Frage von Zischelmann, 119

Ich las mal die bizarre Behauptung, das abgetriebene Föten früher "selbst Abtreibungsärzte" gewesen seien-welche Religion lehrt sowas?

Auch wenn Buddisten an Reinkarnation glauben-diese Lehre lehrt der Dalai Lama doch nicht oder? Oder sind es manche Esoteriker?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ichthys1009, 47

Im esoterischen Bereich hört man öfters ähnliche Aussagen. Es geht dabei um den Glauben an Reinkarnation und Karma.

Normalerweise werden solche Aussagen aber niemals derart konkret und eins-zu-eins  (ich habe abgetrieben -> ich werde abgetrieben) gemacht.

Selbst jene Esoteriker, die an Karma glauben, sagen, dass kaum jemand wisse, nach welchen Gesetzmäßigkeiten das Karma eigentlich funktioniere.

Auch bei Anthroposophen kannst du Dinge in dieser Richtung finden.

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Sexualitaet, 60
  • So einen Mumpitz lehrt gar keine Religion.
  • Solche albernen Aussagen stammen von militanten, mental eingeschränkten Abtreibungsgegnern, denen jede noch so dämliche Hetze recht ist.
  • Vergiss diesen Unfug einfach. Ist doch gar nicht wert, solchen Typen auch noch Aufmerksamkeit zu gönnen. Wer in aller Welt glaubt an so einen Quatsch?
Antwort
von cyracus, 25

Das ist eine sehr, sehr, sehr vereinfachte und grobe Darstellung von Karma (Ursache - Wirkung - Ausgleich) für schlichte Gemüter, die sich die Welt und das Leben gern möglichst einfach erklären wollen.

Esoterik ist ein Sammelbegriff, in den alles mögliche "reingeworfen" wird - völlig blödsinniges (auch gefährliches) bis hin zur spirituellen, lichtvollen Wahrheit.


Dass unter den abgetriebenen Föten auch mal ein ehemaliger Abtreibungsarzt sein kann, ist möglich. Aber sogar dann sind wir aufgerufen, Mitgefühl zu haben. - Weil wir das ganze Zusammenwirken gar nicht durchschauen, liegt es nicht an uns, uns als Richter aufzuspielen.

Gut, dass Du hinterfragst.


Antwort
von waldfrosch64, 35

Laut authentischer  Buddhistischer Lehre  ist kein Mensch für sein jetziges da sein Verantwortlich .Das ist Quatsch und zeugt davon dass derjenige  solche  krude Aussagen macht keine realistischen Vorstellungen  von Buddhismus hat .

Denn laut Buddhismus hat der Mensch gar keinen Wesenskern ,der Wiedergeboren werden könnte ,oder wiedergeboren werden müsste .

Karma ist weder im Positiven noch im negativen gemeint ,sondern es geht darum, neutrales Karma zu generieren .

Der Tibetanische Buddhismus des Dalai Lama  ist ,aber ja mit der alten Bön Religion gekoppelt, da kann allerdings dann wieder alles ganz anders sein .

Antwort
von amdros, 42

Wahnwitz!!

WO hast du soetwas lesen können?

Antwort
von RevatiKKS, 30

So konkret wird das sicher nirgends gesagt. Aber das Gesetz von Ursache und Wirkung arbeitet so, dass man früher oder später "erntet", was man "gesät" hat. Wäre doch auch gerecht, oder etwas nicht?

Wie das im Einzelfall aussieht, das ist individuell verschieden, denn da spielen so viele Faktoren mit, dass wir das gar nicht überblicken können.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass der abgetriebene Fötus von einer Seele belebt war, die in einem früheren Leben ähnlichen getan/verursacht hat.

Was soll daran "bizarr" sein? Die Antworten auf deine Frage zeigen, wie wenig man heutzutage noch bereit ist, Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen. Das mag an der "ach so bequemen" christlichen Lehre liegen, dass man angeblich automatisch von aller "Schuld" befreit ist, sobald man sich auf Jesus Christus beruft. Wenn es auch heute immer weniger Menschen gibt, die den kirchlichen Lehren wirklich folgen, diese Lehre akzeptiert man gern, weil sie einen angeblich von aller Verantwortung befreit.

