Frage von MissMariposaa, 80

Weshalb fühle ich mich so lebensmüde?

Hey ich bin 23 und leider schwer psychisch krank und alleine.ich möchte mein leben beenden.

Estens wegen den Problemen und Zweitens weil ich weder alt werden will noch überhaupt Lust habe zu leben.

Ich habe niemanden.Niemanden und bin arbeitslos. Jeder sagt mir "gehen sie in die Klapse..." Ich war da schon gefühlte 2000303 mal ich kann nicht mehr.

Warum soll ich überhaupt noch kämpfen...für was?? Ich will nicht mehr...aber andererseits bin ich zu feige es einfach zu machen...Ich glaub ich würde es mich nie trauen, bzw ich kann nicht mal einschätzen, ob ich mehr Angst habe zu leben oder zu sterben..

Diese Gefühle sind unerträglich und man fühlt sich wie ein Alien.

Ich kann all das nicht was "normal" ist und zudem bin ich komplett alleine. Ich rede den ganzen Tag mit mir selber und ich vertraue niemandem mehr, weil die Leute mich immer schlecht behandeln, weil sie wissen ich habe Angst.

Ich habe eine extreme Angst vor Menschen...ich schlafe fast nur noch...keine Ahnung...

Bitte entschuldigt meinen wirren Text...

Antwort
von Kunsttier, 68

Hey, mal tief durchatmen. Du bist ganz sicher nicht verloren, trotz Arbeitslosigkeit und einer belasteten Psyche. Ich glaube, dass dir lediglich ein wenig Struktur im Leben und in deinen Gedanken fehlt. Vielleicht kann man dir ja ein wenig auf die Sprünge helfen… 

Wie du selber schon gesagt hast, leidest du höchstwahrscheinlich an Depressionen. Ständige Müdigkeit, Orientierungslosigkeit im Leben und soziale Phobien sind eindeutige Kennzeichen. Da Depression aber ein sehr verzwicktes Krankheitsbild ist, das bei jedem Betroffenen anders ausfällt, ist es für Therapeuten und Ärzte recht schwierig, auf Anhieb eine richtige Diagnose zu stellen und die Krankheit optimal zu therapieren. Leider Gottes haben die meisten Menschen auch kein gutes Verständnis davon, was Depression wirklich ist, so dass man mit Freunden oder Familie schlecht über sein Leid sprechen kann. Oft bekommt man dann zu hören "lach doch mal" oder "einfach positiv denken". Ganz so einfach ist es aber nicht, und vielleicht sollte dir selber auch bewusst sein, dass du solchen lieb gemeinten, aber unnützen Ratschlägen nicht nacheifern solltest. Versuche nicht, so zu sein wie die Menschen, die dich eigentlich gar nicht verstehen. Damit vermeidest du schonmal viel Verwirrung. Dein Weg zu einem glücklichen Leben ist nunmal ein bisschen anders. 

Therapeutische Hilfe ist definitiv vonnöten! Allerdings solltest du von dem Gedanken wegkommen, dass du aufgrund deines seelischen Zustands ein totaler Psycho bist, der in die Klapsmühle muss. Das ist absolut selbstzerstörerischer Blödsinn! Möglicherweise lebst du in einem Umfeld, wo Menschen mit psychischen Belastungen schnell als Irre abgestempelt werden, aber das solltest du dir auf gar keinen Fall einreden lassen! In einer Psychiatrie möchte man dir helfen. Allerdings ist bei der Diagnose und bei der Behandlung auch deine Hilfe nötig. Das heißt konkret: versuche klar zu artikulieren, wie du dich fühlst. Schreibe dies sogar notfalls auf, damit du die Dinge nicht jedes Mal neu formulieren musst. Informiere den Therapeuten detailliert über alle Merkmale deines Befindens (Suizidgedanken, Müdigkeit, Angstzustände, Angst vor dem Altwerden, etc.). Wenn möglich, versuche zu artikulieren, weshalb du Angst vor Menschen hast und in welchen Situationen dieses Unbehagen auftritt. Sortiere deine Gedanken. Deine Fragestellung lässt erahnen, was in dir vorgeht, aber ist tatsächlich etwas vage formuliert. Dabei ist es extrem wichtig, dass du dich klar ausdrückst, damit dir optimal geholfen werden kann. Vielleicht haben bisherige Ärzte u.A. aus diesem Grund dein persönliches Krankheitsbild nur schwer ermitteln können. Für das Chaos in deinem Kopf kannst du nichts, aber so ein paar immer wiederkehrende Grundgedanken solltest du dennoch herauspicken und sie ggf. schriftlich festhalten. Du brauchst dich absolut für nichts zu schämen. 

