Frage von werisndasjetzt, 193

Ich lebe nur noch für meine Familie?

Hey. Ich verzweifle momentan ein wenig. Es tut mir Leid, dass ich mich jetzt an diese Community wende, aber ich weiß nicht, was ich sonst noch tun soll. Es ist einfach so, dass ich schon seit längerem das Gefühl habe, zu schwach für dieses Leben, zum leben generell zu sein. Ich bin noch am Anfang meiner Pubertät, aber ich glaube nicht, dass das noch im normalen Rahmen liegt. Mittlerweile geht es so weit, dass ich eigentlich nichts mehr dagegen hätte zu sterben, wären da nicht meine Eltern und meine Geschwister. Auch wenn nicht immer Frieden zwischen uns herrscht, weiß ich doch, dass sie mich lieben und ich weiß, dass es schrecklich sein muss, sein Kind zu verlieren. Natürlich gibt es die Möglichkeit, eine Therapie zu machen, bzw mit Therapeuten zu sprechen, aber ich ich müsste trotzdem weiter leben. Und das kann ich einfach nicht. Ich will niemanden unglücklich machen, aber ich kann nicht mehr. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon Abschiedsbriefe geschriben und wieder verbrannt habe. Ich wäre jedem für eine Antwort dankbar. Vielleicht bin ich auch einfach nur sehr wehleidig und sollte froh sein, dass ich eine Familie habe, aber ich bin nicht glücklich, wegen vielen anderen Dingen. Sorry, für diese Wirrwarr von Text. Lg.

Antwort
von Fantho, 155

Leider schreibst Du nicht über Deine Formen des Unglücklichseins. Aber ob Du das glaubst, oder nicht: Auch ich habe diese Phasen durchleben müssen. Ich schreibe 'müssen', weil es zum eigenen Leben gehört. Es ist die Findungsphase. Ich fühlte mich immer in einem falschen Zeitpunkt auf Erden und zugleich auch noch am falschen Ort. Ich gehörte nicht hierher, wollte immer weg von hier und wieder nach 'Hause' zurück.

Im Nachhinein weiß ich, dass es die Phase ist, bei der ich die Kindheit peu à peu verlasse und sozusgane auch die Sicherheit der Familie, denn mehr und mehr musste ich lernen, selbst Verantwortung und Konsequenzen zu übernehmen und hatte Angst davor. Ich hatte auch einen innere Angst, die Bindung zum Jenseits zu verlieren. Und, und, und. Es kamen ja mit einem Mal viele verschiedene Faktoren in mein Leben, denn die Welt wurde ja mit der Pubertät mit einem Mal auch größer, weiter, bunter, grausamer etc. pp..

Es ist die Phase, in der ein junger Mensch sich in der 'neuen' Welt neu justieren muss und mit vielen neuen Erkenntnissen und Erfahrungen konfrontiert wird - völlig normal, wenngleich dies auch nicht als normal zu empfinden ist...

Mache jedoch bitte nicht den Fehler und verkrieche und verstecke Dich, denn das führte dann schnell zu Depressionen. Ssuche und halte Kontakt zu Freunden, gehe oft raus (nach den Hausaufgaben ;-) , wende Dich an Vertrauenspersonen Deiner Wahl, beschäftige Dich mit vielen Dingen und...

...lasse dich nicht zu sehr in diese Phase fallen. Beschäftige Dich damit und versuche dies (auch mit anderen Personen) aufzulösen...

Denke Dir jeden Abend nur Gegebenheiten und Ereignisse hervor, welche Dir Freude gemacht haben, bewahre sie Dir in Deinem Herz und schlafe damit ein...

Stelle jeden Morgen vor dem Aufstehen Dir einen wunderschönen Tag vor, welche mit Freude und Liebe einhergehen wird...

Es ist eine Übung...aber nur diese macht einen Meister ;-)

Wünsche Dir viel Kraft, Zuversicht, Vertrauen. Und vor allem wünsche ich Dir, dass Deine Neugier auf Dein weiteres Leben immer vorhanden bleibt...

Gruß Fantho

Antwort
von cartman97, 124

Vorab, ich schreibe dass hier einfach runter ohne große beachtung auf rechtschreibung und grammatik da mir deine situation mehr als beakknt vorkommt. ich hoffe es ist dennoch verständlich :)

Hey, ich kenne deine Situation. Ein guter Freund von mir war vor über einem Jahr in der selben Lage, jedoch hatte er sich entschieden nicht weiter zu kämpfen und derzeit ist meine beste Freundin an fast dem selben Punkt. Sie hat sich aber für eine Therapie entschieden! Auch wenn du das im Moment vielleicht nicht möchtest oder keinen Sinn darin siehst, kann dass die Lösung deines Problems sein.

In solch einer Situation ist es vor allem wichtig ehrlich zu dir zu sein. Was du mit deinem Post hier ja bereits schon eingeleitet hast. Ich bin kein Psychologe oder könnte mir ein ein Urteil erlauben was das wohl beste für dich in der Situation ist. Aber ich kann zu dir aus erfahrung sprechen und sagen dass offen sein und mit leuten reden das beste ist was du tun kannst.

