Frage von Ocarina299, 89

ich komme vielleicht bald in ein Heim... könnt ihr mir ein paar Fragen beantworten?

Aus privaten Gründen möchte ich ausziehen und mein Vater meint ich würde in nächster Zeit in ein heim kommen.

ich persönlich denke dass es gut so ist, denn vielleicht mache ich denen eh nur Stress... außerdem habe ich fast nur schlechte Erinnerungen an mein zuhause.

aber ich hab noch einige Fragen bevor dies in die Wege geleitet wird.

wie ist es dort so? wie ist der Alltag?

Was für Menschen sind dort?

gibt es auch andere Möglichkeiten als so ein Heim oder gibt es nur diese option?

Was passiert wenn ich 18 werde? kann ich dann nicht mehr in ein Jugendheim?

kann ich auch z.b Sport machen in einem Verein oder ist das da nicht möglich? mein Hobby ist mir nämlich ziemlich wichtig.

Wäre nett wenn ihr mir diese Fragen beantworten könntet! :)

Antwort
von malfoysepona, 49

Ich weiß nicht genau, ob man das wirklich vergleichen kann, aber ich war zur Inobhutnahme schonmal in einer Wohngruppe. Ich fand das da ganz angenehm. Die Erzieher waren nett und die allgemeine Atmosphäre war auch sehr schön :)

Da treffen halt sehr viele verschiedene Menschen aufeinander, aber solang man seine Grenzen und Unterschiede gegenseitig respektiert gabs da zumindest bei uns keine Probleme. Der Alltag ist nicht groß anders von Zuhause. Man geht ganz normal zur Schule/Arbeit, man hat Aufgaben im Haushalt und die Mahlzeiten werden wenn möglich gemeinsam eingenommen.

Und soweit ich weiß wird man da jetzt nicht plötzlich rausgeschmissen nur weil man 18 wird. Wie strikt die da genau sind weiß ich leider nicht. Meistens findet dann danach die Verselbstständigung statt, d.h. es wird eine Wohnung vom Jugendamt gestellt wo anfangs meistens mindestens 1x wöchentlich jemand nach dem Rechten schaut.

Ich hoffe, das konnte dir irgendwie weiterhelfen :)

Kommentar von Ocarina299 ,

danke! :)

Antwort
von Akka2323, 15

In das Betreute Wohnen oder in eine Pflegefamilie kommst Du nur über das Jugendamt, Heime gibt es nur noch ganz wenige. Dafür muß es schwerwiegende Gründe geben. Und das bestimmt nicht Dein Vater, außer, Du gehst in ein Internat und Dein Vater bezahlt es. Falls Dein Vater Dir mit einem Heim droht, ist das leeres Gerede. Wenn es bei Dir zu Haus schlimm ist, dann geh zum Jugendamt und rede mit denen. Sie werden eine Lösung für Dich und mit Dir finden.

Antwort
von Volkerfant, 15

Kommt natürlich darauf an, wo das Heim ist, indem du untergebracht wirst. Meistens handelt es sich da um eine Wohngruppe mit ein paar Bewohnern unterschiedlichen Alters und Erziehern.

Es ist wie in einer Familie, nur in einer fremder Familie sozusagen. Du musst dich an Regeln halten, dich am Putzen beteiligen, zur Schule gehen, deine Hausaufgaben machen, Freizeit hast du auch. Du wirst da nicht eingesperrt, aber du musst pünktlich nach Hause kommen und dich vlt. am Essenkochen beteiligen.

Antwort
von Sanja2, 26

Jedes Heim / Wohngruppe ist anders und deshalb kann man das nicht verallgemeinern. Bevor du in ein Heim kommst hast du dort ein Vorstellungsgespräch. Dort kannst du all diese Fragen stellen, dann erfährst du auch wie es genau da ist wo du evtl. hin sollst. Es gibt Heim, Wohngruppe, Pflegefamilie, einzelbetreuete Wohnen, teilbetreutes Wohnen. Je nach Alter, Selbstständigkeit und deiner Vorgeschichte sowie deinen pädagogischen oder therapeutischen Bedürfnissen wird das passende für dich ausgesucht. Es kommt sehr auf das Jugendamt an das dich betreut. Vom Gesetz her ist es mit 18 nicht zu Ende, aber manche Jugendämter sind da sehr schwierig. Du kannst einem Verein beitreten.

