Frage von vivalatres, 121

Ich verstehe nicht, wie man mit einer Offshore Firma STEUERN sparen kann. VERSCHLEIERN, JA - leuchtet ein. Aber STEUERN?

Antwort
von Hardware02, 52

Es gibt viele Länder, in denen die Steuern sehr viel niedriger sind als in Deutschland. Und die Steuern muss eine Firma dort zahlen, wo sie ihren Sitz hat. Wenn sie also in einem Land ihren Sitz hat, in dem der Steuersatz für Unternehmen niedriger ist, spart sie Geld. 

Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum so viele Promis sich eine Wohnung in Monaco kaufen. Dort gilt ein Steuersatz von 0%. Was aber natürlich voraussetzt, dass man dort seinen Wohnsitz hat.

Antwort
von InsuranceDaniel, 99

Der Sitz der Offshore-Firma liegt in einer Steueroase, also einem Ort, in dem die Besteuerung z. B. für Kapitalerträge viel niedriger ausfällt als in Ländern wie Deutschland.Man zahlt also weniger Steuern auf z. B. angelegte Gelder und es bleibt mehr von den Erträgen übrig.

Somit entgehen dem Deutschen Fiskus letztlich Kapitalerträge. 

Antwort
von emib5, 80

Wenn das Land, in dem die Briefkastenfirma ihren Sitz hat, keine Gewerbesteuer oder nur eine sehr geringe Gewerbesteuer hat, dann spart man Steuern.

Wenn man Geld bzw. (Zins)einkünftevor dem hiesigen Finanzamt versteckt, dann spart man auch Steuern.

Kommentar von vivalatres ,

Bevor man das Geld auf ein Konto in einer Steueroase (Oder einer Briefkastenfirma mit zugehörigem Konto) überweist, wird doch aber in Deutschland bereits die Gewerbesteuer erhoben, oder nicht? (Solange man das Geld in Deutschland erwirtschaftet hat mit entsprechender Rechnung, wird es ja automatisch angegeben beim Finanzamt). Wenn das Geld auf dem Konto liegt, bereits versteuert, ist es doch egal, ob dies in Deutschland ist - oder ob man das Geld nach der Versteuerung in eine Steueroase transferiert? Weil ja schließlich das Finanzamt niemals eine Rechnung akzeptiert, auf dem irgendeiner Firma in Panama angegeben ist. Wo umgeht man bei diesem Prozess die Steuer?

Kommentar von blackhaya ,

Der Trick geht anders.

Die Firma in Deutschland und die Firma in Panama machen Geschäfte miteinander. Die Firma in Deutschland leiht sich 5 Millionen Euro von der Firma in Panama und zahlt dafür 20 Prozent zinsen.

Ist natürlich ein sehr lukrativer Deal für die Firma in Panama, die dann viel geld scheffelt und darauf Null Steuern zahlt.

Die Firma in Deutschland macht stattdessen Verluste und muss auch keine (kaum)  Gewerbesteuer zahlen.

Kommentar von emib5 ,

Aber sicher akzeptiert das Finanzamt Rechnungen ausländischer Firmen. Das ist erst mal ganz normal. Wenn Du z. B. Waren in China kaufst, dann hast Du ja auch eine Rechnung aus China. Und ob die Rechnung jetzt aus China kommt, oder aus Panama ist erst einmal egal.

Antwort
von vivalatres, 73

Bevor man das Geld auf ein Konto in einer Steueroase (Oder einer Briefkastenfirma mit zugehörigem Konto) überweist, wird doch aber in Deutschland bereits die Gewerbesteuer erhoben, oder nicht? (Solange man das Geld in Deutschland erwirtschaftet hat mit entsprechender Rechnung, wird es ja automatisch angegeben beim Finanzamt). Wenn das Geld auf dem Konto liegt, bereits versteuert, ist es doch egal, ob dies in Deutschland ist - oder ob man das Geld nach der Versteuerung in eine Steueroase transferiert? Weil ja schließlich das Finanzamt niemals eine Rechnung akzeptiert, auf dem irgendeiner Firma in Panama angegeben ist. Wo umgeht man bei diesem Prozess die Steuer?

Kommentar von Hardware02 ,

Nein, wie kommst du auf diese Idee? Die Firma hat ihren Sitz gar nicht in Deutschland, sondern in der Steueroase. Dort in der Steueroase erzielt sie ihre Einnahmen, und dort versteuert sie diese auch.

Wenn zufällig viele der Kunden aus Deutschland kommen - tja, das ist halt die Globalisierung. Kann man denen ja nicht verbieten, bei einem zu kaufen, nur weil man zufällig in einer Steueroase seinen Geschäftssitz hat.

Kommentar von blackhaya ,

Doch das geht.

Du hast in Deutschland eine Firma, wo viele Tausend Leute beschäftigt sind und arbeiten.

Dann hast du noch eine Briefkastenfirma in einer Steueroase wie Panama.

Nun musst du dafür sorgen, das die Gewinne auf dem Papier in Panama anfallen. Die GEwinne müssen also ins Steuerparadies veschoben werden. Ein Trick dabei ist, das die Briefkastenfirma alle Patente und Linzenen besitzt. Für die Benutzung dieser Linzenen muss dann die deutsche Firma Geld an die Briefkastenfirma in Panama zahlen.

Machen viele Firmen so wie z.b. Ebay, Opel, Starbucks, Ikea etc.

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