Frage von Tarantelinn, 111

Wird im Stammbaum die Betroffenheit rezessiv oder dominant vererbt?

Ich habe diesen Stammbaum gefunden und bin unschlüssig, ob er rezessiv oder dominant vererbt....

Danke im Voraus

Lg Tarantelinn

Der letzte Stammbaum auf der Seite

http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/bio/bs/6bg/fb2/lpe_8_evolution_vererbung/...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PFromage, 107

Er wird x-chromosomal dominant vererbt.  Das erfährt man, wenn man danach googelt. Die Unschlüssigkeit ist leicht zu erklären: hier läßt sich nur der x-chromosomale rezessive Erbgang ausschließen, jeder andere wäre mit dem Stammbaum verträglich.  Aus den Fragen 2 und 3 soll auf den Erbgang geschlossen werden (Väter vererben nur auf Töchter, Mütter auf beide Geschlechter). Das ist aber nur schlechte Statistik, denn wenn man nichts über die Häufigkeit weiß, könnten z.B. einige Nichtmerkmalsträger heterozygot sein.

Antwort
von voayager, 49

Betroffenheit - häh???

Antwort
von botanicus, 111

Der Zahnschmelz? Beide Geschlechter sind betroffen, keine Generation wird ausgelassen – ist das nicht eindeutig?

Kommentar von PFromage ,

Was lässt sich daraus schliessen?

Kommentar von botanicus ,

Oh, ich dachte, Du wüsstetst wenigstens irgendetwas darüber ... Rezessive Merkmale werden phänotypisch nur ausgeprägt, wenn sie homozygot vorliegen, d.h. von beiden Eltern vererbt werden. Das ist hier nicht wahrscheinlich, weil immer ein Elternteil gesund ist und vermutlich das Allel nicht trägt. 

Kinder gesunder Eltern können dominant vererbte Merkmale nicht besitzen, da sonst ein Elternteil das Allel haben müsste und somit auch erkrankt wäre.

Kommentar von PFromage ,

Gehen wir es einmal durch:
"Das ist hier nicht wahrscheinlich, weil immer ein Elternteil gesund ist und vermutlich das Allel nicht trägt. "
Liegen sonst keine Informationen über die Häufigkeit in der Bevölkerung vor (vielleicht habe ich das übersehen) erschiene mir z.B. eine Häufigkeit von 10% nicht unrealistisch (tatsächlich ist sie wesentlich niedriger, aber eben nicht angegeben).
Dann wäre aber die Häufigkeit (Rezessivität vorausgesetzt) der Heterozygoten (und damit NM-Träger) bei ca. 43%.
Bei diesem Anteil wäre es schon sehr gewagt, eindeutige Schlüsse zu ziehen, und die sind ja wohl verlangt.

Kommentar von botanicus ,

Steil, einfach mal 10% anzunehmen ... aber dann bleibt der Zufall, dass über mehrere Generationen hinweg das Merkmal phänotypisch in gerader Linie auftaucht und stets durch gesunde (heterozygote) Merkmalsträger (die es ja demnach nur zu 43% gibt) von außen mitvererbt wird. Naja ... Klingt im Rahmen eines Lehrbuchbeispiels nicht unbedingt so, als wolle der Fragesteller auf diese Antwort hinaus. 

Aber wenn als Antwort eine Diskussion mit Wahrscheinlichkeiten möglich ist, dann kann man das ja formulieren. 

Kommentar von PFromage ,

Habe erst jetzt gelesen, worauf der Link verweist. Das erklärt natürlich einiges.

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