Frage von Thedoubt, 46

Ich will glücklich sein, aber ich darf nicht. Wie geht das mit der Therapie?

Hallo. War 3 Jahre in ambulanter Therapie bei verschiedenen Therapeutinnen, waren alle ratlos und verwiesen mich in eine Klinik. Bin dann 2 Monate ca. nachdem meine Therapeutin die Therapie abgebrochen hat in eine Klinik gegangen, dort konnten sie mir auch nicht helfen und ich wurde vor einem Monat entlassen, da sie sagten ich sei stabil genug und denke mir meine Probleme nur aus. Als ich dort entlassen wurde, ging es mir vergleichsweise zu jetzt noch besser, deshalb bin ich da schon auf die Ärzte zugegangen und habe darum gebeten, dass sie mir helfen einen Therapieplatz zu finden, da ich wusste, dass ich zu Hause wieder in alte Muster verfallen würde und zu gar nichts mehr fähig bin. Es hat niemanden interessiert, ich wurde immer abgewimmelt und mir wurde nur gesagt, ich solle mich doch selbst um einen Therapieplatz kümmern, wenn ich der Ansicht bin, dass ich es so dringend nötig habe.

Ich habe immer so einen Kampf in mir. Der eine Teil will glücklich sein und der andere Teil sagt mir, dass es mir verboten ist. Jedesmal wenn ich mich dafür bemühe, dass etwas in meinem Leben besser läuft z.B jetzt gerade, oder wenn ich glücklich bin, wird er wütend, dieser Teil. Er wird mehr als wütend, er befiehlt mir quasi, dass ich mich dafür bestrafen muss. Manchmal sagt er mir auch einfach so, dass ich mich dafür bestrafen muss, was ich bin. Ich habe nichts schlechtes getan, ich bin schlecht. Er verbietet mir sogar manchmal mich mit irgendjemandem zu unterhalten, ich muss alles und jeden ignorieren, denn es ist es ist eine Absurdität zu glauben, dass jemand mich mögen könnte oder mit mir sprechen wollte. Ich habe das Gefühl, dass er nicht nur die Kontrolle über meine Denkweise, sondern die Kontrolle über alles hat. Wenn etwas schlechtes passiert, ist es klar, dass er es ist und wenn etwas gutes passiert, könnte es sein, dass auch er da am Werk ist und er lässt das Gute nur geschehen um es mir wieder zu zerstören und mich nachher auslachen kann. "Ha! Hast du echt geglaubt du hast verdient, dass du etwas schönes erleben darfst oder kannst? Du musst bestraft werden."

Jedesmal, wenn dieser fiese Teil in mir hoch kommt, kriege ich extreme Suizidgedanken oder Selbstverletzungszwänge. Ich habe das Gefühl, der einzige Grund dafür, dass ich mir noch nicht das Leben genommen habe, ist dass er mich noch weiter quälen will. Bin ich tot, ist der Spaß vorbei. Es ist erst in der Klinik so richtig stark geworden, deshalb glaubt mir niemand, weil alle glauben, ich hätte mir das von irgendwem abgeguckt, aber das stimmt nicht, es war nur noch nie so stark.

Es wurde eine Dysmorphophobie diagnostiziert (Vor ein paar Jahren), die Angst hässlich zu sein. Gehe deshalb auch nicht mehr zur Schule oder gerne raus, weil alle mich anstarren und sich etwas schlechtes dabei denken.

Ich liege nur noch im Bett und träume von einem besseren Leben.

Meine Frage, auch wenn er wieder zornig wird. An wen soll ich mich denn wenden? Glaubt ihr, man könnte mir je helfen?

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von Daoga, 40

Hast Du schon mal eine Rückführung machen lassen? Nicht so vorgeburtlich-Esoterik-Quatsch, sondern in die Kindheit. Dieser Drang, sich selbst zu bestrafen geht nämlich sehr oft auf ein erlittenes Kindheitstrauma zurück, wo das Kind für Dinge verantwortlich gemacht wurde, für die es gar nichts konnte, meistens von den Eltern. Über Dein Elternhaus und die Zustände dort schreibst Du hier ja nichts. Du brauchst dafür einen Psychiater oder Psychologen, der sich mit Hypnose und Suggestionstechniken auskennt und die verdrängte Erinnerung an dieses Ereignis wieder hervorholen kann, damit Du es jetzt abarbeiten kannst.

Kommentar von Thedoubt ,

Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich oft bestraft wurde, ich weiß nur, dass ich mich immer schon abgelehnt und ungerecht behandelt gefühlt habe.
Habe auch ein Trauma durch den Schlaganfall meiner Mutter vor 6 Jahren, war zu dem Zeitpunkt 11. Jetzt bin ich fast 17.
Dass das mit Psychotherpie eigentlich ginge, habe ich ja auch immer gedacht, aber bisher konnte mir nur ein Therapeut helfen und der ist nur für die Klinik zuständig, in der ich ja nicht mehr bin und wohin ich wahrscheinlich auch nicht mehr komme.
Ich frage mich nur an wen ich mich genau wenden muss, wenn ich wieder Therapie will. Und ich komme ja wahrscheinlich eh auf eine Warteliste. Damals hatte das Jugendamt das gemacht, aber jetzt soll ich das selbst tun und ich weiß nicht an wen genau man sich wenden muss, Hausarzt? Oder speziell an eine Praxis?

Kommentar von Daoga ,

Einfach mal beim Jugendamt fragen, wen die für eine solch spezielle Hypnosetherapie empfehlen würden, wenn Du noch minderjährig wärst, kostet nicht mehr als einen Anruf oder Besuch dort. Oder du fragst Deinen Hausarzt, ob der einen fähigen Psychiater kennt. Oder du googelst mal, ob jemand in Deiner Gegend in Frage kommt. Der Psychiater muß sich mit Hypnosetherapien gut auskennen. Dein ständiges Gefühl der Ablehnung kommt ja nicht von ungefähr, und der Schlaganfall hat vielleicht die damals schon vorhandenen Schuldgefühle verstärkt, also muß da mal was gewesen sein. Etwas, was Du bewußt längst vergessen oder verdrängt hast, aber das Unterbewußtsein vergißt nie etwas und quält Dich jetzt.  

Antwort
von stonitsch, 13

Hi Thedoubt,Prof.Ringel würde von einer klassischen Neurose sprechen,welche in der frühen Kindheit gesetzt wurde.Er hat im Herder Verlag ein Buch verfasst "Selbstschädigung durch Neurose".Er schreibt darin genau,warum das Kind und Erwachsene nicht die Selbstliebe an sich erfahren haben.Es kann auch als Dysmorphiephobie bezeichnet werden.Hilfreich ist das nicht.In früheren Zeiten hat man zimmererfahren müssen,die anderen zu lieben und sich selbst zu missachten.Josef Kirchner hat im Knaur Verlag ein Buch verfasst "So lernen Sie,sich selbst zu lieben".Auch jedes sagte "Liebe Deinen Nächsten..die Fortsetzen "wie Dich selbst"wurde im damals meist nicht erwähnt.Will nicht vorwurfsvoll wirken,habe diesen Zusatz auch sehr spät im Neuen Testament gelesen.Spät aber doch.Soll ein Denkanreiz sein.LG Sto

Antwort
von kirschhbaum, 20

Wie alt bist du denn? Könnte dir weiter helfen

Kommentar von Thedoubt ,

16

Antwort
von AnalysenAuszug, 42

Die Psychologe oder Ärzte sind dumm wenn sie dich nicht ernst nehme. Da sieht man mal ...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community