Frage von AyatoSakamaki1, 420

Ich will nicht mehr an Islam glauben, was tun?

Ich bin 15 Jahre jung und weiblich (Türkin). Ich hab einen Problem. Religione. Ich bin als Moslem geboren , bin in einer sehr religiösen Familie aufgewachsen. Ich beschäftige mich schon etwas länger mit Religionen und langsam kommt mir das ganze so SINNLOS vor. Es gibt immer etwas in den Büchern, was total absurd und mittelalterlich ist, aber heftig. Naja versteht mich nicht falsch, ich habe nix gegen religiöse Menschen aber ich will mich nicht mehr selber als Moslem bzw religiös bezeichnen, wenn ich für meine Religion also für den Islam eh nichts tue. Weder bete ich, noch Faste ich, oder noch beachte ich halt diese Regeln. Ich will nicht zu diesen 0815 Moslems gehören die alles mögliche tun aber dann sagen "ich esse kein Schwein, das ist haram" das ist nur Beschmutzung für die Religion mehr nicht. Entweder ganz oder gar nicht, das ist mein Motto. Ich glaube schon daran das es etwas mächtigeres als uns Menschen gibt, der uns und die Universum erschaffen hat aber ich kann einfach keine Religion so richtig akzeptieren. Und würden das meine Eltern erfahren würde es Mega Stress geben, sie würden mich wortwörtlich hassen. Was soll ich tun? Woran soll ich noch glauben? Was ist der richtige Weg, eurer Meinung nach? Und müssen das meine Eltern wissen? Muss das überhaupt jemand wissen? Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Antwort
von Thelema, 185

Das kommt mir irgendwie bekannt vor ... :)

Der Ausgangspunkt meiner Abkehr von der Religion war der Ekel vor heuchlerischen Religiösen. Ich komme aus einer (moderat) christlichen Familie und habe die Drei-Tage-Christen immer gehasst, die dann besonders religiös sind, wenn etwas nicht klappt und sie Gott brauchen, um etwas für sie zu erledigen, sonst aber überhaupt keine Beziehung zu Gott haben oder suchen. Allerdings ist es in unserem Jahrhundert in Deutschland völlig problemlos, nicht an einen Gott oder nicht an den biblischen Gott zu glauben, keinen Glauben zu praktizieren, zum Buddhismus überzutreten oder was auch immer. In der Hinsicht sind die muslimischen Familien völlig anders gestrickt ...

Was dein Problem mit deinem Umfeld betrifft, kann ich dir also leider nicht helfen, da ich aus einem komplett anderen Umfeld komme.

Da der Fokus im Christentum auf der Liebe liegt, ist es für christliche Eltern anscheinend auch nicht so schwierig, ihre Kinder zu lieben, auch wenn sie mit der überkommenen Religion gebrochen haben - das ist, jenseits der textlichen Dogmen, immer noch gelebte Religiosität. Das mit dem "wortwörtlich hassen" kann ich also komplett nicht nachvollziehen, habe das aber schon öfter mitbekommen. Vor meinem Hintergrund würde ich jetzt sagen: Da haben Leute den Text so verinnerlicht, dass sie seine Botschaft nicht mehr verstehen. Der Terror des Dogmas entmenschlicht die Menschen, entfremdet sie ihrer selbst. Wer sich selbst so unterdrückt, dessen Stabilität ist davon abhängig, dass auch die anderen unterdrückt werden ...

Wenn ich dich aber recht verstanden habe, willst du dich nicht komplett von Religion bzw. Religiosität lösen, sondern kannst nur die Religion deiner Eltern in dieser Form nicht mehr vertreten?

Wenn man die Texte wortwörtlich nimmt, verstricken sie sich schnell in Widersprüche - innerhalb des Textkorpus, mit anderen Religionen, die ebenfalls behaupten, "die Wahrheit" darzustellen, oder mit dem, was wir mittlerweile über die Welt wissen. Aber auch mit dem, was die Anforderungen unseres Lebens heute betrifft. Das heißt nicht, dass sie nicht doch eine Wahrheit wiedergeben, aber die scheint sich hinter dem Text zu befinden und hinter Ritualen, die sich vor 1000 Jahren entwickelt haben. Die einzige Möglichkeit, eine überkommene Religion in unserer heutigen Zeit zu retten, scheint mir, den Text als symbolische Repräsentanz einer dahinterstehenden tieferen Wahrheit aufzufassen. Die Wörter sind nur Versuche, dieser Wahrheit eine behelfsmäßige Gestalt zu geben. Und entgegen den Behauptungen, die manche Muslime hier immer wieder runterbeten, sind sie an den Zeitpunkt ihrer Entstehung gebunden.