Überlege, welche Situationen dich besonders in Verlegenheit und Angst versetzen bzw. welche Personen dir besonders fremd und unangenehm sind. Zukünftig solltest du diese Situationen und Menschen vielleicht meiden. Angesichts deines Zustands ist es oberste Priorität, deinen Alltag in irgendeiner Weise zu erleichtern, damit es dir besser geht. Wenn du hier und da ein paar kleine Abstriche machen musst, ist das völlig legitim. Du solltest dich nicht gezwungen fühlen, dich ständig unangenehmen Situationen auszusetzen. 

Außerdem solltest du dir vielleicht überlegen, ob deine Sicht der Dinge tatsächlich der Realität entspricht. Damit meine ich nicht, dass du in einer Traumwelt leben würdest. Sondern vielmehr, dass du aufgrund deines Zustands auf bestimmte alltägliche Dinge extrem reagierst (oder absolut gar nicht reagierst) und Situationen möglicherweise von der Realität abweichend bewertest. Das gilt besonders für zwischenmenschliche Aktivitäten. Du fühlst dich in manchen Gruppen wie ein Außenseiter oder wie ein Alien, das von anderen unweigerlich als Störquelle wahrgenommen wird. Entsprechend fürchtest du dich vor bestimmten Menschen oder Situationen. Tatsache ist aber, dass dies fast immer allein die eigene Wahrnehmung ist, die einem Streiche spielt. Jeder Mensch hat dies schon auf die eine oder andere Art erlebt und es fühlt sich nicht schön an. Du solltest aber vielleicht ein gewisses rationales Denken entwickeln, wenn es darum geht, entsprechende Situationen zu bewerten. Das hilft dir vielleicht, damit du dich nicht immer als Außenseiter fühlen musst. Für die meisten deiner Mitmenschen ist deine Existenz nämlich absolut selbstverständlich und keineswegs störend. 

Besinne dich auf deine Stärken. Trotz einer belasteten Psyche wirst du dich doch daran erinnern, was du eigentlich gut kannst und welche Aktivitäten dir gefallen. Absolut jeder ist zu irgendetwas in der Lage – du also auch. Lass dir also nicht einreden, dass du nichts kannst und allein aus diesem Grund arbeitslos bist. Vielmehr hast du dich bisher nur nicht getraut zuzugeben, dass du etwas kannst und hast dich deshalb noch nicht auf die Suche nach deinen Stärken gemacht. Das solltest du aber unbedingt tun, damit du diese besonderen Fähigkeiten weiter ausbauen kannst. Schrecke auch nicht davor zurück, etwas gut zu finden, was andere nicht verstehen. Solange es dir gut tut und gefällt, ist es das Richtige! 

Und letztlich: lass dich von deiner psychischen Belastung nicht abschrecken. Depression ist lediglich ein Hindernis, das aber sehr gut überwunden oder umgangen werden kann. Es ist absolut möglich, mit dieser Krankheit zu leben und trotzdem Freude am Leben zu haben, auch wenn es zuweilen etwas schwierig sein mag. Du bist also ganz sicher nicht gezwungen, dich auf den Tod als letzten Ausweg zu besinnen. Wichtig ist nur, dass eine korrekte Diagnose gestellt wird, damit das Problem anständig mit Medikamenten behandelt und therapiert werden kann. Deshalb bist du noch lange kein Psycho und eine Psychiatrie noch lange kein Irrenhaus! Kopf hoch! Du schaffst das!

