Frage von Mirimuff, 100

Ich will keine Familie, wie erkläre ich das?

Meine Mutter hat sich seit der Trennung von meinem Vater schon den zweiten Freund angelacht (nachdem der erste dank Alkoholismus ein Fehlgriff zu sein schien). Von dem ist sie hellauf begeistert und will unbedingt eine Familie mit ihm haben, zu der natürlich auch ich gehören soll. Nur hab ich darauf so mal gar keine Lust. Ich habe Sozialphobie, bin auch demnächst in Behandlung, und kann mit fremden Menschen deshalb so mal gar nichts anfangen. Und obwohl ich ihren Freund und dessen Söhne bereits näher kennengelernt habe, würde ich mich immernoch lieber selbst massakrieren, als mit denen in einem Haus leben zu müssen. Sie selben oder danebenliegenden Zimmer zu haben, bedeutet puren Stress für mich, das ganze geht nur dank kurzen Besuchen klar. Jetzt hat meine Mutter mich aber zu ihnen nach Hause geschleppt, um zu übernachten. Als ich ihr heulend gesagt habe, dass ich Angst davor habe, hat sie relativ verständnislos reagiert und meinte, dass ich ihr ihr neues Familienleben kaputtmache. Mitgefahren bin ich dann schließlich doch, hab mir aber geschworen, mich freiwillig nie wieder so einem Stress auszusetzen, da ich deshalb sogar dachte, jetzt sterben zu müssen. Die Besuche von uns bei ihnen und von ihnen bei uns werden immer länger, doch meine Mutter sagt nur, wenn ich keine Familie haben möchte, soll ich zu meinem Vater ziehen. Das will ich allerdings auch nicht, da der für mich mittlerweile fast schon zu einem Fremden geworden ist und ich ähnliches durchmachen müsste wie auch bei dem Freund meiner Mutter. Ich hab keine Ahnung, wie ich aus dieser Situation herausfinden soll, ich will nicht so extrovertiert leben, wie ich es tun soll...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tragosso, 10

Entgegen aller Meinungen hier kann ich dich sehr gut verstehen. Ja, deine Mutter hat natürlich ein Recht auf ihre eigene Lebensplanung. Aber du bist kein Roboter ohne Gefühle den man dazu zwingen kann bestimmte Menschen zu mögen oder mit ihnen zusammenleben zu wollen.

Mit deiner Mutter solltest du in einem panikfreien und ruhigen Moment darüber sprechen, ohne alle Ablenkungen. Werde dabei nicht aggressiv oder hysterisch, sondern versuche ein möglichst sachliches Gespräch zu führen. Eventuell hört sie dir zu, wenn sie merkt wie schlimm es für dich wirklich ist.

Leider bist du noch recht jung und kannst nicht mal eben von zu Hause ausziehen. Das heißt du musst noch eine Weile aushalten und solange in Behandlung gehen. Wenn du es gar nicht mehr aushältst käme sicherlich auch eine Klinik in Frage. Ich denke die Pubertät trägt dazu bei, dass es noch schlimmer empfunden wird, sag dir, dass es eventuell besser wird in einem Jahr oder zwei. Versuche ruhig zu bleiben...Es ist nicht für immer so, auch du wirst älter und kannst irgendwann von zu Hause ausziehen.

Antwort
von Piadora, 46

Wie alt bist du denn?  besteht die Möglichkeit, dass du  bald ausziehen kannst?

Kommentar von Mirimuff ,

Erst vierzehn, sieht also nicht danach aus. :/

Kommentar von Piadora ,

du schreibst, du bist bald in Behandlung. Bitte lasse dir Techniken zeigen, mit denen du lernen kannst, mit solchen dir unangenehmen Situationen einigermaßen umzugehen. Deine Mama wird sich von deinem verhalten nicht stoppen lassen, so sieht es zumindest für mich aus. Du kannst nur versuchen, Möglichkeiten zu finden, damit so zurecht zu kommen, dass du es ertragen kannst, ohne groß darunter zu leiden. 

Ich wünsche dir alles Gute +

Kommentar von Mirimuff ,

Danke, ich werde versuchen, das so zu machen. 

Antwort
von PaiMei1, 15

warte doch erstmal bis du mit der behandlung durch bist und überlege dir danach genau was du tuhen willst. deine mutter zeigt zwar wenig veständnis aber du musst auch nicht unbedingt aus der situation raus sonder dich einfach mit dir abfinden und wenn du jetzt meinst nein muss ich nicht dann las es aber ich z.B. musste auch schlucken das meine mutter gestorben ist und mich hat niemand gefragt wie ich mich fühle oder so. eine sozialphobie ist schlimm aber was willst du machen? für den rest deines lebens im zimmer bleiben und niemanden kennen lernen? sehe es doch nicht so schlimm. es scheint mir als würdest du dir viel einbilden und vormachen und denkst diese sozialphobie würde dein verhalten usw rechtfertigen. ich glaube du musst deine ansichten ändern aber mach erstmal deine therapie- wir können dir auch nicht mehr helfen außer unsere meinung zu sagen und dir ratschläge geben aber es liegt immer noch alles an dir

Antwort
von glaubeesnicht, 33

Deine Mutter hat das Recht, nach der Trennung von deinem Vater wieder ein neues Leben zu beginnen.  Das solltest du ihr auch gönnen. Die Welt dreht sich nunmal nicht nur um dich.

Antwort
von fitnesshase, 42

Du machst auch ihr neues Familienleben kaputt - warum gönnst du deiner Mama ihr Glück nicht und reißt dich etwas zusammen? Es geht nicht alles um dich....

Kommentar von Mirimuff ,

Ich würde mich auch gern zusammenreißen können, nur kann ich meine Phobie nicht kontrollieren. Würde ich wirklich verdammt gern, glaub mir.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten