Frage von Lisaaxxx, 82

Ich möchte ein Hund haben... Aber wie viel Zeit braucht es?

Hallo Leute, Ich möchte schon seit ich denken kann ein Hund haben, leider hat sich nie die Möglichkeit ergeben.. Am liebsten hätte ich einen pitbull oder ein Husky weil mich die beiden rassen sehr interessieren und ich lieber große Hunde mag. Meine Frage an euch wäre, wie viel Zeit benötigt ein Hund, ich weiß selber das es nicht einfach ist erst recht nicht wenn man sich einen Welpen holt aber kann man sich das wirklich vorstellen wie ein kleines Kind?

Antwort
von Virgilia, 53

Welpen darf man in den ersten Monaten gar nicht alleine lassen, auch nicht, um schnell einkaufen zu gehen. Ab ca. 6 Monaten kann man anfangen es ihm in Minutenschritten beizubringen. Das kann nochmal ein paar Monate dauern. Trotzdem sollten Hunde max. 4, in Ausnahmefällen 6 Stunden, alleine bleiben müssen. 

Ein gesunder erwachsener muss mindestens 2 - 3 Stunden täglich Gassi gehen (nicht im Garten!). Nach oben gibt es eigentlich keine Grenzen. Bei Welpen sollte man sich an die Minutenregel halten. Und er muss alle 2 - 3 Stunden und nach jedem Aufstehen, Fressen, Spielen raus. Zusätzlich muss der Hund natürlich noch geistig ausgelastet werden. Welpen dürfen aber auf keinen Fall überfordert werden und können anfangs nicht überall mit hingenommen werden, weil der Impfschutz noch nicht besteht.

Meine Mädels "kosten" mich täglich ca. 4 - 6 Stunden. Die Zeit zum Kuscheln oder einfach nur Kontaktliegen natürlich nicht eingerechnet ;)

Warum sollen es unbedingt diese beiden Rassen sein? Viele Gemeinsamkeiten haben sie nicht... Die Huskies, die ich kenne, sind wahre Powerpakete und wären mit 3 Stunden Gassi gehen und ein paar versteckten Leckerlis definitiv nicht ausgelastet. Außerdem haben sie einen ausgeprägten Jagdtrieb und müssen unter Umständen immer angeleint bleiben. Pitbulls stehen in fast jedem Bundesland auf der Rasseliste. Wenn man bei den Auflagen "schummelt" und/oder sich nicht richtig informiert, wird der Hund eingezogen und muss vielleicht den Rest seines Lebens im Tierheim verbringen. Auch sind (meistens) die Kosten für die Hundesteuer und Haftpflichtversicherung um ein vielfaches höher als bei einem "normalem" Hund  (und der kostet schon 100 - 150€ im Monat!). Da der Pitbull keine anerkannte Rasse ist, gibt es auch (so gut wie) keine seriösen Züchter, sondern (fast) nur Vermehrer. 

Man sucht sich eine Rasse danach aus, was man ihm bieten kann bzw. bereit ist zu tun. Und zwar die nächsten 10 - 15 Jahre! Nicht weil man sie optisch toll findet! 

Antwort
von derHundefreund, 33

Einen Huskywelpen als Anfängerhund? Na da hast du dir ja was vorgenommen. Diese Rasse ist zwar wunderschön, aber deshalb nicht zu unterschätzen. Sie brauchen sehr (sehr) viel Bewegung und Beschäftigung. Dazu kommt noch, dass sie Entscheidungen eigenständig treffen.

Warum ich hier lese, dass Pittbulls nicht für Anhänger geeignet sind, verstehe ich ehrlich gesagt nicht so wirklich. Meine Erfahrungen mit dieser Rasse sind da ganz anders. Es sind zwar "Listenhunde", aber, wie ich finde, nicht zu recht. Ich jedenfalls, kenne diese Hunde nur geduldig, liebevoll und fürsorglich.

Früher, bevor diese Vorteile entstanden, hat man sie sogar Nannyhunde genannt. Da sie auf die Kinder aufgepasst haben. Der Grund, weshalb sie öfters in den "Schlagzeilen landen", liegt einzig und allein an den Besitzern und niemals am Hund selbst.

Allgemein kann man zu deiner Frage sagen, dass du dein Leben für deinen Hund anpassen musst. Dir muss bewusst sein, dass das Tier täglich sein Futter braucht und es mehrmals am Tag bewegt und beschäftigt werden muss. Bitte lege dir nur einen Hund zu, wenn du bereit bist, für diesen auch deine Zeit zu "opfern".

Den Zeitaufwand bei einem Welpen, kann man (meiner Meinung nach) durchaus mit dem eines Babys vergleichen, da man diesen auch nicht alleine lassen darf. Daher würde ich dir keinen Welpen für den Anfang empfehlen. Es gibt so tolle Hunde im Tierheim, schau doch da erstmal.

Um Erfahrungen mit Hunden zu sammeln und um für dich herauszufinden, ob ein Hund für dich wirklich "das Richtige" ist, kannst du doch erstmal fremde Hunde betreuen und/oder dich um solche kümmern.

Alles Gute.

