Ich wollte fragen ob das stimmt?

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5 Antworten

Nein, so ganz stimmt das leider nicht.

Der Kunde kann grundsätzlich vom Kaufvertrag zurücktreten, wenn ein Mangel vorliegt und er dem Verkäufer eine Frist zur Beseitigung des Mangels gesetzt hat. Läuft die (angemessene) Frist ab, dann kann der Käufer den Rücktritt erklären. Es gibt Ausnahmen, in denen auch ohne Fristsetzung ein Rücktritt möglich ist. Eine solche Ausnahme ist § 440 BGB.

Es ist also nicht zwingend erforderlich, dass die Reparatur fehlschlägt.

Liegen die Voraussetzungen des Rücktritts vor, dann kann der Käufer die Rückabwicklung verlangen, § 346 BGB. Ist der Verkäufer ein Unternehmer erfolgt im Regelfall auch kein Abzug für die Nutzung der Sache, § 474 Abs. 5 BGB. Alternativ zum Rücktritt kann der Käufer auch mindern, § 441 BGB, also die Sache behalten und einen Teil des Kaufpreises zurück erstattet bekommen. 


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Kommentar von Bilal198
10.07.2016, 14:32

Also ich hab mein Smartphone (Samsung Galaxy s7 Edge) 3 mal reparieren lassen aber es hat immer noch denn selben Fehler und ich hab ja noch Garantie drauf weil es ja nur 3 Monate alt ist ich kann doch direkt mein Geld zurück verlangen?

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Das ist richtig,  wobei die Zeit,  in der der Kunde die Sache uneingeschränkt benutzen konnte, in Abzug gebracht werden muß.

Beispiel bei einem Auto: der Kunde konnte das Auto ein Jahr lang uneingeschränkt benutzen erst dann tritt ein Fehler auf. Der Händler repariert den selben Fehler zwei mal und kurze Zeit später tritt der Fehler ein drittes mal auf, da ist der Vertrag anfechtbar und der Käufer kann vom Kaufvertrag zurücktreten.  Er bekommt jedoch nicht den vollen Kaufpreis erstattet da er das Auto ja ein Jahr lang uneingeschränkt benutzen konnte und für diese Zeit muss er dem Händler die Sache anteilig bezahlen.

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Kommentar von uni1234
10.07.2016, 08:15

Wenn der Kunde das Auto ein Jahr lang uneingeschränkt nutzen kann spricht schon viel dafür, dass das Gewährleistungsrecht gar nicht einschlägig ist. 

Sollte es einschlägig sein, dann erfolgt beim Rücktritt allerdings keine Erstattung für die Nutzung, da die Sache von einem Händler gekauft wurde, § 474 Abs. 5 BGB. 

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Unter Einschränkung durch die vorher genannten Bedingungen stimmt das.

Oder anders gesagt: Was im Gesetz steht ist Gesetz!

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Das stimmt.

Geht allerdings zum Beispiel ein PC erst kurz vor Ende der Gewährleisung kaputt kann es sein, das man nicht all sein Geld wiederbekommt, denn man konnte ja das Gerät eine Zeitlang nutzen. Da gibt es dann auch wieder bestimmte Beträge die abgezogen werden dürfen

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Das ist richtig, neben der Rückgabe kann auch ein kostenloses und gleichwertigrs Ersatzgerät eingefordert werden. Aber nur während der Garantiezeit.

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