Frage von Tralle, 34

Ich möchte mir eine Säulen - oder Standbohrmaschine zulegen. Arbeiten mit Forstnerbohrer (23cm). Was sollte ich beachten und welche Maschine kann man empfehlen?

Antwort
von Skinman, 20

Zu beachten wären rein von der "Papierform" her die "geometrischen" Eckdaten, will sagen 

  • Ausladung - die größte Entfernung vom hinteren Rand des Werkstücks, wo du noch bohren kannst, bevor das Werkstück an die Säule anstößt. Je größer, um so besser - einerseits. Andererseits neigt die Maschine um so eher dazu, sich bei hohem Druck "aufzubäumen", aber bei den geringen Leistungen, die hier zur Debatte stehen, im Heimwerkerbereich meist nicht so das Problem.
  • maximaler Abstand zwischen Bohrfutter und Tisch. Der Wert wird leider oft nicht angegeben, weil er irgendwie ungriffig ist, aber es gibt einem einen ungefähren Eindruck, wie hoch die Werkstücke maximal sein können, die man damit noch bearbeiten kann. Hängt natürlich auch von der Länge des jeweiligen Bohrers ab.
  • maximale Bohrtiefe => damit ist der Hub der Pinole gemeint. Leider kann man daraus nicht erschließen, ob die Pinole so doof konstruiert oder so schlecht gefertigt ist, dass sie schon viel früher anfängt zu schlackern und dergleichen. In der Praxis kann man zumindest in Holz in der Regel auch tiefere Löcher hinkriegen mit etwas pfuschen (Werkstück mit der Hand weiter hochdrücken).
  • Spindeldrehzahlen. Die Dinger haben in der Regel ein Riemengetriebe mit zwei Wellen und so vier oder fünf Stufen, oder es ist noch eine Zwischenwelle dazwischen und man hat entsprechend mehr Stufen. Das ist allerdings dann auch fummeliger zu wechseln. Wichtiger finde ich die niedrigste Drehzahl, denn die liegt oft so in der Gegend von 450 bis 500/min, was für gewisse Aufgaben schon zu hoch sein kann. Mit einem etwas stärkeren Motor, der auf 200/min oder so untersetzt ist, kann man demgegenüber zum Beispiel auch größere Lochsägen betreiben.
  • Gewicht. Die größeren Dinger sind meist auch aus China etwas besser verarbeitet, man hat eine Standard-Bohrfutteraufnahme wie B12 oder B16 und kann sich entsprechend andere Futter dazu kaufen, Schnellspannfutter, was weiß ich. Aber ist dann die Frage,  wie gut man die überhaupt in den Keller geschleppt bekommt und was für einen soliden Unterbau man dann braucht. Diese kleinere AEG/IXION BST10 typische alt-Bundeswehr-Maschine wiegt schon 60 Kilo.

Aber jede Säulenbohrmaschine ist besser als keine Säulenbohrmaschine!

Antwort
von Skinman, 18

Du meinst bestimmt 23mm.

Das ist nicht besonders viel, damit müssten selbst kleinere Maschinen klar kommen, so lange man nicht allzu tief bohren will. Die haben ja dieses Riemengetriebe, das bringt bei den kleineren Drehzahlen mehr Drehmoments.

Allerdings gibt es heutzutage im Heimwerker-Preisbereich nur Ch|namüll. Es ist daher überlegenswert, sich vielleicht lieber ein solideres Altgerät gebraucht zu kaufen, Ixion oder so was. Womöglich sogar mit Drehstrom. Muss man eventuell mal neu einkabeln, ist aber im Grunde nicht so der große Akt.

Ich hab unter anderem so eine hier:

http://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=4&t=10806

die ist ziemlich toll.

Oder noch eine Alternative: lieber eine kleine Fräse als eine große Tischbohrmaschine ;-) da hat man direkt einen Kreuztisch dabei

Antwort
von Chefelektriker, 14

Hier

http://www.ebay.de/itm/like/301842211116?ul_noapp=true&chn=ps&lpid=106

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