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Ich will ein Rind von Dir!

gefragt von BuchfinkBuchfink am 03.08.2009 um 0:39 Uhr

Mein Neffe (5) hat sich heute im Fernsehen ein US-Rodeo angesehen und möchte nun Lassowerfen betreiben. Wozu er (seiner Meinung nach) unbedingt ein junges Kalb braucht, das ich ihm jetzt natürlich kaufen soll.

Solche Flausen hat er des Öfteren (http://www.gutefrage.net/frage/negerkoenig-in-der-suedsee-ein-traumjob), sind meist unbedenklich und die kommen und gehen.

Aber diesmal will seine Mutter ihm nicht nur Flausen austreiben, sondern dem Flausen-Exorzismus auch einen ethisch/moralischen Anstrich verleihen.

.

Wie kann man einem Kind den Begriff **Tierquälerei** erklären und es für dieses Thema sensibilisieren?

Ist es überhaupt möglich und kinderpsychologisch machbar, ihm es so beizubringen, dass er es begreift und sich die Problematik dennoch nicht so zu Herzen nimmt?


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anonym
beantwortet von Serafine1 am 17. August 2009 00:57
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Ich hab lange über die Frage nachgedacht.

Man könnte das mit dem Lasso werfen veranschaulichen, indem das Kind gefragt wird, wie es sich selbst denn da fühlen würde.

Um Tierschutz zu thematisieren, muss man zum Einen Tierschutz vorleben z.B. eine Spinne mit nem Glas einfangen und vor die Tür setzen, anstatt sie zu erschlagen; nicht mit ner Fliegenklatsche auf Fliegen losgehen etc.

Wir haben ein Kind im Kindergarten, dass sich sehr für Tiere und speziell Würmer, Ameisen, Schnecken, Käfer etc. interessiert. Er hat die Angweohnheit diese Tiere in Einmachgläser einzusperren etc.

Ich fand das furchtbar und war etwas hilflos, wie ich es dem Kind denn erklären soll, dass er den Tieren damit nichts Gutes tut. Meine Kollegin fand dazu einen guten Ansatz: Sie meinte:"Die Tiere sind doch deine Freunde, oder? Was bist du denn für ein Freund, der seine Freunde einsperrt?" Das Kind hat darüber nachgedacht und die Tiere wieder frei gelassen.

Manche unserer Kinder sammeln Regenwürmer und beobachten diese. Nachdem ich ihnen ein Buch über Regenwürmer (Freßfeinde, was machen sie im Winter, was fressen sie, wie entleeren sie ihrem Darm, etc.) vorgelesen habe, gehen manche von ihnen achtsamer mit den Tieren um.

Wichtig ist, den Kindern Tiere und Umwelt erfahrbar zu machen (Waldspaziergang, Besuch auf dem Bauernhof, beim Imker, forschen und entdecken auf der Wiese am Fluss mit Becherlupe etc.) Dabei erleben sie auch so unschöne Dinge wie Tiere in Gefangenschaft etc.

Vieles davon werden sie früher oder später durch Medien, Freunde, andere Erwachsene etc. erfahren.

Schön wäre zum Beispiel auch ein eigenes Haustier. So lernt das Kind, Verantwortung zu übernehmen, rücksichtsvoll zu sein etc.

Viele Kinder haben in dem Alter noch eine Art magisches Weltverständnis. Sie sehen Filminhalte als real (ein 6 jähriger offenbarte mir kürzlich, dass es Superman echt gibt und er irgendwo in England oder Amerika lebt) und können noch nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden.

Worauf ich damit hinaus will ist, dass den Kindern in vielen Zeichentricksendungen Dinge vorgelebt werden, die nicht der Realität entsprechen. Bei Yugioh zum Beispiel können die Charaktere wieder auferstehen. Das Bedenkliche daran ist folgende Beobachtung: Ein Kind tötet einen Käfer absichtlich. Auf die entsetzte Frage, wieso es das geht hat antwortet es: "Ist doch nicht schlimm, der lebt gleich wieder!"

