Frage von Eidolon150, 216

Ich will mich von meiner (Rest-) familie trennen und zwar endgültig?

Meine Rest-Familie besteht nur noch aus meiner Mutter, die in einem Pflegeheim lebt, und meiner Schwester. De facto habe ich mich von meiner Schwester schon getrennt. Ich hasse sie und würde sie nicht zur Tür reinlassen, wenn es bei mir klingelt. Bei meiner Mutter ist es etwas komplizierter. Sie ist quasi der letzte Kontakt zur Außenwelt. Leider lässt sie sich von meiner Schwester massiv beeinflussen (die Schwester spannt sie vor ihren Karren). Früher konnte meine Mutter die Schwester (angeblich) nicht so gut leiden. Ich möchte meine Rolle als Dauer-Opfer und Sündenbock in dieser Familie endlich aufgeben können! Sonst komme ich im Leben nicht mehr weiter und stürze ab.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Pescatori, 60

Bist Du ganz sicher, dass Du mit dem Leben besser zurechtkommst, wen Du Dich von Deiner (Rest-)familie endgültig trennst?

Du stellst Deine Entscheidung nach meinem Eindruck hier zur Diskussion.

Es mag sein, dass das Nicht-Verstehen zwischen Euch ein solches Ausmaß angenommen hat, dass der Bruch unausweichlich erscheint. Mit jeder Begegnung werden die Gräben eher noch vertieft.

Wenn Du an Deine Schwester denkst, bist Du von Hass erfüllt.

Wenn wir von Hass beherrscht werden, ist ein verstehender Austausch nahezu unmöglich.Jeder von Euch kreist dann eigentlich um sich selber. Da ist es zurzeit wohl wirklich angesagt, dass Du den Kontakt meidest.

Die Beziehung zwischen Dir und Deiner Mutter ist ja wohl – wie Du schreibst – „etwas komplizierter“ - aber möglicherweise für sie und auch für Dich sehr wichtig (!?)

Wenn wir im Alter im Pflegheim leben müssen, gibt es für uns wohl kaum etwas Wichtigeres, als den Kontakt zu den eigenen Kindern.

Deine Mutter hat vielleicht jetzt nicht mehr die Kraft, alles was falsch gelaufen ist mit ihren Kindern so zur Sprache zu bringen, dass die Gräben zugeschüttet werden können. In den vielen einsamen Stunden, die sie jetzt erleben muss, wird sich ihr Fühlen und Denken sehr intensiv um all das Drehen, was zwischen ihr und ihren Kindern schief gelaufen ist.

Ich finde, dass wir uns im fortgeschrittenen Alter klar machen sollten, dass die Zeit der Vorwürfe gegen die Ungerechtigkeiten in der Familie vorbei ist.

Auch wenn es Dir sehr schwer fällt, könnte es für Sie aber auch für Dich von großer Bedeutung sein, wenn Du es fertig bringst,  Begegnungen mit ihr so zu gestalten, dass ihr beide Spaß dran habt, dass ihr etwas miteinander tut, was nichts mit Eurer Vergangenheit zu tun hat, sondern nur mit einer lebendigen Gegenwart.

Vielleicht kannst Du mit Deiner Mutter eine Veranstaltung besuchen, die Euch beide interessiert, oder ihr geht gemeinsam in ein Café, das Euch beiden gefällt, oder ihr macht einen gemeinsamen Ausflug………

Auf jeden Fall etwas, bei dem die Last der Vergangenheit außen vor bleibt.

Das wäre auch gut für die Beziehung zwischen Dir und Deiner Schwester.....

