Frage von Neelia1983, 69

Ich selbständig mit Mwst. Pflicht, Rechnungzahler ohne Mwst. Pflicht. Wie stelle ich die Rechnung ?

Guten Morgen, ich habe einem Bekannten einen Kunden zur Darlehnsvermittlung empfohlen. Die Teilung ist 50/50. Jetzt soll ich eine Rechnung schreiben. Ich bin selbst selbständig und Mwst. Pflichtig, er ist es nicht weil er im Finanzsektor arbeitet. Es sind 472,50€ über die ich die Rechnung schreiben soll. Mwst. drauf oder runter ? Sie abzuziehen ist ja nicht so einfach, außerdem wurde er ja ohne bezahlt. Über eine produktive Antwort würde ich mich freuen.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Neelia1983,

Schau mal bitte hier:
Versicherung Steuern

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 44

Wenn Du einen Darlehenskunden vermittelt hast, ist es völlig egal, ob  Deine anderen Umsätzen umsatzsteuerpflichtig sind, oder nicht. Die Vermittlung von Darlehen ist ist es nicht. § 4 Nr. 8 a, Umsätze aus der Vermittlung von Krediten sind umsatzsteuerfrei.

Somit darfst Du auf Deiner Rechnung auch keine Umsatzsteuer ausweisen und brauchst somit auch keine abzuführen.

Beim Jahresabschluss musst Du darauf achten ggf. Deine Vorsteuer aufzuteilen. Ich würde mich aber auf den Standpunkt stellen, dass mit diesem einmaligen steuerfreien Ausschlussumsatz keine Betriebsausgaben mit Vorsteuerabzug in Zusammenhang zu bringen sind.

Kommentar von Neelia1983 ,

Ok, super. Danke :-)

Kommentar von Apolon ,

Umsätze aus der Vermittlung von Krediten sind umsatzsteuerfrei.

Für die Vermittlung von Krediten benötigt man aber eine Gewerbeanmeldung nach § 34 I.

Kommentar von wfwbinder ,

Nicht für die Herstellung von Kontakten. Die Beratung hat ja der andere gemacht.

Kommentar von Neelia1983 ,

Die hat der Vermittler ja auch, deshalb ist der Kunde auch zu Ihm vermittelt worden von mir. Ich bin Tippgeber

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 44

Du bist MwSt-pflichtig, musst also auf deine Dienstleistung (Provisionsanspruch) die MwSt. aufschlagen.

Wenn ihr also eine 50/50 Vereinbarung habt, musst du die MwSt im Hundert rechnen 472,50/119 %

Kommentar von Neelia1983 ,

Er sagt was anderes oder hab ich was falsch verstanden. 

Expertenantwort

 

- von der Community

von

 

wfwbinder, Community-Experte für Steuern,

 

vor 1 Min

 

 

11

Wenn Du einen Darlehenskunden vermittelt hast, ist es völlig egal, ob  Deine anderen Umsätzen umsatzsteuerpflichtig sind, oder nicht. Die Vermittlung von Darlehen ist ist es nicht. § 4 Nr. 8 a, Umsätze aus der Vermittlung von Krediten sind umsatzsteuerfrei.

Somit darfst Du auf Deiner Rechnung auch keine Umsatzsteuer ausweisen und brauchst somit auch keine abzuführen.

Beim Jahresabschluss musst Du darauf achten ggf. Deine Vorsteuer aufzuteilen. Ich würde mich aber auf den Standpunkt stellen, dass mit diesem einmaligen steuerfreien Ausschlussumsatz keine Betriebsausgaben mit Vorsteuerabzug in Zusammenhang zu bringen sind.

Kommentar von DerHans ,

Du schreibst selbst, dass du Tippgeber bist. Du hast also KEIN Darlehen vermittelt.

Das ist eine ganz normale Dienstleistung die du zu versteuern hast.

Kommentar von wfwbinder ,

Um Nochmehr Unklarheit zu schaffen, der Standpunkt von@DerHans ist in der Fachliteratur verbreitet.

Es gibt aber auch das Gegenteilige BFH Urteil: https://openjur.de/u/159056.html

Kommentar von Neelia1983 ,

Nagut, dann gibt es wohl keine konkrete Vorgehensweise. Wie so häufig. :-( Vielen Dank für die Auskunft. Ich werde erstmal keine draufschlagen, weil er ja auch keine bekommen hat um diese weiter zu geben. Mal schauen was mein Steuerberater dann daraus macht. 

