Frage von Lukas0903, 107

Ich weiß nicht wie ich sie vergessen kann könnt ihr mir helfen :(?

2013 starb meine Freundin für mich brach eine Welt zusammen , mir wurde oft gesagt "Vergiss sie" aber es gehr nicht ich schaff das nicht wisst ihr was ,was man machen könnte :,(

Antwort
von BernaDotte13, 42

Ich kann verstehen,dass du sie nicht vergessen kannst.Sie wird in deinem Herzen immer weiterleben.Und wenn sie dich jetzt so am Boden zerstört sehen würde,wäre sie traurig.Also tu etwas , das sie glücklich macht:Sei glücklich.Das Leben geht weiter.Sie wird zwar nicht zurückkehren,aber weiss was du tust.Sie würde auch nur dein bestes wollen,glaub mir.Ja,vielleicht wird es für dich schwer sein jemanden anderen zu lieben,aber ein Versuch ist es Wert.Du kannst nicht die ganze Zeit rumschmollen.Also reiß dich zusammen!

Kommentar von Lukas0903 ,

Danke 😞

Antwort
von nobodyknows3, 15

Hey :)

Vergessen musst du sie auch gar nicht. Du musst lernen zu akzeptieren dass sie nicht mehr da ist. Das ist was anderes :)

Vor 3 Monaten ist der freund einer guten Freundin von einer Bahn überfahren worden. Sie hat sich auch nicht davon erholt - ist auch erst 3 Monate her.

Sowas ist einfach furchtbar. Aber dein Leben geht weiter.

Ist klar dass du sie niemals vergessen wirst aber überlege dir was sie glücklich machen würde. Sicher nicht dass du 3 Jahre um sie trauerst und alles und jeden ausschließt. Du musst nicht Glück erzwingen weil das kann man sowieso nicht, aber gib dem Glück eine Chance dich zu finden.

Trainiere, treff dich mit Freunden, mach das was dich glücklich macht oder was sie immer glücklich gemacht hat. Besorge dir einen Hund wenn du willst oder ein anderes Haustier. Vielleicht ihr lieblingstier.

Du wirst sehen, mit der Zeit wirst du dadurch auch glücklicher. Sie würde wollen dass du dein Leben weiterlebst und es nicht vergeudest. Lebe denn du hast nur dieses eine Leben und auch wenn es dir am Anfang vllt schwer fallen wird, so wird es irgendwann einfacher :)

Ich wünsche dir ganz vile Glück für deine Zukunft und hoffe ich konnte dir wenigstens etwas helfen.

Lg nobodyknows3

Antwort
von Grudi, 16

Lieber Lukas, es ist sehr schwer nach einem schweren Verlust, sich innerhalb von 2 Jahren wieder so zu fühlen wie vorher. Du hast deine Freundin geliebt und wolltest immer oder sehr lange mit ihr zusammen leben. Ein Leben ohne sie war jenseits deiner Vorstellungskraft.

Der Sinn deines Lebens hat sich auf einmal grundlegend geändert. Alles ist anders. Du bist alleine. Damit meine ich jetzt nicht, dass deine Familie und Freunde nicht in deiner Nähe sind und sich um dich bemühen.

Für deine Umwelt hat deine Freundin nicht die gleiche Bedeutung gehabt wie für dich. Sicher trauern sie auch und verstehen deine Trauer. Für sie geht das Leben trotzdem anders weiter als für dich. Selbst für ihre Familie steht sie an einer anderen Stelle als bei dir. Ihrer Familie wird es ähnlich gehen wie dir.
Trotzdem behaupte ich, dass ihr Tod für dich eine andere Dimension hat. Man kann Trauer nicht vergleichen, das will ich auch nicht.

Es geht mir darum, dir zu zeigen, dass deine Trauer jede Berechtigung hat.

2 Jahre sind eine sehr kurze Zeit, um den Tod deiner Freundin zu verarbeiten. Diese Tragödie wird von nun an zu deinem Leben gehören. Darauf hast du keinen Einfluss. Darauf, wie du damit umgehst schon.