Kommentar von Eidolon150 ,

Danke für Deine Antwort. Früher war es vorallem die Oma -als heimliches Familienoberhaupt- und der Vater, mit denen sowohl meine Mutter (konnte der Oma nichts recht machen) als auch ich
konfrontiert waren. Ich konnte meinem Vater nichts recht machen und hab teilweise sehr darunter gelitten. Das erklärte Lieblingskind dagegen war meine Schwester, die sich jetzt aufspielt, wie einst der Vater. Dass Sie meine Mutter mit ins Boot geholt hat, macht es für
mich nicht einfacher. Und das Fehler zugeben ist halt so eine Sache.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass hier noch Gräben zugeschüttet werden, nein, im Gegenteil! Solange ich hier den Sündenbock geben muss, werde ich mich nicht ändern, sorry!
Und wenn ich nicht an meinem PC arbeite, oder zum Einkaufen  oder zum Essen gehe - bin ich auch einsam! Ich komme mir vor wie im falschen Film, nur dass jetzt meine Mutter sich nun ebenfalls in einen Gegner verwandelt hat, wie mein Vater in der Kindheit. Da ist es  kein Wunder, wenn alte Wunden wieder aufreißen!

Kommentar von Eidolon150 ,

Jetzt muss ich gleich los - ins Heim! Als ich noch klein war, war es doch meine Mutter, die mir immer die Ohren vollgejammert hat, wie schlimm ihre Ehe eigentlich ist. Das wollte ich noch anfügen.
Ich wäre jetzt lieber mit einer netten Frau im Bett, als mich um den
Schwachsinn meiner Mutter zu kümmern!

Kommentar von Pescatori ,

Da gibt es wohl ein unheilvolles Dominanzthema in Deiner Familie. Deine Oma
(väterlicherseits?) hat als graue Eminenz die Strippen gezogen und Dein Vater
machte (von ihr unterstützt?)  Dir und Deiner Mutter das Leben schwer.

Deine Schwester war zu Deinem gewaltigen Nachteil das Lieblingskind.

Du warst wohl für alles verantwortlich was schief gelaufen ist.

Nun verbindet sich für Deine Mutter das erstarrte Familiengefüge mit den
problematischen Lebensbedingungen in einem Pflegeheim.

Leider ist es fast normal, dass unter den Heimbewohnern die Angst umgeht, dass der kleine
Rest,  den man aus dem früheren Leben mit in die Einrichtung nehmen durfte, auch noch abhandenkommt. Diese Angst wird oft durch die nachlassende Gedächtnisleistung noch gesteigert.

Welche belastenden, nervenden Szenen daraus auch für Dich entstehen hast Du ja
anschaulich beschrieben.

Du schreibst aber auch: „Jetzt muss ich gleich los – ins Heim.“

Warum  musst Du? Niemand kann Dich zwingen.
Musst Du, weil Du Dich moralisch verpflichtet fühlst?

Oder musst Du weil unter all dem „Beziehungschutt“ auch noch so etwas                                           wie eine wärmende Beziehung verborgen ist?

Zusammensein nur weil man es als unumgängliche Pflicht erlebt,                                                     tut niemandem gut.

Wenn Du keinen Weg siehst diese Mauer des Nicht-Verstehens durch eine irgendwie ganz
neue, unerwartete Handlungsweise  zu durchbrechen, dann fände ich es wirklich besser den Kontakt – wenigstens auf Zeit – abzubrechen.

Ich zweifle nur sehr daran, dass Du Dir dadurch das Leben leichter machst.

Ich wünsche Dir dass Du Verborgenem begegnest.

Kommentar von Eidolon150 ,

Der Besuch am Sonntag ist schon fast obligatorisch. Diesmal war er zusätzlich verabredet, weil ich für meine Mutter etwas besorgt habe.
Es war diesmal nicht so schlimm.. Zwar  haben wir auch über die Vergangenheit geredet, aber es waren keine Vorwürfe etc. Außerdem musste der nächste Einkauf besprochen werden.

Kommentar von Eidolon150 ,

die Sache mit dem  unheilvollen Dominanz-Thema hast Du richtig wiedergegeben. Es war die Großmutter väterlicherseits, die sich überall eingemischt hat!

Kommentar von Eidolon150 ,

Genau diese Oma väterlicherseits hat in meiner Schwester (als Baby, hahahaha) sich selbst wiedererkannt. Mal ohne Witz, ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Baby gibt oder geben wird, bei dem ich Ähnlichkeiten zu einem Menschen mittleren Alters entdecken kann. Die Oma war damals im mittleren Alter.

Kommentar von Eidolon150 ,

Und auf irgendeine Weise scheine ich den Prügelknaben auch nach außen auszustrahlen. Meine Ex hat mir mal ausrichten lassen, dass Sie mich für einen Prügelknaben hält. Wir haben nie darüber gesprochen.

