Frage von bulbul94, 102

Ich verbinde Auto fahren immer mit Angst und Zittern. Warum?

Immer wenn ich mich in ein Auto setze, dass ein Schaltgetriebe hat, werde ich total unsicher. Sobald mir dann der kleinste Fehler (z.B. Absaufen des Motors) unterläuft, dann werde ich sofort zittrig, habe Angst und will einfach nur noch aus dem Auto raus! Wenn es dann ums Parken geht, dann werde ich noch nervöser.

Ich habe meinen Führerschein jetzt seit September 2014, bin also noch in der Probezeit und bin seitdem noch nicht allzu oft mit dem Auto gefahren. (10 mal vielleicht, aber immer etwas längere Strecken).

Ich will diese Ängste umgehen und mich sicherer beim Autofahren fühlen. Mein Bruder ist meistens der Beifahrer und versteht nicht, warum ich es mit der Angst zu tun habe. Mit Automatik-Autos ist alles gut! Da fühle ich mich blendend und sicher! Aber wenn es ums Schaltgetriebe geht nicht.

Was kann ich tun, um sicherer zu werden? Oder wohl eher meine Angst loswerden? Es ist bisher Gott sei Dank noch nie zu einem Unfall oder sonstiges gekommen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zuck3r, 41

Gegen meckernde Beifahrer hilft es Ihnen den Fußweg zu empfehlen, wenn Ihnen der Fahrstil nicht zusagt :'D

Alternativ ist auch ein "Fahr du - oh warte, du darfst ja nicht. :'D" ganz nett. Mach ihm klar dass er die Wurst ist die nichtmal fahren darf.

Und zuletzt, nichts geht über Übung. Schnapp dir nen Auto, such nen leeren Parkplatz und fahr paar mal hin und her. Anfahren, bremsen, Rückwärst einparken etc. Durch die Markierungen auf dem Boden siehst du ja ob du richtig parkst oder nicht.

Nach ner Weile denkst du nicht mal mehr darüber nach, wenn du schaltest.

Ich hab jetzt seit öhhh 8 Jahren den Führerschein, und kenne auch nicht alle Rückwärstgänge. Dass man da evt mal suchen muss, ist vollkommen normal.

Mein Audi will dass ich den ganzen Schaltknauf runter drücken, die Opels haben ne Taste vorne, die Fords nen Ring um den Schaltknauf den man hoch ziehen muss. BMW, Asiaten etc keine Ahnung.

Das ist vollkommen normal, bei nem neuen/anderen Auto braucht man immer ein paar Kilometer bevor man damit halbwegs sauber fährt.

Und richtig wohl fühlt man sich in nem neuen Auto erst nach 1-2 Monaten. Geht mir zumindest so.

Antwort
von DG2ACD, 45

Zuerst solltest Du Dir sehr viel mehr Gelassenheit antrainieren. Damit meine ich, dass es Dir egal sein sollte, wenn Du den Motor mal abgewürgt hast, lass sie alle gucken, setz Dich mit dem Hintern drauf ;-)

Denn, wenn Du Dich damit unter Druck setzt, was Du ja offensichtlich tust, gerietst Du um so mehr in Stress und machst noch eher einen Fehler.

Lass Deinen Brunder nicht auf dem Beifahrersitz sitzen und Dich beobachten. Ich lese aus Deinen Zeilen, dass Du Dich schon allein dadurch unter Druck setzt, dass er es besser kann und Dich schulmeistert.

"Ich kann Deine Angstzustände nicht verstehen" Ist kontraproduktiv, da klingt ein Unterton wie: "Guck doch mal wie toll ich das mache, Du kannst ja gar nichts. Das ist SOOOO leicht und DU kannst das nicht."

Sorry, das ist der falsche Weg.

Sicher wirst Du nicht, indem Du in eineinhalb Jahren 10 Strecken fährst. Fahre erstmal irgendwo, wo wenig oder besser gar kein anderer Verkehr ist. Stelle Dir Barieren auf, um die Du lenken und einparken  musst. Lange Strecken bringen Dir nichts, Du musst losfahren und Schalten üben, es in Fleisch und Blut übergehen lassen.

Wohnst Du weit weg? Vielleicht sollten wir beide mal Fahren üben.

Kommentar von bulbul94 ,

Mein Bruder ist ja fast immer der Beifahrer und immer wenn mir ein Fehler passiert dann sagt er "MAN! So langsam müsstest du das mal können!" obwohl er selbst kein Führerschein hat. Mein Fahrschulauto war ein VW, bei dem man ja beim Rückwärtsgang runterdrücken muss. Als ich dann mal einen BMW fuhr, bei dem der RÜckwärtsgang ja nicht so ist, kritisierte mich mein Bruder, als ich den nicht fand! Ich wusste ja nicht, dass man da etwas Kraft einsetzen muss. Er sagte "Eigentlich müsstest du das wissen". Erklärungsversuche, dass die Schaltung bei jedem Auto anders ist, scheiterten. Er verunsichert mich immer.

