Frage von brucelink23, 62

Ich will mir ein Fahrzeug vom bekannten ausleihen, gibt es Versicherung die auch ausgeliehene Fahrzeuge decken?

ich bin selber versichert aber meine Versicherung deckt nur eigene Pkw und keine Fremde.

Der Kollege hat ein teueren Wagen und will halt sicher sein. Falls was passiert

Antwort
von planplants2, 10

Die Kfz-Versicherung ist in Deutschland fahrzeuggebunden. Dein Bekannter wird sein Auto sicher versichert haben. Haftpflicht ist pflicht und Vollkasko wird er bei einem teuren Kfz wohl ebenfalls haben.

Das Kfz ist also grundsätzlich versichert. Wenn du nicht als Fahrer eingetragen bist, ist das Kfz TROTZDEM versichert.

Kulante Versicherer sagen bei einem Unfall mit einem nicht-eingetragenen Fahrer auch nichts, wenn es nicht regelmäßig war, sondern nur eine Ausnahme.
Im schlimmsten Fall müsste dein Bekannter eine Nachzahlung leisten in der Höhe des Beitrags, den er hätte zahlen müssen, wenn du eingetragen gewesen wärst.

Ihr könntet bei der Versicherung anrufen und mitteilen, dass du das Kfz Ausnahmsweise fahren wirst, mache VR nehmen das dann kostenlos mit auf.

Dass ein Schaden aber wegen einem nicht eingetragenen Fahrer abgelehnt wird, kann nicht passieren.

Dein Bekannter würde dann natürlich in seiner SF Klasse hochgestuft werden (würde aber auch passieren, wenn du eingetragener Fahrer bist).

Wie das dann geregelt wird und wer den Mehrbeitrag zahlt, das müsstet ihr, im Falle eines Unfalls, selbst klären.

Manche Privathaftpflichtversicherungen haben inzwischen eine Klausel, dass Sie bis zu 5 Jahren den Mehrbeitrag in der Kfz-Haftpflicht bezahlen, im Falle eines Unfalls mit fremdem Kfz. Das ist aber recht neu und bieten auch nur wenige Gesellschaften an, das müsstest du bei deiner PHV erfragen.

Antwort
von PatrickLassan, 36

Kfz-Versicherungen sind immer fahrzeuggebunden. Wenn dein Bekannter keine Einschränkungen in seinem Versicherungsvertrag hat (z.B. dass nur Personen ab einem bestimmten Alter fahren dürfen), dann gibt es keine Probleme mit der Versicherung, falls etwas passieren sollte,

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 24

Das Fahrzeug ist ja versichert.

Du musst dir nur im Klaren sein, dass du der Verleiherin gegenüber für Schäden haftbar bist.

Das gilt genau so, wie bei einer Mietwagenfirma.

Man könnte zwar über einen Kurzzeitvertrag eine Vollkaskoversicherung abschließen, aber das wäre dann teurer als ein Leihwagen.

Antwort
von kevin1905, 9

KFZ-Versicherungen versichern Fahrzeuge, keine Fahrer!

Wenn für das Fahrzeug eine KFZ-Haftpflicht besteht ist es versichert, ansonsten wäre damit zu fahren eine Straftat.

Ist sein Fahrerkreis eingeschränkt zwecks geringem Beitrag so kann er dies anpassen lassen. Wenn es einmalig ist, dürfte die Versicherung hier auch keine Einwände haben.

Bei der Vollkasko könnte er dich ob der SB und der höheren SF-Klasse in Regress nehmen.

Antwort
von schleudermaxe, 14

Wofür? Das gute Stück ist doch bestimmt zugelassen und somit auch versichert. Sonst kommt doch die Zulassungsstelle und läßt abkratzen.

Antwort
von Apolon, 20

ich bin selber versichert aber meine Versicherung deckt nur eigene Pkw und keine Fremde.

In welchem Land wohnst du denn?

In Deutschland sind die Kraftfahrzeuge versichert und nicht die Personen die damit fahren.

In der USA sind die Personen versichert.

Kommentar von brucelink23 ,

DE

Antwort
von ThadMiller, 33

Fremdschäden sind durch die Versicherung deines Freundes abgedeckt. Eigene Schäden nur durch vorhandene (Teil) Kasko.

Kommentar von Himbeere1978 ,

nicht immer.. wenn er drinstehen hat, dass nur Fahrer über 23 fahren dürfen.. der Fahrer aber jünger ist, dann gibts ein Problem

Kommentar von DerHans ,

Nur für den Geschädigten gibt es kein Problem. Wie sich Ver- und Entleiher auseinander setzen, ist dem Versicherer völlig egal.

Kommentar von Himbeere1978 ,

der Verleiher ist ja dann in dem Moment der Geschädigte.. oder sehe ich das falsch.. 