Um den Koran also mal zu retten: Damit er von Leuten vor 1000 Jahren überhaupt verstanden werden konnte, musste der Text eine bestimmte Gestalt annehmen. E=mc2 (zum Quadrat - gibt das Textprogramm hier nicht her) hätte damals natürlich niemand verstanden, also muss die Aussage in die Vorstellungswelt der damaligen Zeit überführt werden, um den Menschen überhaupt eine Botschaft zu bieten. Diese Gestalt ist heute zum Teil nicht mehr zu retten, ohne einen absurden Spagat zwischen seinen wörtlichen Aussagen und dem, was wir heute wissen, zu vollführen. (Ein Text ist also immer vor dem Hintergrund seiner Entstehungs- und Wirkungsbedingungen zu sehen.) Dennoch könnte der Text "wahr" sein, wenn man von dem, was er sagt, zu dem, was er bedeutet, vordringt. (Vorausgesetzt, er enthält tatsächlich eine Wahrheit.)

Du musst für dich selbst herausfinden, was du als Wahrheit für dein Leben annehmen kannst. Religion heißt eigentlich genau das: die Suche nach einer inneren Wahrheit durch die Beachtung von Praktiken, die zu dieser Wahrheit führen sollen. Es gibt im Islam eine ehemals recht weit verbreitete mystische Schule des Sufismus, die dir vielleicht, vor dem Hintergrund der dir bekannten konventionellen Religion, einen für dich gangbaren Weg zeigen könnte. Da geht es weniger um Dogmen und das sture Befolgen veralteter Regeln als um die religiöse Erfahrung.

"Entweder ganz oder gar nicht" halte ich übrigens für eine potentiell gefährliche Formel, da sie im Effekt entweder jede Suche nach etwas außerhalb eines sich selbst genügenden sinnentleerten Alltags verhindert oder den konkreten Menschen mit seinen vielen widersprüchlichen Bedürfnissen und Impulsen auf dem Altar der totalen Unterwerfung unter eine Idee opfert. Ich bin eigentlich kein Freund des Mittelmaßes, aber Balance halte ich doch für eine gute Idee.

Ich wünsch dir viel Erfolg bei deiner spirituellen Suche und dass du eine Möglichkeit findest, deinen Weg zu gehen, ohne mit deinen Eltern brechen zu müssen!

Antwort
von Schwoaze, 420

Ich verstehe Dich zwar voll und ganz. Nur... das wird eine komplizierte und langwierige Aktion. Du wirst viele Probleme mit Deiner Familie haben. Deshalb rate ich Dir, zu warten, bis zu älter bist, eine abgeschlossene Ausbildung hast und eventuell selbständig leben könntest. Anscheinend stößt sich niemand aus Deiner Familie, wenn Du nicht aktiv am religiösen Leben teilnimmst.  Vielleicht ändert sich Deine Einstellung ja auch noch, wer weiß? Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von lisasimpson17, 280

Du musst keiner Religion angehören. Ich bin auch der Meinung, dass es vielleicht etwas Höheres gibt, aber ich fühle mich nicht zu einer Religion zu gehörig. 

Antwort
von Elisamaus55, 176

In deinem Alter ist es echt schwierig, da du ja noch zu Hause wohnst kannst du es eigentlich nicht wirklich verheimlichen....Außer das beten, das tut man ja in der Regel allein und stumm...

Meiner Meinung nach ist Religion egal welche heut zu Tage nichts mehr besonders gutes, da zu viel falsche Lehren vermittelt werden....

Aber ich glaube an Gott und sein Wort,, aus dem Grund das nicht nur die Prophezeiungen sich erfüllten, sondern weil ich denke so viel Liebe in Worte (vor allem das was Jesus lehrt) kann einfach nicht vom Mensch allein kommen.

