Frage von MouMaurice, 55

Ich werde ein ein Fernstudium in Wirtschaftspsychologie machen, welcher Ausbildungsberuf würde sich inhaltlich zum Studium ergänzen?

Erstens: Ich werde noch dieses Jahr mit einem Fernstudium Wirtschaftspsychologie beginnen. Ich habe 2015 mein Abitur gemacht. Ich bin nun auf der Suche nach einer Ausbildung, die sich möglichst gut mit dem Inhalt des Studiums ergänzt. Ich habe natürlich schon sehr viel über kaufmännische Ausbildungen nachgedacht, da Wirtschaftslehre natürlich ein großer Bestandteil des Studiums sein wird. Kennt jemand eine Ausbildung die sogar Wirtschaft und Psychologie kombiniert? Welche Ausbildung würdet ihr mir empfehlen und aus welchem Grund?

Meine zweite Frage: Ich habe über Immobilienkaufmann nachgedacht, da ein fundiertes Wissen über Immobilien sicher nicht falsch ist und auch in Zukunft weiter von großer Relevanz ist. Darüber hinaus schließt es mit Sicherheit auch viele wirtschaftliche Aspekte im Allgemeinen mit ein. Wo ist eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann zu empfehlen, wenn ich es mit einem Wirtschaftspsycholgiestudium verbinden will?

PS: ich weiß, dass ich mit der Ausbildungssuche sehr spät dran bin, deshalb hoffe ich auf sinnvolle und begründete Antworten. Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von Stenzerinho, 27

Hallo!

Ich bin Wirtschaftspsychologe und wenn du nebenher studierst, dann gibt es natürlich schon das ein, oder andere, wo du die erlernten Inhalte irgendwann gut mit einbringen kannst. Ein großes Thema in Wirtschaftspsychologie ist z.B. das Personalwesen (in etwa Persoanlauswahl und auch Personalentwicklung).

Weitere Möglichkeiten wären natürlich im Marketing / Werbung / und oder Bereich PR. Da auch Marktforschung sehr interessant ist in diesem Zusammenhang (man hat ja wirklich sehr sehr viel Statistik) wäre so etwas in diese Richtung auch denkbar. Jedoch weiß ich nicht, in wie fern dort Ausbildungen angeboten werden.

Immobilien ist mit Sicherheit ein spannendes Thema, allerdings wird es da schwierig sein, wirklich von deinem Studium zu profitieren, abgesehen vom Thema verkaufen (zugegeben ein wichtiges Thema, aber ich glaube, dass ist jetzt nicht gerade ein klassisches Feld, in dem Wirtschaftspsychologen besonders häufig anzutreffen sind).

Dann gibt es noch andere Bereiche, die prinzipiell Sinn machen würden. Berufsberatung (weiß jedoch auch hier nicht, was man für Ausbildungsmöglichkeiten hat) - das ist ein großes Thema. Rein Coching / Training würde ich persönlich davon abraten, obwohl es eig ganz gut passt.

Wie schon oben angedeutet, kannst du natürlich auch irgendwo schauen, dass du in den Vertrieb bei einem beliebigen Unternehmen kommst, wenn es dir denn liegt.

Wie du siehst, gibt es jedenfalls doch relativ viele Möglichkeiten, die dir da offen stehen und die alle auf ne gewisse Art Sinn machen, wenn du WiPsy studierst.

Kommentar von DocAusbildung ,

Sehr gute Antwort. Kaufmann/frau für Marketingkommunikation ist super. 

Immobilienkaufmann/frau passt nicht so gut. 

Personaldienstleistungkaufmann/frau ist ebenfalls eine gute Ergänzung zu Deinem Studium. 

Kommentar von MouMaurice ,

Vielen Dank für die ausführliche und hilfreiche Antwort. Denken Sie eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann würde Sinn machen? Da ist ja durchaus Personalwesen und Marketing vertreten... 

Kommentar von Stenzerinho ,

Hallo nochmals,

sehr gerne. Also ich kenne mich mit diesem konkreten Beruf nicht aus, aber sollten diese zwei Punkte jeweils einen großen Anteil am Job ausmachen, dann würde ich das für sinnvoll halten, ja.

Kommentar von DocAusbildung ,

Ja, der Veranstaltungskaufmann hat solche Anteile. Aber der Schwerpunkt sind Events, Organisation und Planung. 

Die Ausbildung Marketingkommunikation hat Anteile im Bereich "Wie ticken Menschen/Kunden?" und wie der Name schon sagt "Kommunikation". Das ist sicher passender. 

Antwort
von schloh80, 22

Im Grunde jeder kaufmännische Beruf. Im Vordergrund stehen sicher eher  Bereiche wie Personal und Organisation, während Rechnungswesen & Co (von notwendigen Grundlagen abgesehen) eher weniger wichtig sind.

Antwort
von Seanna, 16

Ich würde was Kaufmännisches bei einem Bodyleaser machen. Da hast du jede Menge Erfahrung und kannst im Studium gelerntes gleich erproben und umsetzen.

Antwort
von FrauFanta, 16

Kauffrau/-mann im Sozial- und Gesundheitswesen

Antwort
von JaniXfX, 11

Ich will noch mal fragen: Welchen Sinn hat es, sowohl Ausbildung, als auch Studium (parallel) zu machen?

Kommentar von MouMaurice ,

Nach 3-4 Jahren mit abg. Ausbildung und studium ins berufsleben einsteigen, gehalt während studium, arbeitserfahrung

Kommentar von JaniXfX ,

Also hinsichtlich der Qualitifkation und Jobchancen macht es keinen Sinn, beides zu absolvieren. Arbeitserfahrungen lassen sich auch parallel zum Studium in Nebenjobs sammeln. Auch das Gehalt ist als Ausbildungsgehalt niedriger, als würde man arbeiten gehen...

Kommentar von MouMaurice ,

Naja, ich denke schon, dass es ein Arbeitgeber eher zu schätzen weiß, wenn jmd eine abgeschl. Ausbildung hat, als wenn er/sie sich mit Nebenjobs beschäftigt hat. Klar ist der Verdienst bei einem Nebenjob evtl. höher. Eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung nimmt dir aber keiner und das dient als Absicherung sichetlich sehr. Darüber hinaus kann man schon Kontakte zu diversen Unternehmen knüpfen. Dass man belastungsfähig sein muss, ist natürlich vorausgesetzt. 

Kommentar von JaniXfX ,

Hallo MouMaurice, ich fürchte, der Gedanke ist etwas naiv. Das, was Du an Mehrwert mit einer zusätzlichen Ausbildung möglicherweise 'gewinnst', verlierst Du sofort durch das Fern(!)studium. Ich würde Dir wirklich von diesem kombinierten Weg abraten. Ich kann total verstehen, warum man heute als Jungspund viel lieber 3-100 verschiedene Ausbildungen und Absicherungen machen möchte, aber ich empfehle Dir absolut: Mach' ein Präsenzstudium, absolviere die Praktika dort (i.d.R. 1-2 Praktika), suche einen Nebenjob, der vom Inhalt her nah an Deinem Studium liegt, mach ggf. ein Auslandssemester (wenn es Dir ganz doll in den Fingern brennt), schreibe Deine Abschlussarbeit in einem Unternehmen und dann geh in den Job, der Dich interessiert. Neben all der Arbeiterei, die alleinig mit einem Studium auf Dich zukommt, solltest Du nicht vergessen, dass das Studium auch eine Entwicklungszeit für Dich selbst ist. Psychologen sollten auch etwas reifen. Ich empfehle Dir das wirklich ganz dringend!

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