Frage von AyriChan, 19

Ich schäme mich für meine Soziale Phobie und bin selber schuld?

Hallo! Ich wurde vor einigen Monaten mit einer sozialen Phobie diagnostiziert, was mir aber eigentlich auch vorher schon bewusst war. Ich hatte immer sehr starke, Soziale Ängste, allerdings merkt meine Aussenwelt davon (glücklicherweise) nur sehr selten etwas. Denn gerade dies ist der Punkt... Ich schäme mich sehr dafür, dass ich vor so leichten Alltagssituationen Angst habe und diese auch hin und wieder vermeide. Ich erzähle natürlich nur meinen engsten Freunden und der Familie davon, aber selbst das ist für mich persönlich unangenehm... Diese Scham kommt immer von meinem Inneren. Ich denke, dass ich mein ganzes Leben nur Fehler gemacht habe, und deswegen nun große Angst habe. Sozusagen kann ich gar nicht anders, als mich selbst zu beschuldigen.

Ich weiß, dass es eine Krankheit ist. Aber ich finde es sehr schwer das zu akzeptieren, auch wenn ich es will! Ich bin bereits in Therapie und die Therapeutin sagt mir stets, dass ich große Fortschritte mache, worüber ich mich auch freue. Aber eben nur kurz weil ich mir denke "Andere schaffen sowas ohne Probleme und du freust dich jetzt darüber? Nur weil du vorher noch nichts gegen deine Ängste unternommen hast, ist es soweit gekommen".

Ich weiss einfach nicht, wie ich lockerer mit meiner Angststörung umgehen kann. Sie ist da und wird noch eine Weile bleiben, vielleicht immer. Daher will ich mich nicht immer dafür schämen. Ich habe allerdings sehr oft das Gefühl, dass starke Schüchternheit einfach nicht gern gesehen wird...

Vielleicht kann mir jemand Tipps geben...

Danke!

Antwort
von bibi8888, 10

Du bist auf einem guten Weg und solltest versuchen, nicht ungeduldig zu werden.

Deine Gefühle gehören zu dir und machen dich als Persönlichkeit zu einem einzigartigen Menschen und das bedeutet, dass du dich nicht schämen musst. Jeder Mensch hat eigene Seiten, der eine ist laut, der andere leise, der eine gesellig, der andere lieber allein.

Es wird Menschen geben, die genau DAS an dir lieben und dich so nehmen wie du bist. Versuche therapeutisch so weit zu kommen, dass du für dich okay bist, was andere denken, spielt keine Rolle, solange du niemandem schadest. Ich bin Ich :-))....steh dazu.

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