Aber dort, zumindest im Alten Testament ist es auch wie du es so schön geschrieben hast, eher mittelalterlich....aber den meisten reicht ja auch das neue Testament....also ich empfehle dir es wenigstens in Betracht zu ziehen dir diese einmal durch zu lesen (beide Testamente), aber das nicht von einem Kirchengänger erklären zu lassen oder selbst in einer Kirche zu gehen (wenn du sie lest und verstehst was du da gelesen hast, verstehst du was ich damit meine^^)

Also viel Erfolg das richtige für dich zu finden :)

Antwort
von 7und30, 147

Hallo, ich bin 20 Jahre alt und auch türkischer Herkunft und komme daher auch aus einer muslimischen Familie. Ich selbst war bis zu meinem 14. Lebensjahr gläubiger Moslem und habe auch immer die Koranschule besucht, gefastet, gebetet etc... Allerdings fing ich an Sachen zu hinterfragen und meine Denkweise hat sich weiterentwickelt bis ich anfing mich vom Glauben zu distanzieren und für mich beschlossen habe nach meiner eigenen Moral zu leben, da mir wie du selbst auch schon sagtest manche Sachen "sinnlos" erscheinen.

Nun zu deinem Problem mit der Familie: Natürlich hatte und habe ich das Problem der gläubigen Familie auch und um ehrlich zu sein habe ich ihnen nie wörtlich mitgeteilt, dass ich nicht mehr glaube. Viel eher habe ich es durch Nicht-Besuchen der Moschee, Nicht-Fasten und das Brechen der Verbote im Islam verdeutlicht (Sex vor der Ehe, Alkohol ...) Es ist deine eigene Entscheidung was du deinen Eltern über dein Denken erzählen willst, aber auch ich werde wenn ich die Zeit dafür richtig halte die Wahrheit erzählen. Dass dich das sehr beschäftigt wundert mich übrigens nicht, denn ich empfinde das Umfeld in dieser Hinsicht sehr intolerant und das ist eigentlich schade.

Viel Glück noch auf deinem Weg :)

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Naja weißt du so sinnlos finde ich Religionen jetzt auch wieder nicht. Ich glaube schon an Gott, bzw an etwas mächtigeres der uns Menschen und die Universum erschaffen hat. Aber ich weiß zurzeit nicht, ob es richtig ist mich selber als Moslem zu bezeichnen wenn ich eh nichts dafür tue nur nicht tun will. Das ist pure Beschmutzung für die Religion mehr nicht. Finde solche Menschen eh total lächerlich.

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Bzw nicht tun will*

Kommentar von Thelema ,

Respekt! :)

Antwort
von PaiMei1, 202

glauben sollst du garnicht 

wissen sollst du. 

nein es muss keiner außer dir wissen an was du glaubst, wen , wieso und so weiter . ich bin selber römisch kathololisch getauft worden und ich wurde auch nicht gefragt weshalb ich die konfirmation ablehnen werde. wenn du nicht daran glaubst dann geh nicht in die moschee wenn deine eltern es dir sagen und wenn sei fragen wieso dann sag ihnen einfach wie es ist sie können dich nicht zwingen und wenn sie es versuchen ,mit oder ohne gewalt, dann geh zur polizei - menschen die einem religionen aufzwingen wollen EGAL in welchem verhältnis man zu ihnen steht kann ich nicht leiden. ich denke mal das im koran auch steht das du es nicht aufzwingen darfst und wenn sie dich dafür hassen dann geht was bei denen falsch. es gehört sich nicht jemanden aufgrund seiner religiösen einstellung zu verurteilen. solche menschen brauchen wir nicht egal wo

Antwort
von priesterlein, 184

Dein Wille, nicht mehr glauben zu wollen, ist egal, denn du glaubst anscheinend schon nicht mehr. Dass du aufs Ganze gehst und die Wahrheit wissen willst, statt hohle und ungewisse Phrasen zu dreschen, ist lobenswert.

Frage das höhere Wesen, dass es dir den Glauben schenken soll, denn solch ein Wesen wäre das einzige Wesen, das dazu in der Lage wäre. Falls du ernsthaft darum bittest und dir zu lange nichts passiert, dann wirst du wohl für immer ungläubig bleiben.

Ich war als Christ in der Situation, nichts Ungewisses vertreten zu wollen und Gott schenkte mir auf meine langen Bitten hin seine Gewissheit und den Geist. Allerdings bin ich nun anscheinend etwas böses für viele Moslems. :-)

Antwort
von Jogi57L, 199

Spontan denke ich, dass es "Niemand" real wissen muss oder sollte...was Dich bewegt... wir in GF wissen es ja jetzt, das sollte erstmal ausreichen.....

Religionen insgesamt und "Glaube" sind kein einfacher Weg....

...zumal sie sich teils in sich selbst widersprechen... aber in jedem Fall sich gegenseitig widersprechen....

