Frage von bimbochen, 36

Ich liebe einen Mann sehr aber ich komme einfach mit seinem Alkoholproblem nicht klar deshalb denke ich öfter an Trennung aber das ist sehr schwer?

Antwort
von Ille1811, 10

Hallo!

Wenn du Probleme mit dem Alkohol trinken dieses Mannes hast, dann geh mal zu Al-Anon. Schau einfach mal auf die Webseite Al-Anon.de und/oder ins blog,Al-Anon.de, ob dich das anspricht.

Ich selbst hab mich damals von meinem Mann getrennt, weil ich mit dem Alkohol nicht leben konnte. Daraufhin wurde er trocken! Heute leben wir wieder in einem Haus.

Antwort
von sexy1111, 11

Mach Schluss, bevor du selbst vor die Hunde gehst. Alkoholiker kann man nicht heilen, wer glaubt, einen Alkoholiker trocken zu bekommen, versucht dasselbe wie das kleine Fritzchen am Strand von Grado. Der buddelte ein Loch in den Sand, und goss Meerwasser in dieses Loch. Auf die Frage eines Touristen, was er da denn mache, antwortete er: ich fülle das ganze Meer in das Loch, dann ist es bald weg.

Antwort
von Mondhexe, 18

Das kann ich gut verstehen. Mein Vater war Alkoholiker und meine Mutter ist trotzdem Zeit seines Lebens bei ihm geblieben.

Richtig war das - meiner Meinung nach - nicht. Als Angehörige oder Partnerin eines Alkoholikers bist Du ständig der Gefahr ausgesetzt in eine Co-Abhängigkeit zu geraten.

Zudem wirst Du ab und zu glauben, nur Du könntest diesem Mann helfen. Das stimmt leider nicht. Ein Alkoholiker muss sich - wie alle Süchtigen - selbst helfen. Du kannst den Prozess unterstützend begleiten, falls er sich zu einer Therapie entschließen sollte. Und sollte er es schaffen, steht einer Beziehung nicht mehr viel im Wege.

So lange er aber abhängig ist und (was noch schlimmer, aber bei den meisten Alkoholikern leider der Fall ist) er keine Krankheitseinsicht haben, solltest Du Dich in Deinem eigenen Interesse besser trennen.

Wenn Du das tust, dann sag ihm warum. Manchmal bewirkt das einen "heilsamen Schock" und er erklärt sich zu einer Therapie bereit.

Aber bitte traue niemals den wohlbekannten Sprüchen wie "Ich kann jeder Zeit aufhören", oder "Nächstes Jahr mache ich eine Therapie". Und lass Dich auch nicht emotional erpressen, wie z.B. "Was soll ich ohne dich nur tun?" oder "Wenn du mich verlässt, trinke ich noch mehr". Alles schon gehört, alles schon gesehen, alles schon erlebt.

Ich wünsche Dir viel Glück und viel Kraft bei Dir zu bleiben. Alles Gute!

Antwort
von Herpor, 6

Das kann ich gut verstehen.

Ich bin selbst Alkoholiker und seit 29 Jahren trocken.

Es gibt für Angehörige von Alkoholikern Selbsthilfegruppen. Das ist Al-Anon (auch im Internet, und dort stehen auch die realen Gruppen vor Ort).

Dort lernt man, dass man sich nicht wie ein Co-Alkoholiker verhält, d.h. nicht auf die Schuldzuweisungen des Alkoholikers reagiert und sich nicht manipulieren lässt. Dort lernt man auch "in Liebe loszulassen", d,h. sich nicht mehr (siehe oben) manipulieren zu lassen und den Alkoholiker als kranken Menschen, der medizinische Hilfe brauche, anzusehen.

Ich kenne sehr viele Angehörige und weiß, dass ihnen dort geholfen wurde.

Ich wunsche auch dir, dass du dort Hilfe findest.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten