Ich werde bald aus der Psychiatrie entlassen, obwohl ich instabil bin, was soll ich tun?

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6 Antworten

Nun bei Deiner Familiären Situation musst Du ja krank werden. Es tut mir leid wie Du Dich fühlst und dass Du so schlechte Erfahrungen mit Therapeuten hattest. Ich finde das Verhalten der Therapeuten verantwortungslos. Nur weil diese nicht mehr weiter wissen, können Sie Dich doch nicht entlassen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass einem Worte in den Mund gelegt werden, die man nie gesagt hat. Ich habe sie dann innerlich ausgelacht und dachte, was redest Du für mist. Ich hatte viele Therapeuten. Aber wirklich zufrieden bin ich erst jetzt. Ich werde ernst genommen, es wird mir nichts unterstellt und mir wird geholfen. Ich rate Dir einen Therapeuten zu suchen, der dem entspricht was Du Dir wünscht. Oder sprich/schreib mit Leuten die Dir sehr ähnlich sind. Das Leben wegzuwerfen wäre schade. Du würdest nie erfahren, welche schönen Dinge das Leben noch bringen wird. Sei stark. Du machst das gut. Ich bin stolz auf Dich😉

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Was erwartest du denn als Hilfe?
Also ich meine, was denkst du kann man tun dir zu helfen?
Das Problem ist halt dass gerade in deinem Alter viele auch einfach nur so tun als wären sie z.B. Suizidgefährdet (vielleicht um von anderen Problemen abzulenken?).
Auf jeden Fall solltest du nicht so tun als würde es an den Anderen liegen, wie du handelst. Schließlich sind das auch nur Menschen und können keine Entscheidungen für dich treffen.
Versuche dir doch einfach selbst zu helfen.
Rede mit anderen (nicht nur über Probleme sondern vielleicht über deine Träume...), tu Sachen die dir Spaß machen, lerne dich und dein Leben noch einmal ganz neu kennen.
Am Ende merkst nur du was dir gut tut und was dir schadet. Und wenn du das Gefühl nicht ernstgenommen zu werden, ist so eine Veränderung und nicht gerade schlecht, weil dich andere auch noch anders kennenlernen können. Vielleicht merken sie dann dass dein "jetziges Ich" größtenteils nur Fassade ist.
Aber du darfst die anderen nicht zwingen das zu merken, und vor allem darfst du nicht zwingen, ganz einfach zu gar nichts.
Du schaffst das schon. Das Leben geht weiter :)

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Kommentar von Thedoubt
05.02.2016, 16:52

Ich habe lange genug versucht mir selbst zu helfen, mich auf andere Dinge konzentriert, auf Schule, auf Freunde, auf Hobbies, es funktioniert nicht. Ich kann es nicht beschreiben, es ist wie eine Macht, eine andere Person in einem selbst, die einem befiehlt bzw. einen denken lässt, dass man nichts wert ist, dass man es nicht verdient hat zu leben, zu essen, zu denken, dass man gemocht werden könnte oder auch nur mit anderen zu sprechen. Wenn man "böse" war und nett zu sich selbst war, muss man sich selbst bestrafen. 
Und ich weiß nicht, was mir helfen könnte. Wenn ich das wüsste... Es gab bis jetzt nur 2 Therapeuten, die mir helfen konnten.
Die anderen 3 Therapeutinnen, die ich hatte, haben mir immer nur gesagt, wie toll ich doch sei und dass ich lernen muss meine Denkweise zu verändern, aber das bin doch gar nicht ich, ich will das doch gar nicht, "er" will das. Es gibt mich, das glückliche Ich und es gibt quasi "Ihn", der Mensch, der mich Dinge denken und tun lässt, die mein normaler Verstand nicht tun oder denken würde. In den Momenten in denen ich mich umbringen will, will ich keine Hilfe, weil ich weiß, dass es richtig ist.
Die beiden anderen Therapeuten haben mir gesagt, WIE ich mir helfen könnte. Sie haben mir nicht nur gesagt, dass ich es tun soll, sondern mir halt auch Tipps gegeben, wie ich das anstellen kann und sie haben mir nicht immer gezeigt, wie sie an mir verzweifeln.
Meiner einen Therapeutin wollte ich schon gar nichts mehr erzählen, weil sie teilweise richtig deprimiert war von meinem Denken.
Ich kann nichts dagegen tun und so langsam will ich das auch nicht mehr, weil ich immer mehrdenke, dass es verdient so ist, dass es mir so schlecht geht. 
Aber noch bin ich in der Lage mir Hilfe zu suchen, noch bin ich bei Verstand, aber ich weiß nicht wo und wie, wenn mir niemand glaubt.
Und was soll man dann mit Menschen machen die wirklich gar keine Motivation haben, die permanent das Gefühl haben, dass sie sterben müssen und mit denen man gar nicht zusammen arbeiten kann? Ich bin auf dem besten Wege dahin meinen Restproviant zu verlieren. Noch will ich nicht zu 100% sterben. 
Und ich habe denen das auch schon GENAU SO erzählt und alles was da kam war ein "Aha okay, du wirst trotzdem entlassen, ob du willst oder nicht"
Und eigentlich wollten sie mich in eine Tagesklinik stecken, aber da hat sich auch keiner drum gekümmert, was bedeutet, dass das sich wieder hinzieht und in der Zeit kann so viel passieren, ich brauche jetzt Hilfe, bevor es zu spät ist.