Was soll ich tun? Woran soll ich noch glauben? Was ist der richtige Weg, eurer Meinung nach? 

Wenn jemand den richtigen Weg wüsste, und das beweisen könnte, würden zwei Dinge eintreten:

1.) Es würde kein Mensch mehr an irgendwas glauben, denn: 

"Man würde es wissen"

2.) Alle würden sich zu dem Wissen bekennen


Ich denke/fühle  aber, dass Du einen Glauben hast, einen Glauben an "Gott"....bzw... "etwas Mächtigeres"

Sagen wir mal... dies wäre das "ewige Wesen"... ??


Was also kannst Du tun ?

Konkret weiß ich nicht, was DU tun sollst...

.. aber ich kann Dir schreiben, was ich tue....

Alle paar Tage mal habe ich das innere Bedürfnis... dem "ewigen Wesen" nahe zu sein....

Dann stecke ich mein Telefon aus, stecke die Türklingel aus, mache mein Handy aus....

.. dann meditiere ich, soll heißen:

Ich versuche eine geistige Verbindung herzustellen, zu dem Wesen, das uns alle geschaffen hat....

Meist rede ich mir alles von der Seele, was mich betrifft, stelle Fragen, mache Vorwürfe, bedanke mich auch... und schreie innerlich : "antworte mir"

....oft passiert zunächst gar nichts, und ich denke mir "Was mache ich da überhaupt"...

ABER:

Öfter passiert etwas !

Nicht gleich... nicht in Sekunden, Minuten, Tagen....selbst nicht mal in Wochen.....

Jedoch:

irgendwann bekomme ich eine Antwort, ein Erlebnis, eine parallele.... oder eine Antwort durch das Verhalten meiner Mitmenschen...

.... eher selten... ( aber auch schon geschehen )... "fügen" sich Dinge auf eine wunderbare Weise... 

....die ich mir nicht im geringsten hätte ausdenken können.....auch schon nicht mehr damit gerechnet hätte.....


Jaa.. das sind meine Erlebnisse und Erfahrungen... mehr und was Anderes kann ich momentan nicht schreiben....

Kommentar von reziprok26 ,

Mahatma Gandhi: Gott hat das All und das Leben geschaffen, aber keine Religionen.

Antwort
von hummel3, 47

Nach deinen Ausführungen in der Frage hast du dein Ziel doch schon erreicht! 

Du willst nicht mehr an den Islam glauben. - Deine Frage belegt, dass du es auch nicht wirklich tust, denn du bist von dieser Religion inhaltlich ganz offensichtlich nicht überzeugt und lebst auch nicht nach ihren starren Regeln. - Also "glaubst" du auch nicht an den Islam. 

Deshalb brauchst du im Grunde gar nichts zusätzlich zu unternehmen, wenn du mit dem zufrieden bist. Ich würde dir nur raten, um wirklich jeglichen verwandtschaftlichen Stress zu vermeiden, davon in muslimischem Umfeld gar nicht darüber zu reden, am wenigsten mit deinen Eltern. Niemand muss wissen, oder hat ein Recht darauf zu wissen, wie es in deinem Inneren aussieht. 

Wenn du jedoch Halt  suchst in einem Gottesglauben, auch mit möglichen Blick auf ein Leben und eine Perspektive nach dem Tod, würde ich dir empfehlen dich einmal über den Glauben der Christenheit zu informieren. Du kannst damit beginnen, indem du vorweg einmal das Neue Testament, besonders die Evangelien der Bibel liest und  parallel Kontakte zu Christen bzw. zu einer christlichen Gemeinde suchst, um dort dein Wissen zu erweitern und bestimmt auftretende Fragen beantwortet zu bekommen. 

Das wäre mein Rat, wenn du doch einen tieferen Lebensinhalt suchst und dich nicht allein mit dieser Welt des Konsums zufrieden geben willst.

Antwort
von nathaliiieq, 88

der richtige weg wird dir gott zeigen, bete in deinen worten, frage gott einfach mal. auch wenns dumm klinkt, wir sind alle kinder gottes, er weiss alles von dir, er ist der einzige der dich wirklich kennt && er liebt dich! er wird dir eine antwort geben aber bei diesem thema solltest du nicht auf die meinungen anderer hōhren, was richtig odr faltsch ist, du wirst es selbst erfahren! wenn du gott mit ganzem herzen suchst wirst du ihn finden! im namen christus!

