Frage von Kokos1234, 24

Ich suche gerade ein passendes Linux für meinen alten Laptop. Er hat einen Intel Centrino Dou (T2500), 1GB RAM und eine Festplatte mit 100GB?

Antwort
von Linuxhase, 10

Hallo

Ich suche gerade ein passendes Linux für meinen alten Laptop

  • Puppy
  • Arch (Architect)
  • SliTaz
  • AntiX

um nur einige zu nennen.

Das wichtigste ist, das man nach Möglichkeit eine Distribution verwendet bei der kein Unity, Gnome, KDE oder Cinnamon Desktop per default verwendet wird. Bei dem genannten Arch-Derivat hat man eine Auswahl.

Linuxhase

Antwort
von Katzenkumpel, 14

Aus eigener, langjähriger Erfahrung kann ich Puppy Linux und - nachdem der Entwickler sich vor einigen Jahren aus der aktiven Weiterentwicklung zurückgezogen hat - die daraus abgeleiteten Derivate (sog. Puplets) empfehlen. Allen gemeinsam ist die schlanke Architektur und der geringe Ressourcenverbrauch, was sie auch für ältere Rechner interessant macht.

Empfehlenswert ist u.a. X-Slacko 4.2 (XFCE Desktop Environment, Slackware kompatibel), das sich z.B. mit UNETBOOTIN bootfähig auf einem 2GB+ USB-Stick installieren lässt, aber natürlich auch auf der Festplatte/SSD eingerichtet werden kann. 

Vom selben Entwickler stammt auch X-Tahr 2.0 (ebenfalls schlanker XFCE Desktop, Ubuntu Trusty Tahr kompatibel), das ich persönlich aber noch nicht getestet habe (gute Kritiken, Link s.u.).

Die Puppy Derivate lassen sich beim Start vollständig ins RAM laden, und laufen dann entsprechend performant.

Als Besonderheit werden sämtliche Lokalisierungen, Änderungen, Nutzerdaten, Updates etc. - vom Betriebssystem sauber getrennt und bei Bedarf verschlüsselt - auf Wunsch beim Herunterfahren in einer einzigen Containerdatei (sog. SAVE-Files) gespeichert, und stehen dann beim nächsten Start optional wieder zur Verfügung (Layered File System).

Zusätzliche Software muss nicht fest ins System installiert werden, sondern lässt sich bei Bedarf als Paket (SFS) zur Laufzeit dazuladen. Hier existiert eine große Auswahl namhafter Programme, wie z.B. LibreOffice, Gimp, VirtualBox, Wine etc... 

Einige der aktuellen Puppy-Derivate unterstützen UEFI und PAE, und sind z.T. sowohl als 32-Bit-, als auch als 64-Bit-Variante verfügbar. 

Ausführliche weitere Informationen und Download-Links findet man unter "http://murga-linux.com/puppy/", in der Rubrik "Puppy Derivatives".

Kommentar von Kokos1234 ,

Danke für die ausführliche Antwort. Ich werde es mal mit Puppy Linux versuchen :)

Kommentar von Katzenkumpel ,

Gerne! :-)

Kommentar von Linuxhase ,

@Katzenkumpel

Das einzige was meiner Meinung anch gegen Puppy spricht, wenn man ein Anfänger ist, das man dort permanent root. ist.

Linuxhase

Kommentar von Katzenkumpel ,

Dieses Argument ist nicht völlig von der Hand zu weisen, allerdings

  • kann man in anderen Linux-Betriebssystemen durch vorangestelltes "su" oder "sudo" praktisch genauso leicht(fertig) Root-Rechte erlangen.
  • wurde Puppy Linux ursprünglich als rein CD-basiertes System erdacht, das alleine dadurch bereits vollständig schreibgeschützt, also z.B. gegen Schadcode gesichert, ist. Um nun aber notwendige und sinnvolle Anpassungen (z.B. Lokalisierung, Netzwerk-Einstellungen, Bildschirmhintergrund, zus. Software etc.) trotzdem dauerhaft ins System zu integrieren, kann man unter Puppy Linux (und seinen Derivaten) z.B. wie folgt vorgehen:1. Puppy Linux installieren,2. notwendige bzw. gewünschte Anpassungen vornehmen,3. ein sog. "Remaster" durchführen, d.h. ein neues ISO-Abbild, inklusive der vorgenommenen Änderungen, erstellen,4. dieses neue, auf eigene Bedürfnisse angepasste, ISO wiederum auf CD oder Festplatte/USB-Stick installieren.
  • Im Falle von X-Slacko kann man alternativ (und erheblich einfacher):1. nach der Installation zunächst alle gewünschten Anpassungen vornehmen,2. beim ersten Herunterfahren ein sog. SAVE-File anlegen (in dem sämtliche vorgenommenen Anpassungen dauerhaft gespeichert werden),3. in Zukunft dann mit diesem SAVE-File arbeiten (wird beim Start automatisch gefunden),4. beim künftigen Herunterfahren des Systems das Speichern aller neu hinzugekommenen Änderungen verneinen (Abfrage beim Shutdown), damit das einmal eingerichtete System sauber bleibt.Anmerkung 1: Grundsätzlich empfiehlt es sich, vom einmal "sauber" angelegten SAVE-File zunächst ein Backup (=Kopie) anzulegen, um bei Bedarf - durch einfaches Zurückkopieren dieses Backups - jederzeit den definierten Ausgangszustand wiederherstellen zu können.Anmerkung 2: Die Möglichkeit zur Speicherung aktualisierter Daten etc. im SAVE-File existiert natürlich auch in allen anderen Puppy-Derivaten, erfolgt dort allerdings i.d.R. beim Herunterfahren automatisch. Theoretisch könnte hier also ungewollt z.B. auch im Internet "eingefangener" Schadcode dauerhaft mitgesichert werden.Im Falle von X-Slacko erfolgt beim Shutdown eine Abfrage, ob Änderungen tatsächlich im SAVE-File gespeichert werden sollen. Wird dies verneint, bleibt das SAVE-File unangetastet.
  • ist - auch bei Installation auf Festplatte oder USB-Sticks - der Kern des Betriebssystems immer schreibgeschützt. Lediglich das Home-Verzeichnis des Benutzers ist beschreibbar, kann aber z.B. durch die Firewall oder eine Antiviren-Software zusätzlich abgesichert werden.
  • sind Linux-User i.d.R. - auch und insbesondere als Root - zumeist etwas versierter in Sicherheitsbelangen... ;-)
Kommentar von Katzenkumpel ,

Sorry, aber offensichtlich hat sich die Struktur meiner letzten Antwort (numerierte Aufzählungen) in Wohlgefallen aufgelöst.

Ich hoffe, dass der Inhalt trotzdem noch halbwegs verständlich ist...

Antwort
von petsto7, 14

Lubuntu und Mint LXDE sind sehr ressourcensparend :)

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