Ich soll in eine Psychiatrie - Was erwartet mich?

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9 Antworten

Du hättest in jedem Fall die besseren Karten, wenn Du freiwillig gehst. Wenn Deine Ärztin nämlich der Meinung ist, daß Du akut Dich oder andere gefährdest, kann sie eine zwangsweise Einweisung vornehmen lassen. Da wird, auch am Wochenende, ein Antrag beim Gericht gestellt. Die sind auch am Wochenende oder an Feiertagen besetzt, damit immer jemand rechtliche Schritte einleiten kann, wenn es notwendig ist, z. B. auch für die Polizei. Gegen einen solchen Beschluß kannst Du Einspruch einlegen. Dann muß innerhalb von 24 Stunden eine Anhörung stattfinden, bei der Du Deine Argumente GEGEN eine zwangsweise Unterbringung vorlegen kannst. Es ist aber nur ganz selten, daß ein Richter sich nicht der Arztmeinung anschließt, weil er ja davon ausgeht, daß der Mediziner die Sachkenntnis hat und Du nicht.

Wenn Du akut gefährdet bist, kommst Du in jedem Fall auf die geschlossene, so lange, bis man einschätzen kann, wie stark Du Dich oder andere gefährdest.

Was auch immer Du tust oder passiert, kooperiere! Die sitzen in jedem Fall am längeren Hebel, und da kannst Du denen auch nicht mit menschenunwürdiger Behandlung kommen. Je schlimmer Du Dich aufführst, desto stärker werden die Medikamente oder die Behandlung durch Ärzte und Schwestern.

Freigang wird Dir auch nur gewährt, wenn Du angepaßtes Verhalten zeigst. Wann Du Dich allein auf dem Klinikgelände bewegen darfst und wann Du entlassen wirst hängt ganz vom Verlauf Deiner Behandlung ab. Wie schon gesagt, je mehr Probleme Du denen machst, umso mehr Schwierigkeiten machen sie Dir.

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jede klinik regelt es anders, wie sie ihre patienten unterbringt. in der psychiatrie gibt es aber eher keine einzelzimmer- damit sich die leute nicht verkriechen können.

ob du in die geschlossene kommst, hängt von deiner gefährdung ab. man sollte sich die geschlossene aber wie ein normales krankenhaus vorstellen. am eingang ist nur eine schleuse, so dass man nicht nach lust und laune rein- und rausspazieren kann.

es heisst auch nicht, dass man die geschlossene nicht verlassen dürfte. das wird auch verschieden geregelt- es ist gut möglich, dass du von verwandten mal für eine zeitlang abgeholt werden darfst oder ähnliches. das hängt auch wieder von deiner gefährdung ab.

tagsüber sollte es verschiedene therapieangebote geben wie einzelgespräche mit psychotherapeuten, verschiedene gesprächsgruppen/gruppentherapie, ergo- und sport-/körpertherapie, entspannungsgruppe.

vielleicht nimmst du dir was zum lesen mit. handy ist möglicherweise nicht erlaubt- sonst hängen die leute nur am handy. irgendein gesellschaftsspiel wäre auch nicht verkehrt, damit man abends was mit den anderen "unternehmen" kann.

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Suizidgedanken haben viele Menschen, das ist kein Grund für eine geschlossene Psychiatrie. Deine Behandler wollen aber offenbar einen Schutz für Dich, der ambulant nicht zu erreichen ist. Wenn Du also auf Anraten und freiwillig in eine psychiatrische Klinik gehst, dann wird Du dort mit ziemlicher Sicherheit nicht "menschenunwürdig" behandelt und verlierst nicht "alle Deine Rechte". Das kann nur für eine gewisse Zeit bei Zwangseinweisung passieren.

Lass Dich nicht verrückt machen von einigen Kommentaren hier. Wir sind nicht mehr in den 50er Jahren. Du kannst natürlich jederzeit auch wieder rausgehen aus der Klinik, wenn Du freiwillig reingegangen bist (sofern Du nicht ganz akut suizidgefährdet bist). Du brauchst jedenfalls keine Angst davor zu haben.

