Frage von Marco19942503, 31

Ich schreibe gerade über Werte und für mich ist es ein Wert gute Absichten / Intentionen zu haben. Welches Wort würde das beschreiben?

Philanthropie geht für mich ein wenig in die Richtung, allerdings ist es mir zu eng gefasst, weil es sich nur auf Menschen bezieht. Lebensbejahend würde auch in die Richtung gehen, aber drückt auch nicht gute Absichten aus. Ich benötige ein Wort, das ausdrückt, dass man an sich Gutes tun will. Das aber auch nicht impliziert, dass man dabei scheitert, sondern lediglich die Absicht Gutes zu tuen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DieterSchade, 14

gutwillig - Gutwilligkeit, guten Willens

freundlich, liebenswürdig, liebenswert, hilfreich

Kommentar von DieterSchade ,

Danke für den Stern.

Antwort
von Grautvornix16, 14

Hi,- "DAS GUTE" ist kein "WERT AN SICH". Das "Gute" im gelebten Alltag der Menschen ist immer relativistisch. Was für dich das "Gute" ist muß es für den anderen noch lange nicht sein. - Das Böse kommt zudem immer als das "Gute" oft in Verbindung mit der Behauptung über das "Notwendige" (das lehrt uns die Geschichte).

Das Problem ist die Frage ob es in der Welt mit den uns möglichen Mitteln eine Instanz geben könnte, die mit absolutem Wissen also absolut irrtumsfrei behaupten kann über das absolute Wissen zu verfügen was absolut "DAS GUTE" für alle Menschen wäre. Es wird schnell klar, daß abseits psychopathologischer Sachverhalte und politischem Mißbrauch die Antwort lauten muß: NEIN.

Und das ist eine rationale Aussage weil nur unsere Ratio uns auch die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit klar darlegen kann. Alles andere ist Woodo. - Und das zu "wissen" ist der aufklärerische Kern und die Vernunftleistung des "Kategorischen Imperativ" als ethisches Prinzip unseres Handelns.

Meine Vorstellung von "DEM GUTEN" ist immer auch unauflösbar verbunden mit den Vorstellungen von "DEM Guten in meinem sozialen Alter Ego" und damit in der logischen Klarstellung des "K.I" die bestechend prägnante Kurzfassung der Erkenntnis , daß aus Nicht-Wissen logisch zwingend Konsenzfähigkeit in gegenseitigem Respekt auf der Basis von gegenseitiger Gleichberechtigung resultiert. - Meine Freiheit ist eben immer auch die des Anderen und mein "Gutes" ist eben nicht mehr "wert" als das des Anderen - und umgekehrt. Und so ist es eben auch nicht möglich, das "Gute" "FÜR" andere zu kennen.

Jetzt höre ich schon wieder die absurden Spitzfindigkeiten: "Und was ist wenn ich jemandem vor dem Ertrinken rette? - Wenn ich nicht weiß was das Gute für ihn ist kann ich es doch auch lassen. - Da wirds langweilig. Natürlich ist es gut, jemandem das Leben zu erhalten - und wenn es nur dafür ist, daß er selbst entscheiden kann ob und wann und wie er es beenden möchte. - In der konkreten Situation weiß ich das nicht und habe deswegen auch nicht das Recht so zu tun als wüßte ich es. Und ja, - vielleicht hat auch jemand irgendwann mal einen Hitler oder Stalin vor dem Ertrinken gerettet. - Alles "kalter Kaffe".

Es ist eben (logisch) nicht möglich, einen Wert von "Etwas" oder "Jemandem" gegenüber seinen Varianten oder möglichen spekulativen Hintergründen und Annahmen zu Auswirkungen als "überlegen" oder "mehr wert" irrtumsfrei zu behaupten. Nichts anderes ist auch die (bislang unwiderlegte) Grundlage für demokratische Gesellschaftssysteme (auch wenn ihre aktuellen Ausführungen sehr kritikfähig sind) und für die Proklamation der Menschenrechte als Formulierung einer Ultima Ratio zum Schutz des Einzelnen gegen die Macht der Mächtigen und ihre (Selbst-) Begründungssysteme.

Wenn du also den Begriff "Wert" und "Gut" miteinander verbindest ist der Kategorische Imperativ und die letztlich dadurch erst möglich gewordene Proklamation der Menschenrechte durch die UNO als Universalrecht der "Urknall" einer logisch begründeten Ethik, die logisch ist weil die logisch den Anspruch jedes Einzelnen auf diesem Globus auf Gerechtigkeit formuliert.

Und wie beim Urknall gibt es bislang keine Erklärung auf dieser Welt, die uns sagen könnte was "dahinter" ist - außer selbsternannte prophetische Psychopaten - ob als Religionsführer oder Politiker.

Und das alles wegen einem "schrägen Kauz", der einfach nur gut denken konnte und deshalb die Aufklärung als "Befreiung des Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit" und damit wirklich begriffen hat.

PS: Natürlich kann und darf ich "Gutes" tun wollen. Aber ich darf es nur so, daß der Andere die Möglichkeit hat Nein zu sagen. Und das ist ein Wert in sich.

Gruß



Antwort
von Primeeval94, 17

Die Absicht etwas gutes zu tun ist ohne die darauf folgende Handlung absolut irrelevant! Das Ergebniss ist das, was zählt! Daraus resultiert der so genannte Kategorische Imperativ: Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns allgemeines Gesetz sein kann.

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