Frage von Findus1209, 54

Ich sehe keinen Ausweg mehr, was soll ich tun?

(Ich habe seit ca. 2 1/2 Jahren Depressionen, bin Suizifgefährdet und in Behandlung).

Ich sehe einfach keinen Ausweg mehr! Ich will nicht am Leben bleiben! Ich fühle mich so unglaublich egoistisch das zu schreiben, aber ich WILL sterben! Ich KANN aber nicht sterben! Wie soll ich das anstellen ohne dass ich damit jemandem (Meine Mutter, Vater, Schwester, Freunde, (Fremde?)) das Leben komplett versaue?!

Ich kann auch mit niemandem reden wenn ich mich schlecht fühle! Ich habe immer das Gefühl, den jenigen damit viel zu sehr zu belasten.

Was soll ich denn machen?! Ich will weder leben noch sterben!

Antwort
von LostSoul071, 48

Hallo

Sicher mal zuerst wegkommen von GF bei solchen Problemen, dieses Forum hier ist nicht darauf spezialisiert und bringt dir somit überhaupt nichts.

Hier kannst du höchstens 5 Minuten Aufmerksamkeit erhalten und gut ist, danach stehst du genau gleich weit wie vorher.

Geh in ein Forum das besser geeignet ist, ich kenne depri.ch aber mit Googeln kommen sicher mehr Resultate dabei raus.

Abgesehen davon ist eine Therapie bei einem Spezialisten besser geeignet wenn du nicht weiterkommst, solche Fernratschläge helfen bedingt, denn du musst diese Ratschläge auch annehmen und umsetzen. Wenn du dann weiterhin in den vier Wänden rumsitzt, bringt dir das wieder nichts und nochmals nichts. Daher ist eine Therapie sinnvoll, denn dann wirst du auch begleitet und das hilft dir sicher mehr.

Kommentar von Findus1209 ,

Ich warte zurzeit darauf einen Platz in der Tagesklinik zu bekommen. Ich habe diese Frage nur auf Gutefrage. net gestellt, weil ich mir im Moment nicht anders helfen kann! Und ich bin mir bewusst, dass das hier nicht viel bringt! Aber es bringt zumindest etwas! Danke für den Tipp mit dem Forum!

Kommentar von LostSoul071 ,

War nicht böse gemeint, es beruht auf eigene Erfahrung und andere Fragesteller.

Du willst dir helfen lassen und das ist schon mal ein guter Schritt nach vorne. Na hoffentlich bekommst du bald diesen Platz in der Klinik.

Antwort
von Daoga, 30

...muß vorausschicken, daß mir Depression total fremd ist. Ich kenne zwar auch Null-Bock-Phasen wie jeder geistig normale Mensch, in denen mich die Welt da kann wo ich am schönsten bin, aber das ist der ganz natürlichen Faulheit geschuldet und manchmal auch dem Frust. Kannst Du mich als unmittelbar Betroffener vielleicht aufklären, Findus1209, wie so ein Depressionsschub genau aussieht? Wie sieht das konkret aus, wenn bei Dir gar nichts mehr geht? Und was machst Du so den ganzen Tag, arbeitest Du, was hast Du an Hobbys, wo siehst Du bei Dir starke Punkte und Interessen und wo hakt es in Deinem Leben - Deiner Meinung nach?

Kommentar von Findus1209 ,

Meistens fängt so ein "Depressionsschub" damit an, dass ich einfach aus dem Nichts so ein ziehen von innen spüre, als ob meine Lunge mein Herz und alles was da sonst noch so ist, sich auf einmal zusammenzieht. Dann fange ich an zu weinen und ich weiß noch nicht mal warum. Je mehr ich mich dann da rein steigere, desto schlimmer wird es. Irgendwann bin ich dann einfach nur noch verzweifelt und möchte das Alles aufhört . Dann kommen die Selbstmordgedanken. Aber wie gesagt, habe ich zu viel Angst, andere damit zu schädigen! Wenn ich gerade nicht diese Momente habe, bin ich meistens einfach nur müde und Kraftlos, habe keinen Appetit und will nur noch schlafen, was natürlich nicht geht, da ich Pflichten habe. Es gibt natürlich auch schöne Momente, das ist meistens in der Schule, wenn meine Freunde mich auf andere Gedanken bringen. Aber wenn ich dann alleine bin, geht alles von vorne los. Ich weiß, dass es irgendwann besser wird. Aber ich halte es im Moment einfach nicht mehr aus.

