Frage von Kaikausus, 19

Ich möchte Bauer werden... Lohnt es sich?

Hallo zusammen Wie ihr in meiner Frage lesen könnt spiele ich mit dem Gedanken Bauer/Landwirt zu werden. Ich bin anfang 20 und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker und interessiere mich schon seitdem ich ein kleines Kind bin für die Landwirtschaft. Mein Vater hat auch immer etwas Landwirtschaft betrieben, jedoch nur als Hobby. Mein aktueller Wohnort liegt in RLP. An einer Viehzucht habe ich kein interesse! Wie sollte ich am besten mit meiner Landwirtschaft beginnen,was sollte ich anbauen(Kartoffeln war eine Idee von mir) und sollte man es als großes Hobby nehmen oder doch irgendwann wenn man sich etwas aufgebaut hat als Hauptberuflich? Alle Tipps lese ich gerne und eventuell bekommt man auch ein paar Tipps von Leuten die sich in der Landwirtschaft auskennen

Danke im voraus

Antwort
von Jeimi, 16

hallo lieber user,

also meiner Meinung nach lohnt es sich heute nicht mehr Bauer zu werden da die preise der Waren immer geringer werden und sie damit weniger verdienen,

außerdem muss man dort sehr viel Geld in die Hand nehmen,

man sieht immer öfter das kleine Höffe schließen da sie einfach zu wenig einnehmen Landwirt sein ist also nicht wie Schach oder Fußball sondern es geht dort meist um das einkommen da ich nicht glaube das sie pro Liter milch beispielsweise 10 Cent Verlust machen möchten.

es besteh für sie aber beispielsweise die Möglichkeit sich auf einem großen hoff als Helfer zu bewerben

Antwort
von MisterBabomatic, 11

Landwirtschaft lohnt sich nicht mehr, jedenfalls nicht mehr in der heutigen Zeit. Der größte Teil der Landwirtschaft wird von Großbauern betrieben, kleinere gehen sehr schnell unter weil sie nicht so viel und nicht so billig produzieren können. Und diese Großbauern haben dann mehrere Quadratkilometer Ackerfläche und hunderte Mitarbeiter. Also das große Geld machst du damit nicht, aber wenn es dir Spaß macht spricht eigentlich nichts dagegen.

Antwort
von derhandkuss, 9

Mein Onkel hat als gelernter Landwirt (mit anerkannter Ausbildung) den größten Teil seines Lebens mit einer selbständigen Landwirtschaft verbracht (Milchvieh). Jetzt im Ruhestand habe ich ihn gefragt, ob er diesen Weg nochmals gehen würde. Ich bekam ein ganz klares nein. Denn heute müssen die Höfe recht groß, technisch gut ausgestattet und organisatorisch durch optimiert sein, um überhaupt auf einen grünen Zweig zu kommen. Zudem musst Du verschiedene Standbeine entwickeln, um schlechte Ernten, Preisverfall bei einzelnen Produkten etc. ausgleichen zu können. Um hier alles unter einen Hut zu bekommen, musst Du mehr Manager eines Industriebetriebes sein als Landwirt.

Antwort
von gschyd, 15

Finanziell wird es sich kaum "lohnen" - es bedeutet viel Arbeit - kann aber auch sehr erfüllend sein.

Ich würde auf Nischenprodukte gehen - wenn Kartoffeln, dann zB alte Sorten, die kaum mehr erhältlich sind und bei (Spitzen)-Gastronomen auf Interesse stossen - sowas (Fotos) - https://www.prospecierara.ch/de/kartoffeln/kartoffel

auch bei Gemüse etc - über den Sortenfinder findest Du Anregungen - https://www.prospecierara.ch/de/sortenfinder oder im "Lexikon der alten Gemüsesorten" https://www.prospecierara.ch/de/shop/article/gemueselexikon

Obwohl auch immer mehr Bauern das alte Gemüse wiederentdeckt haben, ist es immer noch nicht leicht zu bekommen. Viele Sorten sind in Geschäften kaum erhältlich.

... an die Bedingungen einer Region angepasst ... samenfest. Das heißt, man kann sie problemlos über ihr Saatgut vermehren. ...

Alte Gemüsesorten erobern die moderne Küche ...

Alte Kartoffelsorten: Schmackhaft aber selten ...

http://www.ndr.de/ratgeber/garten/nutzpflanzen/Alte-Gemuesesorten-selbst-anbauen...

Die Sterneküche serviert Zuckerwurz und andere alte Gemüsesorten - dank einem jungen Bauern in Südtirol. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43165/Aus-der-Versenkung

Dass alte Gemüsesorten alles andere als altbacken sind, zeigt die Tatsache, dass sie zuerst von der Spitzengastronomie wiederentdeckt wurden. Sternekoch Michael Hoffmann beispielsweise verwöhnt seine Gäste seit Jahren in seinem Berliner Restaurant Margaux mit alten Gemüsesorten wie Teltower Rübchen, die er außergewöhnlich zubereitet.

http://www.bildderfrau.de/kochen-backen/rezepte/article206623421/Alte-Gemuesesor...

Eines meiner liebsten Thema - hätte ich einen Garten würde ich noch mehr machen (Platz auf Balkonen etwas beschränkt :) - glücklicherweise gibts einiges auf dem Wochenmarkt - und v.a. jedes Jahr mehr :)

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