Frage von HerrAppleNr1, 70

Ich trau mich nicht zum Psychologen zu gehen?

Hallo,

ich habe momentan ein Problem das mich richtige belastet und auch ziemlich komisch ist. Es ist so das ich eine ziemlich starke Verhaltensstörung/Persönlichkeitsstörung (denke ich mal) habe. Es ist schon in einem ziemlich hohen Niveau würde ich sagen. Wer was darüber wissen will kann unten nachlesen.

Jedenfalls ist es so das ich mich nicht zum Psychologen traue. Ihr werdet euch jetzt denken "Geh halt hin das es dir besser geht", nur das Problem ist ich will so bleiben. Falls die Frage auf taucht warum ich so bleiben will weil es mir blenden geht und mich dieser Punkt psychisch ziemlich stark macht. Und ich mich auf gar keinen Fall verändern willl. Warum will ich dann zum Psychologen? Naja der Punkt ist ziemlich bescheuert und ja es ist so das ich einfach nur wissen will was das ist und wie ich damit umgehen soll. (Und ja ich meine mich damit)

Ich hab schon mit einem Freund gesprochen der in einer geschlossenen war und er hat gesagt wenn ich mit meinem vollsten Verstand so wie er ist ohne Verstellung zum Psychologen gehen würde, ich sie nicht mehr so schnell los werden würde. Und ja es wissen nicht gerade viele Menschen wie ich wirklich bin und alle meinen ich soll es lieber lassen nicht das sie mich noch weg sperren.

Also was bleibt mir noch für eine Möglichkeit? Ich weiß nur drei und das sind es bleiben lassen, zum Psychologen gehen oder warten bis ich 18 bin sodass sie mich nicht mehr ohne meinen Willen weg sperren können. Wisst ihr noch eine Möglichkeit oder muss ich mit der traurigen Realität leben? Schon mal danke für eure Hilfe! Wenn ihr noch fragen habt könnt ihr gerne fragen.

Meine Persönlichkeit:

  • Ich bin was Gefühlsebene angeht nur Verwundbar wenn es um Freunde oder um meine Freundin geht
  • Ich bin ein ziemlich Gefühls flacher Mensch
  • Ich habe fast vor gar nichts angst
  • Ich bin ein Choleriker
  • Meine Lieblingsbeschäftigung ist es Menschen zu provozieren
  • Ich bin ein ziemlich unfairer Mensch und spiele auch ziemlich konsequent und übertrieben provokant (Auch wenn es auf mich Auswirkungen hat das ist mir egal Hauptsache ich gewinne)
  • Ich bin ein ewiger Optimist
  • Ich finde alles lustig
  • Es gibt bei mir keine Grenze an Grausamkeit oder an Ekelhaften Dingen
  • Ich habe ein großes Bedürfnis zur Kriminalität vor allem Menschen die mich provozieren, kann mich aber immer zusammenreißen (jetzt dürft ihr raten was ich mit Kriminalität meine)
  • Meine Gedanken und Vorstellungen sind immer sehr grausam und gewalttätig
  • Ich widerspreche mir selbst, und das ziemlich oft
  • Ich besitze eine sehr gute Empathie
  • Ich bin gerne ein Aloch :)
  • Stehe gerne im Mittelpunkt
  • Sehr dunklen Humor und Sarkasmus
  • Selbstironisch bin auch xD

und mehr fällt mir nicht mehr auf die schnelle ein :D Denkt ihr ich gehöre weg?

Zu meinem Leben:

  • Abschluss mit 1,6er Schnitt
  • Freundin
  • Großer Freundeskreis
Antwort
von WelleErdball, 45

Ich würde dir dringend empfehlen diese Selbstdiagnosen zu lassen. Es ist völlig egal welchen Namen deine Schwierigkeiten haben es wird deswegen weder besser noch schlechter. Die Diagnostik überlässt du gerne einem Facharzt oder Psychotherapeuten, die können das besser abgrenzen. Für mich beißt sich schon alleine diese Darstellung "ich habe fast vor gar nichts Angst" und gleichzeitig traust du dich nicht zum Therapeuten zu gehen.
Du schreibst, dass du so bleiben willst wie du bist, was voraus setzt, dass es dir gut geht. Wozu dann überhaupt erst die Fragestellung? Das macht es ja überflüssig wenn es dir eh gut geht. Damit musst du auch keine Möglichkeit finden wie du damit umgehst. Du beschreibst eine sehr gute Empathie und gleichzeitig seist du ein gefülsflacher Mensch. Ich finde du widersprichst dich sehr viel.