Kommentar von Pescatori ,

Ich finde es ja sehr sympathisch, dass Du Deine Mutter – trotz alledem - regelmäßig besuchst und sie auch bei ihren Einkäufen unterstützt.

Traurig finde ich nur, dass Deine Besuche für Dich wohl eher nur Last sind – was nach Deinen Erfahrungen leider auch gut verständlich ist.

Ich wünsche Dir von Herzen – wie ja schon angedeutet -, dass Du einen Weg findest,  die Besuche so zu gestalten, dass sie für
jeden von Euch ein Gewinn darstellen.

Aber das ist natürlich leicht gesagt und schwer getan.

Meine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben.

Ich spüre immer deutlicher, wie viel ich in der Zeit der achtjährigen Pflege gelernt habe. Und wie viel Freude ich glücklicherweise auch noch mit ihr haben konnte – trotz des radikalen „Altersumbaus“ den man heute „Demenz“ nennt.

Deshalb drängt es mich Dir zu sagen, wie wichtig es für unser eigenes Leben ist, sich der tiefen Verbundenheit mit den Eltern – und besonders der Mutter – bewusst zu sein.

Eingestanden:
Die Verhältnisse können so zerrüttet sein, dass man ihnen entfliehen muss.

Aber ich fürchte, auch das geht nicht ohne Verlust zu erleiden.

Kommentar von Eidolon150 ,

Es ist für mich eben sehr belastend, wenn ich mich in unschöner Regelmäßigkeit meiner Haut wehren muss. Und immer dann, wenn meine Schwester der Mutter frisch gewaschene Wäsche bringt. Ich glaube, dass meine Schwester einen großen Einfluss auf die Mutter hat, den ich nicht nachvollziehen kann. Mit dem Verlust hast Du natürlich Recht. Ich habe sonst niemanden mehr. Mein Bekanntenkreis hat sich irgendwie verlaufen, und sonst bin ich auch allein.

Kommentar von Pescatori ,

Ich weiß nicht, ob ich etwas übersehen habe. Aber ich kann noch nicht verstehen, wieso Du Dich immer Deiner Haut wehren musst. Wie, mit welchen Vorwürfen wirst Du den angegriffen?

Kannst Du Dir  einen Reim daraus machen, warum Dich Deine Ex ein Prügelknaben nannte?

Ja, es ist für viele Menschen extrem belastend, wenn sie sich in einer seelisch belasteten Verfassung befinden und dann auch noch von Bekannten und Freunden gemieden werden. Das fiel mir jedenfalls bei Deiner Bemerkung ein, dass sich Dein Bekanntenkreis irgendwie verlaufen habe.

Vielleicht ist es für die Bewältigung der schwierigen familiären Situation ganz besonders wichtig, dass Du wieder vertrauensvolle Beziehungen aufbauen kannst.

Das wünsche ich Dir.



Kommentar von Eidolon150 ,

Ich möchte meine Systemsoftware fertigstellen, und komme zeitlich immer wieder in Schwierigkeiten. Zeitweise habe ich auch einen regulären Job gesucht - aber keine Chance bekommen. Tja, und meine finanziellen Möglichkeiten sind natürlich beschränkt. Jetzt bin ich für meine Familie der große Verschwender. Sowas dauert halt!

Und meine Ex: da weiß ich nicht, wie sie darauf gekommen ist. Ich dachte lange Zeit, das ist eine Seelenverwandte. Vielleicht war ich einfach mal wütend, aber das ist schon lange her. Sie hat mich bis vor kurzem selbst wie einen Prügelknaben behandelt, wollte mich sogar mal (vor 1 1/2 Jahr) mit dem Auto überfahren. Dann kamen noch ein paar Provokationen, und das wars dann wohl.

Kommentar von Eidolon150 ,

Gemieden werde ich übrigens nicht, ich gehe mit meinen privaten Problemen nicht hausieren und Bekannten auf die Nerven.

Antwort
von Giwalato, 72

Hallo Eidolon,

ich habe den Eindruck, daß es höchste Zeit wird, daß Du etwas für Dich selbst tust. 

