Frage von theroad, 55

Ich lebe so zurück gezogen, wie komme ich aus dieser Spirale wieder heraus?

Ich zieh mich, seit dem ich meine Ausbildung angefangen habe, immer mehr zurück. Mir fehlt schlicht die lust und auch die Energie, raus zu gehen, was zu unternehmen. Dabei liegt es nicht ein mal daran, dass ich keine Freunde hätte oder dergleichen. Ich mache eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau und muss 174 Stunden arbeiten. Die meisten Kollegen, da sie sich fast aussichtslos nur über belangloses oder nicht einmal richtig überprüfte Sachen unterhalten, D.h. nach meinem Verständnis nur oberflächlich, kann ich dazu nichts hinzufügen. Auch die Kunden machen es mir nicht leicht. Ich komme jeden Abend psychisch und körperlich ermüdet nach Hause. Ich muss dazu noch hinzufügen, dass mich die Lage auf der Welt sehr beschäftigt und ich es eigentlich nicht aushalte, mit solchen Menschen mein Leben Tag täglich zu verbringen, die sich nur darum kümmern dass zB wir Flüchtlinge in unserem Land haben aber nicht damit beschäftigen, aus was für Verhältnissen die kommen. Ich würde am liebsten aus dieser Welt ausbrechen, doch ich stecke wie jeder andere hier fest. Es scheint mir alternativlos zu sein. Auch werde ich als sonderbar angesehen, als ob ich ein paar Windungen im Hirn zu viel hätte. Eigentlich bin ich zufrieden. Aber ich weiß, dass ich davor anders war, in der Schule und in dem Unternehmen, wo ich. Aushelfen durfte, wurde ich sehr geschätzt. Ich weiß nicht, wie ich mich aus dieser abwärts Spirale befreien soll. Meine Mom sagt da zu mir, dass es überall gleich ist, das kann doch alles nicht alternativlos sein. Es sagt zwar jeder, nur noch 1 Jahr dann bist du fertig. Aber meine Seele schreit, wenn ich überlege wie oft ich von 9-20 Uhr schaffen muss...

Antwort
von Odenwald69, 32

ist ein neuer lebensabschnitt für dich und ist nicht mehr nur in der schule sitzten .. jetzt bist du in die Berufswelt gewechselt und hat viel mehr eigenverantwortung und mir ging es damals ähnlich habe auch fast 3 jahre gebraucht mich daran zu gewöhnen vor allem die Sommerferien haben mir sehr gefehlt und meine Klassenkameraden.... Jetzt heist es nach vorne schauen und nicht in der Vergangenheit zu bleiben.. Mir haben meine neuen Klassenkameraden in der BS gut getan ... In der Firma sollte man sich daran gewöhnen das die Kollegen nicht = Freunde sind sondern eigentlich alle spinnefreind sind... Wichtig ist nach Feierabend umzuschalten auf "Privatmodus" und mit seinen Freunden und bekannten, Freund Freundin wieder "positive" energie tanken, sport machen  und sich erholen... dann geht es wieder steil nach oben...

PS habe noch länger damals gearbeitet da auch im einzelhandel chronisch unterbesetzt....

ist auch eine eingewöhnung, die Kunden sind heute viel kritischer als heute es geht nicht immer nur um den preis, die wollen einfach mehr beratung und stellen viel mehr fragen heute als früher... ich würde alle vorbildungen nutzen die es gibt und mich einfach auch über die arbeit raus ein wenig vorbilden das kann nicht schaden. 

Ansonsten bei fragen komm einfach auf mich zu.

Kommentar von theroad ,

Vielen Dank für die Mühe, die Sie sich für die Nachricht gemacht haben ! 

Die bs ist nicht in meinem Ort, sondern in Hamburg, meine Kollegen sind da nicht anders... ich weiß, scheinbar bin ich für gar nichts dankbar aber mir fehlt einfach die Kraft dazu. Ich will einfach die Ausbildung fertig machen uns meinen Abi nachholen um was besseres anfangen zu können.

Dazu kommt noch, dass die Kunden viel unfreundlicher geworden sind als früher, meinen guten Kollegen aus der bs hängt es auch nur noch Hals raus, dass einige lieber verkürzen als ein halbes Jahr länger dort stehen zu müssen. 

Und das mit dem unterbesetzt sein kann ich nur nachempfinden. Ich verstehe nur nicht die Ignoranz der Kunden, denen das anscheinend egal ist, und die der Vorgesetzten, da wir die Leidtragenden sind, da wir uns dieser mindestbesetzung beugen müssen, wir können ja nichts daran ändern, nur die da oben. Aber einige meiner Kolleginnen mussten sogar ihr Ausbildungshaus zwangswechseln, da sie nicht genug Stunden haben. 

Ich verstehe auch nicht wie beschränkt der Horizont von einigen Führungskräften ist. 

Die interessiert nur Mode und ansehen in ihrem Leben. Wie kann das einen Menschen so ausfüllen ?

Antwort
von MCLJT, 26

Du könntest doch ehrenamtlich in einem Flüchtlingsheim helfen (ihnen Deutsch beibringen etc.). Wenn du ihnen hilfst, wird dich das selbst auch glücklicher machen und dabei kommst du noch unter Leute

Kommentar von theroad ,

Super Idee danke :))

Kommentar von MCLJT ,

gerne :) viel erfolg!

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