Ich möchte mit einer Spiegelreflexkamera fotografieren. Was für Objektive bzw. Blenden benötige ich und was können die an der Bildqualität verändern?

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5 Antworten

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

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Kommentar von Airbus380
03.11.2015, 12:28

P.S. "Tier- und Landschaftsfotografie" ist sehr allgemein. Schließlich gibt es Muecken, Regenwuermer und Blauwale...;-) Da braucht man selbst zu dem sonst sehr brauchbaren Sigma 50-500mm noch weiteres Zubehoer. Die Kamera ist da uebrigens nicht besonders wichtig und die Sony ist auch gar keine Spiegelreflexkamera. Wichtig ist ein ordentliches Stativ und eine Systemkamera mit den passenden Objektiven. Und die viel beworbenen Superzooms koennen alles, aber nix richtig.   

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Di Kamera ist auf jeden Fall schon mal OK.

Allerdings sind das eigentlich teure an der Fotografie die guten Objektive. Bei einer Canon oder Nikon hast Du eventuell mehr auswahl wenn Du erwägst auch mal ein gebrauchtes Objektiv zu kaufen. Bei Sony und Pentax ist die Auswahl da schon erheblich geringer. 

Um Tiere Zu Fotografieren brauchst Du ein ordentliches Teleobjektiv. Wenn Du auch in der Dämemrung fotografieren willst, dann muss das dazu auch noch lichtstark sein. Leider gehören lichtstarke Teleobjektive zu den teuersten Objektiven überhaupt. Nicht ganz so lichtstarke, ganz ordentliche Hobby Objektive bekommst Du aber schon unter 1.000,- € Schau Dich mal bei Sigma und Tamron um.

Landschaften sind dagegen eher was fürs Weitwinkel. Allerdings kommst Du da vielleicht am Anfang mit deinem Standardzoom 18-55 mm zurecht. Festbrennweiten mit < 18 mm sind gerade noch erschwinglich Weitwinkel Zooms ~10mm ~ 15mm sind dann schon wieder fast so teuer wie Teleobjektive.

Relativ preiswert bekommst Du ältere Festbrennweiten mit denen Du den Bereich der kurzen Telebrennweiten abdecken kannst. Die Lücke zwischen dem 18-55 und z.B. einem Telezoom 200-500 kannst Du mit einem lichtstarken 70er oder 90er ganz elegant füllen. Minolta Objektive, bzw. Fremdobjektive mit Minolta Anschluss passen grundsätzlich an die Sony, allerdings musst Du Dich ein wenig in die Varianten des Bajonetts einlesen. 

Eventuell funktionieren ältere Objektive nur im manuellen Modus. Das ist aber nicht weiter dramatisch. Auf der Familienfeier, wo alles schnell gehen muss machst Du ja sowieso das 18-55 drauf. 

Und noch etwas, nur weil jemand ein altes Objektiv 30 Jahre aufbewahrt hat ist es nicht automatisch ein super Objektiv. Ein gebrauchtes Manuelles Objektiv soll für Dich sehr günstig sein, es sei denn Du weist genau was Du tust. Ist es dann besser als erwartet, freust Du Dich einfach.

Ein Tipp zum Schluss, aus dem vollen schöpfen zu können ist natürlich schön. Man braucht aber nicht alles sofort. Nichts spricht dagegen erst mal ein Jahr mit dem 18-55 Kit Objektiv zu fotografieren und im laufe der Zeit zu entscheiden was die nächste Anschaffung sein wird. Die Qualität der Bilder die Du machst hängt viel mehr von Dir, als von Deiner Ausrüstung ab. Jemand der "es kann" wird mit einer Handykamera bessere Bilder machen, als der Gelegenheitsknipser mit einer 10.000,- € Ausrüstung. 

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Hohe Lichtstärke der Objektive. Zur Tierfotografie zusätzlich noch hohe Brennweiten. Die Viecher neigen dazu sich zu verkrümeln wenn sie den Fotografen bemerken. Und ein Stativ wäre gut.

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Kommentar von JackBl
02.11.2015, 12:49

Welche Tiere? Bei Wildtieren wirst Du mit dem angegebnen Objektiv nicht nah genug rankommen!

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Kommentar von Tuehpi
02.11.2015, 13:31

Ich habe in meiner Antwort doch überhaupt kein Objektiv vorgeschlagen

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Bildstabilisator im body - Geld Ersparnis für objektive weil die dann keinen mehr brauchen.
Für Landschaft müssten wahrscheinlich Festbrennweiten mit niedriger Brennweite also weitwinkel am besten sein. Für Tiere ein gutes Teleobjektiv mit viel "lichtdurchlass# komme grad nicht drauf :/

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Kommentar von PfrageXL
02.11.2015, 14:15

als filter könntest du noch einen grau Verlaufs filter nehmen um den Himmel schöner zu belichten und keine über/unter Belichtung zu bekommen. und ein UV filter ist auch nicht übel ;)

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Kommentar von PfrageXL
02.11.2015, 19:01

ich meinte den Polfilter ist mir grad aufgefallen ^^

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Mein Tipp entscheide dich besser für ein Gerät von Canon oder Nikon. Regel ist einfach, je besser dein Objektiv ist, desto besser werden deine Fotos.

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Kommentar von nicrob
02.11.2015, 13:42

Und warum Canon oder Nikon und nicht Sony? Habe mir sagen lassen, dass Sony momentan bei den Spiegelreflex ganz vorn mit dabei ist. Und günstiger sind sie auch obwohl sie teilweise bessere Leistungen haben.

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Kommentar von jandav
02.11.2015, 13:55

ich kenne mich mit den Sony Modellen jetzt nicht aus, habe aber von vielen, auch Profi-Fotografen, gehört, dass Sony inzwischen Spitzenmodelle hervorbringt, die mit Canon/Nikon mindestens mithalten können.

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Kommentar von habakuk63
02.11.2015, 14:47

Der Fotograf macht GUTE Fotos, nicht die Kamera und nicht das Objektiv!

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