Frage von JedenHelfen, 45

Ich krepiere und keiner will mir helfen- was tun?

Hallo Ihr lieben, ich bin 19J. und habe Epilepsie. Ich hatte Tabletten, die ich eigentlich ganz gut vertragen habe und war echt zufrieden. Im Bluttest, war aber ein gewisser Spiegel nicht im Normalbereich, sondern im kritischen. Das heißt Anfallgefärdet. Dann hat sie mir vor ca 10 Tagen, eine höhere Dosis verschrieben, von den gleichen Tabletten. Voher hatte ich 600mg über den ganzen Tag verteilt und heute 1200. Mir gIng es durch diese Umstellung nicht gut. Die ersten Tage, bin ich immer fast eingeschlafen in der Schule, war kaum Aufnahmefähig. Gestern dann, bekam ich richtig Schwindelattacken. Außerdem, habe ich verschwommen gesehen. Bin dann ins Krankenhaus in die Notfallambulanz. Dort konnte ich 1 Stunde erstmal warten und dann haben sie mich behandelt. Naja, richtig helfen konnten sie mir nicht, ich habe Ihr mein Problem geschildert, sie meinte sie kann nichts tun. Das kann nur derjenige der mir die Tabletten verschrieb. Aber, mein Neuro. hat erst Montag wieder auf.. und solange halt ich das nicht mehr aus.. und absetzen soll ich die aufgarkeinfall ...

Antwort
von LiselotteHerz, 26

Ich kenne einige Epileptika, das ist ganz normal, dass man - gerade anfangs, wenn die Dosis erhöht wird - wahnsinnig müde ist und Schwindelgefühle hat. Das steht auch immer im Beipackzettel als Nebenwirkung.

Diese Ärztin hat sich einfach nicht mit Medikamenten gegen Epilepsie ausgekannt und hat sich nicht getraut, da eine Dosisveränderung zu empfehlen.

Du krepierst schon nicht! Sind die Tabletten teilbar? Wenn ja, versuch es mal mit 1000 mg über den Tag verteilt. Sollten das Kapseln sein, dann lass eine Dosis mal weg. Es ist Wochenende, da erwartet doch kein Mensch, dass Du in Hochform bist.

Wenn das mit dem Verschwommensehen nicht mehr weg geht, ruft den Notarzt. Auch das ist eine häufige Nebenwirkung. Ob der allerdings Dir ein anderes Medikament verordnet, kann ich Dir nicht sagen.

Absetzen ist auf keinen Fall eine Option, aber das weißt Du ja selbst.

Gute Besserung. lg Lilo

Antwort
von Gestade3, 8

Hallo,

das einzige was das Blutbild verändern könnte sind die Leberwerte. Die kommen von den Medikamenten die Du einnimst. Das ist aber ganz normal. Die Leber baut diese ab. Der normale Leberwert liegt bei 20. Wenn Du 150 hast, brauchst Du Dir immer noch keine Sorgen zu machen. Er schwankt.

Alles Gute

Antwort
von charmpagner, 8

Google mal zum Thema Ketose und Epilepsie. Ketogene Ernärung ist eine Ernährungsform, bei der man weitgehnd auf Kohlenhydrate verzichtet. Bekannt wurde diese Ernährung schon vor rund 100 Jahren, als man feststellte, dass bei Kindern mit Epilepsie bei dieser Ernährung die Anfälle dramatisch zurückgingen, bis zur Anfallsfreiheit. Der Stoffwechsel in der sogenannten Ketose hat offenbar sehr gute Auswirkungen auf die Gehirnzellen.

Nach Einzug pharmazeutischer Präparate ist diese Ernährung in diesem Zusammenhang wieder etwas in Vergessenheit geraten. Sie ist aber aktuell bei Leistungssportlern sehr beliebt, weil man davon abnimmt und trotzdem viel essen darf. Es gibt keinen Leistungsabfall mehr, sondern die Energie bleibt auf gleichmäßigem Level.

Alles zur ketogenen Ernährung aufzulisten, würde hier den Rahmen sprengen, aber wie gesagt: Google mal, vielleicht st es für dich einen Versuch wert. Es gibt Ärzte, die sich damit auskennen. Es sollte mich nicht wundern, wenn du dann wieder deine Tabletten reduzieren kannst. Die Umstellung des Stoffwechsel dauert aber etwas (3 - 5 Tage).

Antwort
von HighRunner, 12

Leider haben alle Medikamente gegen Epilepsie ihre Nebenwirkungen. Grade am Anfang. Es gibt viele Medikamente und oft dauert das korrekte Einstellen extrem lange.

Man muss bei jedem Medikamen einzeln hochdosieren und dann abwarten ob man anfallsfrei ist oder nicht und dann runterdosieren und ein anderes Medikament ausprobieren. So kann leider auch echt viel Zeit vergehen.

Wenn du nicht zufrieden sein solltest, dann sprich mit deinem Neuro drüber und probiert einfach weiter. Viele Neuros wollen nicht viel rumprobieren aber lass dir nix einreden, wenn du nicht zufrieden bist, dann ist das Medikament nichts für dich.

Es gibt richtig gute Medis, bei denen man fast keine Nebenwirkungen merkt aber die sind bei jedem anders und oft sind das auch Kombinationen aus mehreren aber man findet die nur durchs ausprobieren und abwarten.

Irgendwann bist du richtig eingestellt und dann kannst du deiner Epilepsie den Mittelfinger zeigen, denk da immer dran!

Kopf hoch, das wird schon!

LG

Matze

Antwort
von DerTroll, 30

Ich kann dir auch nichts anderes sagen. Das kann nur der Arzt, der dich darauf einstellt. Also geh am Montag auf jeden Fall wieder hin. Und bis dahin nimmst du das Mittel genau so, wie von ihm verordnet (oder reduzier es auf die alte Dosis, wenn es absolut nicht geht) und nimm die Nebenwirkungen einfach mal in Kauf.

Antwort
von Kaeempferherz, 2

Keine Panik! Krepieren wirst du schon nicht.
Es ist völlig normal, dass Nebenwirkungen  - gerade zur Anfangszeit auftreten. Diese können die ersten Monate auftreten und danach auch abklingen, oder sogar komplett verschwinden.
Sollte dies nicht der Fall sein, rede nochmal mit deinem Neurologen darüber. Er wird dir gegebenfalls ein neues Präparat vorschlagen, um dann mit einer Kombinationstherapie zu beginnen.

Antwort
von Tigerkater, 9

" Krepieren " wirst Du ja wohl auf keinen Fall ! Aus der Ferne kann man Dir nur den Rat geben, die Dosis wieder bis Montag zurückzufahren auf die 6oo mg, die Du vorher gut vertragen hast.

Antwort
von Doktorfruehling, 27

Es gibt in jeder groesseren Stadt ein epileptisches Zentrum angegliedert an meist neurologische Kliniken. Beginnend dich dorthin, wenn du nicht bis Montag warten kannst.

Antwort
von brido, 23

Es ist leider eine Nebenwirkung die man in Kauf nehmen muss. 

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