Antwort
von PeterPaninchen, 44

Beide Rassen sind für Anfänger nicht geeignet. Mit Listenhunden hast du meist nur Probleme, vielleicht nicht mit dem Hund selbst aber mit allem drum herum. Erstmal die ganzen Unterlagen die du dafür brauchst und dann kommt dazu, dass die anderen Menschen immer Vorurteile haben. Wir haben selbst einen Stafford und sie ist die süßeste, liebste Hündin. Aber andere Hundebesitzer sehen scheinbar nur ein Raubtier in ihr. Erwürgen ihre Hunde halb wenn sie teilweise panisch ins Gebüsch springen oder so schnell wie möglich aus dem weg wollen. Unsere Maus darf vielleicht 10% der Hunde, denen wir beim Gassi gehen begegnen begrüßen. Und selbst da müssen wir die anderen Hundebesitzer meistens bitten einfach entspannt zu bleiben, die zerren teilweise trotzdem an den Leinen ihrer Hunde, was die Situation meistens etwas unentspannt macht. Und wir wohnen schon in Berlin wo die Toleranzgrenze relativ hoch ist. Mit einem Husky hast du das Problem, dass er sehr sehr viel Bewegung und Aufgaben braucht um ausgelastet zu sein. Da reicht es auch nicht, ihn in den Garten raus zu lassen. Man muss ihm aufgaben geben, ihn jeden tag aufs neue auspowern, dass er ein glücklicher Ausgelasteter Freund wird. Und stell dir einen Hund bitte nicht wie ein Baby vor. Wenn du anfängst Hunde als Menschen zu sehen, kann und wird es wahrscheinlich zu Problemen kommen. Versuche zu Hundesprache zu lernen bevor du dir einen Hund zulegst und probiere herausfinden welche Rasse am besten zu dir oder deinem Umfeld passt. Entscheide nicht nach aussehen wenn du beim Züchter oder sonstwo bist. Geh am besten ins Tierheim und suche dir dort einen entspannten, ausgeglichen Hund aus, der nicht kleffend und aufgeregt vor seiner Zwingertür herumspringt. Viel Glück und liebe Grüße, Paninchen

Antwort
von Tavtav, 44

Ich fühle das gleiche. Es ist mein Traum irgendwann einen Shiba Inu zu halten, aber diesen kann ich mir erst erfüllen nachdem ich ausgezogen bin und nur mit mindestens einer anderen Person (weil man den Hund nicht länger als vier Stunden alleine lassen sollte..).
Ich wünsche dir viel Glück. :)

Antwort
von isabella099, 45

Ein Hund ist nicht mit einem Kind vergleichbar. Ein Hund ist ein Tier was aber genau so viel liebe möchte wie ein Kind, aber es sind 2 verschiedene Sachen.
Also vergleiche kein Hund mit einem kleinen Tier.
Zeit brauch ein Hund viel.. Weiß ich aus eigener Erfahrung habe selber 2 Hunde.
Du musst dir im klaren sein das er..
-mindestens 3 mal am Tag raus muss.
-er beschäftigt werden möchte, und nicht die ganze zeit liegen möchte.
(Natürlich ist es von Hund zu Hund unterschiedlich.)
Welpen sollte man nicht alleine zu Hause lassen da sie sich schnell einsam fühlen. Wenn sie älter sind kann man es natürlich trainieren das sie mal alleine bleiben.
Also meiner Meinung nach brauch ein Hund schon viel Zeit.
Hoffe ich konnte dir helfen! :)

Antwort
von Arashi01, 29

Huskys und Pitbulls sind keine Anfängerhunde.

Man braucht in erster Linie, je nach Mentalität des einzelnen Tieres 4 bis 6 (oder mehr ) Stunden Zeit.

Man braucht Sachverstand und Einfühlungsvermögen.

Man sollte schon etwas sportlich sein (vor allem beim Husky!!)

Man braucht Geld, für Anschaffung, Versicherung, Tierarzt, Steuer (besonders beim Pit) und natürlich das Equipment.

Als Anfänger braucht man auf jeden Fall eine gute Hundeschule (Verein oder Trainer).

Man braucht ein tolles Auslaufgebiet.

Man braucht Platz, vor allem für große Hunde.

Man braucht gute Nerven und gute Nachbarn.

Und nicht zuletzt - einen leistungsfähigen Staubsauger.

Antwort
von VaniUndHolly, 18

Zurzeit habe ich eine 3Monate alte Biewer Yorkshire Terrier Hündin. Ich würde sagen man muss den ganzen Tag auf einen Hund aufpassen. Mit einem Hund ist das Leben ganz anders! Man sollte 24h für die kleinen Racker da sein, da Welpen tagsüber manchmal schlafen musst du nicht den ganzen Tag neben ihr verbringen. Mein Welpe macht meistens jede 2-4 Stunden etwa 1 Stunde ein Nickerchen. Nach dem Schlafen gehe ich sofort mit ihr raus, tags sowie nachts. Nachts sitz ich nicht neben ihr, da kommt sie ganz gut alleine klar, was Amfang nicht so der Fall war. Wenn sie ihr Geschäft erledigen muss, weckt sie mich auf und ich gehe mit ihr raus. Sonst spielt sie sehr viel und gerne.

Also kurz und knapp: Du solltest für deinen Welpen immer Zeit haben!

Und so ganz nebenbei: Huskys und Pitbulls sind nicht für Anfänger geeignet :) LG

Antwort
von NoradieHexe, 27

Der zeitliche Aufwand ist fast mit einem Baby zu vergleichen in den ersten zwei Jahren, danach ist es Rasseabhängig weniger. Deine zwei Rassen sind sehr zeitaufwendig.

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