Antwort
von Still, 109

Durch eine Religion finden sie Menschen in aller Regel leichter zu Gott. Du kannst aber auch an Gott glauben, ohne eine Religion zu praktizeiren. Die 3 großen Weltreligionen haben den einem gemeinsamen Gott; nur der Weg zu ihm wird unterschiedlich beschritten. Das ist ein bisschen so, wie jedes Kinde meint am besten zu Wissen, was der Papa gerne hat ; - )

Kommentar von Thelema ,

Sind es nicht 5 große Weltreligionen? Dann stimmt der Rest deines Satzes allerdings nicht mehr ... :D

Kommentar von Still ,

3 Weltreligionen die sich auf den einen Gott beziehen, bzw. Urvater Abraham.

Antwort
von Naajed, 247

Wie wäre es wenn Du einfach zu deiner Meinung stehst ? Wenn sie dich lieben und keine Feindbilder haben , werden sie dich auch nicht hassen wenn Du ihr deine Meinung sagst . Sage ihnen was Du denkst und wie Du fühlst , denn Du kannst nicht falsch machen .. weil Du bist absolut im Recht!

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Meine Mutter meint immer "aus unreligiösen Menschen, kann kein richtiger Freund werden", wenn ich sie frage wieso sie so denkt hat sie keine Antwort darauf. Sie sind einfach so zurückgeblieben und egal wie sehr ich es versuchen werde, sie werden es eh nicht verstehen. 

Kommentar von Naajed ,

Dann mach Dir nichts aus der Meinung und wenn dann spreche mit einen Lehrer darüber oder Freunden . Aber bitte werde nicht indirekt gezwungen ..

Kommentar von Jogi57L ,

Sie sind einfach so zurückgeblieben und egal wie sehr ich es versuchen werde, sie werden es eh nicht verstehen. 

Momentan .. bzw.. die nächsten Jahre nicht... vielleicht nie...

aber vielleicht auch:

Sie werden durch Dein Leben und Dein Verhalten erkennen, dass Gott wundersame Wege für uns Menschen hat...

Kommentar von Thelema ,

Ich glaube nicht an Gott, aber dein Kommentar gefällt mir! :)

Antwort
von DottorePsycho, 88

Liebe Ayato,

mit großem Interesse habe ich Deine zahlreichen Kommentare zu den bisherigen Antworten gelesen und komme zu dem Schluss, dass Du für Deine 15 Lenze schon verdammt viel nachgedacht hast. Ich war da langsamer - damals.

Dir hier einen wirklich guten Rat zu geben, ist wohl nicht einfach. Ich will es trotzdem versuchen:

Deine Familie lebt ja offensichtlich nicht sehr streng am Koran. Anders gesagt dürfte es sich um eine Religionsauslegung handeln, wie sie auch im Christentum weit verbreitet ist und wie Du sie auch kritisierst: An einer Stelle wird peinlichst genau auf die Einhaltung geachtet, an anderer Stelle macht man, wozu man Lust hat.

Vor diesem Hintergrund glaube ich, dass Du Deine anne über ein paar geschickte Gespräche dazu bringen könntest, dass sie Deine Entscheidung akzeptiert. Und ich kann mich täuschen.

Bei Deinem baba habe ich da mehr Bedenken; vielleicht auch gegeben von meinen eigenen Erfahrungen.

Deine Eltern würden Dich womöglich nicht hassen, aber sie hätten zum einen Sorge um Dich; welche Eltern wünschen ihren Kindern nicht den Einzug ins Paradies? Zum anderen geht es auch ums "gut dastehen" innerhalb der Glaubensgemeinschaft. Für viele unserer Brüder ist es eine Unmöglichkeit und unerträglich, dass man es nicht verstanden hat, die eigenen Kinder auf den rechten Weg zu lotsen - und sei es mit Gewalt. Welch ein Gesichtsverlust.

Vermutlich ist es daher klug, die Abkehr vom Glauben nicht direkt auszusprechen. Damit vermeidest Du, dass sich irgendjemand aus Deiner Familie verpflichtet sieht, etwas dagegen zu unternehmen oder die Ehre wiederherzustellen. Offensichtlich ist es ja möglich, dass Du nicht betest, nicht fastest, kein Kopftuch trägst. Das würde ich konsequent weitermachen und jegliches religiöse Tun vermeiden. Dann heuchelst Du nichts.

Fragt man Dich nach Deinem Glauben, kannst Du antworten, dass Du in aller Stille glaubst. An wen oder was, musst Du ja nicht dazusagen. Das geht auch niemanden etwas an.