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Kommentar von Lillelolle
05.02.2016, 21:11

Wenn du dir nicht das sicher bist, dass du sterben willst, dann willst du auch nicht sterben. Ausserdem willst du dich doch immer bestrafen wenn du etwas falsch gemacht hast. Wäre Selbstmord denn eher eine Bestrafung oder die Belohnung? Weil wenn du dich belohnen willst, dann hast du vorher etwas getan was du fùr richtig gehalten hast, also hast du dich gebessert. Mal ganz davon abgesehen solltest du auch bedenken was du anderen Menschen in deinem Leben durch einen Selbstmord antun würdest.

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Einfach entlassen wäre zu einfach. Du wirst danach noch psychologsiche Betreuung benötigen. Alle die lange in einer Therapie waren haben das Gefühl sie können draußen nicht mehr zurecht kommen. Aber das legt sich wieder. Wenn es nicht klappt bei Dir hast Du das Recht Dich selbst wieder einzuweisen wegen suizidaler Gedanken.

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Hey, wenn es dir wirklich ernst ist helfe ich dir sehr gern. Ich habe zwar nicht die fachliche Kompetenz aber ich bin sehr belesen was Psychologie/Psychiatrie angeht - nicht zuletzt, weil ich auch einen hervorragenden Arzt hatte (da bin ich immer noch, nur leider seltener,da ich weiter weg gezogen bin), welcher IMMER eine Lösung bzw. Alternative zum Suizid kennt. Wenn du magst, schreib mich persönlich an, dann nenne ich dir Adressen, wo du auf jeden Fall ernst genommen wirst. 
Außerdem klingt das, was du beschreibst nach mehr als Hypochondrie.

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Eine Ferndiagnose ist ja immer unmöglich, ich finde aber der Facto das du an sich nicht gerne Nachhause möchtest zieht dich runter, das ist meiner Meinung nach der Grund dafür das du das Gefühl hast du seist immer noch Suizidgefährdet und dadurch resultiert deine Lustlosigkeit und die Introvertiertheit sowie der Mangel an Lebensenergie. Lass dich auf die Entlassung ein, versuche dich darüber zu freuen, wenn das nicht klappt dann gehe wenigstens mit keinem schlechten Gefühl aus der Klinik. Und sobald du draußen bist, such nach deiner Lebensenergie, mit irgendwas wirst du sie finden und wieder zurückholen können!

Ich wünsche dir ganz viel Glück bei allem was kommt und lass den Kopf nicht hängen, die Welt ist nicht immer Grau!

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wenn du schreibst....dass ich selbst Schuld sei, da ich mich auf nichts einlassen würde ... frage ich mich, ist das so ? Oder verstehen alle anderen dich nur nicht ? Wenn man dir helfen will, musst du das auch zulassen. Jetzt zu sagen, keiner hilft mir, ist nicht hilfreich.Du warst bei verschiedenen Ärzten und Therapeuten sowie im Krankenhaus, ich kann mir daher nur schwer vorstellen. dass das alles Leute sind die keine Ahnung haben.                       Ich zitiere mal: Viele der Betroffenen haben keine oder eine geringe Krankheitseinsicht, d. h. sie sind fest davon überzeugt, zB enorm unattraktiv zu sein. Zitatende.

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Kommentar von Thedoubt
05.02.2016, 16:59

Ich hatte bis jetzt 5 Therapeuten. 3 davon haben mir immer nur gesagt, dass ich doch total hübsch und toll sei und hofften damit bei mir etwas zu erreichen. Sagten mir immer nur, dass ich doch gar nicht hässlich sei und ich einfach nur lernen muss das selbst zu sehen, dass ich lernen muss meine Denkweise zu verändern. Sie haben mir aber nie gesagt WIE ich das anstellen soll, mir immer nur gesagt, dass ich es muss.
Aber für mich ist das auch Realität, wie du im letzten Satz schon sagtest, für mich geht es gar nicht anders und ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch auf diesem Planeten der gleichen Ansicht ist. Ich würde mich auch selbst nicht als krank bezeichnen, mir geht es einfach nur nicht gut. Mir geht es beschissen.
Ich hatte allerdings auch 2 anderen Therapeuten, die mir geholfen haben, diese haben mir dann Tipps gegeben, was ich in Situationen tun kann, in denen es mir schlecht geht, oder haben wirklich was mit mir unternommen und mich nicht mit Komplimenten überhäuft, die mich sowieso nur provozieren, weil es für mich nur Nettigkeitslügen sind. Warum sollte ein Therapeut auch einem Mädchen mit Dysmorphophobie sagen, dass er sie hässlich findet?
Ich weiß zwar, dass ich Dysmorphophobie habe, aber ich fühle eben auch zu Recht so. Dass es nicht normal ist, ist mir klar, aber ich bin eben auch einfach so, dass es gar nicht anders geht mich positiver zu betrachten. Verstehst du?
Hast du eine Idee an wen ich mich noch wenden kann?

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