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 17. August 2009 09:15

Um Tierschutz zu thematisieren, muss man zum Einen Tierschutz vorleben.... bzw. :"Die Tiere sind doch deine Freunde, oder? Was bist du denn für ein Freund, der seine Freunde einsperrt?"

Würde dazu auch vegetarische Ernährung gehören? Spätestens dann, wenn das Kind fragt, wie Fleisch gemacht wird, fängt es auch dort umzudenken. Das ist auch ein Problem, welches die Eltern beschäftigt. "Unnötige" Tierquälerei unterbinden, allerdings das Kind nicht "zum Vegetarier" erziehen.

.

Schön wäre zum Beispiel auch ein eigenes Haustier. So lernt das Kind, Verantwortung zu übernehmen, rücksichtsvoll zu sein etc.

Dieser Vorschlag kam auch schon von mir, nur befürchten die Eltern, dass der kleine sich nicht darum kümmert und das Tier dann zu 100% von den Eltern gepflegt wird. Deswegen wollen sie damit noch ein wenig warten, bis er in der 3. Klasse ist.

.

Danke für diese Antwort.

Kommentar von Serafine1 am 17. August 2009 14:35

Unsere Kinder im Kindergarten wissen zum Teil wie Tiere geschlachtet werden etc. Ein Junge wollte kein Schnitzel essen, weil dass von einem Tier stammt. Ich finde es nicht schlim, wenn das Kind dann aus moralischen und ethischen Gründen kein Fleisch mehr essen möchte. Nicht jedes Kind entscheidet sich nachdem es davon gehört hat dafür.

Schon Kindergartenkinder können sich verantwortungsvoll um Tiere kümmern. Sie könnten z.B. auch mit einem Aquarium anfangen und es gemeinsam mit dem Kind pflegen.

Daran sehen sie, wie das Kind mit Tieren umgeht und wie verantwortungsvoll es ist udn können überlegen, wann ein Haustier sinnvoll wäre.


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HerrNilson
beantwortet von HerrNilson am 3. August 2009 00:43
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Ihr könnt ihm erklären, dass die Kälber Angst haben, wenn man ihnen hinterrennt, mit einem Lasso nach ihnen wirft und ihnen dann die Beine fesselt. Dass ein Tier das nicht schön findet, wird ein 5-Jähriger verstehen.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:49

Verstehen wird er es mit Sicherheit, aber ob er wirklich ein Mitgefühl dafür entwickelt?

Kommentar von Simple_avatar2smallHerrNilson am 3. August 2009 00:59

Das denke ich schon.

Kommentar von bommmel am 1. September 2009 08:24

Persönliche Betroffenheit können Kinder sehr schnell entwickeln, wenn sie noch nicht verroht wurden. Da hilft oft schon ein Spruch wie: "Stell Dir vor, das würde einer mit dir machen."


annakonda
beantwortet von annakonda am 3. August 2009 01:14
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Dein Neffe ist schon ein aufgeweckter Bursche.

Der wird es verstehen, wenn man es ihm erklärt. Hat er vielleicht ein Haustier? Dann könntest du ihn fragen, ob er denkt, dem Haustier würde es gefallen gejagt und gewürgt zu werden. Wenn er eine emotionale Bindung zu dem eigenen Tier hat, oder zu einem Tier aus seiner Umgebung, z.B. dein launischer Kater, dann wird er Mitgefühl zeigen und diese Gefühle auch auf andere Tiere übertragen...im Idealfall.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 01:15

Meinen Kater werde ich dem Jungen aber nicht zu Testzwecken überlassen, damit das klar ist!