Die Vergangenheit kannst Du nicht ändern, aber Du darfst Hilfe für Dich zulassen. Einsamkeit ist keine Lösung.

In einer Psychotherapie kannst Du den Ursachen für das Verhalten von Mutter und Schwester auf den Grund gehen und lernst, Dich selbst wahrzunehmen, Deine Bedürfnisse zu erkennen und einzufordern, was Du brauchst.

Es gibt auch im Internet Literatur über Kriegskinder und Kriegsenkel. Ob Deine Familie von der Situation betroffen ist, vermag ich ohne weitere Informationen nicht zu beurteilen, aber Du kannst Dir selbst Überblick über die Lage verschaffen.

Ich wünsche Dir, daß Du eine Lösung finden kannst, mit der Du zukünftig besser leben kannst als bisher. Du hast mit Ende 50 noch einige Jahre vor Dir.

Alles Gute für Dich,

Giwalato 

Kommentar von Eidolon150 ,

Die Familie ist für mich schon lange kein Halt mehr, sondern eher eine Schlangengrube mit ständigen Angriffen!

Antwort
von conelke, 109

Du hast keine genaue Frage formuliert, aber ich denke mal, dass Du Dich in einer Situation befindest, in der Du nicht mehr genau weißt, was wirklich richtig ist. Für Deine Äußerungen wird es Gründe geben, die vermutlich schwer wiegen. Ich kann Dir dazu nur sagen "Familie hat man, aber Freunde kann man sich aussuchen". Wenn einem die Familie nicht gut tut - man dafür aber selbst nicht verantwortlich ist, dann sollte man sich selbst schützen und den Kontakt abbrechen. Das macht man bei Freunden, die einem nicht gut tuen in der Regel auch. Jedoch sollte man sich im Vorfeld fragen, ob man nicht selbst auch Schuld an dieser Situation ist und ob man durch sein eigenes Verhalten nicht einiges hätte in eine andere Richtung lenken können.

Wenn Du also der Meinung bist, dass es besser wäre, wenn Du Deinen eigenen Weg gehst - ohne Deine Familie -, dann stehe zu diesem Entschluss.

Einsamkeit kann man entgegen wirken. Wenn man will, kann man sein ganzes Leben noch einmal unkrempeln, einen Neuanfang starten. Das wird nicht einfach, ist aber zu schaffen, wenn man selbstbewusst und zielstrebig nach vorne schaut.

Kommentar von Eidolon150 ,

Etwas anderes als ein kompletter Neuanfang wird mir wohl nicht erspart bleiben. Mit 57 hat man keine Träume mehr!

Kommentar von conelke ,

Wenn man Brücken hinter sich lässt, beginnt immer ein Neuanfang. Neuanfänge müssen aber nichts Schlimmes sein, da Du davon sprichst, es bliebe Dir nicht erspart. Oft kommt sogar der Punkt, da muss man sich eingestehen, dass man zu lange gewartet hat und die Entscheidung schon viel früher hätte treffen sollen.

Mit 57 ist das Leben noch nicht vorbei. Aus manchen Entscheidungen - wenn man sie einmal getroffen hat - kann man auch gestärkt hervorgehen, da man alten Ballast abwirft.

Es ist eine Frage der Einstellung, wie man sein Leben neu orientiert. Auch Du kannst noch viele schöne Jahre erleben, doch da hilft Dir keine Resignation.

Antwort
von caroli712, 95

Kurz gesagt: dann gehe diesen Schritt. Ich bin ihn selber vor zwei Jahren gegangen und es geht mir gut dabei. Manchmal ist es für das persönliche Wohl besser.

Antwort
von Nashota, 54

Dann kläre die Fronten und gut ist. Sich wortlos abwenden bringt dich jedenfalls auch nicht weiter.

Antwort
von Prinzessle, 87

Hast Du das Problem schon einmal angesprochen ?

Gehe Deine Mutter doch einmal besuchen und sage ihr wo Dich der Schuh schon sehr lange drückt und dass Du dies nicht mehr länger mit machst...

Entweder ändere sich etwas oder Du würdest Dich vollkommen von der Familie distanzieren.