Antwort
von Apolon, 45

Welche Leistung hast du denn erbracht?

Bitte beachten, für eine Bau-Darlehensvermittlung muss eine Gewerbeanmeldung nach § 34 I Gewerbeordnung vorliegen!

http://www.hannover.ihk.de/rechtsteuern/recht8/themengebiete-recht/recht1/immobi...

Kommentar von Neelia1983 ,

Ich habe lediglich einen Kontakt vermittelt. Ich bin nicht in der Finanzbranche tätig.

Kommentar von Apolon ,

Dafür kannst du aber keine Rechnung stellen!

Oder hast du eine Gewerbeanmeldung für eine Kontaktvermittlung?

Kommentar von Neelia1983 ,

Ich habe in meiner Gewerbeanmeldung auch Vermittlung von Kontakten stehen sowie Promotiontätigkeiten. 

Kommentar von wfwbinder ,

Natürlich kann man für ein solches Zufallsgeschäft eine Rechnung stellen. Wer lediglich einen Kontakt herstellt, betriebt ja keine Beratung auf dem Gebiet, wofür die spezielle Anmeldung nötig wäre.

Kommentar von Apolon ,

Dazu könnte man ja mal eine Anfrage bei der BAFIN stellen.

Bin gespannt welche Antwort dazu kommt.

Kommentar von wfwbinder ,

Die Bafin wird sich dafür interessieren, ob eine nicht qualifizierte Person eine Beratung durchgeführt hat und weniger (gar nicht), ob die qualifizierte Person, die die Beratung durchgeführt hat, von ihrem Verdienst etwas an die Person gegeben hat, die den Kunden brachte.

Kommentar von Apolon ,

@wfwbinder,

weshalb hier überhaupt eine Rechnung angefordert wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn ich einem anderen der mir einen Kunden vermittelt hat, eine Tippgeberprovision zahle benötige ich von diesem keine Rechnung!

Diese Zahlung erkennt mir jedes Finanzamt an!

Kommentar von Neelia1983 ,

Was ist mit ihnen los? Natürlich wurde der Kunde qualifiziert beraten, der Berater hat den 34i. Das war aber auch nicht die Frage. Und warum soll der Berater keine Empfehlungen annehmen und dafür eine entsprechende Empfehlungsprovision nach Abschluss aushändigen. Sowas ist völlig normal, es gibt sogar offizielle Apps über die Kunden neue Kunden vermitteln können und später dafür etwas bekommen. Und was ist mit jemandem der in der Versicherungsbranche tätig ist nur den 34i nicht hat, warum sollte dieser den Kunden kostenlos abgeben, er hat Ihn schließlich evtl. vorher schon zum Kunden gemacht oder überzeugt die Dienstleistung über ein Unternehmen XY zu machen

Kommentar von Apolon ,

Und was ist mit jemandem der in der Versicherungsbranche tätig ist nur den 34i nicht hat, warum sollte dieser den Kunden kostenlos abgeben, er hat Ihn schließlich evtl. vorher schon zum Kunden gemacht oder überzeugt die Dienstleistung über ein Unternehmen XY zu machen

Und weshalb ist der Darlehensvermittler nicht einfach in der Lage eine Tippgeberprovision gegen Quittung weiter zu geben, was in der Branche üblich ist.

Diese erkennt jedes Finanzamt an?

Kommentar von Neelia1983 ,

Ich möchte ja auch eine Rechnung stellen, nur weiss ich halt nicht ob mit oder ohne Mwst. Ich bin nämlich Pflichtig aber der Vermittler mit dem ich das Geschäft gemacht habe nicht. Er hat also die Mwst. nicht bekommen für seien Abschluss also gehe ich davon aus das ich sie jetzt nicht so einfach von Ihm einfordern kann. Müsste diese aber evtl. bei Steuererklärung aus eigener Tasche zahlen.

Kommentar von Apolon ,

Tja. dies ist ja das Problem.

Deshalb wie oben schon geschrieben, sollte der Darlehensvermittler einfach eine Quittung für die Tippgeberprovision sich unterschreiben lassen und beim Finanzamt vorlegen.

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