Kommentar von F382aa74a1dea6a9535bc91d296f3ad9smallannakonda am 3. August 2009 01:17

Von einem Test habe ich nicht geredet. Das wäre ja noch schöner. Es reicht ja, dass er es sich vorstellt. Alles andere wäre ja auch sehr daneben.


anonym
beantwortet von hoffnungsglueck am 3. August 2009 00:44
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Wenn man einem Kind etwas erklären möchte, ist es gut, einen Bezug zum Kind selber herzustellen. Zum Beispiel: "Möchtest Du gejagt werden, bis du richtige Angst bekommst? Soll man Dir dann ein Seil um den Hals werfen und dran ziehen, so dass Du keine Luft mehr bekommst? Das möchtest Du doch bestimmt nicht. Und das Kälbchen möchte das auch nicht." Das kann das Kind sehr gut verstehen und ein Mitgefühl für das Tier entwickeln.

Kommentar von 3e27da55aba3e7d10abe9f2a0c32a16dsmallverkorkst am 3. August 2009 00:46

Dann fragt es sich als nächstes, warum Rinder nicht auf Sofas sitzen dürfen, so wie wir, oder Hunde nicht mit uns am Tisch vom Teller essen.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:46

Also auf die Karte "Mitgefühl" setzen?

Ist dies für einen Jungen dieses Alters begreiflich?

Kommentar von hoffnungsglueck am 3. August 2009 00:55

Seit wann hat Mitgefühl etwas mit dem Alter zu tun? Im Übrigen ist Mitgefühl für mich keine 'Karte', auf die man setzen kann oder nicht, sondern etwas, was fürs Miteinander unersetzlich ist.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:59

Deswegen ja auch die Gänsefüßchen bei dem Kartenbegriff.

Um ehrlich zu sein weiß ich kaum etwas über Kinderpsychologie.

Kinder fangen erst ab einem gewissen Alter an zu lügen, deswegen dachte ich, dass Empfindungen wie Mitgefühl auch erst später einsetzen.

Kommentar von hoffnungsglueck am 3. August 2009 01:05

Bitte ?????? MITGEFÜHL IST KEIN LÜGE !!!! Mitgefühl ist das ehrlichste Gefühl, das es gibt. Kinder haben Mitgefühl in der reinsten Form, wenn man es denn weckt.

Also echt: Ich kann kaum fassen, was Du da eben geschrieben hast.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 01:09

Ich habe nicht behauptet, dass Mitgefühl eine Lüge wäre. Jetzt komm mal wieder unter.

.

Kinder sind nun mal für manche Dinge, die Erwachsene tun (z.B. lügen), erst ab einem bestimmten Alter in der Lage.

Das war die Überlegung dazu.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 01:12

Genauer gesagt meinte ich das hier:

http://tinyurl.com/Empathie

Wenn der Junge schon 5 ist, sollte er das hinbekommen.


anonym
beantwortet von missfix am 3. August 2009 00:41
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Man kann es auch übertreiben. Was macht die gute Frau nur, wenn Dein Neffe mal mit einer Spielzeugpistole spielt ???

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:42

Solche Dinge hat er und seine Mutter gewährt ihm das auch.

Nur möchte sie nun die Gelegenheit nutzen, um ihn über Tierquälerei aufklären.

Kommentar von missfix am 3. August 2009 01:07

Meine Kinder haben mit 5 die Welt auch noch anders gesehen. Die Kinder verstehen das ganz von alleine.


Rudi2009
beantwortet von Rudi2009 am 3. August 2009 00:43
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Indem du hingehst und mit dem Kind Lassowerfen übst. Muß ja nicht unbedingt ein Rind sein. Dann kann man ja mal pädagogisch einfließen lassen das sich der Kegel wohl ein bisschen gewürgt fühlt!

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:45

Ihm ein Lasso um den Hals legen und "sanft würgen"?

Oder einem neutralen Gegenstand das Lasso überwerfen?

Kommentar von hoffnungsglueck am 3. August 2009 00:46

Und das Würgen soll auch noch geübt werden?!


anonym
beantwortet von Noel1994 am 3. August 2009 00:48
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http://video.google.com/videoplay?docid=3664359489218547625

zeig ihm so ein video dann kapiert ers

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:50

Und diese Bilder sind für ein so junges Kind nicht zu hart?

Kommentar von Noel1994 am 3. August 2009 00:53

Isst er fleisch?

