Früher fand ich es total eklig wenn meine Mutter mir als kleines Kind mit spucke das Gesicht sauber gemacht hat,und ich meinte immer um gottes willen so was ekliges werde ich mein Kind nie antun. Doch habe ich mich letztens selber erwischt das ich es auch getan habe.. Warum ist das so, das man sich so vieles vornimmt und im enteffekt doch so handelt wie seine Eltern? Ist euch so etwas auch schon passiert?

Weil man i.d.R. die Verhaltenweisen seiner Eltern übernimmt. Das ist völlig normal und hat mich auch schon einige male erstaunt, wenn ich das bei mir festgestellt habe.
Ich denke, da müssen schon richtig üble Dinge geschehen, damit man sie nicht übernimmt.
Leider ja!!
Danke dann bin ich nicht die eizigste

ich würds mal auf die gene zurückführen.
in eine Neon-ausgabe dieses Jahr gabs nen guten Artikel zu dem Thema. Müsst die mal wieder rauskramen...

Im Falle der Spucke sicherlich, weil die immer dabei ist und die Mutter nicht erst irgendwohin rennen muss, um an Wasser zu kommen. Im übrigen ist Lernen von den Eltern implizites Lernen am Modell. Verankert sich als Verhaltensmöglichkeit im Gehirn, ohne das es besonders bewusst abläuft bzw. reflektiert wird. Anell

Erst wenn wir eigene Kinder haben verstehen wir viele Verbote unserer Eltern. Aber zum Thema: ungewöhnliche Tatsachen (schutziges Kind im Gesicht, vorm Docktor) erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.
Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, ob meine Mutter das bei mir gemacht hat und ich das eklig fand und ich es bei meinem Kind nicht machen wollte -> aber es ist wie es ist: Ich mache es auch. Und wenn ich mich dabei erwische, denke ich immer, das ist doch eklig, das willst du doch eigentlich gar nicht machen. Man könnte sich ja die Spucke vom Kind geben lassen, aber wer macht das schon?

Weil man sich einfach disziplinieren muß und nicht aus Bequemlichkeit oder Faulheit die Dinge einfach so weitermacht. Daß mit der Spucke empfinde ich auch als eklig und ich habe mich beherrschenn können, meinen Kindern meine Spucke in das Gesicht zu schmieren.
Einige Dinge hat man aber aus der Kindheit so verinnerlicht, dass man sie weitergibt , ohne daß sie einem großartig bewußt werden.
Dem Zwerg sagen, er möge mal kurz die Zunge rausstrecken
Taschentuch befeuchten
Kind komplett reinigen
Fertig.

Ist sicherlich eine Frage der eigenen Einstellung. Bisher sind mir solche Dinge, die ich früher gehasst habe bei meinen Kindern noch nicht passiert. Hat was mit Disziplin zu tun, und die haben meine Eltern auch!!!

ich persönlich denke, dass es jedem mal so geht. aus der eigenen erziehung zu sagen "das mache ich mit meinem nie" und schwupp... ertappt man sich selbst. ich denke, es liegt an den gegeben umständen und dem handlungsbedarf. in ruhigen momenten, hat man zeit gewisse maßnahmen zu ergreifen, die das verhindern, was man ja nicht tun will. mal dein beispiel mit der spucke aufzugreifen: ist man zu hause, hat alles zu händen um den mund mit lappen und wasser zu reinigen, ist es leichter zu umgehen. ist man unterwegs, der schnuller fällt in den dreck, macht man ihn (automatisch) mit der eigenen spucke sauber, weil man ja nicht will, dass das kind auf den geliebten schnuller verzichten muss. ich persönlich finde, das ist völlig normal, dass man auch ungeliebte verhaltensweisen der eltern übernimmt. meine beiden leben übrigens noch, trotz meiner nichtgewollten, übernommenen verhaltensweisen ;)
ein glück bin ich nicht die einzigste...