Woran Du glauben sollst? Vielleicht findest Du etwas, vielleicht nicht. Wenn es einen Schöpfer gibt, dann glaube ich, das er stolz auf Dich wäre, wenn Du Dein Leben kraftvoll lebst. Also lebe! Und ich glaube, Du bist auf einem sehr guten Weg.

Antwort
von josef050153, 153

Hallo Ayato,

du bist 15 Jahre alt. Mit 14 kann man in Deutschland seine Religion eigenständig wählen.

Gehe also erstmals zum Standesamt und erkläre deinen Austritt aus dem Islam. Anschließend gehst du mit der Bestätigung zu deiner Schule und meldest dich vom Religionsunterricht ab. Falls du noch einen Hijab hast, wirf ihn in den Müll.

Falls deine Eltern Schwierigkeiten machen oder du sonstwie bedroht wirst, wende dich an ein Frauenhaus. Ich weiß nicht, woher du kommst, deshalb kann ich dir keines empfehlen.

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Meine Eltern sind doch selber kaum religiös mehr und bezeichnen sich selber trotzdem als "Moslem". Also meine Mutter würde jetzt schon versuchen es zu verstehen aber für mein Vater wär ich wirklich tot (juckt mich eh nicht da er nicht bei uns lebt und wir ihm am a's'h vorbei geht) 

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Gehen * lol 

Antwort
von Ellen9, 113

Ist das nicht eine Angelegenheit zwischen dir und Allah/Gott?

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Ja aber ich wollte nur Meinungen hören. Vielleicht gibt es ja noch welche die in meiner Situation sind oder waren. 

Kommentar von Ellen9 ,

Das verstehe ich ja, doch sowas Tiefgründiges solltest du für dich selbst herausfinden. Vor jemandes Glauben habe ich zuviel Respekt, als dass ich dazu etwas raten würde. Liebe Grüße♡

Antwort
von nathaliiieq, 90

bitte schreibe mir privat, ich bin nathalie, 17 jahre alt und ich mōchte dir helfen!!!! es ist schōn wenn leute in meinem alter nach dem richtigen glauben suchen ! würde mich sehr freuen!!! lg

Kommentar von DottorePsycho ,

@Nathalie

Ich hoffe sehr, Du willst diese Situation nicht dazu benutzen, jemanden zu bekehren. Soweit ich die Frage verstehe, wird hier aktuell nicht der "richtige Glaube" gesucht. ... dessen Existenz ohnehin zweifelhaft ist.

Antwort
von hummel3, 85

Ich will nicht mehr an Islam glauben, was tun? - Mit dieser Frage und Absichtserklärung hast du es bereits geschafft "nicht mehr an den Islam zu glauben", denn würdest du glauben, würdest du bestimmt nicht so reden.

Du bist also frei wie ein Vogel, wenn du es nicht gerade deiner muslimischen Verwandtschaft unter die Nase reibst. Und das muss nicht sein. Falls du dennoch Halt im Glauben an einen Gott suchst, dann versuche es doch einmal mit dem Christentum und befasse dich mit Jesus Christus und dem von ihm berichtenden Neuen Testament der Bibel. Er wird als gänzlich anderer Gott beschrieben, als der Gott und die Regeln des Islam.

Kommentar von Alanbar33 ,

Missionarisches Gerede ist hier verboten

Kommentar von hummel3 ,

@Alanbar33

Deine Belehrung über angeblich Verbote kannst du dir in diesem Fall sparen. Verbote aus "Muslim-Mund" wirken nicht auf mich!

Mein Beitrag ist keine Missionierung, sondern geht lediglich auf die nachfolgend noch einmal zitierten Zusatzfragen der Userin ein. Diese waren:

"Was soll ich tun?" "Woran soll ich noch glauben?" "Was ist der richtige Weg, eurer Meinung nach?"


Kommentar von earnest ,

Dein Wort in dein und Allahs Ohr, Alanbar.

Antwort
von nordseekrabbe46, 203

was Du glaubst weißt nur Du, mach nach aussen hin weiter und tu so als wenn Du betest, was Du dann für einen Text murmelst ist doch Deine Sache, die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei sind nächtliche Schatten

Kommentar von alwaysserious ,

Das ist eine Empfehlung zu Unehrlichkeit und Heuchelei, wie kann man gerade einem jungen Menschen guten Gewissens solch einen Rat geben???