Ich finde da er 5 ist sollte er endlich ein Bild davon bekommen wies in der Welt abläuft... Das Problem wird sein dass ihr wahrscheinlich fleisch esst und er euch dann ausfragen wird wie ihr sowas machen könnt :/

Kommentar von 9ad1c9794e7fdaa19c31538da15af0a1smallmoin390 am 3. August 2009 09:42

Also einen Film wie Earthlings für einen 5 Jährigen zu empfehlen, finde ich ziemlich daneben.

Kommentar von Noel1994 am 3. August 2009 17:59

Wieso? Die Tiere werden doch getötet und er isst sie dann...

Ich finde es daneben dass solche zustände herrschen!


MICIF
beantwortet von MICIF am 3. August 2009 00:42
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ich würde ihn es direkt erzählen, dass Tiere auch Lebewesen sind und dass man sie so behandeln sollte, wie man selber behandelt werden möchte...so würde ich es anfangen...wenn er dann älter ist, ihm die weiteren Schritte erklären wie z.B. Massenhaltung von Tieren etc. ---bis hin zu Informationsmaterial...auch wenn es grausam ist, sich sowas anzuschauen, aber er wird dann auch automatisch von alleine darüber nachdenken!!!

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:43

Soll meinem 5jährigen Kind wirklich Bilder von Tiertransporten zeigen?

Kommentar von hoffnungsglueck am 3. August 2009 00:45

Nein. Das Kind soll ja keine Alpträume bekommen.

Kommentar von Noel1994 am 3. August 2009 00:50

Ich finde wenn das kind fleisch zu essen kriegt sollte es so ein film sehen!

Kommentar von 9ad1c9794e7fdaa19c31538da15af0a1smallmoin390 am 3. August 2009 09:43

Aber noch nicht mit fünf Jahren. Man kann ihm schon so einiges erzählen und erklären, aber man muss es ja nicht gleich visualisieren.

Kommentar von Noel1994 am 3. August 2009 18:00

Aber das Kind soll die Tiere essen oder wie?

Kommentar von 9d8f8bb58712712489e2b128b69340e7smallAlleyne am 4. August 2009 08:30

hast du dich mit 5 Jahren etwa mit diesem Thema auseinander gesetzt?
Das Kind erleidet ein Trauma, wenn man ihm diese armen geschundenen Tiere zeigt!

Kommentar von Noel1994 am 5. August 2009 01:09

Ich hätte gewünscht dass es solche bilder nicht gibt!

Ein Kind kann sich bereits in diesem alter ein urteil darüber bilden ob das was es sieht gut oder schlecht ist und ebenso kann es differenzieren ob es ihm selbst oder jemand anderem angetan wird

ergo es erhält kein trauma


chucky313
beantwortet von chucky313 am 3. August 2009 00:43
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erstmal:super überschrift!!!^^ ach,wenn sich das wieder legt,soll sie ihn doch lassen.er ist noch zu jung um ihn über tierquälerei aufzuklären,würd ich ma sagen

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:48

Ab welchem Alter kann man Kinder denn an das Thema heranführen?

Kommentar von 0529505074634d95fad47fa03bd78253smallchucky313 am 3. August 2009 00:51

puh,so 11/12 vielleicht

Kommentar von Noel1994 am 3. August 2009 00:54

Viel zu spät wie ich finde....

Das Kind wird sich dann fragen (in dem alter ists dann schon soweit) wieso seine eltern ihm das nicht schon früher gezeigt haben


alchemist2
beantwortet von alchemist2 am 3. August 2009 01:01
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Lass ihn einfach ein bischen Lasso werfen üben, ansonsten das Kalb rigoros ablehnen. Irgendwelche Diskussionen über Tierquälerei und Kälberschlachten führen nur dazu, dass es einen weiteren zwanghaften Vegetarier auf der Welt geben wird. Das geht auch vorbei...Dein Fragentitel ist übrigens sehr gelungen!

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 01:04

Das Kalb wird auch abgelehnt bzw. wir setzen darauf, dass bald eine neue Flause kommt.