Ich wohne in Hamburg

Kommentar von DG2ACD ,

Ja, ich habe die Art Deines Bruder schon zwischen den Zeilen in Deiner Frage gelesen. Das er nichtmal einen Führerschein hat und es, zumindest mit dem Mund, dennoch besser weiß, lässt sein Mundwerk natürlich wachsen.

Schade, HH ist ein bisserl weit für ein paar Übungsstunden. Ich wohne in Wolfsburg. Vielleicht lernen wir uns ja mal kennen und ich kann Dich für einige Übungen vermitteln, ich habe Verwandtschaft in HH, Umgebung und Delmenhorst. Eine gute Freundin in Lüneburg, runter bis Uelzen und Gifhorn noch Verwandtschaft  ;-) So gesehen ist das gar nicht so weit ;-)

Antwort
von Hexe121967, 38

es gibt 2 optionen: du fährst nur autos mit automatik oder du stellst dich der angst und fährst regelmäßig mit schaltwagen (nicht nur 10 mal in 20 monaten)  und bekommst dadurch sicherheit.

Antwort
von Yannick162016, 48

Ich weiß wie es dir geht.. Mir geht es genau so, ich habe meine Führerschein seit 2 Monaten aber fahre jeden Tag Auto. 

Ich habe mir einen Opel Corsa mit Schaltgetriebe gekauft und der kam direkt wieder weg, ich habe mir dann den gleichen als Automatik gekauft. Bruder, beste Leben so - nie wieder schalten!

What denn, wieso schalten wenn man Automatik fahren kann? Mittlerweile würde ich sagen das ich der beste Autofahrer in Deutschland bin, nur eben beim Einparken (obwohl vor mir kein Auto war) bin ich 3 Mal auf den Bürgersteig gefahren, das lag aber daran, dass ich rückwärts gefahren bin.. Naja, kann passieren - trotzdem bin ich sehr sicher und niemand kann mir das Wasser reichen. 

Denk immer dran: Wer runterschaltet, bremst. Deshalb: Automatik!

Kommentar von vogerlsalat ,

haha, nicht schalten können aber glauben "der beste Autofahrer der Welt" zu sein. Der Witz ist gut.

Kommentar von Zuck3r ,

Du hast sicher nen Sonnendach, anders ist der Stich nicht zu erklären. 

Automatik ist für Sportwagen(Tiptronic), Rentner, oder Menschen die nicht fahren können.

Antwort
von Happytiger, 51

Die angst besigt man wenn man sich ihr stellt. Üb damit zu fahren auf einem parplatz oder so wos keine autos hat und jemand neben dir sitzt der dich beruhigt

Antwort
von Raza97, 38

Übung hilft. Du fährst eindeutig zu wenig um in eine Routine zu kommen. Du solltest versuchen öfter zu fahren, sodass irgendwann Sachen wie schalten, anfahren usw. nur noch Nebensache sind, die du ganz automatisch machst. Und auch das einparken ist Übung. Je öfter du fährst, desto besser kannst du die Ausmaße des Autos einschätzen und bist dann auch gelassener.

Antwort
von herja, 30

Fahren, fahren und immer wieder jeden Tag fahren und natürlich mit Schaltgetriebe, dann wirst du sicher und verlierst deine Angst.

Antwort
von KingTamino, 33

Übung, Übung, Übung.

Anders wirst du diese Panik nicht besiegen. Und um Schaltwagen wirst du nicht herumkommen...
Das man mal schnell bei nem Fehler in Panik gerät ist normal, lässt sich aber "abtrainieren". Schalten etc. sollte unbewusst geschehen und keine Handlung sein, auf die du dich dann konzentrieren musst (Unfallgefahr!)

Es gibt viele Trainingsgelände, versuch es doch da mal.
Oder an Sonntagen auf großen Parkflächen.

Aber ich würde gerne wissen, wie du dann überhaupt durch die Prüfung gekommen bist? Finden Prüfungen nicht mehr in Schaltwagen statt??


Kommentar von bulbul94 ,

In der Prüfung fühlte ich mich sehr sicher, da ich mit meinem Fahrschulauto sehr vertraut war! Ich habe kein eigenes Auto und nutze DriveNow.

Kommentar von KingTamino ,

Du wirst an Übung nicht vorbei kommen.
Frag im Freundeskreis rum ob du dir von VERSCHIEDENEN die Autos mal leihen kannst. Und dann ab auf die Parkplätze

Es bringt dir nichts, wenn du dich an 1 Auto gewöhnst. Du brauchst Praxis Erfahrung mit verschiedenen Fahrzeugen.

Habe während meiner Fahrschulzeit 3 verschiedene Autos gefahren. Vollkommen verschiedene Modelle und Fahrzeuggrößen.

Antwort
von greenhorn7890, 17

Ganz viel fahren. Auch kurzstrecke. Übung hilft

Antwort
von vogerlsalat, 22

Nimm noch ein paar Fahrstunden in der Fahrschule, das ist ja gefährlich für dich und andere was du da machst.

Antwort
von gerolsteiner06, 19

üben, üben, üben, .....

Mehr kann man da nicht raten.

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