Ich steiger das rauchen immer mehr ich weiß nicht wie ich das stoppen kann und denke es ist schon zu viel des "guten", was soll ich tun?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Dass Dir das Rauchen gegen Depressionen hilft, scheint Dir nur so vorzukommen. - Google mit

rauchen depressionen

Weil Du ja nun so viel rauchst, wechselst Du ständig von Nikotinentzug und Unterbrechung des Entzuges. Diese Unterbrechung gibt Dir das Gefühl, das Rauchen würde Dich beruhigen. In Wahrheit werden aber nur die Entzugserscheinungen unterbrochen ... bis zum nächsten Mal.

Ruf an bei einer Drogenberatung in Deiner Umgebung. Google so und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls Deiner klein ist). Schildere Dein Problem mit dem Entzug genauso wie hier. Drogenberatungen beraten auf Wunsch auch anonym, Vorname oder Nickname genügt..

Wichtig ist, dass Du genug Wasser trinkst. Sobald Du mit dem Rauchstopp beginnst, fängt ja Dein Körper an, die Giftstoffe abzutransportieren, die er durch die Qualmerei in sich hat. Dazu braucht er Wasser.

Auch hilft beim Rauchstopp leichter (!!) Sport. Kommt also die Aggression in Dir auf, weil Dein Körper seine Gewohnheit des Rauchens nicht aufgeben mag (dazu gleich mehr), trink sofort ein, zwei Gläser Wasser (ich trinke Leitungswasser), und wenn Du immer noch dieses blöde Kribbeln merkst, dann lauf 'ne Runde ums Haus oder Treppen rauf und runter.

.

Lies meine ausführliche Antwort an EllaElla1994, die auch mit dem Rauchen aufhören wollte. Mehrfach bekam ich Rückmeldungen, dass ihnen so das Wieder-Nichtraucher-Leben gelungen ist:

http://www.gutefrage.net/frage/effektivste-methode-mit-dem-rauchen-aufzuhoeren#answer125899089

Klickst Du den ersten Link an, sieh Dir das informative und sehr unterhaltsame Video mit dem Coach an. Darunter findest Du eine Liste, wie sich der Körper nach dem Rauchstopp erholt.

Klickst Du den zweiten Link an, kriegst Du noch mehr Infos und hilfreiche Hinweise.

Für den Fall, dass Du weitere Hilfe wünschst: Dass viele Krankenkassen Nichtraucherkurse anbieten, weißt Du vielleicht. Auch bei Drogenberatungen kann man danach fragen.

Mehrmals habe ich hier auf Gutefrage Berichte von Usern gelesen, die eines Tages erkannten, dass sie Sklave der Tabakindustrie sind und dafür auch noch einen Haufen Geld ausgegeben hatten. - Das machte sie so zornig, dass sie von einem zum anderen Tag mit dem Rauchen aufhörten. Mehrere von ihnen schrieben, dass sie wenige oder sogar keine Entzugserscheinungen hatten, auch starke Ex-Raucher und nun Nichtraucher berichteten davon.

Falls sich mal eine Art Schmacht meldet, dann hilft es, dem Teil des Unterbewusstseins, das für Sucht zuständig ist, hörbar oder still in sich hinein in festem, freundlichen Ton zu sagen:

"HEUTE nicht"

Das ist für diesen Teil ein überschaubarer Zeitrahmen.

Auch helfen dann körperliche Aktivitäten wie um den Block laufen oder (wenn man das Haus nicht verlassen kann), Treppen rauf und runter. - Auch Seil springen ist gute Alternative - für gute Infos dazu google mit

richtig seil springen

wobei der Vorteil dabei ist, dass Du dieses kleine Fitness-Gerät stets bei Dir haben kannst.