Nur möchte seine Mutter die Gelegenheit nutzen, um ihn über Tierquälerei aufzuklären.

.

Danke fürs Kompliment.


moin390
beantwortet von moin390 am 3. August 2009 09:48
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Natürlich kann man bei einem 5 Jährigen Mitgefühl für Mitgeschöpfe wecken. Man kann es ihm erklären. Meine Kinder sind mit offenen Augen aufgewachsen, ich habe ihnen die Natur gezeigt und die Tiere die darin leben. Wenn sie so aufwachsen, werden sie auch Mitgefühl entwickeln. Meine haben jedenfalls jeden Käfer der auf der Straße saß "gerettet".

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 10:03

Natürlich kann man bei einem 5 Jährigen Mitgefühl für Mitgeschöpfe wecken...

Davon bin ich überzeugt. Aber kann man es ihm schonend beibringen, ohne dass der sich das Leid von Tieren zu sehr zu Herzen nimmt? Wo ist die Belastungsgrenze?

Kommentar von 9ad1c9794e7fdaa19c31538da15af0a1smallmoin390 am 3. August 2009 10:13

Man musse es kindgerecht verpacken. Du kannst ihm keinen Film wie Earthlings zumuten oder einen Bericht über die Haltung von Pelztieren. Aber Du kannst ihm solche Dinge erklären, ihm davon erzählen das es sie gibt und das die Menschen den Tieren häufig Böses antun. Manchmal sogar, ohne es zu wollen. Die Grenze ist bei jedem Kind anders. Manche Kinder sind sehr sensibel und träumen schon schlecht wenn sie einen toten Vogel auf der Straße gesehen haben, andere können mehr verkraften. Das ist eine Gradwanderung. Man muss da sein und alle Fragen beantworten, das ist wichtig.


kariyes
beantwortet von kariyes am 3. August 2009 10:10
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Ich würde sagen "Hey Name, würde es Dir denn gefallen, wenn man ein Seil nach Dir wirft? Das tut dir bestimmt dolle weh an den Beinen/Hals/Kopf/andere Körperteile - das ist dann bei den Kühen auch so - Kühe haben auch Gefühle und die wollen nicht das man ihnen weh tut. Das verstehst du doch bestimmt?!"

Er wirds bestimmt verstehen!

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 11:43

Das Kalb ist ja erstmal eine fixe Idee des Jungen, die sich bald wieder verliert.

Aber wie kann man ihn für das Thema Tierquälerei allgemein sensibilisieren?

Kommentar von 010599169bf5d667e978fb41a2a691cfsmallkariyes am 3. August 2009 13:48

Du musst es ihm so erklären, dass er nen Vergleich hat. Sprich, dass es Tieren auch weh tut wenn man ihnen Schmerzen zufügt. Am besten, dass er Tiere immer so behandeln soll, wie er selber behandelt werden will. Sonst sind die Tiere nicht mehr sein Freund?! So würd ichs machen ;-)


anonym
beantwortet von kgunther am 3. August 2009 13:32
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Also unser 3,5-Jähriger hat bei ähnlichem Anlaß ohne weiteres verstanden und einordnen können, daß das Tier es nicht gerne hat, wenn es weh tut. In "Peterchens Mondfahrt" können nur Kinder das Maikäferbeinchen retten, die "noch nie ein Tier gequält haben". Als wir das vorgelesen haben, hat er spontan gesagt: "Aber ich habe auch noch nie ein Tier gequält!" Überlege doch einmal die Gründe, die Du hast, eine Rodeo abzulehnen. Gut, und genau das sagst Du Deinem Kind.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 14:55

Das Rodeo ist nur ein Thema, diese Flause verliert sich recht schnell.

Dieser Anlass soll nur genutzt werden, um den Jungen für das Thema Tierquälerei an sich zu sensibilisieren.

.