Wenn du den Mut fassen kannst geh und spreche mit deiner Mutter oder dem Elternteil wo du glaubst, dass dieser das am besten auffassen kann und rede mit ihm darüber was dir auf der seele liegt. Ein Problem zu zweit zu tragen ist immer einfacher als die ganze last alleine bewältigen zu müssen.

Oft hilft es auch schon, probleme offen auszusprechen. Ich glaube fest daran, dass du gemeinsam mit deinen Eltern einen weg finden wirst, wieder aus dieser Kriese zu kommen.

Meine Freundin sagte zu mir einmal, sie hält sich manchmal folgendes vor augen, auch mit dem hintergrund was unserem gemeinsamen freund widerfahren ist: Das Leben ist viel zu Kostbar um es weg zu werfen, jeder von uns bekommt nur einmal diese chance und die Probleme die dir auf deinem Lebensweg begegnen, haben so widersprüchlich es auch scheinen mag alle einen grund. sie zu bekämpfen und zu bewältigen machen dich nur stärker. Für dann fall, was ich nicht hoffe, das man im Leben nochmal in solch eine situation gerät, kann man sich auch auf seine erfahrungen berufen die einem helfen auch diese situation zu meistern oder anderen eine hilfe zu sein.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen lichtblick geben, als auch eine kleine hilfe sein! sollte noch was sein kannst du mir gerne noch einmal schreiben.

Und noch ein satz am ende: Freunde und Familie sind fürs Leben, lass es nicht ein kurzes sein und wende dich an diese Leute. Denn Freundschaft und Familie heißt für einen anderen Menschen da zu sein, ganz gleich ob in guten oder in schlechten Tagen. Du bürdest diesen Menschen damit nichts auf, sondern ''hilfst'' ihnen sogar. Denn wenn sie dir aus dieser Situation helfen können, werden sie sich 10000x besser fühlen, auch wenn es am anfang hart sein mag, als wenn du dich für den anderen weg entscheidest.

in diesem sinne, wünsche ich dir nur das beste!

Antwort
von Schizophreniker, 102

Sei mir nicht böse, aber in der Pubertät haben viele diese Phase. Aber rede mit jemandem darüber, vielleicht am Anfang mit einem guten Freund/ Freundin. Wenn es nicht besser ist, ziehe mal einen Therapeuten in Frage. Kritisch wäre, wenn du Selbstmordversuche unternimmst. Dann ab zum Therapeuten.

Antwort
von nowka20, 97

ich fühle mit dir, aber die pubertät wird vorübergehen und du wirst gestärkt aus ihr hervorgehen. alle erwachsenen haben es auch geschafft.

Antwort
von Kikulana, 123

Ich verstehe dich vollkommen. Ich hatte auch mal so eine Phase. Jedoch sollte man immer im Hinterkopf haben, dass es nur noch besser werden kann.

Antwort
von Emma60, 55

Die wirklich Demütigen sind die wirklich Glücklichen. Aus Mangel an Demut führen Männer und Frauen ein unerträgliches, elendes Leben. All dieses Elend kommt von innen. Es geht nicht um eine Veränderung unserer Verhältnisse, sondern um die Befreiung aus der Knechtschaft des ‚Ich’, des kleinen Ego, das uns tyrannisiert und uns der Glückseligkeit beraubt, die unser Erbgut ist als Kinder Gottes. Wir sitzen gleichsam in einem Käfig der Ichbezogenheit und ehe nicht dieses Gefängnis mit dem Schlüssel der Demut geöffnet wird, kann der Schwanenvogel Seele nicht frei werden, um in die Regionen des Glanzes und der Freude zu gelangen.
Der Weg zu wahrer Glückseligkeit ist der Weg der Demut und der Liebe. Der Demütige kennt keine Probleme. Er hat Gott zum Führer. Bedeutsam sind die Worte des Hirtenknaben, der in John Bunyans „Pilgrim’s Progress” singt:

„Wer unten ist, braucht keinen Sturz zu fürchten, 
wer niedrig ist, hat keinen Stolz; 
wer Demut übt, hat immer Gott zum Führer.
Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe, 
sei es wenig oder viel.
Und flehe immer noch um mehr Zufriedenheit, o Herr, 
denn solche rettest Du.”
Es heißt sehr richtig, wenn es keine Demut gäbe auf der Welt, würde jeder schon längst selbst seinem Leben ein Ende gemacht haben.
Wenn in der Seele das Licht der Demut aufdämmert, verschwindet das Dunkel der Selbstsucht und die Seele lebt nicht länger für sich, sondern für Gott. Die Seele verliert sich in Gott, lebt in Gott und geht in Ihm auf. Das ist die Alchemie der Demut.~Sant Kirpal Singh

Antwort
von IchZogg, 104

Schau dir doch mal die Seite hier an, könnte dir vielleicht helfen. http://www.leben-ohne-dich.de/notfall.htm

Antwort
von PinkUnicorn2000, 109

Schreibe jeden Tag 3 dinge auf die dich glücklich gemacht habe und 3 dinge die dich traurig gemacht haben.

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