Ich liebe meine mutter nicht ,wie soll ich damit umgehen?

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9 Antworten

Das ist ja das Schlimme, dass du deine Mutter trotzdem liebst, auch wenn du sie momentan an die Wand klatschen könntest. Oder etwas tiefer aufgehängt, momentan überhaupt nicht mit ihr zurechtkommst.

Ich kann dich in zweierlei Hinsicht beruhigen:

Erstens ist das weder unnormal, denn eure Vorstellungen gehen sehr weit auseinander, gerade was schulische Leistungen und Mithilfe im Haushalt betrifft, Hier haben Eltern grundsätzlich andere Vorstellungen, die von ihrer Lebenserfahrung und von ihrem Blick in die Zukunft geprägt sind. Sie können nur sehr schwer zulassen, dass ihr Kind unter seinen Möglichkeiten bleibt. Diese Möglichkeiten definieren sie natürlich selbst. Und Eltern vergessen manchmal, wie sie selbst in diesem Alter waren, oder versuchen Fehler, die bei ihnen gemacht worden sind, bei ihren Kindern nicht zu wiederholen.

Darüber hinaus sind Eltern auch nur Menschen, die Fehler machen und ihre Kinder manchmal falsch anfassen. Und manchmal auch mit ihrer Weisheit am Ende sind. Manchmal reden sich Eltern mit pubertären Kindern auch den Mund fusselig und haben das Gefühl gegen eine Wand zu reden.

Versteh mich nicht falsch! Ich will und kann über euere Situation nicht richten und ich will dir auch nichts reinwürgen, lediglich ein bisschen Verständnis für die andere Seite einwerben.

Ich war auch einer derer, die gut in der Schule waren und mit ein wenig mehr Aufwand locker noch um einiges besser gewesen wäre; ich hatte auch jahrelang Stress mit meinen Eltern, die wenig Verständnis für einen pubertären Stinkstiefel wie mich hatten. Aber ich habe jetzt selber vier Kinder durch diese Zeit begleitet und kenne die Sicht beider Lager.

Deswegen auch der Beruhigung zweiter Teil: Das wird sich wieder geben. Diese für euch beide schwierige Zeit geht vorüber und ihr werdet auch wieder vernünftig miteinander reden und euch vertragen können.

In der Zwischenzeit: Mach deine Schule, so dass du gut durchkommst und hilf im Haushalt mit. Soweit ich mitbekommen habe, ist deine Mutter ganztags berufstätig und kommt vermutlich abends müde und angestrengt nach Hause und sieht erst mal, was alles liegengeblieben ist oder muss den Herrn Sohn ein zweites und drittes Mal bitten, doch die aufgetragene Arbeit zu erledigen. Das nervt, ehrlich!

Vielleicht kannst du mit deiner Mutter von vornherein vereinbaren, was deine häuslichen Aufgaben sind, die du dann auch zuverlässig und ohne Erinnerung erledigst. Da kann man sogar einen Plan machen. Und vielleicht tut es deiner Mutter gut, wenn sie abends heimkommt und sich mal an einen gemütlich gedeckten Tisch setzen kann. Das macht dann auch bessere Stimmung und nimmt womöglich auch den Druck von anderen Fronten (Schule) ein wenig weg.

Ich weiß, dass das jetzt eine pauschale Betrachtung war, aber vielleicht hilft's ja.

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Hallo,

Du hast das Recht, Deine Mutter nicht (mehr) zu lieben. Das sollte Dir keine Schuldgefühle machen. Andererseits wird sie auf ewig Deine Mutter sein, die Dich in den Anfangsjahren Deines Lebens versorgt, beschützt und angeleitet hat. Sie wird Dich immer lieben - egal, was passiert (und auch, wenn es im Moment nicht so aussieht).

Vielleicht hat Deine Mutter recht mit der Einschätzung dass Du Deine Möglichkeiten schulisch nicht  ausschöpfst (und dennoch gute Leistungen erbringst). Natürlich ist das Deine Entscheidung, was Du investieren willst - solange Du deine Zukunftschancen nicht gefährdest (Eltern sind fürsorge-verpflichtet!)

Ich denke, es ist wichtig, dass ihr miteinander eine neue Gesprächsgrundlage findet, in der Du Dich nicht mehr wie ein kleines Kind behandelt fühlst, und in der sie Dir Vorschläge machen darf, um ihrer elterlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Alles Gute!