Antwort
von Inquisitivus, 56

Hey! Hör zu!

Du bist nicht der einzigste dem es so geht oder es irgendwann mal so ergangen ist!

Ich zum Beispiel habe eine Mutter die dabei ist zu sterben, eine kleinere Schwester auf die ich aufpassen muss und mein Vater ist schon vor 15 Jahren abgehauen!

Also sei froh das Du nur Verantwortung für dich tragen musst. Ich bin 18 und muss schon jetzt alles machen was meine Mutter normaler weise tun sollte, aber ich denke immer es gibt noch schlimmeres!

Z.B. die Geschichten der Flüchtlinge, wie sie ihre engsten Bekannten und Freunde an die IS verlieren, indem sie sie unehrenhaft köpfen oder einfach den Hals aufschneiden und sie dadruch ausbluten lassen! Sie beten sogar zu Gott das sie leben können, obwol sie in solchen Situationen sich befinden!

Manche müssen mit ansehen, wie ihre Freunde einfach mit einem Gummireifen um den hals angezündet werden und sie qualvoll verglühen!

Also sei froh das Du hier leben kannst und nicht solche Probleme hast und sowas erleben musstest und um dein Leben kämpfen musstest!


1). Hör auf dich in Selbstmittleid zu stürzen, denn Du bist doch ein Mann und kein weichei!

2). Bleibe ruhig und suche dir Ärztliche hilfe wenns garnicht mehr anders geht!

3). Versuch dich zu beruhigen und wieder einen  klaren Gedanken zu bekommen, überlege und wege ab was an Möglichkeiten dir bleiben!#

Welchen Schulabschluss hast Du?  Wie wäre es mit Zoll oder Bundeswehr?

4). Suche dir ein Hobby! Hör auf allein zu sein, der Mensch ist in Gruppen geboren schon seit Uhrzeiten, da nützts auch nichts in der Ecke zu sitzen und sich selbst einzureden man sei nichts wert oder man könne nichts im Leben erreichen!

5). Sei ein Mann und steh dazu, das es nunmal so ist wie es gerad eist aber denke auch daran, wie jung Du noch bist und was Du noch alles tun könntest und erleben könntest!

Wenn Du hilfe brauchst, einen zum reden ... Ich bin da für dich!

Kommentar von MissMariposaa ,

danke aber ich denke auch daran, wie es anderen geht,sehr sogar.aber im Endeffekt muss man an sich selber denken,dass ist so im leben...aber vielen dank für deine Nachricht. ich bin übrigens eine frau ;)

Kommentar von Inquisitivus ,

Macht ja nichts das Du eine Frau bist, auch eine Frau muss ihren "Mann" stehen ;) :D Sry!

Antwort
von QuasiYolo, 47

Ich glaube du leidest unter Depressionen. Wäre es möglich zu einem Arzt gehen? Ich weiss das es Ihnen jetzt vielleicht schwer fallen würde, aber bevor Sie alles beenden: möchten Sie nicht wenigstens Hilfe suchen und erfahren ob es besser wird, abbrechen können Sie es immer. 

Ich hoffe Sie verstehen was ich Ihnen sagen wollte. 

