Frage von Ilovemypets13, 107

Ich muss morgen meine Fische einschläfern - wie kann ich das verarbeiten?

Ich muss morgen meine geliebten drei Kampffische Neptun, Arielle und Undine wegen eines schwerwiegenden Pilzbefalles mit Nelkenöl einschläfern. Das macht mich so traurig, weil ich sie sehr lieb habe und an ihnen hänge. Ihr werdet euch jetzt sicher fragen, wie Fische einem Menschen etwas bedeuten können, aber sie bedeuten mir wirklich sehr viel. Sie sind so besonders und schön. Ich muss weinen, wenn ich daran denke, dass ich sie morgen gehen lassen werde. :( Habt ihr einen Rat, wie ich das besser verarbeiten und akzeptieren kann? Ich werde sowieso Flüsse heulen, wenn sie dann tot sind, aber bis zu dem Zeitpunkt will ich das einfach noch besser verarbeiten können... Ich würde mich über liebe und keine verspottenden Antworten freuen. Vielen Dank im Voraus.

Expertenantwort
von Norina1603, Community-Experte für Aquarium & Fische, 88

Hallo Ilovemypets13,

Nein. Ich werde das Aquarium auch erst einmal abschaffen und mir an Weihnachten ein größeres kaufen und der Pilzbefall ist schon zu schwer.

ich glaube nicht, dass Du je ernsthaft in Erwägung gezogen hast, Deine Fische jemals zu Heilen oder zu Retten!

Alleine schon, dass Du drei Kampffische in einem Becken hältst, die in der Regel Einzelgänger sind, zeigt, dass Du Dir über Deine Fische keine wirklichen Gedanken gemacht hast, denn wahrscheinlich sind sie erst durch die falschen Haltungsbedingungen (Stress einhergehend mit Verlust der Imunabwehr!) Krank geworden!

In über 40 Jahren Aquaristik habe ich noch nicht gehört, dass ein "Pilzbefall" nicht behandelt werden kann, außer wenn einem die Fische gleichgültig sind und daher eine rechtzeitige Behandlung unterblieben ist!

Ich muss morgen meine geliebten drei Kampffische Neptun, Arielle und Undine wegen eines schwerwiegenden Pilzbefalles mit Nelkenöl einschläfern. Das macht mich so traurig, weil ich sie sehr lieb habe und an ihnen hänge.

Darum nehme ich Dir das nicht wirklich ab und das hat nichts mit

Ich würde mich über liebe und keine verspottenden Antworten freuen.

zu tun, sondern das ist eine nüchterne Analyse Deiner Fragen und Kommentare!

MfG

norina

Antwort
von Naturmacht, 104

So etwas zu verarbeiten ist nicht leicht! Als 2006 mein Opa gestorben ist, hat es bei mir auch Monate gedauert! Na gut, ich war damals noch ein 11 Jahre alter und naiver kleiner Junge :P


Als Tierhalter muss man sich natürlich Gedanken darüber machen, was für das eigene Tier das Beste ist! Du hast dich dafür entschieden, deine Kampffische einschläfern zu lassen, weil du dir im Klaren darüber zu sein scheinst, dass der Pilzbefall nicht oder nicht mehr heilbar ist und es für deine Fische daher besser ist, wenn sie schnell und schmerzlos sterben!

Hier passt ein Zitat aus One Piece sehr gut, auch wenn ich es jetzt ein wenig abwandle, damit es noch besser passt: Wann stirbt ein Tier? Wenn es aufhört zu atmen? Nein! Wenn sein Herz aufhört zu schlagen? Nein! Wenn es eingeschläfert wird? Nein! Ein Tier, genau wie ein Mensch, stirbt erst dann wirklich, wenn es in Vergessenheit gerät!

Solange du dich an deine Fische und deine Liebe zu ihnen erinnern kannst, wirst du sie also niemals gänzlich verlieren! Liebe ist stärker als der Tod! Und das sage ich nicht einfach so daher! Übrigens ist Trauer ein Ausdruck von Gefühlen, die man für einen Menschen oder ein Tier hat!

Du kannst dich auch bei jemandem, von dem du weißt, dass er dir zuhören wird, ausheulen! Lass deinen Gefühlen freien Lauf! Das hilft auch sehr gut!

Antwort
von dotSupreme, 107

Du musst einsehen das es für alle zu ende geht und gehen muss. Da du aber weist das du sie einschläferst weil es ihnen schlecht geht ist das doch gut ( also nicht das du sie einschläferst ubd sie dann tot sind sonder du hast sie ja quasi erlöst ) also denk drann das du ihnen sogar geholfen hast. Und das werden sie warscheinlich auch dir verdanken denn wenn du es nicht tun solltest sterben sie an krankheiten und das is für die fische auch nicht schön

Lg :)

Antwort
von Liberty66, 45

Ich hatte früher auch zwei Aquarien. Zunächst hielt ich einige Fischarten, die sehr hübsch, aber nicht sehr robust waren und wo mir einige davon starben. Dann hatten meine Nachbarn es während meines Urlaubs zu gut gemeint und so viel Futter ins Becken geworfen, dass die Pumpe verstopfte und einige Fische nach zwei Wochen im Becken tot waren bzw. ein Kugelfisch (das war mein Lieblingsfisch) starb deshalb noch kurz nach meiner Rückkehr.

Danach hatte ich einen sehr großen, älteren Argusfisch und liebte diesen wegen seiner Einzigartigkeit. Er war immer sehr neugierig und schwamm zur Seite des Beckens, wenn ich ins Zimmer kam. Er ließ sich sogar streicheln. Ich dachte irgendwann, es wäre schön, wenn er einen Artgenossen bekäme und kaufte einen kleinen zweiten hinzu. Dieser schwamm wie ein kleiner Schatten immer zusammen mit dem großen, das sah sehr nett aus. Kurz darauf musste ich jedoch feststellen, dass ich mir mit dem Fisch wohl auch noch etwas anderes eingeschleppt hatte, nämlich eine schlimme Pilzkrankheit oder Fischtuberkulose, die den großen befiel. Trotz wochenlanger intensiver Behandlung konnte ich ihn nicht retten. Das war richtig schlimm. Ich kann verstehen, wie einem auch Fische ans Herz wachsen können. Es ist immer traurig und ein Verlust, wenn eines unserer Familienmitglieder, zu dem unsere Haustiere ja werden, gehen muss. Ein Haustier zu halten bedeutet leider auch, dass man sich irgendwann einmal von ihm trennen muss - wegen des Alters oder - und das ist immer schlimmer - wegen einer Krankheit. Das gehört zum Leben halt dazu. Wir selbst sind davon nicht ausgenommen. Aber wir dürfen ihnen Leid ersparen und um sie trauern.

Es gibt einen Weg, Fische schmerzfrei einzuschläfern, indem man sie in eine Dose mit ihrem Aquariumwasser setzt und sie in den Gefrierschrank stellt. Ihr Stoffwechsel fährt dann nach und nach langsam herrunter und sie "schlafen" dadurch gewissermaßen sanft ein.

Antwort
von momolo13, 47

Denke daran das du das richtige tust und lenke dich ab. trauer braucht seine zeit. 

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