Frage von nolly27, 96

Ich werde bald umziehen und bin am überlegen ob ich mein Pferd mitnehmen soll oder es in Rente gehen lassen?

Also ich habe mein Pferd ca. vor einem Jahr übernommen/gekauft. Kannte es vorher schon lange. Damals stand es noch in einem Padock Stall mitten in der Stadt. Das gefiel mir nicht so und dann sind wir Umgezogen aufs Land auf einen Hof mit mehreren Hektar weide und allem. Er ist 21 und war am anfangs auch schon leicht träge gewesen, aber jetzt ist er wieder aufgeblüht. er ist dickköpfig und wild wie eh und je. Auf dem neuen Hof ist er super angekommen. Versteht sich mit der Herde super und hat inzwischen einen Hohen Rang erreicht. Er ist der Beste Freund der Leid Stute und eicht happy. Nur wie das Schicksal so will scheint es als würde ich im Sommer 2017 in den Raum bei Hamburg ziehen. Jetzt frag ich mich halt ob ich ihn auf der Weide lassen soll, ginge theoretisch oder ihn halt mitnehmen. Ich will eigentlich natürlich unbedingt mitnehmen aber es ist bei seinen Freunden so glücklich. Er ist ja auch schon etwas älter und so, aber körperlich und mental top fit. Es täte mir im herzen weh ihn nicht mit zu nehmen er ist schließlich mein kleines Baby, aber noch ein Umzug, neue Umgebung und drei bis vier Stunden Hänger fahrt will ich ihm auch nicht antuen... Am ende ist das auch eine Sache die ich entscheiden muss, aber ich hatte gehofft das hier vielleicht jemand ist der schon einmal in einer ähnlichen Situation war.

Antwort
von kaltblueterin, 26

Pferde sind absolute Opportunisten und 21 finde ich zu früh um ihn schon zu den Rentnern abzustellen.

Die Fahrt im Hänger kann man planen, in dem man sich eine Route zurecht legt, in der man Pausen bei Höfen (da fragt man vorher per Telefon oder email an) macht. Da werden die Pferde mit Wasser und Heu versorgt und können sich die Beine etwas vertreten. Einfach mal Google anschmeißen und rumtelefonieren, wenn dir etwas dran liegt.

Der neue Stall ist nicht das Problem, dauert ca. 14 Tage max. bis sich ein Pferd etwas eingelebt hat, da stirbt er nicht dran.

Sieh zu, dass du einen guten Stall bekommst, wo der Gute 24/7 draussen sein kann oder gar ein Aktivstall, dann hat er beste Chancen gesund und glücklich alt zu werden.

Einfach zurücklassen würde ich ihn niemals, wirklich niemals wenn ich die Möglichkeit hätte an deiner Stelle.

Antwort
von Hjalti, 46

Ein gesundes Pferd mit 21 in Rente zu schicken, ist ein bisschen früh. Und wie sähe das denn in deinem Fall in der Praxis aus - kümmert sich denn dann jemand? Kriegt er die Hufe gemacht? Wer trifft Entscheidungen bzgl. Tierarzt?Guckt jemand regelmässig nach ihm, ob alles ok ist? Wird er wenigstens hin u. wieder mal geputzt? Oder steht er einfach nur auf der Weide und das war es? Ich hätte an deiner Stelle keine ruhige Minute, wenn ich so weit weg wäre und mich nicht selbst kümmern könnte. Große/schöne Höfe mit netten Pferden u. Leuten gibt es sicher auch in Hamburg und ein paar Stunden Hängerfahrt sind jetzt nicht die Welt. Zumal ja bis nächsten Sommer noch viiiiel Zeit ist, dir und deinem Buben den passenden Stall zu suchen.

Antwort
von SonaBuvelle, 42

Hallo Nolly,

ich würde wirklich schauen inwiefern dein Pferd Gesundheitlich aktiv ist. Die Rente für Pferde ist wirklich schön und dort wo dein Pferd steht scheint es ein toller Rentnerplatz zu sein, jedoch ist es für das Pferd eine Qual in die Rente geschickt zu werden obwohl es noch "Bewegungsdran" bzw "Beschäftigungsdrang" hat.

Sollte dein Pferd also so noch ziemlich Aktiv sein, so sollte es weiter geritten werden oder zb durch Longieren bewegt und gefördert werden, in der Natur haben Pferde auch einen hohen Bewegungsdrang dem man stets gerecht werden sollte. Entweder du nimmst es also mit und suchst einen genauso tollen Hof (davon gibts in Hamburg viele, wohne selbst "neben" Hamburg und könnte dir diverse Facebookgruppen empfehlen) oder du suchst dir vor Ort, wenn es dort bleiben soll, eine Reitbeteiligung und eine Person der du die Verantwortung überträgst, denn im Notfall muss jemand vor Ort sein und wichtige Entscheidungen treffen können, vergiss das bitte nicht ^^

Alles in einem hoffe ich das du eine Lösung findest mit der du Glücklich wirst und auch dein Pferd. Falls du noch Fragen hast kannst du gerne Fragen ^^

Antwort
von sukueh, 12

Drei bis vier Stunden Hängerfahrt ist normalerweise nicht so tragisch, wie es sich vielleicht anhört. Ich würde bei so einer Strecke auch keine Pause mit Aus- und wieder Einladen machen, sondern allenfalls mal kurz - wenn keine Kamera im Hänger ist - anhalten und nachsehen, ob im Hänger alles okay ist und dann weiterfahren.

Ansonsten kommt es halt darauf an, ob du in der Nähe deines zukünftigen Aufenthaltsortes einen passenden und für dich bezahlbaren Stall für das Pferd findest. Dann spricht nichts gegen mitnehmen.

Wenn das Pferd dagegen tatsächlich bereits in "Rente" geschickt worden ist, würde ihn in dort lassen, wo er jetzt ist.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 17

Ein 21 jähriges Pferd ist noch nicht alt und schon gar nicht wenn er noch fit wie Turnschuh ist.

Ich würde mein Pferd mitnehmen - es gibt immer überall auch wieder schöne Ställe, muß man halt suchen.

Antwort
von Ponypower20, 42

Es kommt ja auch drauf an, wie es ihm hesundheitlich geht. Ich kann deine Situation voll nachvollziehen... Natürlich währe es echt schö, wenn er dort bleiben kann, vielleicht möchte er aber noch gerne gefordert werden oder Ausritte in die Natur unternehmen. Vielleicht findest du ja einen nette Person, die in "sozusagen" übernimmt und sich liebevoll um ihn kümmert, er aber eigentlich noch dir gehört. Oder du findest einen netten Stall in der Nähe Hamburgs wo er auch gut aufgenommen ist. Kannst dich ja mal dort in der Nähe informieren, und außerdem hast du ja eh noch ein bisschen Zeit zum entscheiden :)

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