Antwort
von gnarr, 15

wenn deine eltern dich in ein heim geben, lebst du dort mit anderen kindern deines alters. man wird dann sicher erstmal auf den grund gehen, warum deine eltern dich in ein heim geben. meistens erfolgt das weil kinder sich nicht an regeln halten. also wirst du das dort lernen. du lebst dort mit anderen kindern und den heimerziehern. du hast dein bett, dein schreibtisch und die sachen die deine eltern dir zum anziehen mitgeben.

ob du dort weiter sport machen kannst, hängt davon ab wie du das finanzierst. unter umständen stellen deine eltern die finanzierung deiner hobbies einfach ein. vielleicht ist das heim auch weiter weg, so dass du deinem verein eh nicht mehr angehören kannst. das ist wohl derzeit das letzte deiner probleme.

also nimm dich zusammen und tue das was deine eltern dir sagen. dann musst du vielleicht nicht ins heim. mit 18 wirst du auf eigenen füßen stehen. das jugendamt steht dir zur seite bis du eine einfache bleibe gefunden hast und einige lebenswichtige möbel. dann wirst du dich übers arbeitsamt finanzieren müssen und zügig arbeit finden.

Antwort
von teafferman, 18

Bitte gehe erst mal zu Wikipedia und gebe dort Jugendamt in die Suchmaske ein. Dann lese bitte den Artikel genau und öffne alle Links im Text. 

So schnell wie früher kommt ein Kind nicht mehr ins Heim. Im Westen unseres Staates reichte es in manchen Gegenden aus, wenn die Eltern dem Jugendamt mitteilten, ihr Kind sei schwer erziehbar. Dann kam das Kind aber nicht in ein Heim. Der Begriff ist hier für mich falsch. Für mich waren diese Orte Konzentrationslager. 

In Aachen z.B. mussten die Kinder ab dem 6. Lebensjahr täglich 12 Stunden arbeiten, bekamen viel zu wenig zu essen und so fort. 

Persönlich wage ich zu bezweifeln, dass wir über die Morde in solchen Einrichtungen die Wahrheit heraus finden können. Denn sie waren nur dank gesellschaftlicher und politischer Unterstützung möglich. Es ließen sich also leicht Eintragungen in Geburtsregistern entfernen. 

Seit einigen Jahren hat sich die Situation massiv zum Vorteil der Minderjährigen verbessert. 

Du wirst lesen, dass vor einem Heimaufenthalt das Jugendamt verpflichtet ist, andere Hilfsangebote anzubieten. Dir möchte ich dringend raten, diese bereitwillig anzunehmen und mitzumachen. 

Weigert sich Dein Vater, so wird seine Weigerung vor dem zuständigen Familiengericht entsprechend bewertet werden - müssen. 

Davon abgesehen möchte ich Dir empfehlen, hier einfach mal die Beiträge von menuett durchzulesen. Da findest Du noch manche detaillierte und kompetente Antwort. 

Kommentar von gnarr ,

lol du liest einfach zuviel krimi

Kommentar von teafferman ,

Die von mir dokumentierten Fakten sind kaum in Krimis zu finden. 

Antwort
von Destroyzz88, 40

Im Heim ist es schlimm war selber mal dort.
Ich rate dir bleib lieber zuhause auch wenn du zuhause nur schlechte Erinnerung hast.
Dort wirst du keine besseren Erinnerungen haben glaub mir.

Kommentar von Ocarina299 ,

Hm ok danke. weißt du denn, ob es vielleicht ne bessere Lösung gibt ausser zuhause bleiben? :/

Kommentar von gnarr ,

ja sich zusammenreißen und lernen regeln einzuhalten. deine eltern sind das gesetz und daran musst du dich halten. mit 18 kannst du ausziehen, auf eigenen beinen stehen und dich selbst finanzieren.

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