Eventuell wird es aufgenommen und ihr könnt gemeinsam Frieden schliessen oder Du kannst Dich so tatsächlich von der Familie verabschieden, um Dich gut um Dich zu kümmern.

Viel Glück wünsche ich Dir.

Kommentar von Eidolon150 ,

Die letzten 2 Weihnachten habe ich alleine in meiner Wohnung verbracht. Ich wollte nicht zu meiner Schwester eingeladen werden. Da habe ich schon anklingen lassen, dass der Sündenbock die Schnauze voll hat. Ich feiere selbst schon lange keine Geburtstage mehr und werde auch nicht zu Geburtstagen der Verwandschaft gehen. Nahezu jedes Wochenende habe ich bisher meine Mutter im Heim besucht. Einmal monatlich muss ich mir ihr zum Einkaufen. Das hasse ich besonders.

Kommentar von Prinzessle ,

Ich verstehe Dich sehr gut, da investierst Du Zeit und wirst doch missachtet.

Darum leere Deinen Kropf und sage alles was Dich bedrückt Deiner Mutter und dass Du sie nicht mehr besuchen kommst, falls sich nichts ändert.

Hab den Mut bevor Dich das alles vollkommen auffrisst. Denn Du hast das Recht, dass man Dich fair behandelt, tun sie es nicht, hast Du ebenso das Recht, Dich abzuwenden.

Kommentar von Eidolon150 ,

Meine Schwester und (!) meine Mutter wollen mir ständig Schuldgefühle aufbrummen. Wenn ich ein Problem habe, und das anspreche, kommt nur: "Lass Dir was einfallen". Ich bin mit meinem Leben komplett unzufrieden, und denke, die Ursachen liegen zum großen Teil in meiner Erziehung. Ich stehe mir ständig selbst im Weg, und der Lebensmut geht langsam flöten.

Kommentar von Nashota ,

Dann mach eine Therapie. Auch Männern wird geholfen, wenn sie offen reden.

Kommentar von Eidolon150 ,

Zusätzlich greift meine Mutter zum schäbigen Mittel der emotionalen Erpressung: "Wegen Dir kann ich nachts nicht schlafen"

Kommentar von Eidolon150 ,

Bis vor ca. 2 Jahren wohnte ich noch mit meiner Mutter unter einem Dach. Die Jahre davor waren für mich die Hölle. Sie hat mir fast täglich unterstellt, dass ich (alter Knacker:-) ihr Juckpulver ins Bett streue, bzw. ihr Mineralwasser vergifte, damit sie nicht schlafen kann! Jetzt - im Pflegeheim - ist das Problem mit dem Schlafen trotz neuem Bett immer noch da. Nur sind es jetzt die Pflegerinnen, die ihr angeblich Placebos verabreichen oder mit Juckpulver hantieren.
Jedesmal, wenn ich auf Besuch komme, geht das wieder los. Nun soll auch eine Pflegerin ihr Handy verstellt haben -und ich solls richten! Einmal behauptete Sie, dass man ihr Ziersteine entwendet haben soll. Die waren in einer unbeschrifteten Kiste auf dem Schrank (Ich habe sie gefunden, es war alles da!). Angeblich werden Schubladen durchsucht, Knospen von Blumen abgezwickt, und anderes mehr. Sie ist unbelehrbar und nicht zur Vernunft zu bringen.
Ich frage immer: Wer soll das tun, und warum, und glaubst du nicht, dass auch Pflegekräfte um ihren Job bangen müssen, wenn an diesen Vorwürfen etwas dran ist?

Kommentar von Prinzessle ,

Ja gehe weg......denn das ist mehr als Krankhaft...es mag sein , dass durch das gehen eine Reaktion ausgelöst wird....was ja eigentlich gut wäre...

