Frage von wLaSer, 66

Ich mache eine Ausbildung, wie viel darf ich ohne (große) Abzüge dazuverdienen?

Ich mache zurzeit eine Ausbildung und verdiene 661€ Brutto im 1. Jahr. Ich kriege zusätzlich Halbweisenrente.

Kindergeld kommt zwar hinzu, das kriegt allerdings meine Mutter.

Ich geb ihr zusätzlich 360€ wegen Miete, Strom und Handyvertrag. (Nein, sie zockt mich nicht ab, das hat seine Gründe, falls das jemand denkt)

Kann ich nun etwas tun um etwas mehr dazu zu verdienen, ohne das meine Halbweisenrente, das Kindergeld oder die Vergütung gestrichen/gekürzt wird? (KEINE Schwarzarbeit vorschlagen)

PS: Es kann auch etwas Kleines sein, wo es nur um 30 Euro geht oder so. Muss kein 400 Euro Job sein.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Ausbildung, 24

Wenn deine Mutter kein ALG - 2 ( Hartz - lV ) nach dem SGB - ll - vom Jobcenter bekommt oder Leistungen nach dem SGB - Xll - vom Sozialamt bzw.Wohngeld bezieht,dann hat ein Nebeneinkommen keinen Einfluss auf Leistungen und auf deine Vergütung / Waisenrente / Kindergeld schon mal gar nicht !

Du dürftest also ohne weiteres 450 € pro Monat dazu verdienen.

Deine Vergütung hat mit dem ganzen gar nichts zu tun,auch auf die Waisenrente hat ein Nebeneinkommen keinen Einfluss mehr und auch für den Anspruch auf Kindergeld spielt das Einkommen seit 01.01.2012 keine Rolle mehr,denn da hat man die Einkommensgrenze abgeschafft.

Kommentar von wLaSer ,

Vielen Dank, isomatte!
Das war eine klare ausführliche Antwort. ^-^

Kommentar von isomatte ,

Danke dir für deinen Stern !

Antwort
von Reanne, 40

Wenn keine Sozialleistungen bezogen werden , z.B. von Deiner Mutter, kannst Du hinzuverdienen. Allerdings muß Dein Lehrherr dem Zustimmen, denn Deine Ausbildung darf darunter nicht leidern, wegen Müdigkeit oder Überlastung.

Kommentar von Lunicas ,

Hallo, das stimmt nicht ganz: es besteht lediglich eine Anzeigepflicht, wenn neben der Ausbildung noch woanders gearbeitet wird! Die Rechte und Pflichten des Auszubildenden müssen natürlich trotzdem erfüllt werden, was zu Problemen führen kann, wenn diese durch eine Zweitbeschäftigung leiden. Erst ab dort könnte es problematisch werden, der Ausbildungsbetrieb muss aber nicht von vorne herein zustimmen!

Kommentar von wLaSer ,

Danke an euch schonmal. Und wenn ich                                      neben-/mini-/gelegenheitsjob-technisch etwas ausübe, wird dann nun etwas von meiner Vergütung, meiner Halbweisenrente, oder dem Kindergeld etwas abgezogen oder gar gestrichen?

Antwort
von zersteut, 28

Viel wichtiger ist:

  1. Die Nebentätigkeit muss von deinem Ausbildungsbetrieb genehmigt werden 
  2. Zudem musst du auf die Arbeitszeiten für minderjährige achten:

    pro Woche nicht mehr als 40 Stunden und an nicht mehr als 5 Wochentagen arbeiten. Außerdem täglich nicht länger als 8 Stunden arbeiten - und das auch nur in der Zeit zwischen frühestens 6 Uhr und spätestens 20 Uhr abends. (bin davon ausgegangen das du noch nicht 18 bist) 
    Fraglich wann du da noch zusätzlich legal arbeiten kannst! 

Was die Abzüge angehen musst du dir bei einem 400€ Job keine Sorgen machen...

Kommentar von wLaSer ,

1. Ja das ist mir auch klar, danke trotzdem. ^_^

2. Ich bin schon über 18, ich habe gelesen, dass ich somit 48 Stunden die Woche arbeiten kann.

Und ich dachte eher an einen Wochenendjob, oder einen Job, wo ich vielleicht höchstens 2 Tage die Woche mit wenigen Stunden arbeite, nichts großes. (Zumal ich gar keine Lust hab, zusätzlich einen anstrengenden großen nebenjob auszuüben XD)

Wegen den Abzügen, müsste ich mir ja dann auch keine Sorgen machen, wenn es weniger als 400€ sind, oder? Mir ist es wichtig, dass mir dann so wenig wie möglich, am Besten gar nichts, abgezogen, oder gar gestrichen wird.

Kommentar von zersteut ,

Der Verdienst aus einem Minijob (bis 450-Euro-Basis), wird nicht mit der Ausbildungsvergütung zusammengerechnet.

Für den Nebenjob fällt lediglich eine Pauschalsteuer in Höhe von zwei Prozent an, die in der Regel vom Arbeitgeber getragen werden. In der Kranken- und Arbeitslosenversicherung ist ein Minijob nach wie vor sozialversicherungsfrei! Für den Arbeitnehmer fallen keine Beiträge an. 

Allenfalls für die Rentenversicherung fallen geringe Beiträge für den Arbeitnehmer an (zurzeit sind es 3,7 Prozent) – den Rest trägt der Arbeitgeber allein.



Kommentar von wLaSer ,

Und wird dann bezüglich meines Kindergeldes und der Halbweisenrente etwas abgezogen/gestrichen?

Kommentar von zersteut ,

nein!

Kommentar von wLaSer ,

OKay, danke sehr.

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