 

Kommentar von Zischelmann ,

In der Neuapostolischen Kirche wurde ich gelehrt das man Mitleid mit den Seelen der Abgetriebenen haben soll .Bei  der esoterischen(?) Lehre wo das Abgetriebene früher ein Abtreibungsarzt gewesen sein soll-da hätte ja keiner Mitleid. (das wäre ja so wie wenn einer sagen würde über eine vergewaltigte und ermordete Frau:" Mit der habe ich kein Mitleid, die war früher selbst mal ein Vergewaltiger und Mörder-in einem früheren Leben...Und ein Mörder kann dann vor Gericht sagen: "Ich habe dieser Frau das angetan weil sie in einem früheren Leben ein Massenmörder war.....Na, dann geht es nicht in den Knast-dann in die Psychiatrie.

Bei einer solchen Lehre ist gerade bei Abtreibungen Tür und Tor für das Töten geöffnet. Dann sagen die Mütter noch: "Dieses  werdende Leben wird getötet der hat früher auch Föten getötet nun lassen wir den Arzt es an ihm machen.....(Und dieser Arzt wird dann nach seinem Tod wieder ein Opfer...Mann, das ist doch extrem furchtbar-wie nach dem Auge um Auge Zahn um Zahn Denken ...

Kommentar von RevatiKKS ,

Ja, auf den ersten Blick mag das so aussehen. Andererseits, warum sollte man kein Mitleid mit jemandem haben, der leidet, aus welchen Gründen auch immer er leiden mag.

Letztendlich haben wir alle, jeder von uns, all unser Leid auf die eine oder andere Art selbst verursacht. Ein Mensch, dem das Verständnis für die Gesetzmäßigkeiten des Lebens fehlt, oder der nichts davon wissen möchte, ist doch wirklich bedauernswert, denn er wird immer und immer wieder unter den Folgen seiner eigenen Handlungen zu leiden haben - bis er endlich "aufwacht", zu Verstand kommt und sein Verhalten ändert. 

Andererseits, wenn es um Abtreibung geht, dann  veranlasst man ja einen Arzt etwas zu tun, was für ihn leidvolle Folgen haben wird. Und auch die werdende Mutter selbst wird später die Folgen zu tragen haben. Schon aus dem letztgenannten Grund sollte man als Frau aus reinem Selbstinteresse  davon Abstand nehmen.

Ich persönlich finde es ziemlich engherzig wenn man nur mit denen Mitleid hat, die es wirklich verdient haben. Denn wer will das beurteilen? 

Beurteilen ist sehr nahe an verurteilen. Vom Standpunkt der "christlichen Nächstenliebe" aus sollten wir dies nicht tun. Denn Jesus Christus hat doch auch niemanden von der Möglichkeit ausgeschlossen, sich zum besseren zu verändern und Gottes Barmherzigkeit zu erlangen.

Die Karmakette kann nur durchbrochen werden, wenn wir bereit sind, alle Menschen zu lieben und dazu beizutragen, dass jeder mensch die Möglichkeit bekommt, wirkliches spirituelles Wissen zu erlangen - unabhängig von seiner praktizierten Religion oder Weltanschauung. 

Karma benötigt uns nicht als "Handlanger" um wirksam zu werden. Wer z.B. abgetrieben hat, kann im nächsten Leben ebenso gut das Opfer einer Fehlgeburt werden. Das Ergebnis ist das gleiche, aber dadurch entsteht kein neues Karma , sofern die Fehlgeburt nicht absichtlich verursacht wurde, was auch einer Abtreibung gleich käme.

Kommentar von waldfrosch64 ,


Letztendlich haben wir alle, jeder von uns, all unser Leid auf die eine oder andere Art selbst verursacht.

  • 1. ist dies eine reine Behauptung ,und 2.solch unmenschliches Geschwätz finde ich echt nicht zum ertragen  !
  • und ist dir auch bewusst was das am End in aller Konsequenz zu bedeuten hat ? Also ich finde solch eine Einstellung "Engherzig " einzig in einem Punkt  hast du recht ,man sollte auch mit dem Tätern  Mitleid oder haben .Der hat ihn vielleicht noch nötiger ..
Antwort
von silberwind58, 48

Wirklich bizarr ! Ich kenne keine Religion ,die das lehrt.Ich lese viel die Weisheiten des Dalai Lama aber das ist nicht von dem!

Antwort
von Akka2323, 53

Alles dummes Zeug.

Antwort
von meinerede, 44

Warum soll denn da ´ne Religion dahinterstecken? Geschweige denn überhaupt irgend eine Intelligenz? Das ist dummes Gewäsch, sonst garnix!!!

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