Alles gute

Antwort
von LucyAnnFischer, 63

Ich (13) kenne deine Lage.. ich leide immer noch unter einer schweren depressiven Episode .. eine Therapie hilft wirklich... jemanden haben  mit dem du deinen Frust teilen kannst.. am Anfang ist es komisch über solche Sachen zu reden aber es hilft. ich war stark Selbstmord gefährdet und nun fast gar nicht mehr

Antwort
von paranomaly, 47

Die Leute haben mich auch immer schlecht behandelt. Wobei schlecht noch untertrieben ist. Ich habe dann auch gesagt, es reicht mir, dann wollte ich einfach auch nichts mehr von den Leuten wissen. Und habe meine Zeit sinnvoll in einen anderen Bereich eingesetzt bzw. mein Hobby. Mir geht es fast genauso wie dir. Durfte von einem zum anderen Arzt rennen und alle sagen immer das gleiche, geholfen hat es nicht.

Antwort
von TaktderWelt, 68

Das klingt wirklich verzweifelt,  deswegen ist keine Entschuldigung für deinen Text  nötig ,  ich denke das ist verständlich.

Ich weiß  nicht ,  theoretisch kann man dir hier viel schreiben ,  es hilft dir vermutlich nur für den Moment.

Du könntest wieder in die Klapse, aber du hast bereits selber gemerkt das es absolut nix bringt! 

Aber du schreibst hier rein, ...weil du nicht aufgeben willst! ....Du suchst etwas was dir einen Sinn gibt , in gewisser Weise hast du noch irgendwo einen Krümel Hoffnung und Willen in dir , oder?

Antwort
von Wonnepoppen, 47

für mich ist der Text nicht wirr, ich habe dich schon verstanden.

du hast also Depressionen?

wieso hat dir die Psychiatrie nichts gebracht, an was lag es?

Es gibt Selbst Hilfe Gruppen, hast du es da schon mal versucht, wenn du so allein bist u. mit niemanden reden kannst?

auch die Telefon Seelsorge wäre vielleicht eine Möglichkeit, oder ist die auch schon durch?

Antwort
von alexander329, 31

Ich weiss zwar nicht was du in der Klapse sollst, Psychotherapeuten würden dir wohl eher helfen.

Aber such dir eine Beschäftigung - schau doch mal im Tierheim. Ich weiss wer Angst vor Menschen hat (hatte ich früher auch stark und mein Bruder heute noch-ist wohl erblich bedingt) hat keine Angst bei Tieren. 

Aber Selbstmord beseitigt keine Probleme. Denn jeder Mensch hat eine Aufgabe von Gott bekommen für die er leben muß - auch du.Vielleicht kommt die Aufgab erst noch.

Antwort
von Michi1602, 55

An dir ist nichts falsch, du hattest bisher wahrscheinlich nur Pech im Leben!! Ich kann mich da nur HelferleinGirl anschließen, geh zu einem guten Psychologen, der wird dir zu 100% helfen.

Antwort
von HelferleinGirl, 72

Geh zum Psychologen. Zu nem guten Psychologen. Er wird Dir helfen. Du kommst da wieder raus!

Antwort
von MorsElthrai, 42

Mit Dir ist garnichts falsch. Du bist nur an einem Punkt an dem Du keinen Ausweg mehr siehst. Deine Frage sollte also nicht lauten was ist falsch mit Dir, sondern wer kann Dir helfen einen Ausweg aus Deiner Lage und einen Weg in eine für Dich bessere Zukunft zu finden?

Antwort
von jasmxrx, 54

Mir ging es in deinem alter genauso wie du. Ich War total am ende...aber es wird besser...manchmal muss man Geduld haben. Alles wird gut

Antwort
von Aylincx, 69

Geh unter Leute, schreib bewerbungen, gib nicht auf und hoffe. Solltest du erstmals keinen Beruf finden, dann solltest du dir ein Gruppenhobby suchen (Federball, Handball, Chor....) . So findest du neue Freunde und wirst schnell merken, dass du dich nichtmehr so einsam fühlst. Wichtig! Wenn du Freunde gefunden hast, dann ,,pflege" sie auch (Verabrede dich mit ihnen).

Antwort
von simon340, 40

Kein Selbstmord pls das wäre der blödeste Ausweg!

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