Kommentar von Apolon ,

In diesem Fall muss der Verleiher den Eigenschaden über seine Vollkasko abwickeln lassen.

Antwort
von ghul666, 29

Na dann muss er dich als Fahrer bei seiner Versicherung eintragen.

Kommentar von ThadMiller ,

Es ist anders rum. Wenn du keine spezielle "Alleinefahrer-Klausel" hast, darfst du dein Auto jedem leihen.

Kommentar von ghul666 ,

Die meisten haben aber nicht beliebige Fahrer eingetragen.

Kommentar von ThadMiller ,

Nochmal. Bei einer "normalen" versicherung des KFZ darf JEDER fahren.

Es gibt aber auch "Sparvarianten" z.B. "nur ich" oder "nur ich und Ehefrau" oder "nur Fahrer ab 21/23". Das ist aber nicht die Regel.

Kommentar von ghul666 ,

Genau genommen ist es egal, wer eingetragen ist. jeder, der fährt ist versichert.

Aber wenn der betreffende Fahrer nicht eingetragen ist, kann das im Schadenfall Nach- und Strafzahlungen geben.

Und was du sagst stimmt nicht. Der Normalfall ist Solofahrer bzw. Partner mit dabei.

Kommentar von kevin1905 ,

Wenn ich ein Anegbot rechne muss ich aktiv einen Haken bei der Fahrerkreisbegrenzung setzen, ansonsten gibt es keine.

Kommentar von ghul666 ,

Korrekt. Allerdings reden wir hier von Onlineversicherungen, die nicht zu empfehlen sind.

Antwort
von Himbeere1978, 21

was steht in der Police deines Bekannten drin ?? welche Fahrer sind versichert ?

Kommentar von brucelink23 ,

nur er

Kommentar von Himbeere1978 ,

mhm .. wenn du dann tatsächlich Mist baust, kommt seine Versicherung nicht für den Schaden auf

Kommentar von PatrickLassan ,

Das stimmt so nicht. Die Versicherung muss diesem Fall für den Schaden aufkommen, aber sie wird rückwirkend einen höheren Beitrag vom Versicherungsnehmer verlangen.

Kommentar von SirKermit ,

Sorry, aber das ist einfach nur falsch. Aus http://www.kfz-versicherungen.cc/ratgeber/kfz-versicherung-nicht-eingetragener-f...

"In dieser Frage kursieren die absurdesten Gerüchte, wie etwa, dass
man den gesamten Versicherungsschutz verliert, wenn das Kfz von einer nicht eingetragenen Person gefahren wurde. Das wäre jedoch entgegen der gesetzlichen Bestimmungen, da Unfallopfer durch die Kfz-Haftpflichtabgesichert sein müssen, was grundsätzlich durch einen bestehenden Versicherungsvertrag gewährleistet sein muss. Demzufolge muss die Versicherungsgesellschaft die Unfallopfer genauso entschädigen und Sachschäden regulieren, auch wenn ein Fahrer hinter dem Steuer saß, der nicht im Versicherungsvertrag eingetragen war. Wenn nun eine Person das Kfz fährt, die laut Versicherungsvertrag das Kfz gar nicht fahren dürfte, so hat in diesem Fall der Versicherungsnehmer falsche Angaben
bei den Tarifierungsmerkmalen gemacht. Vorsätzlich hätte er sich
sozusagen einen günstigeren Beitrag erschlichen. Die Folge ist, dass derVersicherungsbeitrag ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres nachberechnet wird. Man muss also die Differenz zu dem Beitrag nachzahlen, der eigentlich berechnet worden wäre, wenn der "nicht eingetragene" Fahrer das Auto offiziell hätte fahren dürfen. Im Schadenfall, wenn der nicht berechtigte Fahrer schuldhaft einen Unfall baut, wird aufgrund vorsätzlich unzutreffender Angaben eine Vertragsstrafe in Höhe eines vollständigen Jahresbeitrages fällig.

Fazit bei einem nicht eingetragenen Fahrer

Unfallopfer genießen weiterhin den vollen Versicherungsschutz und
der Versicherungsnehmer muss keinesfalls den Schaden aus eigener Tasche selbst bezahlen. Der Versicherer wird jedoch den Beitrag nachberechnen und eine Vertragsstrafe in Höhe von 1 bis 2 Jahresbeiträgen verhängen."

Kurz: die Versicherung zahlt, weil sie es muss, aber es gibt eine Vertragsstrafe, die sich in Grenzen halt. So einfach ist das.

Kommentar von Himbeere1978 ,

in Ansätzen vielleicht falsch, aber ein Problem hat der Verleiher dann trotzdem.. er darf die Strafe und höhere Beiträge  zahlen...

Kommentar von schleudermaxe ,

... was ist das, eine Vertragsstrafe?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten