Frage von asking0girl, 81

Ich würde gerne in eine Klinik. Was tun?

Ich w/13 habe mittelschwere Depression und eine Essstörung. Ich bin in Therapie, die mir aber nicht hilft. Ich hab das Gefühl die macht alles nur noch schlimmer. Ich hab auch erst in einem Monat den nächsten Termin. Mir geht es von Tag zu Tag schlechter. Ich halte es nicht mehr aus mit Schule, meiner Mutter und mein ganzes Leben ist unaushaltbar. Ich denke ein stationärer Aufenthalt würde mir besser helfen und ich hätte mal ein bisschen Abstand von allem und meine Seele kann wieder heilen. Nur wie soll ich es wem sagen?

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 16

Die Psychotherapie ist eines der effektivsten Mittel, um Depressionen zu behandeln. Dennoch sollte man sich diverser Punkte bewusst sein:

  • Eine Psychotherapie kann verschiedene Formen haben. Es gibt Ärzte, welche schon das Gespäch über Medikamente als Psychotherapie sehen. Es gibt Verhaltenstherapeuten, welche vor allem auf die Koonditionierung (also das praktische Erlernen) aus sind und es gibt die Psychoanalyse, welche eine langsame und grundsätzliche Heilung durch das Unterbewusstsein verspricht. Es gibt noch unzählige weitere Methoden, doch dies sind so die am häufig gebrautesten. Die Frage ist also, was man als "Psychotherapie" bezeichnet. Ist es einfach ein Gespäch oder ist es eine wirkliche Therapie? Meiner Meinung nach, bringt eine Psychotherapie nur etwas, wenn sie richtig durchgeführt wird und nicht das Gequatsche beim Arzt.
  • Wenn eine Psychotherapie richtig durchgeführt wird, kann es Monate, wenn nicht Jahre dauern bis sich ein erster Effekt bemerkbar macht.
  • Eine richtige Psychotherapie wird meist mehrmals die Woche durchgeführt. Freud (der Begründer des Psychoanalyse) schlägt 3x die Woche vor. In der Praxis sind es mind. 2x die Woche (bei einer Psychoanalyse). Alles darunter ist mehr Patientenbetreuung. Verhaltenstherapien können in grösserem Intervall durchgeführt werden.
  • Es kann sein, dass es dir unmittelbar nach der Therapie schlechter geht als zuvor. Dies ist ein Zeichen, dass sie wirkt. In einer Therapie wird man oft mit seinem Unterbewusstsein konfontiert, mit den zugrunde liegenden Problemen der Depression. Dies kann aufwühlen und unangenehm sein. Dennoch sollte sich diese Situation spätestens nach 1-2 Tagen wieder stabilisieren.
  • Das elementare einer Psychotherapie ist die "Chemie" oder auch das Verhältnis von Therapeut und Patient. Dieses Vertrauen muss langsam aufgebaut werden, so dass der Patient über alles sprechen kann was ihn beschäftig. Also auch seine abstrusesten Wünsche und Träume. Dies ist einfacher gesagt als getan und braucht Zeit. Man merkt allerdings ziemlich schnell ob dieses Verhältnis stimmt.

Ein stationärer Aufenthalt in Krisensituationen kann stabilisierend wirken. Man kriegt intensive Psychotherapie und kann medikamentös gut eingestellt werden (falls nötig). Wenn es dir schlecht geht, dann kann ich einen stationären Aufenthalt nur empfehlen.

Antwort
von einfachichseinn, 11

Eine Therapie braucht Zeit. Auch nach einem stationären Aufenthalt wirst du nicht geheilt sein.

Allerdings kann er hilfreich sein. Ob das in deinem Fall hilfreich ist, sollte ein Arzt entscheiden.
Gehe zu deinem Hausarzt und sprich das Thema an.

Antwort
von Andrastor, 42

Hast du deinem/r Therapeuten/in gesagt dass du das Gefühl hast, dass die Therapie nicht hilft? Wenn du ihm/ihr das mitteilst, könnt ihr vielleicht Möglichkeiten finden die Therapie so zu ändern, dass sie dir hilft.

Ansonsten informiere dich über sozialpsychiatrische Zentren in deiner Umgebung, dort kannst du dich besser informieren, dich testen lassen und weitere Schritte in die Wege leiten.

Kommentar von asking0girl ,

Ich werde das beim nächsten Termin sagen. Aber ich komm halt nie richtig aus mir raus bei den Gesprächen und verschweige die hälfte..

Kommentar von Andrastor ,

Das ist natürlich schlecht, hast du die Freud-Methode versucht? Also dass du auf einer Couch liegst und den/die Therapeuten/in nicht ansiehst?

