Ich schaffe es einfach nicht die Klinik loszulassen, weiß jemand was ich tun kann?

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5 Antworten

Eine Freundin von mir steckte lange in einer ähnlichen Situation. Wenn man lange in einer Klinik ist und es dort besser ist als Zuhause (und das aus unterschiedlichsten Gründen), kann es dazu kommen, dass die Ablösung unfassbar schwer fällt. Ich hatte es auch mal, dass ich die Klinik ein bisschen vermisst habe, bei mir waren es eben die Betreuer und meine damalige Therapeutin. Mir hat meine letzte Klinikerfahrung geholfen, die sehr negativ für mich gelaufen ist. Aber das kommt bei dir nicht in Frage, weil das die Situation noch schlimmer machen kann. Bei meiner Freundin hat es viel Zeit gebraucht und eine ambulante Therapeutin, die ihr Sicherheit gegeben hat. Auch diese Aufmerksamkeit und das Interesse bekommt sie von ihr. Mit der Zeit konnte sie zwischen hilfreichen und schädlichen Dingen in der Klinik differenzieren und ihr Verhalten besser nachvollziehen. Ich schätze, dass sich die Tagesklinik ähnlich entwickelt bei dir wie die Station, nur dass du mehr auf dich allein gestellt bist und das ist gut. Dann ist der Übergang nicht so krass. Ich kann dir nur raten dir Zeit zu geben und dafür zu sorgen, dass du außerhalb der Klinik einen stützenden Rahmen hast. Sei es über Therapeuten, Betreuer oder einer Wohngruppe.

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Kommentar von Emily4erdbeer
15.11.2015, 02:40

Ich bin im Moment auf der Suche nach einer ambulanten Therapeutin, aber das ist schwieriger als gedacht. Danke für die Antwort :)

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Kommentar von homesick96
15.11.2015, 02:44

Die Situation kenne ich zu gut. Entweder waren es ewig lange Wartelisten, es hat nicht gepasst miteinander oder ich wurde abgelehnt. Kann dir empfehlen nach einer Beratungsstelle zu gucken. Die haben manchmal noch einen Tipp, wie du eine findest oder können die Zeit bis zur Tagesklinik therapeutisch überbrücken. Gibt es sonst Möglichkeiten in der Ambulanz der Klinik überbrückende Termine zu bekommen? Ich wünsche dir bei der Suche viel Glück!

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Kommentar von Emily4erdbeer
15.11.2015, 16:19

Danke, ich werde mal schauen.

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Die Tagesklinik kann schließlich auch für dich das Passende sein. Lass dich darauf ein, geh also offen darauf zu, es kann dies für dich gleichfalls recht erfreulich sein. Es ist also recht gut möglich, dass du dort auch gut aufgehoben bist.

Warum auch nicht, schließlich gibt es einige recht ansprechende Tageskliniken. Ich hoffe, du hast dich mal über das Internet über deine zukünftige Tagesklinik schlau gemacht.

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Kommentar von Emily4erdbeer
15.11.2015, 01:43

Ja, ich habe sie mir angeschaut, aber habe leider erst für den Februar ein Vorstellungsgespräch bekommen. Davor muss ich es noch irgendwie allein schaffen, genau wie den Start meines BFDs.

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Vielleicht musst du nichts dagegen tun, die Patienten die du dort kennen gelernt hast, kannst du doch auch Privat treffen, sobald sie mit ihrer Therapie fertig sind. Du kannst doch auch in Selbsthilfegruppen gehen, dort teilen die Menschen deine Probleme vielleicht auch und du hast neue Leute mit denen du reden kannst Und lernst auch Freunde kennen 

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Kommentar von Emily4erdbeer
15.11.2015, 01:32

Leider habe ich zu den meisten Personen keunen Kontakt mehr, das wäre auch zu viel. Und einige antworten mir leider aus unbekannten Gründen nicht mehr :/ Nach einer Selbsthilfegruppe habe ich schon gesucht, aber die nächste, die ich gefunden habe, ist ziemlich weit weg. Da wäre ich mit Bus, Bahn und nochmal Bus je 1,5 h unterwegs. Ansonsten ist das eine gute Idee, danke. :) Mal schauen, wann ich in die Tagesklinik kann und wie das wird.

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Also ich war auch ne längere Zeit im Krankenhaus also ein Jahr oder 1 1/2 weiß nichtmehr genau. Aber ich war damals einfach nur froh endlich wieder daheim zu sein und wieder ein Leben haben zu dürfen. Ich hatte aber auch eine komplett andere Krankheit als du. Manchmal vermisse ich trotzdem Dinge aus dem Krankenhaus z.B das Piepsen vom Tropf wenn er leer ist und das leuchten vom Display,  außerdem die Stille. Die Stille ist eine der Sachen die ich am meisten vermisse 

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Kommentar von Emily4erdbeer
15.11.2015, 01:41

Verstehe mich nicht falsch, ich war auch total glücklich als ich heim "durfte" (ein bisschen früher wegen einer roten Karte wegen Selbstverletzung) und war auch total motiviert und froh wieder mehr Freiheiten zu haben. trotzdem ist es irgendwie total schwierig und ich vermisse die Zeit und die positiven Dinge dort sehr.

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das nennt man hospitalisation-symptome. wenn man lange in einer klinik ist und wieder eigene schritte gehen soll ist dies oft sehr schwierig. die tagesklinik scheint mir eine gute option, aber aller anfang ist schwierig. ich empfehle dir es zu versuchen, auch wenn du angst davor hast. zudem würde ich ich an deiner stelle regelmässig mit anderen ehemaligen mitpatienten teffen. so kommt man langsam davon los.

viel kraft und alles gute...

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Kommentar von Emily4erdbeer
15.11.2015, 16:20

Wir wohnen leider sehr weit auseinander und zu den meisten habe ich keinen Kontakt mehr.

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