Frage von problemsolution, 87

Was kann ich tun? Ich will Ärztin werden, kann jedoch keinerlei Blut sehen.

Antwort
von LiselotteHerz, 41

Dann solltest Du Dir einen anderen Beruf aussuchen. Es gibt keine Möglichkeit, als Ärztin nicht mit Blut in Kontakt zu kommen. Du musst Blut abnehmen können - so fängt es schon mal an - und es soll vorkommen, dass Menschen zuweilen bluten. Deine Frage ist in etwas so sinnvoll, wie wenn jemand schreiben würde "Ich will Dachdecker werden, aber ich habe Höhenangst". lg Lilo

Antwort
von XYZ999999, 57

Bin zwar kein Arzt, aber meine Freundin ist Medizinerin.

Nun, im (Grund-)Studium wirst du auch mal mit Blut konfrontiert werden.
Versuche, deine Sichtweise darüber zu ändern und die oft negativ assoziierten Aspekte davon in den Hintergrund treten lassen. Informiere dich über das Blut (Zusammensetzung, Blutgruppen usw.) und seine Aufgaben im Organismus, um deine Berührungsängste abzubauen.
Du musst Blut nicht gleich mit Tod und Verderben gleichsetzen. Siehe es als natürlichen Stoff an, den ein Lebewesen zum Leben benötigt.. sowie Motor das Motoröl (bzw. Schmierstoffe) und Kraftstoff benötigt.

Letztlich musst du ja keine Chirurgin oder Notärztin werden - das ist sowieso recht stressig.
Vielleicht hättest du Interesse, später als Röntgenärztin (Blutabnahmen/Kontrastmittel spritzen etc. führen oftmals die Arzthelferinnen durch - du ordnest i.d.R. nur Untersuchungen an und besprichst das Ergebnis mit dem Patienten), HNO-Ärztin oder Hautärztin zu arbeiten (die beiden letztgenannten werden mit eher wenig Blut konfrontiert, aber dafür u.U. mit anderen weniger angenehmen Sachen). ;)

Kommentar von XYZ999999 ,

/*Sooo.. musste folgende Ergänzung leider noch mal schreiben; habe versehentlich den Browser geschlossen!*/

Tut mit Leid, es sollte sich nicht so klingen, dass du als Röntgenärztin überhaupt kein Blut sehen musst...

siehe u.a. "Gefäßpunktionen" (Link 2)

Ggf. werden diese minimalinvasiven (kleinen) Eingriffe sogar von den Helfern durchgeführt.
(Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dennoch gibt es wohl nirgendwo auf dem Gebiet eine Garantie, überhaupt kein Blut sehen zu müssen. "Gepikst und geschnippelt" wird fast in jedem Bereich, um es salopp zu formulieren.)

Allerdings zählen solche Sachen nicht zu den Hauptaufgaben des Radiologen, somit habe ich nicht ganz falsch gelegen; siehe Zitat (Link 1):

"Im Gegensatz zu vielen anderen Fachärzten, hast du daher vergleichsweise wenig Patientenkontakt, dafür aber umso mehr zu deinen Kollegen, so wirst du jede deiner Auswertungen ausführlich mit dem behandelnden Arzt besprechen. Ein besonderer Pluspunkt ist das enorme Spektrum am Krankheitsbildern, mit denen du es zu tun bekommst. Abwechslung ist daher vorprogrammiert."

Links zum Berufsbild:

  1. http://www.karista.de/berufe/facharzt-radiologie/
  2. http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/docroot/r1/blobs/pdf/bkb/27366.pdf

Kleiner Tip, wie ich weiter vorgehen würde:

Wenn du es genau wissen willst, werfe einen Blick ins örtliche Telefonbuch oder in die Gelben Seiten (auch online unter: http://www.gelbeseiten.de).

Suche dir ein Krankenhaus/Uniklinik/radiologische Praxis heraus und gehe dort am besten hin.
Vor Ort kannst du dich dem Personal (Arzthelferinnen/Krankenschwestern) als Interessierte vorstellen, all deine Detail-Fragen stellen, dein "Problem" schildern und dich ggf. auch kurz mit dem Arzt (z.B. Radiologen) unterhalten, wenn er einen Augenblick Zeit für dich hat.

Ich denke, dass dir niemand ein solches informatives Gespräch verweigern wird, sondern das Personal wird sich evtl. sogar über dein Interesse freuen (wenn nicht gerade zu dem Zeitpunkt der Notstand ausbricht).

Weiterhin wäre ein Praktikum denkbar, sofern machbar. So darfst du u.U. dem Arzt bei seiner Arbeit über die Schulter schauen.

Kommentar von XYZ999999 ,

PS: Wenn du später in die Forschung gehst, hast du praktisch gar keinen Patientenkontakt mehr - also reine "Laborarbeit" (sprich: testen, analysieren, schreiben).
Evtl. auch Dozententätigkeit an der Uni... es gibt sicher viele Optionen.

Gut, aber auch da kann es - je nach Gebiet - sein, dass du mit einer gewissen roten Flüssigkeit zu tun hast.
Dieses rote Zeug musst du dir jedoch nicht mehr selbst besorgen, sondern du bekommst es im Röhrchen serviert. ;)

Antwort
von Schwoaze, 87

Ja, das hab ich auch geglaubt. Bin beinahe umgefallen, als ich mir selber in den Finger geschnitten habe.

Bis ich bei einem Unfall eine böse blutende Wunde mit der Hand gestoppt habe.... habe müssen. Wenn es darauf ankommt dann geht es! Kostet viel Wille, spielt sich alles im Hirn ab.

Antwort
von MIKA474818, 64

Ich glaube das dass eine Gehirnsache ist und wenn du OPs machst du dich nach 3-4 Monaten damit abfindest, du könntest auch Kinderärztin werden, da sieht man normalerwiese nicht so viel Blut

Hoffe konnte weiterhelfen :)
LG Mika474818 ;)

Kommentar von LiselotteHerz ,

Ein Kinderarzt muss besonders gut Blut abnehmen können, ist bei den zarten, dünnen Venen eine echte Herausforderung. Die üben zuweilen an Mäusen. Wenn jemand kein Blut sehen kann, ist es sinnlos, sich über den Beruf "Arzt" auch nur Gedanken zu machen.

Antwort
von sabbelist, 49

Viele, die diesen Beruf studieren wollen haben solch ein Problem. Das ändert sich aber mit der Zeit. Das sollte Dich nicht abhalten.

Antwort
von theloneranger18, 64

Das hört sich jetzt vielleicht blöd an aber werde doch Othopädin. Bei diesem Job wirst du kein Blut sehen müssen soweit ich weiß

Kommentar von XYZ999999 ,

Ein Orthopäde muss kein Blut sehen?
Das ist leider falsch. Schon mal was von Arthroskopie gehört?

Außerdem kann ein Orthopäde mit offenen (!) Brüchen und Prellungen konfrontiert werden.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Ein Orthopäde benötigt eine zusätzliche Ausbildung und vorher hat er sein abgeschlossenes medizinisches Studium zu machen und da nimmt man Blut ab, sieht Blut - das lässt sich einfach nicht vermeiden.

Antwort
von Driver2121, 69

Das könnte ein Problem sein, als Ärztin wirst du höchst warscheinlich auch mal Blut sehen müssen

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