Dein Job klingt wirklich sehr spannend und es ist schön wenn die Mitarbeiter so gut zusammenarbeiten. Darf ich fragen, ob dein Unternehmen nur einen Standort oder auch Mehrere in unterschiedlichen Ländern hat?

Wenn es mehr Standorte hat, ist es dann wirklich so, dass dadurch nicht zusätzliche Problematiken entstehen? wie zB. schlechtere Kommunikation, geringe soziale Interaktion, niedriges Effizienzniveau etc.

Du schreibst, dass ihr ein Teams seid und die Nationalität, Religion etc. keine Rolle spielt. Mich würde interessieren, wie ihr (wenn ihr mehrere Standorte habt) es geschafft habt Länder übergreifend, solch ein Gemeinschaftsdenken aufzubauen? 

Ich finde es wirklich Klasse, wie du deinen Job und die Zusammenarbeit siehst und beschreibst. :)

Kommentar von ilknau ,

Das U. ist weltweit  mit x Niederlassungen tätig.

Schultern heb: Kommunikation ist alles, = sprich dich ehrlich aus und man wird dir zu hören.

Antwort
von ThomasJNewton, 40

Wenn ich all die Nationalitäten zusammenzählte, mit denen ich privat oder beruflich zu tun hatte, wäre ich wohl lange beschäftigt.

Nicht mit der Aufzählung, sondern mit der Volllständigkeit.

20 sind es sicher auf beiden Seiten, aber ob das zusammen 40 ergibt, da müsste ich nachdenken.

Konflikte gab es aber nie, eher Schwierigkeiten. Und da war ich unter denen, die einen Vietnamesen noch am besten verstehen.

Und heutzutage darf man sowas wohl sagen, auch als Deutscher, die Zusammenarbeit mit Franzosen ist immer irgendwie "besonders".

Und bei einer Firmenübernahme habe ich die Unterschiede zwischen Deutschen und Briten erfahren, oder auch nur mit einem britischen Unternehmen:
Die Deutschen sehen nicht so sehr das Unternehmen. Wenn alle Chefs gefeuert wurden, folgt man den Chefs, nicht dem Unternehmen.

Die Welt wächst jedenfalls zusammen, und anders kann es nicht sein. Wer hat denn außer seiner Familie und seinen Freunden noch eine größere Gemeinschaft, ein Volk, eine Nation, eine Rasse????

Genau, die Deppen.

Kommentar von weitblick007 ,

zuerst mal Danke für deine Antwort

Wie differenzierst du Konflikt und
Schwierigkeiten bzw. welche Schwierigkeiten sind bei dir aufgetreten? 

Du wirkst ziemlich genervt von deinen anders kulturellen
Arbeitspartnern.  Hattest du nur
schlechte Erfahrung mit ihnen?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Du hast wohl den Sinn nicht ganz verstanden:

Es gibt natürlich mal Missverständnisse und Schwierigkeiten, aber nicht mehr als es hierzulande gibt, unter Deutschen oder Deutschsprachigen.

Und ich bin "in keinster Weise" genervt. Ich bin sogar sehr glücklich, dass Menschen verschiedener Nationalität und Religion zusammen leben und zusammen arbeiten.

Du willst doch wohl keine Aufzählung aller Nationaliäten? 40 würden es wohl, aber da müsste ich ein ExtemErinnerungAbzapfing betreiben.

Nie war da die Herkunft oder die Religion ein Thema. Und 70 Jahre seit dem letzen Krieg, und 60 Jahre seit dem Kern der EU, der deutsch-französischen-Freundschaft sollte auch jeder einen kleinen Scherz vertragen können.

Muss ich dir wirklich alle Länder aufzählen, aus denen ich Menschen kenne? Menschen, nicht Nationalitäten.

Kommentar von weitblick007 ,

Tut mir leid, ich habe mich etwas ungut
ausgedrückt. Mich interessiert es nicht wie viele Nationalitäten, Völker etc.
es gibt (ist auch schwer festzustellen) sondern ob durch internationalen
zusammenarbeitenden Teams Konflikte entstehen können, weil sie eben
unterschiedliche Kulturen haben.

Deine Meinung ist also, dass Teams aus
unterschiedlichen Ländern  genauso
gut/schlecht zusammenarbeiten wie Teams die alle von einem Land aus zusammen
agieren und dadurch kein zusätzliches Konfliktpotenzial entsteht?

Mir ist natürlich klar, dass wir hier von
Menschen reden und möchte hier absolut keine Diskriminierungen etc. Wie du aber
schon schreibst, darf man als Deutscher gerne mal Scherze über die französische
Arbeitsmentalität machen und genau so umgekehrt. Das ist genau das was ich
meine. Ein Schweizer erzählte mir mal, dass Deutsche immer sehr schnell und
korrekt arbeiten und es deshalb schön ist wenn man mit ihnen zusammen arbeitet.
Im Gegensatz dazu finden sie es anstrengend mit den eigenen Landesmännern zusammenzuarbeiten
weil sie eher alles hinauszögern und eine ruhigere Mentalität haben. In solchen
Fällen denke ich schon, dass das möglicherweise zu Schwierigkeiten führen kann
wenn Deutsche mit Schweizern zusammenarbeiten. Ich weiß es aber eben nicht und
frage deshalb um unterschiedliche Sichtweisen kennen zu lernen.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Es gibt halt Erfahrungen, die man selber machen muss, und die man nicht aus Berichten herleiten kann.

Eine der wichtigsten ist, dass die Unterschiede innerhalb der Nationen größer sind als dazwischen.

Vor einigen Jahrzehnten habe ich Urlaub in Griechenland gemacht, und damals gab es den Euro noch nicht.
Und fast alle hielten mich für einen reichen Mann, weil sie mein Bafög in Drachmen umgerechnet haben. Ohne zu bedenken, dass ein Zimmer in Deutschland so das zigfache wie in der griechischen Pampa kostet.

Aber in einem Dorf am Ende der Welt, wobei "Dorf" eher geschmeichelt ist, eher 5 Häuser und eine Kneipe, meinte einer "das ist ja nicht viel".

Sichtweise kommt von "Weise", und steht auch für einen Standpunkt, von dem man was sieht.
Und es steht auch für "Sehen", also selbst gemachte Erfahrungen.

Konfusius sagt Aus den Fehlern anderer wird der Aufmerksame klug.

Aber Konfusius ist ja auch nur Praktikant, was Weisheit ist, muss er noch lernen, und da stellt er sich nicht gerade sehr geschickt an.

Antwort
von DieterSchade, 26

Ich komme mit der Frömmigkeit von Polen nicht klar. Deutsche und Polen haben auch ständig aneinander vorbei geredet. Dagegen kam ich mit Tschechen und Russen immer sehr gut klar. 

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