Frage von Prof1273, 57

ich wohne in einem Block mit 24 Parteien.Jetzt ist meine Miete um 118 Euro gestiegen.Für Wand und Dachdämmung.ist das normal?

Hallo.Vor ca.2 Jahren wurde meine Miete erhöt.(Für kosten heisswasser und neuer Heizung)ich wohne in einem Block mit 24 Parteien und habe die wohnung unterm Dach mit 43 qm Wohnfläche.Die miete betrug 221 Euro mit Nk.Dann 271Euro seid ca.2 Jahren.Vor 2 Jahren wurde begonne unsere Häuser mit wärmeschutz zu versehen und eine Heizung wurde eingebaut.(ich besass bis vor 2 Jahren keine Zentral Heizung)Heute bekam ich Post das eine Mieterhöhung um 118 Euro auf mich zukommt.Also für Dach und Fasadendämmung plus zentralöheizung.Ist das gerechtfertigt.Ich rechnete mit 50-60Euro.Bin etwas geschockt da ich nur 800Euro im Monat habe wovon auch noch der Strom abgeht.Danke im voraus.MfG

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete, 21

Also für Dach und Fasadendämmung plus zentralöheizung.


Diese Mieterhöhung beurteile ich wie folgt:

Ich halte die Höhe der Mieterhöhung wegen Modernisierung für nicht rechtens.

Warum?

Der Vermieter darf die Dachbodendämmung als Modernisierunggrund angeben und 11% der Kosten jährlich auf die Mieter umlegen aber nicht für das Dach.

Daher denke ich, dass auch Rechnungsbetrag tiefer liegen müsste und somit auch die Kosten für die Mieter.

Ihr habt das Recht auf Einsicht in die Unterlagen.

Lasst Euch zeigen was da alles berechnet wurde.

Bei einem Betrag von 102 € und 24 Mietern wäre der zu hohe Rechnungsbetrag 267054,54 €

Kommentar von Prof1273 ,

Der Betrag liegt bei über 500000 Euro.Alleine die Fasadendämmug kostete 270000 Euro...Was ich auch nicht so nachvollziehen kann.Möchte noch dazu sagen das ich eine kleine 1 ZKB Dachwohnung habe und die jeweils 18 anderen Whg.sind 2 ZKB mit jeweils ca.60qm Wohnfläche

Kommentar von albatros ,

Diese Zahlen erscheinen mir eher unrealistisch (hoch) Umso mehr ist von Bedeutung, dass die Gesamtkosten und deren Verteilung im Mieterhöhungsverlangen ausführlich dargestellt werden. Ohne diese wäre es unwirksam.

Fotografiere oder scann edieses und füge es einem Kommentar von dir an um schaun zu können, was da  von Übel ist oder auch nicht.

Kommentar von Prof1273 ,
Antwort
von anitari, 34

Was genau wurde vor 2 Jahren erhöht?

Die Miete oder die Betriebskosten?

Mieterhöhung wegen Modernisierung kann am Ende für den einzelnen Mieter ziemlich hoch ausfallen. Denn der Vermieter darf 11 % der Modernisierungskosten jährlich als Mieterhöhung "umlegen".

Kommentar von Prof1273 ,

Betriebskosten

Kommentar von anitari ,

Erhöhung der Betriebskosten ist keine Mieterhöhung.

Du schreibst in einem Kommentar das die BK zu Anfang 50 € waren.

Wie groß ist denn die Wohnung und was genau ist zu Betriebskosten vertraglich vereinbart?

Antwort
von Colombo1999, 26

Die Erhöhung vor 2 Jahren betrug 50 € bei zuvor 221 € Warmmiete. Das sind - auf die Kaltmiete gerechnet - erheblich mehr als 20 %, also mehr als zulässig war. Oder sind die Nebenkosten auch erhöht worden?

Die Umlegung der Modernisierungskosten ist zulässig, wie anitari schreibt. (Muss ich nicht wiederholen.)

Kommentar von Prof1273 ,

Die Miete ohne Nebenkosten betrug ca.171Euro plus 50Euro Nebenkosten.Waren 221Euro.Dann 50Euro NK hoch vor 2Jahren.Warens dann 271Euro.Und jetzt nochmal 102Euro drauf für die "Sanierung"...was es meiner Ansicht eher war.Baujahr 1964

Antwort
von albatros, 9

Gab es zumindest drei Minate vor Beginn der Arbeiten eine Modernisierungsankündigung? War diese formgerecht (was soll gemacht werden, wann Beginn und Ende der Arbeiten, voraussichtliche Mieterhöhung)?

Gab es nach Beendigung der Arbeiten ein Modernisierungsmieterhöhungsverlangen? Wurden fällige Instandhaltungen herausgerechnet? WAr die Mieterhöhung gleichlautend wie in der Ankündigung der Modernisierung?

Nach Antwort melde ich mich wieder.

MfG albatros

Kommentar von Prof1273 ,

Also es wurde angekündigt das die arbeiten beginnen,sogar früher als erwartet.Ich kann mich jetzt nicht genau erinnern ob eine Summe wegen der Erhöhung genannt wurde,habe aber natürlich eine erhöhung erwartet.Doch so hoch nicht.Dazu kam das unser Gerüst fast 9 Monate lang am Haus stand und ich den Balkon kaum nutzen konnte.Ausserden wurden die Dacharbeiten wegen einem Kran der fast umfiel kurzzeitig eingestellt.Ich lade das Berechnungsschreiben mal hoch und stelle es online zum Kommentar auf deine Antwort.

Antwort
von konzato1, 33

Das ist jetzt schwer zu sagen, aber die Kosten könnten schon in etwa gerechtfertigt sein.

Wie hast du denn geheizt bisher? Mit Strom?

Kommentar von Prof1273 ,

Anfangs Strom dann mit nem Holzofen und einer Gasheizung,die ich aus eigener Tasche zahlen musste

Kommentar von konzato1 ,

Oh Gott, das ist ja wirklich ne alte Bude. :)

380 € für 43 Quadratmeter sind an sich nicht zu hoch, wenn das haus dann "halbwegs ordentlich" saniert ist. Immerhin hast du ja keine Heizkosten bezüglich Strom, Holz bzw. Gas. Da sparst du auch wieder was.

Welche Ecke von Deutschland ist das? Osten oder Westen, Großstadt oder Kleinstadt, teure oder billige Region?

Kommentar von Prof1273 ,

Mitte BRD zwichen Mannheim und Heidelberg

Kommentar von konzato1 ,

Boah Ey, das ist doch ne teure Ecke! Habe mehrfach in Wiesloch gearbeitet. Dort ist SAP z.B. Die Wohnung bleibt also nach der Sanierung auch "halbwegs" preiswert.

Ob jetzt die Mieterhöhung so berechtigt ist, kann ich leider nicht sagen, aber es könnte schon hinkommen.

Du kannst aber Wohngeld beantragen.

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