Wie lange Du bleibst, hängt von Deinen Fortschritten dort ab. Das werden wohl einige Wochen sein. Es gibt dort Einzeltherapie (wenig), viele Gruppen, Beschäftigungstherapien u.a.

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Das regelt jede Klinik anders, da kann man dir keine zuverlässigen Antworten geben. Wenn du suizidal bist, kommst du sicher  mindestens die ersten 24h auf die Geschlossene. 

Wie es aber aussieht hast du nur noch die Möglichkeit freiwillig einzutreten. Eine Zwangseinweisung würde ich nicht provozieren.

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ich war 1 1/2 wochen dort nach einer selbst Einweisung,ans Bett gefesselt wirst du nur wenn du eine Gefahr für dich und die Menschheit bist.

ich musste als erstes gleich mein Handy abgeben, Gruppentherapie, einzeltherapie gespräche mit einen Therapeuten oder Psychologen.

ich durfte mich mit Erlaubnis auf denn gelände auf halten

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In die geschlossene kommen Straftäter oder Leute, die unkontrolliert ausrasten.

Wenn Du freiwillig gehst, kannst Du jederzeit auch wieder gehen, wirst also nicht festgehalten, wenn Du nicht verrückt spielst.

Mitnehmen solltest Du Kleidung zum Wechseln und Hygieneartikel.

In was für ein Zimmer Du dort kommst, fragst Du am besten die Ärztin.

Wie lange Du dort bleiben solltest, kommt auf die Fortschritte an, die Du machst - das weiß keiner im voraus. Je mehr Du Dich bemühst, umso schneller geht's.

Ach ja, heitere Lektüre oder solche zum Nachdenken und Horizont erweitern wäre auch nicht schlecht...

Ich wünsche Dir alles Gute :-)

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Ich hatte das auch mal. Ich war nach 5 tagen wieder draussen. Mit selbstmordgedanken kommst du immer auf die geschlossene. Da gibt es aber meist eine art eingekreister garten also so ganz im haus bist du nicht. Frische luft bekommst du also schon. Wenn du versuchst dir wehzutun oder dich aufführst dann binden sie dich ans bett. Aber ansonsten kannst du dich da drin frei bewegen und hast therapie und selbsthilfesitzungen die dir helfen. Wenn die depression nicht weniger wird, mach es danach bist du ohne medikamente frei davon  5 tage hat es bei mir gedauert dann war es vorbei ohne antidepressiva 

Viel glück! Denk drüber nach und tu das richtige!

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Kommentar von Emily4erdbeer
05.12.2015, 01:34

ich bin doch nicht blöd und gehe da freiwillig hin wenn ich weiß, dass es sein kann, dass ich da so menschenunwürdig behandelt werde und keine Rechte mehr habe.

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Das mit dem ans Bett fesseln ist ein Witz oder?

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Kommentar von Emily4erdbeer
05.12.2015, 01:33

ups, das sollte unter dem kommi stehen

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Kommentar von marla80
05.12.2015, 02:19

Das mit dem ans Bett fesseln beschränkt sich auf die Patienten, die Fremd- oder Eigengefährdet sind...sprich wenn du ausflippst oder dich selbst verletzt und nicht absprachefähig bist. solange du kooperativ bist, brauchst du keine angst haben. I.d.R. passiert eine Fixierung nicht ohne Grund. LG

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Sollst du eine Therapie dort machen oder in eine geschlossene ? 

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Kommentar von Emily4erdbeer
05.12.2015, 01:06

Das frage ich ja.. wohin wird man gebracht wenn man suizidgedanken hat aber kooperativ ist?

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Kommentar von Youareme
05.12.2015, 14:33

Man kommt nur bei akuter Gefahr in eine geschlossene. Das was du beschreibst ist eher für die offene Psychiatrie.

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Kommentar von Youareme
05.12.2015, 14:35

Sorry, wollte nicht klugscheissen. Bin momentan in offener Psychiatrie. Wollte dich nicht angreifen

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