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Hi,
Ich nehme an Du bist in der Pubertät. Das größte Problem an der Zeit ist, dass einen die Eltern nicht ernst nehmen und permanent von einem gestresst sind. Man ist immer nur der/die bescheuerte Pubertierende, obwohl sich die Eltern oft so aufführen als wären sie in der Pubertät. Manche Eltern schaffen es erst einen ernst zu nehmen, wenn man erwachsen ist und nicht mehr zu Hause wohnt. Andere schaffen es nie.

Ich würde ihr sagen, dass Du das Geschnatter bei den Freundinnen von ihr satt hast und sie mal überlegen soll was davon überhaupt der Wahrheit entspricht. Oder Du erklärst den Freundinnen Deiner Mutter mal in einem ruhigen Ton, was Dich an ihr so nervt :-P

Ich kann mich noch sehr gut an meine Pubertät erinnern. Meine Eltern waren einfach schrecklich. Geliebt habe ich sie in der Zeit auch gar nicht. Inzwischen habe ich ihnen viel verziehen, wir konnten über einige Dinge sprechen und ich habe akzeptiert wie manches gelaufen ist - und sie sind mir auch wieder wichtig. Ich versuche dafür bei meinem Kind keine Fehler zu wiederholen und ihn immer ernst zu nehmen. 

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Meine Mutter war ähnlich. Nichts konnte ich ihr recht machen. Und sie hatte andauernd was zu meckern. Und ich habe sie trotzdem geliebt. Hatte nicht mal ihre Aussagen angezweifelt.

Warum? Kann ich im Nachhinein selbst nicht mehr verstehen. Weil es damals halt so war, dass man seine Eltern lieben musste.

Heute weiß ich, dass sie meine bedingungslose Liebe überhaupt nicht verdient hatte. Aber ich hatte Depressionen davon getragen.

Du tust recht daran, wenn du die Liebe zu deiner Mutter anzweifelst. Wenn sie sich so verhält, hat sie deine Liebe auch nicht verdient. Leider bekommt niemand einen Erziehungsratgeber mit, wenn er Eltern wird. Deshalb machen Eltern Fehler.

Es ist sicher belastend für dich, wenn du nicht mehr mit deiner Mutter sprichst, da ihr ja zusammen lebt. Aber überlege dir, was die Alternative wäre.

Du wirst älter und kannst sie bald verlassen. Dann kannst du dein Leben so gestalten, wie du es für richtig hältst. Und bei deinen späteren Kindern nicht dieselben Fehler machen.

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Du hast ein gesundes Selbstwertgefühl, wenn Du sie nicht mehr liebst.

Auf eine Mutter, die mich so beschimpft und bei anderen über mich lästert, kannst Du gut verzichten.

Keine Ahnung, warum sie sich so böse und schlecht verhält.

Ja, das ist traurig, aber Du kannst Deine Mutter nicht ändern.

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Du musst ernsthaft mit deiner mutter/deinen Eltern reden und ihnen klarmachen,wie du dich fühlst und wenn sich dann nichts ändert, dann solltest du ausziehen

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DU kaum. Und wenn, dann wohl nur mit einem verbalen Knall. 

Die Einstellung Deiner Mutter ihrem eigenen Geschlecht gegenüber ist gestört. So lese ich es heraus. 

Nun wirst Du langsam erwachsen, selbst zu einer Frau. 

Vielleicht ist Deine Mutter stutenbissig. Oder anders ausgedrückt: Sie versucht, Dich von ihrer vollgekoteten Hühnerleiter herunter anzukoten. 

Ja. Das sind harte Bilder. 

Deine Mutter trifft sich am WE mit ihren Freundinnen?

Dann würde ich da mal aufkreuzen und sie einfach mal fragen: 

Warum hast Du mich zu einem faulen Menschen erzogen?

Verlasse den Ort nach dieser Frage sofort!!!!

Verweigere in den nächsten Wochen jedes Gespräch mit ihr. Nur auf diese Weise schafft sie es, über Deine Frage nachzudenken. 

Mach mal.

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Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge ansich, aber die Bedeutung die wir ihnen geben.

(unbekannter Autor)

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Das ist ganz normal, wenn du noch zuhause wohnst. Geht vielen so...

Das zeigt, dass es Zeit für dich wird, zuhause auszuziehn und dir ne Kleine Wohnung alleine zu nehmen, weil ihr zu sehr aufeinander hockt.

Wenn du das machst, dann bessert sich das Verhältnis von alleine wieder.

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