Frage von DerEinmalige98, 56

Ich studiere und vergesse doch eh fast alles?

Ich fühle mich nur mäßig aufs Berufsleben vorbereitet, ich meine man könnte eine Klausur die man vor einem Jahr bestanden hat heute doch gar nicht mehr meistern. Außer man lernt wieder. Ist das normal??

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium & Universität, 14

Zum einen ist das normal, klar. Denn man kann nicht alles ewig im Gedächtnis behalten.

Zum anderen muss man aber sagen, dass dies durchaus auch mit unvorteilhaftem Lernen bzw. für die Art des Stoffs ungeeigneten Prüfungsformen zusammenhängt.

So ist z.B. das berühmte "Bulimie-Lernen" einige Wochen vor der Prüfung praktisch ein Garant dafür, nach der Prüfung wieder alles zu vergessen. Kontinuierliches Lernen ist für dauerhaftes Abspeichern wesentlich effektiver.

Außerdem ist es, wie angesprochen, auch eine Frage der Prüfungsform. Viele Klausuren nach der Vorlesungszeit fördern natürlich das möglichst schnelle Lernen (und Vergessen), während etwa viele kleine über das Semester verteilte Prüfungen kontinuierliches Lernen fördern. Außerdem (und da denke ich an die berühmten Multiple-Choice-Klausuren aus der Medizin) sollte die Prüfungsform irgendwie zum Inhalt passen, sonst ist das dauerhafte Merken  wesentlich schwerer.

Was ich damit sagen will: Das Vergessen ist normal, man kann dem aber von Studentenseite mit anderen Lernstrategien entgegenwirken und (das ist natürlich schwerer zu beeinflussen) von Uni-Seite mit anderen Lehr- und Prüfungsmethoden.

Antwort
von Sanja2, 12

die Details merkst du dir nicht, aber wie du dir etwas herleitest, wo du etwas nachschauen kannst, wie Sachen zusammenhängen. Das was du im Beruf dann wirklich brauchst musst du eh noch genauer und ausführlicher schulen, aber im Studium werden Grundlagen dazu gelegt und das Grundverständnis für die Thematik.

Antwort
von Neutralis, 29

Gehirnmasse davon bleibt trotzdem über, weshalb du es schnell wieder erlernen kannst.

Antwort
von SmartTim98, 42

Ja. Aus dem Studium braucht man in der Regel ja ohnehin recht wenig im Berufsleben. Es geht eher um die Denkfähigkeit und das Auseinandersetzen mit fachlichen Fragen, was im Studium unbewusst stark geschult wird.

Antwort
von XY123XY123, 26

Ging mir genauso.

Kommentar von DerEinmalige98 ,

Was hast du studiert und was machst du jetzt?

Kommentar von XY123XY123 ,

Ich hab BWL studiert. Jetzt bin ich Redakteurin bei einer Zeitschrift; hat nichts mit BWL zu tun. Ich hatte nur ein halbes Jahr lang einen Job, der mit BWL zu tun hatte. Für diesen Job war mein Abschluss Voraussetzung, aber trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass mir das Studium bei meiner Tätigkeit hilft.

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