Die Geschichte mit "Peterchens Mondfahrt" ist allerdings wirklich eine Überlegung wert.


anonym
beantwortet von schmidtrhonek am 3. August 2009 21:18
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Meine Eltern haben es mir mit einem Spruch beigebracht : "Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz". Ich habe es mir ein Leben lang gemerkt.

Kommentar von 9d8f8bb58712712489e2b128b69340e7smallAlleyne am 4. August 2009 08:41

auch nicht schlecht.


Alleyne
beantwortet von Alleyne am 4. August 2009 08:39
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Unsere Bekannten sagen zu ihren Kindern gern: "Da fahren wir mal hin, die haben Katzen", woraufhin die Kinder meist Tellergroße Augen kriegen und sich schon freuen. Und ich habe hier noch kein Kind erlebt, dass zu den Katzen grob oder irgendwie fies gewesen wäre.
Was ich damit sagen will ist, dass Kinder Tiere doch eigentlich gern haben.
Hat der Kleine denn ein Haustier? Ich glaube für die Entwicklung eines Kindes wäre dies ein wichtiger Schritt um mit einem Tier zu leben, es kennen und natürlich auch lieben zu lernen. Dann wird der Kleine vielleicht auch ein besseres Verständnis dafür entwickeln.
.
Ich habe als Kind auch gern Filme gesehen, in denen Tiere mitgespielt haben (z.B. Boomer, der Streuner etc.) Meistens musste ich am Ende heulen und war irgendwann so voller Tierliebe, dass es ein wenig ins Unnormale ausartete. Ist irgendwie heute noch so, jede Mücke, die ich erledige tut mir irgendwie leid, weil sie kann ja nichts dafür. Aber diese Filme förderten mein Mitgefühl für Tiere ungemein.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 4. August 2009 08:45

Eines vorneweg: Däumchen gibt erst wieder in ein paar Stunden. Es ist so früh am Morgen und alle meine Daumen sind schon vergeben.

.

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Der Junge hat noch kein Haustier (bzw. seine Eltern). Wenn er etwas älter ist wird er allerdings eines bekommen, damit er Verantwortung erlernt (so seine Eltern).

Aber er kennt meine Katze (http://www.gutefrage.net/frage/herrchen-heute-nicht-ich-hab-migraene bzw http://www.gutefrage.net/frage/postraumatische-belastungsstoerung-bei-hauskatzen bzw http://www.gutefrage.net/frage/schlafen-in-einem-zug bzw http://www.gutefrage.net/frage/mein-kater-macht-lauter-laute-laute-koexistenz-zwischen-katze-und-ventilator) und hat nie tierquälerische Ambitionen gezeigt.

Kommentar von 9d8f8bb58712712489e2b128b69340e7smallAlleyne am 4. August 2009 12:30

na dann wird er auch verstehen, dass man ein Kälbchen nicht ärgern darf. Ist natürlich schwierig, wenn er sowas im Fernsehen sieht und sich dann fragen muss: Wieso dürfen die das.
Sollte man dem Kind erzählen, das Rodeo an sich schon schlimme Tierquälerei ist und ihm erklären, warum?

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 4. August 2009 12:36

Nur ist es ein schmaler Grat zwischen <<Aufklärung>> und <<seelischem Schaden>>. Man muss es ihm so drastisch erklären, dass er es versteht, aber auf der anderen Seite soll er keinen Schaden davon nehmen. Hier wurden schon Videos empfohlen, die.... nun ja.


sanne172
beantwortet von sanne172 am 6. August 2009 11:39
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Ich bin sicher, dass es reicht das Kind aufzufordern sich in das Kälbchen hinein zuversetzen.
Kinder sind normalerweise sehr empathiefähig.
Es wird schnell verstehen, warum das Gefangenwerden für das Tier nicht schön ist.