Aber gehst Du nicht, wird selbst diese nicht ausgelöst........darum sage ¨, warum Du gehst und handle darin Unnnachgibeig..........ausser es wird auf Dich eingegangen

Kommentar von Eidolon150 ,

Es hat damit angefangen, dass sie einen neuen Schrittmacher bekam. Da ist einiges komisch/schiefgelaufen. Die Ärzte sprachen von einem Batteriewechsel (hä?). Der Akku eines Herzschrittmachers ist nicht wechselbar, weil er tragendes Teil des Gehäuses ist. Sie hat ein Gerät erhalten, das relativ groß ausfällt. Die Grundfläche des Schrittmachers entspricht ungefähr einer Zigarettenschachtel. Sie kam mit einer blutverkrusteten Wunde aus dem Krankenhaus. Ich bin zwar kein Arzt, aber ich würde sagen: eine saumäßige Arbeit wurde hier abgeliefert. Die OP wurde vor einem größeren "Publikum" vorgenommen  (akademisches Lehrkrankenhaus). Meine Mutter hat angenommen, dass das Gerät gebraucht oder veraltet ist.

Kommentar von Prinzessle ,

nun ja das ist irrational, die Frage ist boss was machst Du mit dieser Verwirrung ?.......wenn ich dich richtig verstehe, wurdest Du zuvor nie geachtet und nun im offensichtlichen Zerfall Deiner Mutter möchtest Du gehen......

Ich bin da mal ehrlich, denn ich denke das geht zu diesem Zeitpunkt nicht mehr

Kommentar von Eidolon150 ,

Danke für Deinen Kommentar. Nur der Begriff "Verwirrung" schmeckt mir nicht. Selbst der aktuelle Hausarzt hält sie für geistig voll fit. Er hatte sich eher für eine im Haus wohnende Pflegekraft engagiert, das Heim dagegen mag er nicht. Ich sehe darin eher eine Art Paranoia. Überall gibt es nach ihrer Auffassung Menschen, die ihr übel mitspielen wollen, durch kleinere und größere Streiche! So kann man sich auch das Zusammenleben ruinieren!

Kommentar von Eidolon150 ,

Viele Dinge, z.B. Bestellungen für die Online-Apotheke vorbereiten, oder ihre Geldgeschäfte betätigt sie nach wie vor selbständig. Es ist also auch kein Zerfall zu konstatieren. Nur die Sache mit den ständigen Verdächtigungen hat schon längst krankhafte Züge angenommen, meiner Meinung nach!

Kommentar von Prinzessle ,

Ja das scheint so..also irgendwie Hoffnungslos...

Kommentar von Eidolon150 ,

Zur Zeit ist für mich alles etwas hoffnungslos. Ich leide ja auch körperlich. Seit etwa einem Jahr habe ich noch keine Nacht durchgeschlafen. Seit dem Umzug habe ich ca. 16 kg an Gewicht verloren. Schon vor dem Umzug hatte ich mit Blutdruckwerten um die 180/190 zu kämpfen. Erst in diesem Jahr habe ich das durch eine ärztliche Behandlung auf ein normales Niveau bringen können. Vor ungefähr einem Jahr bekam ich ebenso einen beidseitigen Leistenbruch, der aber nicht schmerzt.

Kommentar von Prinzessle ,

Da bist Du ja genügend mit Dir selbst beschäftigt, darum ja doch, löse Dich von Deiner Mutter...damit Du Dich endlich um Dein eigenes Leben kümmern und es geniessend leben kannst...

Denn Du warst genug lang im Dienste Deiner Mutter unterwegs...

Kommentar von Eidolon150 ,

Das kannst Du laut sagen. Was meinst du dazu:
https://www.gutefrage.net/frage/freundin-ist-vlt-weg-warum-jetzt-krasse-schuldge...
Ich glaube, dass ich mich erst lösen kann, wenn meine Beziehungsdauerkrise beendet ist. Sonst bin ich buchstäblich
mutterseelenallein!

Kommentar von Prinzessle ,

Gehe doch einfach vorwärts, rufe sie an, geht essen und klärt Eure Missverständnisse....wer weiss, vielleicht wird ja etwas daraus...Ich drücke Dir den Daumen

Antwort
von AnnnaNymous, 78

Und was möchtest Du jetzt wissen?

Kommentar von Eidolon150 ,

Zum einen bin ich sehr einsam, zum zweiten tut mir meine Mutter noch irgendwie leid! Ich kann nicht anders, aber es soll  für meine Mutter so schonend wie möglich abgehen...

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