Ich denke, in Wahrheit hast du die Hose voll bis oben hin denn in einer Therapie wird nicht nur auf Diagnosen geachtet und gefachsimpelt, da bist du in der Pflicht dich zu reflektieren und dich aktiv mit deinen Problemen zu beschäftigen.

Weiters bist du minderjährig. Bei Minderjährigen werden keine Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert (wenn überhaupt sind das Ausnahmefälle ansonsten steht dabei "Verdacht auf..."). Dein Kumpel der in einer geschlossenen Abteilung untergebracht wurde ist sicher auch nicht die beste Adresse wenn es um therapierelevante Angelegenheiten geht. Die Sache ist unterm Strich ganz einfach: Wenn du einen Leidensdruck hast dann such dir die Adressen der Kinder- und Jugendtherapeuten und mach dir einen Termin. Fest steht auch, dass Therapieziele formuliert werden und keine Therapie stattfindet wenn es lediglich um die Diagnose geht, dafür bist du bei einem Facharzt besser aufgehoben. Es bleibt deine Sache.

Antwort
von xMirage95, 35

Wenn ich ehrlich bin würde ich dir wenn überhaupt zu einer Therapie raten wegen egozentrischem Denken und verzerrtem Realitätswahrnehmen. :D

Was du aufzählst ist zur einen Hälfte völlig normal und zur anderen Hälfte Dinge, die du behaupte ich mal gar nicht beurteilen kannst (was Angst und Grausamkeit betrifft - das kannst du erst beurteilen, wenn du es wirklich erlebt hast - und ich glaube nicht dass das der Fall ist). 

Wenn man sich selbst lange genug beobachtet und versucht seine eigenen Theorien zu bestätigen wird man die "Beweise" immer finden. Unser Hirn filtert die Informationen nämlich so dass sie dem entsprechen, was wir gerne als Wahrheit retten. 

Lauf mal ein paar Wochen mit einer gegenteiligen Überzeugung durch die Gegend und schau mal was sich dann so am Selbstbild ändert. ;)

Kommentar von HerrAppleNr1 ,

Was Grausamkeit angeht habe ich schon einiges gesehen und naja das juckt mich nicht sonderlich es ist eher Interessant :)

Kommentar von xMirage95 ,

Ja, aber es gibt nochmal einen Unterschied zwischen sehen und erleben. :D

Kommentar von HerrAppleNr1 ,

Erlebte Sachen nimmt sieht man ja meistens :)

Antwort
von Lichtpflicht, 43

Nach meiner persönlichen Meinung gehörst du weg, ja. Aber Gott sei Dank hat meine Meinung keine Auswirkungen :D

Wenn es dir gut geht, so wie du bist, macht es ja wohl wirklich keinen Sinn, zu einem Psychologen zu gehen. Außer der Wunsch nach Bestätigung und Aufmerksamkeit durch Experten gehört zu deiner psychischen Krankheitsstruktur. Kann ja sein.

Solange du niemanden etwas getan hast, einschließlich dir selber, und keine Straftaten oder Suizid ankündigst, kann und wird dich niemand wegsperren, einweisen oder in eine Therapie zwingen.

Außer Geldverlust oder eine missgelaunte Krankenkasse hast du von einem Besuch beim Therapeuten nichts zu befürchten. Wenn du es also brauchst dann mach es, wenn nicht dann lass es.

Kommentar von HerrAppleNr1 ,

Ja irgendwie gehört es schon mehr oder weniger zu meiner Krankheitsstruktur :3

Und nein selber antun würde ich mir nie etwas und Suizid gefährdet bin ich auch nicht. Das Leben macht Spaß wenn man damit umgehen kann :)

Antwort
von drea67, 37

Das passt doch überhaupt nicht zusammen, was du schreibst: z.B. "keine Grenze für Grausamkeit"- und dann "sehr gute Empathie"

"Weg" gehörst du auf jeden Fall, wenn du anderen Menschen etwas antust, also nicht nur provozierst!

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