Ihm die Grausamkeiten Erwachsener an Tieren zu erklären – dafür ist es noch zu früh. Meiner Meinung nach macht man das, wenn die Kinder danach fragen.
Dann sind sie alt genug die Antworten auch zu verstehen.
Ganz abzulehnen ist der Rat, dem Kind Filme über Schlachttiere oder sonstige Quälereien zu zeigen. Das ist mit Sicherheit schädlich für die Kinderseele.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass schon Kinder in der Lage sind, die Dinge zu trennen. Einerseits glühende Tierfreunde zu sein und auf der anderen Seite sich die Bratwurst schmecken zu lassen.
Wenn wir Erwachsenen hieraus kein Drama machen, dann nehmen Kinder die Tatsache, dass für Fleisch Tiere sterben müssen (mit Bedauern ) hin.


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Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 17. August 2009 09:18

Wenn wir Erwachsenen hieraus kein Drama machen, dann nehmen Kinder die Tatsache, dass für Fleisch Tiere sterben müssen (mit Bedauern ) hin.

Eigentlich kann ich mich an meine Kindheit sehr gut erinnern, allerdings weiß ich jetzt nicht mehr wie ich damals reagiert habe, als man mir erzählte wie Fleisch gemacht wird. Aber ich stelle mir das wie eine komplizierte Gratwanderung vor. Auf der einen Seite dem Kind keine Tierquälerei vorzuleben, aber auf der anderen Seite weiter Fleisch konsumieren.

Kommentar von B7e7544434d3e7db0048c113d59e2de2smallsanne172 am 17. August 2009 21:08

An meine Reaktion als Kind kann ich mich auch nicht mehr erinnern, ich denke, die Erkenntnis ist ein schleichender Prozess.
Meine Söhne lieben Fleisch, deshalb haben sie das Thema gerne ein bißchen verdrängt.
Nur ab und zu, vorzugweise bei dem Verzehr von halben Hähnchen, kommt die Sprache darauf, wenn einer aus Quatsch versucht mit dem Hühnerbein Gehversuche zu machen :-/
Dann herrscht schon mal für einen Moment betretenes Schweigen.....;-)


clauzito
beantwortet von clauzito am 3. August 2009 00:50
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Die naheliegenste jedoch zugegebenermaßen unoriginellste vorgehensweise wäre der klassische opfer-täter-rollentausch = er das kalb, sonstwer der traktierer. Ansonsten: Hertha zeigen: er soll sich das gefälligst zu herzen nehmen:-)

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 3. August 2009 00:51

Aber er wird wissen, dass ich ihn nicht mit dem Seil verletzen werde. Wird er dieses Wissen nicht dahingehend interpretieren, dass er das Kalb auch schon nicht verletzen wird, sondern nur "spielen" möchte?

Kommentar von 871283bb97b5a5e5b12baa295e8c2a22smallclauzito am 3. August 2009 00:59

aber a bisserl unbequem solltest du's ihm schon machen, besser eigentlich dein übergewichtiger onkel horst, der ja eh immer froh ist, wenn er (auf)sitzen kann:-)


anonym
beantwortet von Katzewanda am 4. August 2009 08:40
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Kinder sind sensibler, als man denkt und manchmal pragmatischer...

Als meine 3,5-Jährige sah, wie die Katze eine Maus fraß, dachte ICH "ohje, hoffentlich nimmt sie (meine Tochter)keinen Schaden..." Nach einer Weile kam sie an: "Mama, die Maus ist alle."

Nun ist Rodeo und Lassowerfen ja eher sportlich aufgemacht und kommt auch so rüber. Man sollte dem Jungen erklären, wo das Lassowerfen (ursprünglich) angewandt wird und dass man sowas zum Spaß eigentlich nicht macht, dass es aber fremde Länder, fremde Sitten gibt. Genauso sieht es mit dem Stierkampf aus oder Zirkus oder Pferderennen. Dass Fleisch zu unserer Nahrung gehört ist nun mal eine Tatsache, da würde ich dann auch immer für artgerechte Haltung und "BIO" plädieren. Das kann man dann aber auch nur vorleben. Mitleid können Kinder immer erkennen bei ihren Bezugspersonen im täglichen Leben und darüber reden kann man immer, irgendwann verinnerlicht sich das.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 4. August 2009 09:06

Eines vorneweg: Däumchen gibt erst wieder in ein paar Stunden. Es ist so früh am Morgen und alle meine Daumen sind schon vergeben.

