Frage von Miri1094, 140

Ich leide an einer Essstörung. Jetzt mischt sich mein Betrieb ein. Wie weit darf er gehen?

Seit einigen Monaten leide ich an Magersucht. Ich befinde mich deshalb auch schon in Behandlung und renne mehrmals die Woche zum Arzt.

Meine Arbeit hat mich auch bereits darauf angesprochen und ich musste ihnen ein Attest von meinem Arzt geben, in dem ihnen meine Arbeitsfähigkeit versichert wird.

Jetzt will mich die Personalabteilung noch zum Betriebsarzt schicken und von dem abklären lassen, ob ich wirklich arbeitsfähig bin. Mittlerweile bin ich richtig genervt, weil ich in weniger als 20 Tagen meine mündliche Abschlussprüfung mache und anschließend mit meiner Ausbildung hier fertig bin. Dann sehen die mich nie wieder.

Jetzt meine Frage: Wie weit dürfen die gehen und kann ich diesen Termin ablehnen?

Denn offen gestanden, setzt mich das schon unter Druck und es ist auch in keiner Weise so, dass meine Arbeit unter der Krankheit leidet.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten :)

Antwort
von Rosalielife, 87

Wie sehr beeinträchtigt deine Essstörung deine Arbeit? wo berühren sich diese und das, was du tun musst oder nicht mehr dadurch kannst? Ist deine Leistung beenträchtigt, du hast häufige Fehlzeiten, du bist schwer angeschlagen?

Sprich mit deinem Arzt, dem Betriebs- oder Personalrat darüber.

In dem Fall, wo deine Gesundheit die Arbeit beeinflusst, ist es im Interesse des Betriebes, nachzuforschen, zu intervenieren, denn dein Arbeitgeber hat auch eine Verantwortung dir als Mitarbeiter gegenüber.

Deine Störung zieht Kreise. Was tust du dagegen? was kannst du antworten, wenn du damit konfrontiert wirst und kannst du die anstehende Problematik auflösen, Bedenken zerstreuen? siehst du eine mögliche hilfe, einen anderen Platz, einen Klinikaufenthalt?

du musst dir auch Gedanken machen, das kann dein Arbeitgeber zu Recht verlangen.

Antwort
von Nordseefan, 68

Da könnte man jetzt schreiben und schreiben. Besser wäre du würdest sagen was er macht dann könnte man sagen ob das ok ist.

Jedenfalls darf sich der Betrieb in so weit einmischen das er Vorkehrung tirfft das weder du dich bei der Arbeit gefährdest noch andere noch den Bereibsablauf störst.

Antwort
von Flimmervielfalt, 84

Kommt drauf an, welche Verantwortung du da hast. Wenn du nen Kran führen musst, dann ist es zum Beispiel lebensgefährlich für Dich und andere. Du kannst die Instrumente aufgrund der Kraft und des mangelnden Gewichts nicht bewegen. Zudem drohst Du runtergeweht zu werden....nur als Beispiel. Der Betrieb hat einfach kein Bock auf solche Präzedenzfälle.

Kommentar von vikodin ,

runtergeweht xD hört sich lustiger an als es ist... ^^

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Ja, es ist jetzt nicht cartoonhaft gemeint, sondern als Berufsrisiko, das ohnehin besteht.

Antwort
von cheyenne02, 33

Hut ab vor deinem Arbeitgeber !

 Der Betrieb hätte das ohne weiteres ignorieren können. Tut er aber nicht. Du bist Azubi und der AG hat da eine  ganz besondere Fürsorgepflicht.

Der Termin beim Betriebsarzt ist sinnvoll. Hier wird nicht nur deine Arbeitsfähigkeit überprüft sondern auch dein Arbeitsumfeld, Tätigkeiten u.s.w. durchleuchtet um zusätzliche Belastungen die sich negativ auf deine Krankheit auswirken könnten auszuschließen.

Auch wenn es nur noch 20 Tage sind......

Antwort
von maggylein, 72

Für die Beantwortung fehlen paar viele Infos...
Wie lange du da arbeitest was das für ein Job ist welche Esstörung du hast inwiefern mischt der Arbeitgeber sich da ein? Bist du wegen der Esstörung oft krank?

Wenn du zb oft krank bist ist es glaube ich so das der AG verpflichtet ist dir Hilfestellung zu geben. Wenn du diese Hilfestellung ablehnst macht das nen schlechtes Bild. Aber vielleicht ist es sinnvoll wenn er sich einmischt und dir hilft

Kommentar von Miri1094 ,

Meine Frage wurde leider nicht übernommen. Habs schon bearbeitet, aber das muss ja erst wieder freigeschalten werden ;)

Ich war nur einmal krank deswegen und für den Tag habe ich ein Attest. Das können die mir eigentlich nicht ankreiden.

Mein Arbeitsverhältnis endet in 20 Tagen, dann bin ich mit der Ausbildung durch.

Kommentar von maggylein ,

wenn die dir keinen neuen Vertrag anbieten wirst eh nix machen können.

Antwort
von HorstBayerV, 70

Ich denke das wird aehnlich wie bei einer Alkoholsucht gehandhabt. Entweder einer Reha zustimmen, oder Kuendigung.

Antwort
von SoDoge, 40

Wenn du an einer Essstörung leidest, dann ist dein Problem nicht dein Betrieb. Dein Betrieb hat das Interesse daran, dass du deine Arbeit ohne Probleme ausführen kannst und keine gesundheitlichen Probleme hast, die dich oder Andere beim Betrieb behindern - und es ist sein gutes Recht, das durchzusetzen. 

Um das weiter beurteilen zu können, müsste man wissen, wie er in deinem Fall vorgegangen ist. Aber in erster Linie solltest du dich wegen deiner Essstörung um (professionelle) Hilfe bemühen. Deine Gesundheit ist deutlich wichtiger, als sich um die Rechte derer Gedanken zu machen, die dir im Endeffekt nur helfen wollen.

Antwort
von Othetaler, 70

Unter Umständen bis zur Kündigung.

Antwort
von NightCandle22, 45

Ich bin mir nicht sicher, aber solange keine Probleme deshalb auftreten, kann er doch bestimmt nichts groß dagegen sagen. Aber was haben sie denn bisher gesagt?

Antwort
von vikodin, 61

wenn du wegen deiner essstörung öfters krank bist dann wird er nachfragen was man machen kann damit du nicht so oft krank bist... evtl wird es auch eine freistellung geben für eine therapie... 

Antwort
von Novos, 40

Der Ausbildungsbetrieb hat auch eine gewisse solziale Sorgfaltspflicht, so dass ihn das schon berühren kann.

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