Es ist wichtig dass du alles erzählst, wenn du Punkte verschweigst, dann kann dir auch ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik nicht helfen.

Antwort
von Maarduck, 17

Ich denke ein stationärer Aufenthalt würde mir besser helfen 

Das denke ich nicht. Am besten könnte dir helfen, wenn du dich entschließen würdest den Lebenskampf aufzunehmen. Es kann kein Trainer für dich Sport machen, und es kann kein Therapeut und keine Klinik für dich den Kampf des Lebens führen.

Antwort
von kaya66, 18

Hallo asking0girl

Ich denke, dass es völlig normal ist, dass es Dir zunächst schlechter geht! Schließlich sprichst Du über Themen,  die dich belasten und Dir weh tun! Auch, dass du einige Probleme hast völlig offen zu sein. Ich weiß nicht, wie lange Du bereits in Therapie bist bzw.wie Du mit Deinem Therapeuten / - peutin klar kommst?! Es ist wirklich ein großes Problem, wenn Du dich nicht WIRKLICH!!! anvertrauen kannst. Das ist absolute Voraussetzung für einen Erfolg! Wenn Du die Möglichkeit hast, eine stationäre Behandlung zu machen, würde ich das in Betracht ziehen. Wie Du schon richtig erkannt hast, würde es dir etwas Abstand und Ruhe verschaffen. Das kann sehr hilfreich sein. 

Suizid aber ist Wahnsinn - sorry! Du bist 13! !! Will die Klugsch. .. hier nicht fortsetzen, aber!!!! Hinterfrag Dich, wenn es Dir so geht, ob es wirklich so schlimm ist und ob Du ALLES! !! getan hast. Es wird mit Sicherheit auch wieder besser. Du brauchst allerdings den Mut alles auf den Tisch zu legen und durchzuhalten! Eine Therapie kann schmerzhaft sein! Dann aber ist sie oft erfolgreich. 

Nur Mut und alles Gute 

Kommentar von asking0girl ,

Aber wenn alles unerträglich wird, jeder Atemzug zu anstrengend, dann willst du nur noch weg hier. Ich bin noch nicht lange in Therapie, aber ich habe schon so viele Therapeuten ausprobiert und keiner war mir sympathisch. Diese eine geht jetzt, aber es ist auch nicht das wahre..

Kommentar von kaya66 ,

Ich kann dazu nicht viel sagen; wenn Du sagst, Du bist noch nicht lange in Therapie und hattes auch nicht viel Glück mit Deinen Therapeuten, kannst Du ja auch noch nicht viel erreicht haben. Therapien sind langwierige Behandlungen. Für mich hört sich dass, was Du schilderst nach Depression an. Diese geht oft mit körperlichen Erschöpfungszuständen einher.

Was soll ich Dir sagen?! Schnell ist das nicht zu machen. Aber oft doch erfolgreich. Daher finde ich ja Deine Idee zur stationären Behandlung auch gut, damit Du zur Ruhe kommen kannst! Was bleibt denn sonst noch an Möglichkeiten? Und komm jetzt BITTE NICHT mit Suizid! Dafür hörst du dich zu reif an!!! Also bitte.....

Antwort
von PeterWacked, 33

Sage deiner mutter das die die dich therapiert nicht hilft , und das es dir immer scechtee geht und das du in eine klinik gehen willst wo dir eher geholfen wird.

Liebe grüße Justin

Kommentar von asking0girl ,

Meine Mutter versteht das alles nicht. Ich habe keine einzige Vertrauensperson..

Kommentar von PeterWacked ,

eine vertrauensperson hat dich jeder

Antwort
von NewKemroy, 18

Schulpsychologe oder Vertrauenslehrer?

Antwort
von HilfreicheEnte, 28

Wie schwer ist für dich "mittelschwer"?

Vllt das Jugendamt!

Kommentar von asking0girl ,

Also es gibt leichte, mittelschwere und schwere Depressionen. Aber mir geht's halt schon echt beschissen und verletze mich selbst. An Selbstmord habe ich auch schon mal gedacht..

Kommentar von HilfreicheEnte ,

oh! Wende dich an das Jugendamt, die können dir eine Unterkunft bei dennen geben.

Kommentar von asking0girl ,

ich traue mich aber nicht..

Kommentar von HilfreicheEnte ,

überwinde dich!

Kommentar von asking0girl ,

Ich habe gerade geguckt, wann die ihre Zeiten haben. Die haben immer die Gesprächszeiten, wenn ich Schule habe. Wie dumm ist das denn?

Kommentar von HilfreicheEnte ,

Du kannst einfach hingehen! Das Jugendamt kümmert sich drum!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community