Frage von Julani, 46

Ich werde unter Psychoterror von meinem Ex aus der Wohnung gemobbt. Die neue Wohnung ist doppelt so teuer - muss er sich finanziell an der Differenz beteiligen?

Hallo, ich bin vor einem Jahr zu meinem damaligen Freund gezogen. Wir haben einen Untermietvertrag. Da ich noch bis September nächsten Jahres studiere - und damit finanziell eingeschränkt bin - haben wir eine Kündigungsschutzfrist bis dahin innerhalb des Vertrages vereinbart, da seine Wohnung billig ist und ich mir als Student keine alleinige Wohnung in Berlin leisten kann.

Nun ist es aber so, dass wir uns im März getrennt haben. Dennoch habe ich versucht, eine bezahlbare Wohnung für mich zu finden, da er mich wo nur möglich unter Druck setzt, verbal bedroht, rücksichtslos ist, meine Sachen durch die Wohnung wirft, mich aus dem Wohnzimmer schubst, mir überall hin nachrennt, mich belagert usw. usw. Es geht schon nahe an psychischen Terror, der jedoch auch immer wieder aussetzt - je nachdem wie fertig er ist. 

Er ist nämlich seit 22 Jahren Kiffer, von morgens bis abends, dazu kokst er seit 12 Jahren, was meines Erachtens im letzten Jahr stark zugenommen hat, so dass er sich wirklich tiefgreifend verändert hat. 

Außerdem schuldet er mir sehr viel Geld. Die Zahlung hat er eingestellt und mir "mitgeteilt", dass er es mir erst dann zurückzahlt, wenn ich ausgezogen bin. Mittlerweile hat er sich was Neues ausgedacht: er bestreitet, dass er mir Geld schuldet und behauptet nun vielmehr, ich hätte keine Miete gezahlt und schulde sie ihm seit März. (Tatsächlich habe ich zu dem Zeitpunkt festgestellt, dass er mich mit der Miethöhe belogen hat und er mir 175 € im Monat mehr abgeknöpft hat, statt tatsächlich zu zahlen war - gut, ich hab den Vertrag so unterschrieben, mein Pech.) Jedenfalls habe ich seitdem, mit seiner Kenntnis, die Miete von den Schulden abgezogen, damit ich nicht weiterhin Geld an ihn überweise, er seine Schulden aber trotzdem nicht begleicht.

Unter all dem Psychoterror habe ich nun tatsächlich eine Wohnung gefunden, die allerdings 1,9 Mal teurer ist als ich jetzt an Miete zahle.

Nun meine Frage: Kann ich irgendwas tun, dass ich ihn finanziell heranziehen kann, denn laut Mietvertrag hätte ich noch fast ein Jahr eine deutlich geringere Miete zu zahlen, bin aber durch seinen Psychoterror gezwungen, die Wohnung vorzeitig zu verlassen, da ich Angst habe, welchen Schritt er in seinem Kokswahn das nächste Mal gehen wird, obwohl er bisher nicht körperlich gewalttätig geworden ist. Dennoch hat er mir unzählige Male gesagt, er wird ansonsten mein Leben zur Hölle machen und hat das Leben meiner Meerschweinchen explizit bedroht. Ich bin Studentin, arm und total verzweifelt! Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten!

Antwort
von lasterfahren, 14

für deine mietzahlungen hast du ganz sicher nachweise in form von überweisungen und kannst das mit kontoauszug nachweisen. sonst stehst du wohl ziemlich brach da. eine nicht gezahlte miete reicht aus um dich vor die tür zu setzen.

von dir aus solltest du schon wollen auszuziehen. er will sicher seine ruhe vor dir haben und nicht tgl. mit seiner ex herumhocken. beschränke deinen aufenthalt in der wohnung auf dein zimmer und die toilette. mehr wird er nicht dulden.

für die schulden, gilt das selbe wie für die miete. das wird sicher nachweisbar sein über einen darlehensvertrag oder schuldschein. wenn nicht, kannst du dir die schulden in die haare schmieren. dann bekommst du keinen cent. er hat dich also mehr oder weniger recht gut in der hand. guck das du die nachweise für gezahlte miete hast, sonst kann er deinen untermietvertrag einfach kündigen.

an den mehrkosten für die neue wohnung muss er sich nicht beteiligen. such dir was das du dir leisten kannst.

Kommentar von Julani ,

Die Miete wurde nicht überwiesen, sondern von den Schulden abgezogen. Miete kann eben verschiedenartig beglichen werden. Er hat mir für die Wohnungssuche aber eine Mietschuldenfreiheit ausgestellt, die ja eben die Zahlung der Miete bestätigt. Das ist auch nicht meine Sorge.

Allerdings bin ich durch seinen Psychoterror gezwungen, in eine neue Wohnung zu ziehen. Ich kann mir als Studentin im Zweitstudium gerade mal jetzt die Miete leisten, zumal ich so wenig verdiene, dass mir nichtmal Wohngeld zugesprochen wird. 

Nun ziehe ich also in eine fast doppelt so teure Wohnung. Durch die Kündigungsschutzfrist, der auch er zugestimmt hat, wollte ich die Sicherheit haben, nicht noch während meiner Studienzeit zu einem Umzug in eine teurere Wohnung (die jetzige ist einen Sozialwohnung) ziehen zu müssen. Durch seine Nötigung bin ich jedoch dazu gezwungen und habe gehofft, dass er dadurch die hälftige Differenz zahlen muss.

Kommentar von lasterfahren ,

nö muss er nicht. warum auch. es zwingt dich keiner auszuziehen. wenn er mit einverstanden war, dass die miete mit den schulden gleich gesetzt wird, dann ist das ok.

wenn du dir also die wohnung nicht leisten kannst, dann wirst du dort nicht einziehen können. wenn du probleme hast finanziell, dann musst du gucken ob du alg2 beantragen kannst oder unterhalt durch die eltern erfragst.

Antwort
von l1221gh, 16

"Er ist nämlich seit 22 Jahren Kiffe, von morgens bis abends, dazu kokst er seit 12 Jahren"

Warum fängt man mit so einem eine Beziehung an?

Kommentar von Julani ,

Ich wußte, dass er kifft. Das Ausmaß war mir allerdings nicht bekannt. Von dem Koks wußte ich gar nichts. Aufgrund unserer Arbeitszeiten haben wir uns nur selten sehen können. Wenn er Feierabend hatte, lag ich schon längst im Bett - er hat dann "Party" gemacht. 

Kommentar von lasterfahren ,

nochmal - warum lässt man sich mit sowas ein?

Kommentar von l1221gh ,

Das ist schlimm.

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