Frage von blume455, 83

Wie kann ich meinen Betrieb davon überzeugen, dass Ich zu wenig während meiner Ausbildung verdiene?

Ich mache momentan eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in einer Unternehmensberatung. Ich arbeite täglich von 9-18 Uhr mit Überstunden. Mein Gehalt liegt brutto bei 480 €, netto ca. 380 €. Ich habe das Gefühl, dass das echt zu wenig ist! In meiner Berufsschulklasse verdient jeder mindestens 500 €, wenn nicht auch über 600 €. Ich fühle mich von meinem Betrieb da echt verarscht, gerade weil mir die Arbeit doch eigentlich dort so Spaß macht. Die Handelskammer in Hamburg gibt vor, dass der Mindestverdienst brutto zwischen 500 und 600 Euro liegen soll. Dies sei angemessen.

Meine Frage: Seid ihr auch der Meinung, dass meine Ausbildungsvergütung zu wenig ist? Wie kann ich meinen Betrieb davon überzeugen, mehr Gehalt zu kriegen? Ich bin übrigens nicht mehr in der Probezeit und möchte das in meinem Betrieb nun ansprechen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Helmuthk, 58

Der Lehrvertrag muss doch wohl von der IHK genehmigt worden sein. Dazu müsste irgendwo im Vertrag ein Feld vorgesehen sein.

Wenn der Vertrag genehmigt wurde, ist auch die Ausbildungsvergütung genehmigt worden.

Kommentar von Helmuthk ,

Danke für den Stern Helmuthk

Antwort
von landregen, 75

Während der Ausbildung bekommst du weder Lohn noch ein Gehalt, sondern eine Ausbildungsvergütung. Diese soll dazu dienen, deine Ausbildungskosten abzudecken. Die Ausbildungsvergütung ist eigentlich auch tariflich festgelegt. In Nordrheinwestfalen z. B. so (siehe im Artikel ganz unten):

http://www.einzelhandelskauffrau.org/ausbildung/ausbildungsverguetung

Wende dich am besten an die Handelskammer, um dort die Frage deiner Ausbildungsvergütung zu klären. Sie ist auch eine Art Aufsichtsinstanz für die Ausbildungsbetriebe.

Kommentar von Carlystern ,

Das kann man und darf man nicht pauschualisieren. viele Arbeitgeber bezahlen nicht nach Tarifvertrag.

Kommentar von SimonG30 ,

es sind aber nicht alle Betriebe an Tarifverträge gebunden bzw. es gibt gar keinen.

Oder es gibt verschiedene, was bei einem Ausbildungsberuf wie diesen durchaus regelmäßig vorkommt, weil er in vielen Branchen ausgebildet wird.

Daher kommen diese Schwankungen bei der Ausbildungsvergütung...

Antwort
von SunnySonja19, 83

Sind Überstunden während der Ausbildung überhaupt zulässig? Dachte es gibt ein Gesetz, das das verbietet - oder täusche ich mich?

Also beschweren über dein Gehalt darfst du dich gerade nicht. Es war ja schließlich von Anfang an klar, wie viel du monatlich bekommst. Aber wenn du dich in der Lage siehst über dein Gehalt zu verhandeln, dann tu das! Vielleicht gibt dir dein AG ja ein bisschen mehr, wenn du ihn direkt darauf ansprichst. Manche zahlen auch Boni für gute Noten in der Berufsschule.

Antwort
von Whely1944, 49

Ob du zu wenig verdienst ist so eine persönliche Ansichtssache. Ich sage immer "Lehrjahre sind keine HErrenjahre". Du bist in der Ausbildung um was zu lernen, nicht um reich zu werden. Ich habe damals für weitaus weniger meine Ausbildung gemacht.

Antwort
von Healzlolrofl, 51

Jeder hat einen anderen Vertrag, du hast mit der Unterschrift zugesagt das du einverstanden bist mit diesem Betrag. Somit können sie dir jederzeit sagen "du hast es dir selber ausgesucht".

Antwort
von Jibsy, 62

Wenn du den Vertrag so unterzeichnet hast gibt es für deinen Betrieb keinen Grund dein Gehalt hochzustufen. Es sei denn sie sind super nett und verständnisvoll (was leider selten der Fall ist). Unternehmensberatungen sind bekannt dafür nicht so viel ausbildungsgehalt zu bezahlen - daher kommt es auch das deine Schulfreunde mehr erhalten da sie wahrscheinlich in anderen Unternehmen eine Ausbildung machen.. Klar kannst du es nett ansprechen .. Viele Hoffnungen würde ich mir aber nicht machen.. Viel Erfolg ! 

Antwort
von Zumverzweifeln, 36

Mach dir klar, dass eine Ausbildung in einer Unternehmensberatung ein sehr gutes Sprungbrett ist - du schreibst außerdem, dass es dir Spaß macht. Ansprechen kannst du es - aber nichts fordern!

Antwort
von atzef, 45

Ja. Das ist zu wenig. Anderereits hast du den vertrag ebenfalls unterschrieben.

Antwort
von Aren89, 48

Sind halt Lehrjahre und du hast den Vertrag schließlich unterschrieben und wüsstest was du bekommst

Antwort
von Carlystern, 28

Das wird auch noch steigern. Du wirst halr nicht nach Tarifvertrag bezahlt. Aber das machen viele. Meine Mitaiszubildenden in der Berufsschule bekamen z.B. im dritten Jahr knapp 1000 netto und ich gerade mal 245 Euro. Da musst du durch.

Antwort
von Carlystern, 27

Ja du täuscht dich. Ich habe z.B. in meiner 38,5 Stunden Woche 52 Stunde gearbeitet

Antwort
von BlickAufsMeer, 47

Hallo :) ich bin im 2. Lehrjahr zur Ausbildung für Kauffrau für Büromanagement und verdiene Brutto 850 €

Aber bei mir in der klasse gibt es auch welche die reichlich weniger verdienen.

 Das ist immer unterschiedlich :/

Antwort
von howelljenkins, 39

ist denn deine firma an einen tarifvertrag gebunden? wenn nicht, kannst du da nicht viel machen. 

Kommentar von SantaClaus2 ,

Außer sich ein zu schleimen oder den Betrieb zu wechseln,

Antwort
von mxxnlxght, 48

Eigentlich ist es so gerecht. Die von der Handwerkskammer verdienen auch nicht mehr, arbeiten aber härter. 

Kommentar von SantaClaus2 ,

Handwerker sind aber in den Augen der Büroleute auch dumme Kamele, die nur zum Zwecke der Verschönerung der Paläste der Reichen dienen, das war schon bei Tutanchamun so.

Und wer glaubt, im Büro gäbe es Gerechtigkeit, der kläre sich und seine Lachmuskeln mit 5 Staffeln Stromberg auf.

Kommentar von mxxnlxght ,

Die von der Handelskammer denken eh immer, sie seien die hellsten Kerzen auf dem Kuchen.

Antwort
von KeinName2606, 39

Tja, ich denke das wird deinem Chef ziemlich egal sein, immerhin hast  du dich ja bei Vertragsabschluss damit einverstanden gegeben.

Kommentar von SantaClaus2 ,

Ja, tariflich ist das ein großes Problem, wenn von oben entschieden wird, wer die Dicke Kohle macht.

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