Kommentar von DottorePsycho ,

... und es gibt Familien, da rettet Dir diese Heuchelei das Leben.

Antwort
von Sicroinc, 79

Ich habe gehört das der Teufel,sowelche sachen zu dir sagt und mit kleinen Schritten versucht die Islam von die zu nehmen.Lütfen Yapma,sorry mein Türkisch ist nicht so gut und denk daran:Egal mit was dich Allah der allmächtige testet,das Paradies ist es werd und egal wie wenig du an die Islam glaubst,es ist besser als den Weg des Teufels zu gehen oder dir wurde die Islam sozusagen als das schönste Geschenk der Weld gemacht.Nutze doch die wahre Bodschaft Allahs,denn in dieser Welt ist es eine Test Welt und vieles ist Haram,aber im Paradies gibt es kein Haram mehr,du kannst tun was du willst,außer anderen Menschen etwas antun.

Kommentar von Sicroinc ,

Bete und Faste und in sha allah wird dich Allah der Almächtige wieder an die Islam bringen

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Ich kann deine Sorge verstehen. Aber versuche mich doch auch zu verstehen. Ich habe einfach keine Lust mehr auf Religionen und ich will ein Ende setzen. 

Ich will mich nicht selber als Moslem bezeichnen wenn ich es vom Herzen nicht bin, sowas gehört sich nicht und ist eine Sünde. 

ZB steht im kuran "sie werden sich als Moslem bezeichnen aber fast keiner wird von denen Moslems sein". 

Verstehst du was ich meine? Was bringt es mir wenn ich mich selber als Moslem bezeichne, aber keine bin? Genau gar nichts, es bringt mir sogar Sünden. Ich Lüge mich damit nur selber an. Entweder ganz oder gar nicht das ist mein Motto.  

Ich glaube an Gott bzw an etwas mächtigeres der uns erschaffen hat aber ich kann mich einfach nicht mehr mit Religionen identifizieren. 

Kommentar von Alanbar33 ,

Ja dann gehörst du im Jenseits zu den verlieren und die Strafe wird mehr sein , warum weil du die wahre Religion hattest und abgelehnt hast , dafür straft Allah doppelt !

Kommentar von Thelema ,

Manchmal sagt ein Satz mehr über den aus, der ihn spricht (oder tippt ...), als über das, was er sagt. Du bist demnach gläubig, weil du Angst vor der Strafe hast, die dein Gott über dich verhängen könnte. Das sagt auch etwas aus über dein Bild dieses Gottes, den ich nicht mit der Zange anfassen würde. Traurig, wenn ein Verhalten nicht mehr danach beurteilt wird, ob es richtig ist, sondern ob es straffrei ist, weil eine Person (oder ein Gott) es so bestimmt hat. Natürlich muss man sich dann keine Gedanken über richtig oder falsch machen ...

Ich halte es da eher mit den alten Griechen, die schon deutlich unterschieden haben, ob das Verhalten ihrer Götter auf Macht oder auf Recht (im Sinne von richtigem, legitimem, gutem Handeln) basiert, und deren Götter ihr Verhalten vor dem "Recht" legitimieren mussten.

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Alanbar33, es interessiert dich nicht was ich tue, du machst dein Ding und ich meins leben und leben lassen :-) 

Und ganz ehrlich, dann lieber doch so eine ehrliche Person wie mich, statt diese ganzen Heuchler die sich selber als Moslem bezeichnen aber keine sind ;-) 

Ich habe eben keine Lust mehr auf Religionen, wieso ist das so schwer zu verstehen? Komm mir nicht mit dein "Miimimi Gott wird dich bestrafen, mimimi du musst daran glauben" 

ICH MUSS GAR NICHTS! Wir sehen ja die ganzen "muslimischen" Leute draußen, sind jedes Wochenende feiern, können nicht mal ein Sure aber wenn es um schweinefleisch geht "Nein Bruder haraaam" IST KLAR ;-) 

Also ist dir wohl ein "Moslem" lieber die ihre Religion beschmutzt, als eine die nur an Gott glaubt und sich von dem Islam trennen will weil sie nicht wie eine richtige Muslima sein kann? Ganz großen Respekt Verdienst du mit deiner zurückgeblieben Denkweise. Applaus 👏🏻

Kommentar von earnest ,

Eine Antwort, die im 21. Jahrhundert noch die Existenz des Teufels voraussetzt, ist aus der Zeit gefallen. Das ist Mittelalter pur.

