Frage von Johnossi12, 87

Ich musste meinen Hund einschläfern lassen, war das der richtige Schritt?

Ich hab meinen kleinen Liebling heute nach 12 gemeinsamen tollen Jahren gehen lassen. Ich bin gerade einmal 23 Jahre. Er war mein ganzer Lebensinhalt! Ich könnte schon vor Jahren weinen als ich daran gedacht habe ihn irgendwann zu verlieren.. Die letzte Woche war einfach eine Qual für uns beide.. Er bekam sehr starke Tabletten um überhaupt laufen zu können( Bandscheibenvorfall). Seit 5 Tagen könnte er weder urinieren, noch kot absetzten.. Wir waren jeden Tag bei verschiedenen Tierärzten und Kliniken, einfach nur noch Stress! Aber man hat einfach alles versucht.. Ich selber konnte die Woche lang nichts essen und kaum schlafen.. Ich wusste er würde bald gehen aber trotzdem war alles so unwirklich. Heute in der Praxis haben sie mir dann gesagt sie können nichts mehr tun.. Ich bin wieder mit ihm nach Hause und habe nach einigen Telefonaten entschieden, ihn zu Hause einschläfern zu lassen. Der Tierarzt war schon 15 min später da und schon war alles vorbei. Es ging so schnell.. Ich legte ihn nur noch in sein Grab und bin dann einfach weggefahren. Während des einschläferns musste ich nicht weinen.. Ich habe die Woche fast durchgehend geweint aber dabei nicht. Ich war erleuchtet ihm endlich erlöst zu haben. Im Moment fühle ich nichts. Ich denke er kommt jeden Moment um die Ecke und bettelt um ein Leckerli.. Ich kann das noch nicht realisieren und bin völlig emotionslos. Warum ist das so? Mir gehen so viele Fragen durch den Kopf. Hätte man noch etwas tun können? Hatte er sehr starke Schmerzen? Warum gerade er?

Natürlich kann man nun nichts mehr rückgängig machen. Ich habe auch die ganze Zeit das Bild vor Augen wie ich seinen leblosen Körper in das Loch lege und Sand drauf Schütte.. Wie kann ich richtig trauern? Klar ist das bei jedem anders aber wie habt ihr das erlebt?

Liebe grüße

Antwort
von xttenere, 29

Tut mir sehr leid. Am 7. April dieses Jahres stand ich vor der gleichen Situation. Mein grosse Rambo wäre 2 Wochen später 15 Jahre alt geworden. Ich hab mir ein schönes von ihm Bild rahmen lassen, und es aufgehängt.

Die richtige Trauer kam erst, als ich das Bild sah...da konnte ich weinen...vorher war ich wie versteinert.

Lass die Trauer zu, wenn sie kommt...und sie wird kommen...vielleicht erst in ein paar Tagen.

Die Trauer besteht aus 3 Stufen...Unverständnis ( warum musste das passieren )....Wut ( warum gerade nein Hund ) Schmerz ( man kann endlich weinen )

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von sydney05, 33

Das tut mir natürlich sehr leid für dich, ich habe sowas ähnliches vor Jahren durchgemacht und weiß wie hart das ist. Jedesmal wenn man essen ist denkt man ; wo bist du um Leckerli zu kriegen.  Du hast aber meines Erachtens alles richtig gemacht, du hast alles versucht um ihn zu helfen und wenn er schon kein Urin und Kot absetzen kann ist es wirklich notwendig gewesen. 

Das ganze wird aber noch dauern bist du darüber hinweg bist, ich hab damals gleich paar Tage danach mich nach nem neuen umgebucht und meine kleine Frieda (Jack Russel) gefunden. Drück dir ganz fest die Daumen. 

Lg

Antwort
von VeryBestAnswers, 49

Mein herzliches Beileid! Wahrscheinlich hatte der Hund Schmerzen. Es war bestimmt sinnvoll, ihn einzuschläfern.

Dass man Zeit braucht, um einen solchen Verlust zu realisieren, ist normal. Da der Hund dein bester Freund war, wirst du wahrscheinlich die gleichen Trauerphasen durchleben wie beim Verlust eines Menschen. Andere Leute können dir dabei helfen. Versuch nicht, deine Gefühle zu unterdrücken. Erinnere dich an deinen Hund, wie er vor dem Bandscheibenvorfall war. Ich wünsche dir alles Gute.

Wenn du etwas über die Trauerphasen wissen willst: https://www.trauer.de/trauer-und-trost/Trauerhilfe2/Die-Trauerphasen

Antwort
von frischling15, 44

Sei nicht traurig , dass er fort ist , sondern dankbar , dass er Dich mit seiner bedingungslosen  Zuneigung  ,durch so manchen Liebeskummer , bis  ins Erwachsenenalter begleitet hat ....

Antwort
von SonFich, 48

als mein erstes haustier gestorben ist (ein kaninchen, ich war 11), war ich auch sehr traurig, war auch sehr dramatisch. mir hat es geholfen, einen schönen "grabstein" selbst zu bemalen und ansonsten mit dem kaninchen von meinem bruder zeit zu verbringen :)

es ist auf jeden fall normal und okay, zu trauern, aber ich denke auch, dass es der richtige schritt war deinen hund von seinem leid zu erlösen

hoffe ich konnte weiterhelfen!  <3

Antwort
von SonFich, 36

ja, es war gut dass du es gewagt hast deinen hund zu erlösen. natürlich fragt man sich warum er, aber das passiert halt...

wenn die ärtzte sagen man kann nichts machen kann man warscheinlich nichts machen. es tut mit leid um deinen hund und ich hoffe dir geht es auch bald wieder besser.

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