Es gibt Emotionen, die gern im Verborgenen wirken, dazu gehört auch so ein Schmacht. Die mögen es gar nicht gern, klar beobachtet zu werden. Solche Gefühle halten sich nicht lange, und sie sind wellenförmig. Beobachtet man sie, kann es sehr interessant sein, wie sie wellenförmig an- und abschwellen, sich auch mal aufbäumen und dann erstmal wieder verschwinden. Solche Phänomene bei sich zu beobachten finde ich sehr spannend.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und ein drogenfreies und schönes Leben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von cyracus
26.10.2015, 06:06

Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

.

Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

.

Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

.

Zu Deiner Frage, ob Du dieses Problem bei Deinem Psychologen ansprechen sollst:

Dazu ist Therapie doch da!

0
Kommentar von cyracus
30.12.2015, 11:41

Danke fürs Sternchen - ҉ •✿⊱ (¯`'•.¸(¯`'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿• ҉

0

Hey,

da ich selbst noch nie geraucht habe, kann ich dir da leider nicht so gut weiterhelfen. Was du aber auf jeden Fall tun solltest, ist, es deinem Psychologen zu erzählen. Erstmal ist es sehr gut, dass du in Behandlung bist. Aber damit eine Therapie auch wirken kann, müssen die Ursachen gefunden werden, und dazu musst du sie eben auch erzählen. Glaub mir, wenn es einmal ausgesprochen ist, fällt es einem leicht, darüber zu reden. Nur musst du eben den Mut haben, das nächstes Mal einfach anzusprechen.

Und ich glaube kaum, dass die Depressionen wegen des Rauchens besser geworden sind. Klar ist es ein Mittel zur Ablenkung, damit man die Depressionen weniger spürt. Aber somit hast du nur zwei Probleme statt eins. Sehe die Zigaretten also nicht als Hilfe.

Zum Schluss doch noch einen Tipp gegen das Rauchen, denn in deinem Fall könnte man das ja auch in die Kategorie "selbstverletzendes Verhalten "(SvV) einordnen. Leuten, die sich selbst verletzen, wird immer geraten, eine "Skills"-Liste anzulegen. Wenn die das Verlangen danach haben, sich selbst weh zu tun (/zu rauchen), sollten sie zwanghaft versuchen, eine Sache von ihrer Liste zu tun. Hier ein paar Ideen, was auf dieser Liste stehen kann: http://www.borderline-selbsthilfe-schwerte.de/index.php?option=com_content&view=article&id=80&Itemid=85

Viel Glück und alles Gute,RoteTraene98✨

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo! 

Ich gehe zum Psychologen (1 mal die Woche) sollte ich dieses Thema ansprechen? 

Kannst du aber Du bist eher ein Fall für die Drogenberatung. Ein Entzug wird hart für Dich aber es wird immer schwieriger. Also ist sofort immer der beste Zeitpunkt, alles Gute.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also, bei deinen Deppressionen kann ich dir nicht weiter helfe. Das kann dann wirklich nur ein Fachmann...

Was das Rauchen angeht kann ich dir helfen. Ich selber habe 7 Jahre geraucht, war überzeugt niemehr aufhören zu können, so sehr abhängig fühlte ich mich... Dann, an meinen 24. Geburtstag schenkte mir mein bester Freund ein Buch: Endlich Nichtraucher von Allen Carr. Ich war zunächst richtig skeptisch ob mir gerade ein Buch das rauchen austreiben kann... Und so stand es auch erstmal eine Weile unangerührt im Regal... Als dann mein Urlaub ran war, hat mich dann doch die Neugier gepackt. Ich merkte auch das mir das rauchen in keinster Weise gut tan... Also began ich es zu lesen. Ich habe es mehr oder weniger verschlungen. Nach 3 Tagen war ich durch und überzeugt davon niemehr rauchen zu müssen. So ist es bis jetzt, seit 16 Monaten.Im Nachhinein wenn ich so darüber nachdenke, war das das beste Geschenk welches mir je gemacht wurde! Bin meinen besten Freund und dem Autor unendlich dankbar dafür! Ich kann es dir nur ans Herz legen, wenn du unbedingt mit Rauchen aufhören willst, besorge dir das Buch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja! Spreche mit deinen Psychologe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?