Kommentar von Daoga ,

Diese Schilderung deutet auf spontane Angstzustände hin, und wenn Du in Deinem jetzigen Leben nichts hat, was sowas verursachen könnte (verursachen wohlgemerkt - auslösen ist was anderes), handelt es sich vermutlich um etwas, was irgendwann in der frühen Kindheit stattgefunden hat. Etwas, worüber Du heute vermutlich lachen würdest - was Dich damals als Kleinkind aber so maßlos verängstigt hat, daß bis heute der kleinste Trigger reicht, damit der nächste Anfall kommt. Da solltest Du Dir wirklich mal einen Termin bei einem guten Psychologen schnappen und eine Therapie mit Tiefenentspannung/Rückführung machen lassen. Und die reine Angst vor der Angst, vor dem nächsten Anfall setzt Dich unter Dauerstreß, deshalb die Dauer-Müdigkeit.  

Kommentar von Findus1209 ,

Auf meiner Grundschule wurde ich oft (Jede Pause bis zur dritten Klasse) von den Jungs (Es ist eine intigrative Grundschule gewesen, das heißt in meiner Klasse hatten die meisten Jungs ADHS und/oder Agressionsstörungen).  Zudem hat mir einer dieser Jungs in der 3. Klasse zwischen die Beine gefasst etc. Könnte das damit zu tun haben? Ich habe mit meiner Psychologin bereits darüber gesprochen.

Kommentar von Daoga ,

Das jähe "Verkrampfen" klingt stark nach dem Ansatz einer Kampf/Flucht-Reaktion, die, da sie erfolglos bleibt, in Tränen und einem Gefühl von Sinnlosigkeit resultiert. Warum warst Du auf dieser integrativen Schule, hattest Du damals schon Beschwerden? Denn fiese, mobbende Mitschüler allein reichen nicht unbedingt für solch eine tiefgreifende Störung, da muß noch mehr dahinter stecken. Hast Du damals in der Schule Hilfe erhalten, oder mußtest Du mit den Vorgängen damals allein fertig werden, weil Du mit niemandem darüber reden konntest? 

Kommentar von Findus1209 ,

In meiner Freizeit spiele ich übrigens Querflöte und E-gitarre. Mein starker Punkt ist wahrscheinlich, dass ich Konsequenzen abschätzen kann. Und vielleicht meine Sensibilität, aber das ist wahrscheinlich mehr eine Schwäche als eine Stärke. In meinem Leben hakt im Moment alles...

Kommentar von Daoga ,

Vielleicht solltest Du dir zusätzlich zur Musik noch ein "handfestes" Hobby zulegen, wo Du Dich körperlich wirklich anstrengen mußt. Egal ob Sport oder (Teilzeit-)Arbeit, wo Muskelschmalz gefragt ist. Positive Anstrengung setzt nämlich Glückshormone frei, und die sind ein Wundermittel gegen Angstanfälle und Depressionen.

Kommentar von Findus1209 ,

Ja, ich weiß, ich sollte wirklich mit Sport anfangen, ich war früher sogar mal sehr sportlich. Aber ich habe im Moment einfach gar keine Motivation dazu...

Kommentar von Findus1209 ,

Ich bin damit ganz gut klar gekommen und habe deswegen nie daran gedacht mir Hilfe zu holen. Erst im Nachhinein habe ich daran gedacht wie brutal meine Grundschulzeit eigentlich war. Es waren noch andere Mädchen davon betroffen und die haben soweit ich weiß keine psychischen Schäden. Ich war auf der Schule, weil sie keine 2 Minuten von meinem Haus entfernt ist.

Kommentar von Daoga ,

Na, da würde ich sagen, da hast Du eine gute Ansatzstelle für Deinen Psychologen, rede mal über das ganze Thema. Fiese Mitschüler mobben oft, bis der andere an Selbstmord denkt, weil sein Selbstwertgefühl total im Keller ist, das kann noch Jahre später für Triggereffekte und Depressionen sorgen. .

Antwort
von Melissamiraelma, 28

Du kannst mit mir darüber sprechen kannst mich gerne kontaktieren werde versuchen dir zu helfen😉

Antwort
von Wonnepoppen, 45

Dazwischen gibt es aber nichts.

Laß dich einweisen u. dir helfen u. entscheide dich für das Leben!

Antwort
von robi187, 54

du hast sicher notall infos bekommen?

auf jeden fall zum arzt gehen denn nur der kann einen weg finden wie dir geholfen werden kann?

reden gibt es viele möglichkeiten zb wenn du jung bist jugendberatungstelle oder telefonseelsorge die kennen adr. wo man reden kann?

also so alleine bist du nicht?

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