Kommentar von Sicroinc ,

Alanbar33 bitte denk nicht so.Ich habe gehört,wenn zum Beispiel ein Mensch sagt ich habe immer Gebetet,.......und jetzt komme ich ins Paradies und du zur Höhle.Dann könnte das genau andersherum passieren,sozusagen wenn Allah der Allmächtige es so will,kann er dich zur Höhle briengen und ihn zum Paradies.Also du oder ich oder alle anderen Menschen,Lebewesen,.......außer Allah der Allmächtige endscheidet wer wo hin gehört.

Antwort
von Fabian222, 79

Salamun Aleykum liebe Schwester im Islam. Bleibe standhaft und gib die Hoffnung bitte nicht auf. Diese Gedanken kommen von Satan. Es ist aber normal manchmal auf die Gedanken zu kommen, sein Glauben aufzugeben. Denn der Satan ist schließlich sehr aktiv. 

Hier sind Ahadith bezueglich auf Geduld und Standhaftigkeit. 

Imam Jafar as-Sadiq (a) sagte: Menschen wurden angewiesen zwei Dinge zu tun, aber sie ignorierten beides und folglich verloren sie alles. Diese beiden Dingen sind Geduld haben und dabei treu zu sein Geheimnisse fuer sich selbst zu behalten.

Amir al-Mu’mineen Ali ibn Abi Talib (as) sprach: „Die erste Belohnung für den, der Geduld übt, ist die Hilfe der Menschen gegen die Unwissenden.“

(Nahjul-Balagha, Ausspruch Nr. 206)

Kommentar von AyatoSakamaki1 ,

Hallo, mir ist wirklich alles klar also ich bin nicht so unwissend und folge dem "Satan" oder sonst was.  

Ich war selber ein religiöser Mensch, bin in die Moschees gegangen (sogar für 2 Wochen) aber naja, ich kann mich mit dem ganzen einfach nicht mehr identifizieren, verstehst du was ich mein? Es hat auch viele Gründe die ich hier nicht nennen möchte .. 

Ich will mich selber nicht als Moslem bezeichnen wenn ich dafür eh nichts tue, und wenn es nicht von Herzen kommt. Es bringt mir nichts wenn ich mich dazu zwinge ein "richtiger Moslem" zu sein denn damit lüg ich mich nur selber an. 

Klar, ich glaube an etwas mächtigeres der uns und die Universum erschaffen hat, nur ich komme auf diese ganze Religionssache nicht mehr so richtig klar. 

Kommentar von Fabian222 ,

Was uns Menschen weiterbringen kann ist das Nachdenken ueber das Leben. Denn das Leben ist das Hauptkapital eines jeden Menschen. Es ist dieses Kapital, was den Menschen die ewige Glueckseligkeit beschwert und ihm das Paradies sichert. Wir sollten ueber dieses Leben nachdenken. Worauf wir achten sollen, ist diese Vergaenglichkeit des Lebens. 

Also nutze dieses "Kapital" richtig.

Kommentar von earnest ,

Nein, solche Gedanken kommen nicht vom Satan, sondern vom eigenen Verstand.

Aber es ist natürlich bequemer, den shaytan verantwortlich zu machen. Wir schreiben allerdings das 21. Jahrhundert ...

Kommentar von elfelipe1983 ,

Hat mich der Satan dann auch verführt? Als ich Bibel und Koran verglichen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ersteres Gottes Wort ist und dass ich weiterhin Jesus als erlöser und Sohn Gottes ehen soll....Also ich wäre vorsichtig mit dem Begriff "Satan"

Kommentar von Fabian222 ,

Ich bezweifle, dass Sie den heiligen Koran wirklich gelesen haben. 

Antwort
von Hichigo97, 113

Huhu!
Ich bin in genau der gleichen Situation wie du und falls du reden magst, schreib mir einfach! Ich wäre zu gern an deiner Situation interessiert! :)

Antwort
von Daria700, 9

Dan tue es meine dein Leben gehört doch dir!

Antwort
von chrisbyrd, 140

In Deutschland haben wir Meinungs- und Religionsfreiheit und jeder, der hier lebt, darf selbst entscheiden, woran sie/er glauben möchte. Das ist ein wichtiges Gut unserer Verfassung. Leider ist das in vielen Ländern dieser Erde anders...

Vielleicht könnte folgende Seite für dich sehr interessant sein, die einen logisch aufgebauten Vergleich zwischen Koran und Bibel zieht: http://www.islamseite.de

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