Allerdings braucht auch das Zeit.

Als mein Sohn, mit 27 Jahren, vor 13 Jahren starb, wirkte ich äußerlich sehr stark. Ich merkte, dass mein Umfeld große Probleme damit hatte, mit dem Tod eines jungen Menschen umzugehen. Es gab Bekannte, die auf die andere Straßenseite wechselten, wenn sie mich sahen. Sprüche wie, reiß dich zusammen oder es sind doch jetzt schon 2 Jahre vergangen, du musst dich damit abfinden, kenne ich auch. Ich hatte, außer meiner Mutter und meinem Exmann, nur eine Freundin, mit der ich ab und zu reden konnte. Ich merkte immer wieder, wie sehr es diese Menschen belastete, wenn ich von meinem Sohn sprechen wollte. Ich weiß nicht, ob ich zu einer Trauergruppe gegangen wäre. Ich glaube nicht. Ich war nicht dazu bereit, mein Innerstes auszubreiten.

Was ich an mir selbst feststellte war, dass ich Angst hatte, die Trauer richtig zuzulassen. Ich merkte, wenn die Traueranfälle kamen, war es so schmerzhaft, dass ich sie nur bis unterhalb meines Halses zuließ. Dann machte ich den Hals zu und war wie erstarrt.

Das war ungefähr 2 Jahre später. Ich hatte inzwischen eine Ausbildung als Coach absolviert und überlegte, wie ich meinen Klienten in so einem Fall helfen würde. Ich wusste, um die Trauer zu verarbeiten, musste ich sie erstmal zulassen.

Dann habe ich überlegt, wie ich meine Trauer bildhaft darstellen würde. Mir fiel dazu ein großer Diamant ein. Als kalt und resistent gegen jede Art von äußerer Einwirkung erschien mir meine Trauer.

Als nächstes habe ich mir vorgestellt, diesen Diamanten in mir zu zertrümmern. Aber würde ich ihn zerstören können?

Ich habe daraufhin begonnen, wenn Traueranfälle kamen, meinen Atem gezielt in diesen Diamanten zu lenken und mir vorzustellen, mein Atem besteht aus Liebe zu meinem Sohn und diese Liebe zerstört den Trauerdiamanten, damit ich wieder zu mir komme. Nach einiger Zeit gelang es mir, das immer mehr zuzulassen, in dem ich mir vorstellte, der Diamant zerfällt in winzige, atomgroße Stücke und mit meinem Ausatmen gelangen sie ins Universum und verteilen sich in der riesengroßen Weite des Weltalls.

Ich weiß, es hört sich ziemlich abstrakt an. Es gelang mir mit dieser Methode nach relativ kurzer Zeit, meine Trauer umzuwandeln und ins Leben zurück zu kehren. Das fand aber alles erst 2 Jahre nach dem Tod meines Sohnes statt.

Es war schwer, erstmal überhaupt zu erkennen, dass ich die Trauer nicht zuließ, weil ich geweint habe und dachte, ich trauere. Erst, nachdem ich eine Ausbildung als Coach und Indivolutionstrainerin gemacht habe und dadurch sensibilisiert wurde, mehr auf meinen Atem, meinen Körper und meine Gefühle zu achten, wurde mir klar, dass ich Angst hatte, mich in die Trauer fallen zu lassen. Die Angst, dass ich dann durchdrehe war einfach zu groß.

Ich weiß nicht, ob es dir ähnlich geht, wie mir damals. Vielleicht kommt aber bei dir an, dass es Hilfe gibt. Mancher schafft es allein, andere gehe in eine Trauergruppe oder haben Freunde, die ihnen zuhören und Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Auch heute denke ich noch mit gleicher Intensität an meinen Sohn und er
wird mir immer fehlen. Mein Leben ohne ihn ist anders geworden. Inzwischen bin ich aus meiner Heimatstadt weg gezogen und habe wieder geheiratet. Mein Leben hat sich sehr verändert, ist aber insgesamt besser geworden. Glücklicherweise habe ich noch einen Sohn und 3 Enkelkinder. Ersetzen kann mir nichts meinen jüngsten Sohn. Und auch eine andere Frau wird dir nicht deine Freundin ersetzen können. Es ist allerdings möglich wieder neu anzufangen.