.

.

.

Das Rodeo ist ja nur ein Phase, die sich bald wieder legt. Seine Mutter möchte die Flause allerdings nutzen, um das Thema Tierquälerei für sich anzusprechen.

Dieses Thema anzusprechen stellt sich allerdings als Gratwanderung heraus. Man möchte es dem Kind so deutlich erklären, dass es das Thema begreift, auf der anderen Seite sollte es allerdings keinen Schaden davontragen.


meinereins
beantwortet von meinereins am 11. August 2009 20:13
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Mit fünf ist das ganze einfach nur interessant...das Mitgefühl kommt später. Er ist ja ein Junge und Jungen wollen Männer werden. Männer sind Hart. Da kannst du ihm lang das Mitgefühl für das Tier nahe bringen wollen. Das "Mannsein" überwiegt erst mal ne weile. Erst später kommt die Vernunft....das mein ich dazu!!


bex13
beantwortet von bex13 am 13. September 2009 18:33
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Hallo

Wenn ich dich wäre, würde ich noch warten und ihm einfach sagen das es unmöglich ist ihm sien Wunsch zu erfüllen!

Denn schliesslich muss auch er lernen das esr nicht alles haben kann!

Kannst ihm ja noch sagen das das kalb das überhaupt nicht toll findet, und das es lieber frei mit seiner herde ist!

Und wenn er dann mal grösser ist kannst du ihm das mit dem Tierquälerein ja genauer erklären!

glg


bex13
beantwortet von bex13 am 13. September 2009 18:47
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Von schlacht betrieben!!!!!!!!!!

Solche Videos sind euserst hart und auch für eltere leute oder kinder kaum zu ertragen!

also bitte lass ihm den traum vom Cowboy und er muss auch lernen das er nicht alle bekommt!


auchmama
beantwortet von auchmama am 11. Oktober 2009 19:25
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In meiner Kindheit wurden noch Hühner, Enten und Hasen gehalten, die dann irgendwann auf dem Teller lagen - trotzdem liebte ich Tiere. Habe kleine Hasen mit der Flasche aufgezogen und unser Haushuhn kam mir immer entgegen gelaufen, wenn ich von der Schule kam. Es gab Nutz- und Kuscheltiere, der Übergang war fliessend. So habe ich auch meinen Kids den Tierschutz erklärt. Ich persönlich finde es nicht schön Vögel in Käfigen zu halten und freue mich lieber an den Meisen im Garten. Wobei Stechmücken und Nacktschnecken nur bedingt geduldet werden, da schütze ich lieber mich und meine Blumen...;-))) Ich vermute mal nicht, dass die Kids von heute dümmer sind als wir es mal waren und auch den Unterschied sehr schnell begreifen...LG


PrinceCharming
beantwortet von PrinceCharming am 31. August 2009 01:17
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Ein 5 Jähriger !!!!!!!!!! Um Gottes Wiilen, hört auf das Kleinkind zu verbiegen oder zu schocken. Laßt ihm seinen Traum vom Cowboy. Flausen-EXORCISMUS(sagt schon viel!!!)...... Ethisch-moralisch (Moralin-versauert!)....... bei einem 5-Jährigen! Nicht zu fassen und der ZEITGEIST steigt auch noch voll darauf ein.

Da wird's noch genug aktuelle Anlässe geben bei denen ein Tierschutzgedanke sanft verankert werden kann....

...ohne eine Sünde-Schuld-Missetäter-Psychose in eine unschuldige Kinderseele einzuhämmern.

Kommentar von 81a3d24978d392672b3b37758c5c8b53smallBuchfink am 31. August 2009 01:22

Da wird's noch genug aktuelle Anlässe geben bei denen ein Tierschutzgedanke sanft verankert werden kann....

Und genau die suche ich.

Hier wurde schon empfohlen Videos von Schlachtbetrieben zu zeigen, was ich ebenfalls nicht gutheißen kann.


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