Frage von FranzHar, 70

Ich pflege meine Mutter und brauche praktische Tipps von Leuten die auch pflegen, spezielle zum Thema Inkontinenz. Welche Hilfsmittel nehmt ihr?

Hi, ich bin seit ein paar Tagen Rentner und pflege nun meine Mutter selbst. Bisher hat das eine Pflegehilfe gemacht. Ich habe mir natürlich viel zeigen und erklären lassen. Aber ich bin doch noch nicht ganz sicher, ob man es nicht ein wenig angenehmer für meine verehrte Frau Mama und mich machen könnte. Am wichtigsten sind mir eigentlich die Hilfsmittel bei Inkontinenz. Ich habe so eine waschbare Betteinlage und Handschuhe übernommen. Zudem hat meine Mama eigentlich Windeln. Die nimmt sie aber nicht oder nur nach längerer Diskussion. Die drücken, sagt sie. Habt ihr da Tipps? Welche Windeln verwendet ihr. Danke für konstruktive Hinweise. Bitte keine ein-Satz-Antworten. Mir ist es ein Anliegen.

Antwort
von huberknall, 26

Ich hoffe dir ist es in der Zwischenzeit, seit deinem Post gut ergangen? Ich möchte die Antworten noch um aus meiner Sicht zwei wichtige Punkte ergänzen. 

1. Hier, bei Wikipedia steht ein kleiner Satz zu Pflegehilfsmittelpauschale. https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegehilfsmittel Da solltest du unbedingt ran. Dir als Pflegenden steht das Geld zu. Am besten du gehst mal in die Apotheke und fragst nach.

2. Wenn du in der Apotheke bist, frage auch mal (wenn deine Mutter evtl. noch nicht ganz zufrieden mit den "Windeln" ist) nach Param. Ist eine sehr gute Marke. Habe ein paar Produktbewertungen gelsen die ganz ordentlich waren und es wird das ein oder andere Mal empfohlen. Die haben sich laut Webseite auf Inkontinenz spezialisiert. Das sollte passen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld bei der Pflege. Denke immer daran, es ist deine Mutter. Alles Gute!

Antwort
von Ninawendt0815, 41

wende dich an dfie Krankenkasse deiner Mutter, bzw wende dich an den behandelnen Hausarzt, er wird Deiner Mutter im Pflegefall> dem entsprechend Rezepte aufschreiben, sofern eine Notwendigkeit bezüglich Inkontinenzprodukten besteht.

jeder Krankenkasse hat verschiedene Hersteller unter Vertrag und auch nur diese produkte werden dann 1:1übernommen

Meistens gibt es ein Standartprodukt> billig Variante udn ein Premiumprodukt, wo man als Nutzer noch etwas dazubezahlen muss.

Arzt und Berater von Inkontinenzprodukten, werden dich genau beraten und den besten Bedarf ermittel, wieviele Windeln pro Tag/ Monat / Jahr notwenig sind.

Es gibt Einlagen, Vorlagen, Pants und komplette Windelslips, es hängt immer davon ab wieviel Urin / Kot ausgeschieden wird, bzw ob Deine Mutter im Bett liegt bzw mobil den Alltag bestreiten kann.

Antwort
von HERRBERND22, 30

Wenn sie drücken stimmt Größe und Form nicht. Ich habe bei meiner Oma immer Tena flex mxi gesehen und vom Sanitätshaus geholt. Ist eine super Windel. Handlich und einfach.

Antwort
von Griesuh, 31

Es gibt sogenannte Pants. Die sehen aus wie Unterhosen und tragen sich auch so.

Hierüber stellt der Arzt ein Dauerrezept aus.

Das reichst du bei der zuständigen Krankenkasse ein und die Kasse gibt dies an ihren Liefernaten weiter der sich dann mit euch in Verbindung setzt.

Meine Frage: hat Fau Mama eine Pflegestufe?

Wenn ja, so müsst ihr der Pflegekasse, je nach Pflegestufe -- in PS 1 und 2 , 1 x pro Halbjahr und in PS 3 , 1 x pro Quartal einen so genannten Pflegeberatungsbesuch nach § 37.3 SGB XI der Pflegekasse nachweisen.

Erfolgen diese Besuche nicht, so kann die Kasse das Pflegegeld kürzen oder die Zahlung kompl. einstellen.

Den örtl. ambulanten Pflegedienst müsst ihr selbst aussuchen und beauftragen den Pflegeberatungsbesuch auszuführen.

Die Kosten trägt die Pflegekasse.

Bei diesen Pflegeberatungsbesuchen, kannst du genau diese Frage stellen. Es sollte dir eine umfangreiche und verwertbare Beratung angeboten werden.

Antwort
von Liesche, 35

Wegen der Windeln laß Dich in der Apotheke beraten, vielleicht gibt es welche, die angenehmer für die Mutti sind.

Kommentar von Griesuh ,

Die Apotheken können zwar beraten, dürfen Inkomittel jedoch nur noch privat verkaufen und nicht mehr über Rezept mit der Kasse die Inkomittel abrechen, da die meisten Kassen exklusiv Verträge mit Lieferanten haben.

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