Deshalb wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du einen Weg für dich findest, dir zu helfen oder helfen zu lassen.

Alles Liebe für dich

Grudi

Antwort
von 2dave, 26

"Vergessen" ist eh erstmal Quark. Du sollst sie nicht vergessen (sie war Deine Freundin), aber lasse sie los.
Es ist mental kein großer Unterschied, ob einen der Partner verlassen hat, oder ob er stirbt. Der erste Schritt ist hier immer, dass man auch loslassen WILL.
Der zweite ist dann wirklich dafür zu sorgen dass man da nicht dauernd dran erinnert wird... Sprich: Pack die Fotos weg, lösche den Eintrag aus Deinem Handy, pack alles in eine Kiste auf den Dachboden, was Dich an sie erinnert, sonst zieht Dich das immer wieder mit.

Ansonsten:
Es ist immer schwierig etwas NICHT zu tun (denk jetzt nicht an einen rosa Elefanten). Es ist einfacher, ein nicht gewolltest Verhalten durch ein gewolltes Verhalten zu ersetzen (Denk mal an den Eiffelturm).

Sprich: Schau nach vorne! Lerne neue Mädels kennen, auch wenn es schwer fällt. Du wirst sehen, das wird Dir helfen.

Antwort
von NoRealist, 34

Mein großes Beileid. 😯Du könntest bei ihr Grab gehen und reden.

Einen Person die man geliebt habt.Ist schwer zuvergessen, aber es geht ihr bestimmt gut!Sie möchte das du glücklich bist.Es gibt immer eine Wiedergeburt.Es wird auch der Kreislauf des Leben genannt.

Kommentar von Lukas0903 ,

Danke , aber es ist schwer an ihr Grab zu gehen weil dann immer alter Erinnerungen hoch kommen :(

Kommentar von NoRealist ,

Ich verstehe, aber manchmal tut es einem gut. :) wünsche dir alles Gutes 

Ps: eine Therapie bringt nicht immer etwas.Man muss es auf eigner Kraft Abschied nehmen.Aber du muss sie nicht vergessen.Es ist und bleibt deine Entscheidung.Kopf hoch 👍

Antwort
von DerOli01, 20

Vergessen solltest du sie echt nicht... Wie einer schon gesagt hat, du musst es akzeptieren... Als meine Maus gestorben ist hab ich n paar tage ausgeheult... Jeden Abend ans Fenster gesetzt und ihr von meinem Tag erzählt... Nach nee Zeit kam es mir gar nicht mehr so schlimm vor weil sie mir so "nah" ist... Also das kann ich dir echt empfehlen

Antwort
von Abbrandler, 39

Du sollst sie ja nicht vergessen, sondern Abschied nehmen bzw. sie in Liebe gehen lassen - das ist ein Unterschied! 

Suche Dir eine sogenannte Trauergruppe, hier sind Menschen die auch einen Verlust erlitten haben, sie sind in der gleichen Situation und verstehen Deine Gefühle. Hier kann man sich austauschen und sich die Trauer sozusagen von der Seele reden und bewältigen. Ich glaube nicht das Deine Freundin wollte - das es Dir schlecht geht !

Kommentar von 2dave ,

Ich bin da zwiespältig was so Trauergruppen angeht... Hab es erlebt, dass es die Sache noch schlimmer macht, weil man dann so richtig in der Trauer aufgeht und sich noch gegenseitig bestärkt.

Eine gesunde Trauer ist wichtig und muss auch sein, aber dazu braucht man unter normalen Umständen imo keine extra Gruppe.

Normalerweise hat man Freunde für sowas...

Kommentar von Abbrandler ,

Hmmm, mag sein....Als mein Vater gestorben ist, hat meiner Mutter diese Trauergruppe sehr geholfen, viel mehr als wir Kinder oder ihre Freundinnen..... kommt wahrscheinlich auf die Gruppe an und wie man selbst darauf reagiert....

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